Haus, Hof, Halle und Garage Fred

  • Ich hätte da mal 'ne Frage zum Thema Abdichtung einer Rigips-Decke...


    Unser HWR wurde seit dem Hauskauf vor 15 Jahren sträflich vernachlässigt und einfach so genutzt. Das ändert sich gerade... Die Decke war eh zu niedrig, also kam alles raus, incl. Dämmung und Balken. 20 cm höher gab's jetzt neue Balken, darunter dann Bretterbahnen und Rigips.


           


    Bevor ich jetzt die Wände verlängere (bzw. ganz neu mache) stellt sich die Frage ob und wie ich den Übergang von der Decke zur Wand komplett abdichte - oder halt eben nicht.


    Von oben ist lediglich eine Folie draufgelegt und angetackert, darauf 2 Schichten 8 cm Dämmwolle. Ich ärgere mich ein bisschen, dass ich die Folie nicht gleich vernünftig verklebt habe, aber es ist wie es ist... Der 1-2 cm Spalt rundherum ist natürlich seeehr verlockend für Pfuschi-Pfiuschi mit Bauschaum... :paranoid: :uglyrolleyes:

  • Statt Bauschaum ein Klebeband für Dampfsperre Folie zu verwenden ist keine Option?

    Hab ich gerade hinter mir, zur sauberen Verarbeitung wären allerdings 3 Hände ideal.

  • Ich würde auf jeden Fall zu Klebeband für die Folie raten (Siga Sicrall o.ä.) auch wenn es ein paar Euro kostet.

    Kommt da noch Dämmung drauf?

  • Gibt von Siga auch den Kleber aus der Kartusche primur. Du solltest unbedingt so gut wie möglich verhindern, dass warme und feuchte Luft in die Dämmung ziehen kann. Die kondensiert dort und ne nasse Dämmung ist schlechter als keine.

  • Ja abdichten auf jeden Fall!! Siga oder halt aus der Kartusche, bei 1-2 cm kannst auch überlegen ob es dafür nicht nen Quellenband aus dem Bereich Fensterbau oder so gibt, integrieren und dann Rotband oder Gips drüber mit Rissbinde

  • Nässe ist kein Problem, von oben ist gut belüftet und die entsorgte Dämmwolle war auch noch fluffig. Bei Sturm gab es bis jetzt eher ein Zugluft-Thema...


    Die Dachfläche über dem Raum ist Trapezblech mit offenem Anschluss an der Hauswand, also regengeschützt und und luftig.


    Siga Sicrall habe ich da. Dann werde ich den Schlitz mit wohl Dämmwolle füllen und das Tape anbringen.

  • Ich hätte mal eine Frag ein Richtung Fachwerkhäuschen. Ich habe mir am Wochenende so eine kleine Dorfbude angeschaut. Zwei Etagen und Dach. Im Erdgeschoss dachte ich noch alles prima, aber in der ersten Etage schwankte die Deckenhöhe so zwischen 175 und 185cm. Da irgendwie wenigstens 10-20cm raus zu holen steht wahrscheinlich in keinem Verhältnis oder? Schonmal jemand damit Erfahrung gehabt?

  • Dafür müsste man wissen wie es unter der Decke aussieht. Bzw darüber.

    Bzw was du als Decke gesehen hast.

    Wenn es nur eine aufgelegte/abgehangene Decke ist, kann man das realisieren.

  • Quer gehen die Deckenbalken auf denen die Sparren stehen/hängen, weiß nicht wie das richtig bezeichnet wird. also alle 80cm etwa ein deckenbalken mit lehmgefache.

  • Wie Nico schon gesagt hat.

    Bei uns war, wenn ich mich richtig erinnere, nur eine Schicht Heraklith und Putz drunter, vielleicht 5cm.


    Bei der geringen Deckenhöhe kann ich mir auch kaum vorstellen, dass jemand ohne Not noch die Decke abhängt.


    20 cm halte ich für komplett utopisch.

  • Ich war mal auf ner Baustelle da hatten sie nur noch das absolute nòtige Fachwerk stehen, keine ausgeschmierten Felder mehr und nichts, dann kannst du auch mit dem nòtigen Aufwand die Zimmer in die hòhe ziehen.

  • An und für sich hast ja die Deckenbalken alle 80cm ca. , dazwischen der Fehlboden, also Bretter in denen Lehm mit Schlacke und Stroh als Dämm- und Schallschutz und dadrunter ne Strohputzdecke eigentlich direkt vernagelt, damals hat man ja auch öfter mal angebaut und da können verschiedene Deckenhöhen zustande kommen

  • Ich schaue mir das heute Abend nochmal genau an, wie der Wand und Deckenaufbau aussieht. Derzeit ist da auf jeden Fall nichts auf- oder vorgesetzt. Es waren seinerzeit halt nur niedrige Schlafkammern. Die Treppe in die erste Etage ist lange ausgebaut, weil der 88jährige schon länger nur noch im EG gewohnt hat.


    Hatte gestern Abend noch einen bekannten Zimmermann gesprochen. Der hatte mehrere Ideen ohne es gesehen zu haben. Die plausibelste und umsetzbarste habe ich mal skizziert. Über der Decke die Sparren mittels seitlich angesetzter Bohle verbinden und dann die Deckenbalken raus schneiden.


  • Unter Umständen ist eine Deckenerhöhung auch mit Denkmalschutz möglich, alleine um das Gebäude nutzbar zu machen. Wünscht man trotzdem keinen :rolleyes

  • nein kein denkmalschutz. die deckenerhöhung ist ja auch nur innen, nach der genannten variante.


    der zimmermann hat mir auch davon berichtet, die kompletten deckenbalken samt eingedecktem dach anzuheben. haben sie mal im denkmalschutz gemacht. unter jeden deckenbalken baustützen und dann je immer einen halben cm hoch gedreht reihum 2 tage lang. knarzt wohl ab und zu etwas, aber geht

  • Mein Schweinestall in NRW war untenrum in Ziegel gemauert und darüber eine Balkendecke und halt der Dachstuhl.

    Das Dach wurde eine ordentliche Weile vernachlässigt und aus der Balkendecke wurde ein Bananenboot mit variierender Höhe im Mittelbereich.

  • hab es mir vorhin nochmal angeschaut. die methode mit dem anschalen sieht machbar aus. das dach wurde wohl irgendwann schonmal gemacht, so st wäre keine unterspannbahn auf den sparren. einzelne wurden auch erneurt und es sind rechteckige hölzer und keine runden stämme spitz zulaufend, wie ganz uralt.

    12 sparren wären das neu zu verbinden und dann die komplette altdecke aus lehmgefach raus zu reißen. könnte man die neue decke auch gleich dämmen. trotudem sau viel arbeit. ich überlege mir das gesamtprojekt nochmal. wände umd heizung wären das nächste thema.