Zylinderblock auf 1.Übermaß - Kosten?

  • Hat hier schonmal wer nen Block auf 1.Übermaß bohren/hohnen lassen und mit welchen Kosten kann ich bei nem 4-Banger Reihe rechnen?

    Meine Motorbude hat momentan Urlaub ....


    CheeRS

  • Ganz grob würde ich von 100 Euro pro Zylinder ausgehen, dazu noch 30 Euro pro Kolben für das Umpressen.....

  • Bei nem 6 Zylinder kostete ein Kolben inkl Ringe 106 Euro, keine Ahnung was dat bei einem 4 Zylinder kostet täte, und n neuer Dichtsatz, KW und Pleullager , NW wenn nötig......

  • Für Bohren/Honen zahle ich immer so um die 50 bis 60 Euro pro Zylinder. Jedenfalls für einen Ford OHC, der sich recht einfach aufspannen lässt. Das Aufspannen und Ausrichten dauert und kostet, das reine Bohren geht dann relativ fix.

  • Dank' euch,


    Willi, So hatte ich jetzt auch geschätzt.


    Kolben hab ich jetzt Mahle, 1tes Übermaß mit Ringen für 67 Eus/Stck +Versand gefunden. Wenn aus dem Königreich kommt, sollte es ggf 20 Eus/Satz billiger sein. Trau dem Spiel aber nicht was die Zollabfertigung angeht. Da wir bei über 150€ Warenwert liegen, müsste zusätzlich zur Einfuhrumsatzsteuer von 19% noch Zoll anfallen.


    Die anderen Nebenkosten sind klar. Mir gings erstmal nur um die reinen Kosten fürs Bohren. 1tes Übermaß geht sicher noch mit hohnen. Dann muss ich wohl warten, bis die Motorenbude ausm Sommerurlaub kommt. Bei uns haben alle anderen zu gemacht.


    CheeRS

  • Beim Honen trägst du normalerweise weniger als bzw. bis zu 1/100mm ab. Sobald Übermaß ins Spiel kommt wird’s immer Bohren und anschließend Honen.

  • Jetzt wird es lustig......mit Honen 1/2mm plus Laufspiel abtragen .....selten so gelacht. Ein paar Hundertstel sind das , mehr nicht. Um das Aufbohren wirst die da nicht rumkommen....

    50 bis 60 Euro pro Zylinder sind ein super Preis,mein Motorenbauer hat da einen guten Hunderter genommen.


    Ein kleiner Nachtrag wegen der Kolben, beim V6 war MM am Ende der billigste Anbieter , weder Burton noch der Anbieter bei eBay, ebenfalls Engländer , konnte da mithalten, der Brexit macht alles kaputt, und wen es Beschwerden wegen Qualität gibt oder dergleichen, da beschwere ich mich lieber hier in Deutschland ..und NEIN, die V6 Kolben von MM kommen nicht aus USA sondern ebenfalls aus GB.

    Einmal editiert, zuletzt von ford17m ()

  • Die anderen Nebenkosten sind klar. Mir gings erstmal nur um die reinen Kosten fürs Bohren.

    Äh, ja - Hauptsache billig.... :tired Es interessiert wohl keinen ob mit oder ohne Honbrille.

    Grundbohrung und Deck werden hier wohl schon aus Prinzip ignoriert.

  • Mit Honbrille meinst du ne Torque Plate?

    Kann ich sowas für nen Kent aus 20mm dickem Stahl selbst bauen oder muss das deutlich dicker sein? Mit oder ohne Kopfdichtung verbauen?

  • Mit oder ohne Kopfdichtung verbauen?

    Immer mit Dichtung, muß kein Neuteil sein.


    Beim richten der Grundbohrung gilt das gleiche wenn später eine Brücke verwendet wird.

  • Bin mal so frei und kaper den Fred vollends :D


    Plan war bisher ca 100-110PS mit ner K224 und DGAV sowie Stage 3 Kopf:

    - 1600er Kent auf 82,5mm bohren

    - Wössner Schmiedekolben und Pleuel sowie NOS Kurbelwelle rein

    - Kolbenunterstand messen, dann eventuell Block planen

    - Alles wieder raus und Kolben durch Vergrößern der Bowl auf passende Verdichtung bringen

    - Zusammenbau aller Komponenten


    Lagergasse richten würde die KW tendenziell etwas weiter Richtung Deck bringen, oder? Keine Ahnung wie weit das wäre. 1-2 Hundertstel?

