Weber 32 DGAS lässt sich nicht einstellen ?!?

  • Ich hab ja nach dem Urlaub letztes Jahr die Zahnsegmente am Vergaser tauschen müssen.
    Dabei hab ich dem gleich einen neuen Dichtsatz spendiert.
    Heute wollte ich ihn dann endlich mal einstellen, weil ist ja langsam Wetter für nicht mehr Sierra fahren.


    Aber es lässt sich nichts einstellen ?(
    Im Grunde gibt es ja auch nicht viel.
    Er hat unten die beiden Leelaufgemischregulierschrauben, mehr nicht.
    Aber völlig egal wie weit ich die raus- oder reindrehe, der co-Wert ist wie festgetackert.
    Er schwankt immer leicht zwischen 0,18% und 0,24%, also deutlich zu mager.


    Was ich mittlerweile festgestellt habe:


    Es macht keinen Unterschied ob ich den Schlauch zum Verteiler oder zum Luftfilter abziehe und er dort Nebenluft bekommt.


    Drehe ich die Gemischschraube auf der linken Motorseite (Zylinder 1-3) ganz rein stirbt der Motor nach kurzer Zeit ab.
    Mache ich das gleiche auf der rechten Seite passiert das nicht.


    Bei einer der Leerlaufdüsen ist die neue Dichtung schon wieder gerissen (top Qualität die man heute bekommt)
    Aber auch wenn ich die Düsen von links nach rechts tausche ändert sich am absterben, oder eben nicht absterben, nichts.


    Lasse ich den Motor bei ~3000 u/min drehen, dann steigt der co-Wert kurz an, pendelt sich dann aber auch wieder bei 0,18-0,24% ein - bei erhöhter Drehzahl!


    Der Motor läuft im Leerlauf sehr unruhig, bei erhöhter Drehzahl aber auch.
    Auch im Fahrbetrieb merkt man ständig ein ruckeln.


    Trotz des niedrigen co-Wertes stinkt der Karren am Auspuff nach Sprit.




    Wo soll ich anfangen zu suchen?
    Hat irgendwer Literatur über den 32 DGAS ?
    Wenn ich was finde dann immer nur über den 38 DGAS.

  • Wenn du an der Leerlaufgemischschraube drehst, ändert sich dann die Drehzahl?


    Für mich hört es sich schwer nach Nebenluft an, und zwar so krass, dass der Unterdruck nicht mehr ausreicht, dass der Vergaser vernünftig funktioniert. Das sich nichts ändert, wenn du den Unterdruckschlauch vom Verteiler abziehst, bestätigt diese Theorie...

  • Wie steht denn die Anschlagschraube der Drosselklappe? Wenn die zu weit drin ist übergeht der Vergaser die Leerlaufstufe und läuft schon auf der ersten Bohrung, in dem fall bekommst du auch nix mehr eingestellt..typischer Weberscheiß

  • Der co-Tester funktioniert.


    Beim drehen an den Leerlaufgemischschrauben ändert sich sehr wenig, bis auf das ausgehen halt auf der linken Seite.
    Nebenluft habe ich auch schon vermutet, aber wo?


    Welche Anschlagschraube meinst Du?

    Einmal editiert, zuletzt von Micha-05 ()

  • Ansaugbrückendichtung schlagartig?
    Das Problem besteht erst seit der Vergaserüberholung.


    Ach die Schraube.
    Zwischenzeitlich hatte ich die soweit zurück gedreht das die Mechanik die Schraube nicht berührt hat.

  • Mach mal als grundeinstellung die erwähnte Schraube auf 1,5 Umdrehungen ab Kontakt mit dem Hebel und die Gemischschrauben 2 Umdrehungen raus, sollte ein guter Startpunkt zum weiteren vorgehen sein

  • Ich dachte dafür wärst Du der Spezialist... :laugh:


    Nein, Vergaser ist richtig montiert, der Wagen fährt ja auch.
    Stinkt halt nur, hat viel zu wenig co und lässt sich nicht einstellen.

  • Vielleicht kommt das Stinken von unverbranntem Kraftstoff?


    Ohne Verbrennung natürlich auch kein Kohlenmonoxid, schon mal in die Richtung gedacht?

  • Übrigens klingt das links/rechts Problem für mich nach übelst unsynchronisierten Drosselklappen, was angesichts der neuen Zahnsegmente ja nun nicht überraschend wäre...

  • Habe ich tatsächlich.
    Aber er läuft, und das auch auf allen Zylindern.
    Dennoch werde ich die Tage mal alle Basics kontrollieren.