    Dann wäre das eher weniger gravierend. Hab halt die Schmiedekolben mit derzeit 12,5-13:1 und je weniger ich da dran wegnehmen muss desto besser. Vor Allem wenn der Squish zu heftig werden würde und die Krone auch noch bearbeitet werden muss. Auf ne MLS Dichtung mit ARP hab ich eher weniger Lust, oder wäre das eventuell ausreichend sodass ich die Kolben nicht bearbeiten muss?

  • Lagergasse richten würde die KW tendenziell etwas weiter Richtung Deck bringen, oder? Keine Ahnung wie weit das wäre. 1-2 Hundertstel?

    Von den Lagerkappen werden 2/10 abgenommen, damit sollte die Kurbelwelle max. 1/10 in Richtung Deck wandern.

    Wenn alle Vorbereitungen und Arbeiten korrekt ausgeführt werden, landet man bei dem optimalen Wert "Zero Deck".

  • Zero Deck heißt keinerlei Winkelversatz der Hauptlagergasse gegenüber Bohrung und Deck?



    Ist das Nachsetzen unbedingt notwendig? Mit Haarlineal nachmessen erstmal ausreichend?


    Bei meinen bisherigen Motoren (2.3 und 2.6) hab ich das nicht gemacht und sie laufen ganz gut.

  • "Zero Deck" heißt keinen Über- oder Unterstand vom Kolben zum Deck.

  • Äh, ja - Hauptsache billig.... :tired

    Und das weißt du, weil .....


    Ich bin kein Motorenbauer, daher gebe ich das weg, zu jemandem, der das kann. Dann gehe ich davon aus, dass ich das korrekt zurück bekomme.

    Und Kosten im Vorfeld ermitteln ist nicht so dein Ding, weil du aus dem vollen schöpfst? :bla:

  • Ich habe für bohren, hohnen, Kolben, Hauptbohrung, Kw schleifen, neue Lager Kw/Nw komplett, Pleuelstangen richten, KW/Kupplung/Schwung-/Riemenscheibe einzeln wuchten, Block planen und Rumpfmotormontage zusammen 1,8k bezahlt. 4Zyl. A-Serie (Mini)

    Fand ich fair… Die einzelnen Posten weiß ich nicht.

    2 Mal editiert, zuletzt von birger77 ()

  • Und das weißt du, weil .....

    ... nur von den Zylinderbohrungen gesprochen wird.


    Für eine einwandfreie Abdichtung gehört nun mal das Planen von Kopf und Block. Ich bin mir nicht sicher ob es sich herum gesprochen hat,

    aber 'ne Kopfdichtung hat zwei Seiten.

  • Ich hab im US-Kontext mehrmals gelesen dass Torque Plates zumindest für Gussblöcke Schlangenöl seien...

    so hab ich das auch im Hinterkopf. Aber man darf natürlich viel Aufwand für wenig Effekt betreiben, kennt man ja auch z.B. von High-End-Verstärkern und sonstigen Spezialitäten

  • Habt ihr noch in Erinnerung ob Serien- oder verstärkte Zubehör-Blöcke?


    Wenn schon von den Amis gesprochen wird, kann ich dazu ein Beispiel nennen. Ford hat über die Jahre

    den Windsor-Block mehrfach geändert. Die Blöcke aus den 60ern und 70ern konnten auf ein größeres Übermaß

    gebohrt werden, zeigten aber auch größeren Verschleiß.


    In den 80ern wurden die Blöcke öfters redesignt, was sich in auch in den Gewichtsangaben ablesen läßt.


    Ford erkannte dabei daß diese Magerkuren unglücklich waren und hatte den Blöcken ab1986 wieder mehr Material verschafft.


    Dabei bitte nie vergessen daß es sich um Guß-Blöcke handelt, die Wandstärken variieren an manchen Stellen mal mehr oder weniger.

    Daher eignen sich nicht alle Blöcke für größere Leistungssteigerungen, weil die Wandstärke der Zylinder zu gering ist.


    ... und wie findet man das raus? Messungen, oder anders genannt: Viel Aufwand