    Komisch ist halt das er prima gelaufen ist, deswegen habe ich am Motor nichts angerührt, außer nach dem Kauf mal co einstellen (war damals bei knapp 10%) und Ventilspiel im Urlaub kontrollieren.
    Er lief auch wunderbar zurück, bis auf die Tatsache das die abgenutzten Zahnsegmente übergerutscht sind und deshalb die linke Drosselklappe nicht mehr geschlossen hat.
    Dadurch hatte er natürlich auch einen erhöhten Leerlauf.
    Das ist wohl auf den letzten 100 Km passiert, jedenfalls fing es da an, das der Motor beim schalten (passiert ja eher selten auf der Bahn) nicht mehr mit der Drehzahl abgesunken ist und beim Gas geben nicht mehr die volle Leistung zur Verfügung stand (zweite Drosselklappe hat nicht mehr voll geöffnet wegen der Zahnsegmente).
    Nachdem ich das an einer Tankstelle notdürftig behoben habe konnte ich mit normalem Leerlauf nach Hause fahren.


    Hier habe ich dann die Zahnsegmente getauscht.
    Beim Weber muß dafür eine DK-Welle mit getauscht werden.
    Und bei der Gelegenheit habe ich den Vergaser neu abgedichtet und vorher die Teile ins Ultraschallbad geschmissen.
    Er sprang auch mit dem überholten Vergaser wieder einwandfrei an.
    Er hat allerdings in der Kaltstartphase zu hohen Leerlauf, das wollte ich aber erst einstellen wenn die Grundeinstellung passt.


    Die Drosselklappen synchronisiert man ja dadurch, das das eine Zahnsegment mit einem Langloch ausgerüstet ist und so auf der DK-Welle verdreht werden kann.
    In die Richtung hatte ich auch vermutet und nochmal im gesamten Verstellbereich verschoben, keine nennenswerte Änderung.

  • Hi Micha, ohne Dir auf Deine (ital.) Füßchen treten zu wollen (und meine dann in einem Eimer einbetoniert wiederzufinden 8) ):
    nachdem Du den auseinander und wieder zusammenklabustert hast hört sich das doch eher danach an dass da irgendetwas falsch zusammengesteckt wurde!?
    Oder etwas fehlt oder etwas verstopft oder...?


    Gruß aus der Toskana Deutschlands bei 27°
    Jürgen

  • Oder oder oder...
    Deswegen will ich der Sache ja auf den Grund gehen, finde aber nichts zu diesem Vergaser.
    Nicht mal auf den Seiten von Ruddies oder DiMichele kennt man den 32er DGAS (oder DGES, ist ja mit el. Startautomatic)
    Ich weiss halt nicht in wieweit die Daten vom 38er passen.


    Wie gesagt, ich werde in den nächsten Tagen nochmal alle Basics checken.
    Man weiss ja nie.

    Einmal editiert, zuletzt von Micha-05 ()

  • Den GAser hatte ich die ersten Jahre im knudsen als der noch zwo Liter hatte.
    da war ich ganz zufrieden mit.
    also Ursache finden und nicht gegen die solex scheiße tauschen.

  • Zwischenmeldung für die, die es interessiert.


    Gestern habe ich mal die Zündung abgeblitzt.
    Die stand, warum auch immer, auf 3° vor OT.
    Ich habe das bis jetzt noch nie kontrolliert, da der Motor immer gut lief und für einen 2,0 auch echt flott war.
    Trotzdem habe ich das ganze mal auf 9° gedreht, so wie es ja auch sein soll.


    Heute mal das Ventilspiel kontrolliert.
    Die Auslässe waren allesamt etwas stramm, könnte daran liegen das ich ihn auf der zweiten Tour im letzten Jahr auch mal ordentlich gescheucht habe.


    Dann habe ich ihn warm gefahren und mich nochmal am Vergaser versucht.
    Bezüglich Unterdruck:
    Die Schelle vom Schlauch zum BKV war überdreht, deshalb gab es eine neue.
    Da ist also alles dicht.
    Der Schlauch zum Luftfilter brachte heute tatsächlich eine Änderung im Laufverhalten (schlechter) wenn ich ihn nicht verschlossen habe.
    Beim Schlauch zum Verteiler ändert sich wiederum nichts.
    Ich habe mal am Schlauch angesaugt, die Zündverstellung am Verteiler funktioniert, da wird der Unterdruck dann auch gehalten -> keine Undichtigkeit
    Stecke ich den Schlauch am Vergaserstutzen auf und sauge da, dann bekomme ich Spritdämpfe, der Kanal ist also frei.


    An den Leerlaufregulierschrauben kann ich nach wie vor drehen wie ich will, der co-Wert liegt mitlerweile zwischen 0,14 und 0,18 also noch magerer.
    Der Leerlauf ist auch nach wie vor etwas unrund.
    Allerdings liegt der jetzt schwankend zwischen 1200 und 1500 u/min, obwohl die Anschlagschraube soweit zurück gedreht ist, das die Mechanik dort nicht anliegt.


    Dementsprechend werde ich den Vergaser dann doch noch mal runternehmen müssen.


    Bevor ich dann doch mal die Brückendichtung erneuere wüsste ich aber gerne ob es nicht doch einfach am Vergaser liegt.
    Fahren tat er heute nämlich schon deutlich besser als letztes Mal.



    Falls noch irgendwer einen funktionierenden Weber 32 DGAS rumliegen hat, den er mir verkaufen oder auch nur ausleihen würde, dann wäre ich dankbar.

  • ja aber er lief doch scheinbar vor der Aktion, ich tippe auf Vergaserfuß, die Weber verziehen sich gerne mal. Hab den vom Taunus letzte Woche auch mal schön geschliffen (hatte pfeifgeräusche, wie kürzlich hier thema war)


    Hast du mal die Drosselklappen auf Spiel überprüft?


    Und kannst du dich auf dein stroboskop verlassen? Das ist schon eine krasse Wanderung auf 3° v OT


    Wie sehen denn die Kerzen aus?

    Einmal editiert, zuletzt von eisenmann ()

  • Update:


    Da Wollelunder doch nicht den richtigen Vergaser liegen hatte habe ich mir, zum testen, jetzt einen 34DGAS geholt.
    Das der alt und gebraucht ist war mir natürlich klar, aber das die Zahnsegmente schlimmer aussehen als die, die ich bei meinem Vergaser wechseln musste, hat mich dann doch etwas geknickt.


    Trotzdem habe ich den mal eben auf dem betriebswarmen Motor montiert und probelaufen lassen.
    Co lag bei knapp 3,5% und ließ sich wunderbar auf 1,0% runterregeln.
    Dazu seidenweicher Leerlauf, ganz ohne Motorgeschüttel oder gestotter, und die Drehzahl lag auch so zwischen 800 und 900 u/min.
    Also habe ich beschlossen ihn erstmal drauf zu lassen.


    Da er keinen Unterdruckanschluß für die Verteilerverstellung hat war ich ganz froh, das es an der Ansaugbrücke noch einen Stutzen gab, der mit einem Blindstopfen verschlossen war.


    Die Beschleunigerpumpenmembran hat ordentlich gesifft, also habe ich die vom 32er verbaut.


    Als ich den Gaszug montieren wollte musste ich feststellen das die Kugel größer ist. Also den Anlenkhebel "mal eben" getauscht.
    Anschließend habe ich den wasserbeheizten Deckel der Startautomatik abgeschraubt um den elektrischen zu montieren. Natürlich ist die Aufnahme anders und die Feder des elektrischen lässt sich nicht einhaken X(
    Also das ganze so montiert das die Feder die Starterklappen aufdrücken kann. Zuziehen geht dann halt nicht.


    Dann habe ich überlegt was ich mit der Kraftstoffrücklaufleitung mache.
    Der 34er hat keinen Anschluß.
    Fürs testweise laufen lassen hatte ich die Rücklaufleitung mit einer Schraube verschlossen, aber im Betrieb ist es ohne Rücklauf etwas blöd.
    Vor allem bei der abgasbeheizten Ansaugbrücke.
    Die Idee: Vergaserdeckel tauschen.
    Dabei festgestellt das der Deckel des 34 vorne etwas schmaler ist, auch die Dichtung ist etwas kleiner.
    Und wenn man sie auf den 32er legt dann sieht man eine kleine Bohrung.
    Zum Vergleich die neue Dichtung angeguckt, ja die hat an gleicher Stelle eine Bohrung und im Deckel ist dort auch ein Kanal.
    Am Gehäuse des 34er ist an der Position aber auch eine Öffnung ?!?
    Also den Deckel vom 32er mit der neuen Dichtung auf den 34er gepackt, Vor- und Rücklauf angeschlossen, Schlüssel gedreht, Motor springt an, alles ist dicht, also Motor wieder aus.
    Beim Einfädeln der Starterklappenmimik habe ich dann gesehen das mir ein Kunststoffplättchen, das wohl um die Betäigungsstange abdichten soll, aus dem Deckel gerutscht ist.
    Jetzt oder nie, Startautomatik abgeschraubt und die vom 32er angebaut.
    Da passt dann auch der E-Deckel wieder.


    So weit, so gut, alles ist gängig am Frankenstein-Vergaser.
    Also nochmal angeschmissen und den Tester nochmal dran....


    Mir fiel direkt auf das der Leerlauf wieder zu hoch ist, obwohl die Startautomatik auf warm stand.
    Tja und der Co-Wert war auch wieder im Keller :sad:
    Zwar konnte ich ihn jetzt immerhin auf 0,5% hoch regeln, was ja vorher nicht ging, aber das geht direkt mit Erhöhung der Leerlaufdrehzahl einher.
    Und das, obwohl die Anschlagschraube wieder so weit zurück ist das sie nicht mal anliegt.
    Der Motor ruppelt jetzt auch wieder im Leerlauf.


    Ich bin gerade etwas ratlos und habe den Vergaserdeckel in Verdacht.
    Aber was sollte da kaputt sein, das der diese Symptome mit sich bringt ?
    Während ich hier so schreibe kommt mir die Startautomatik als Auslöser in den Sinn. Aber wie ?


    Hat irgendwer noch eine Idee ?