Kotz, brech, speih die scheiß Karre macht mich fertig

  • Heute den 1,6 GT OHC Motor gestartet, erst normal dann lautes Klappern (metallisch).
    Die Nochenwell lässt sich noch ne viertel Umdrehung drehen, die Kurbelwelle gar nicht wenn Zahnriemen ab.


    Vorher alles gem. Werkstattbuch eingestellt. (Ventile, 1 Zylinder auf OT, Zahnriemenscheibe auf OT, Verteiler)


    Den Motor hab ich komplett neu abgedichtet. Was ist da im Arsch? Ich hab langsam kein Bock mehr.


    Ich will nen komplett überholten 1, 6 er Motor den ich nur reinhängen muss.


    Hilfe


    Deal

  • Wie lange ist er gelaufen, bevor das passiert ist?
    KW lässt sich weder vor, noch zurück drehen? Ventildeckel schon runter genommen? Irgendwas zu sehen?
    Wie weit war der Knalltreibling zerlegt?

  • Ich hab Ihn zweimal komplett durchgedreht. Ging ohne Probleme. Ventildeckel ist ab da ist nichts zu sehen. Kurbelwelle dreht gar nicht mehr. Ist nur ganz kurz gelaufen. Dan hab ich ausgemacht.


    Ventildeckel, alle Dichtringe ersetzt, Ölwanne runter, WAPU, Verteiler, Zahnriemen.

  • Zahnriemen falsch aufgelegt, oder Verteiler verdreht, würde bedeuten, daß der Motor keine einzige Runde aus eigener Kraft läuft.


    Dreh die Kerzen raus und schau, ob Du in den Zylindern was erkennst. Danach würde ich den Klumpen an die Sonne heben und die Ölwanne abnehmen und schauen. Danach den Kopf runter.

  • Er lief ja. Von Hand kann ich Ihn nicht drehen. Was soll in den Zylindern zu sehen sein?

  • Ausser beim Einbau vom Pilotlager. Da hab ich reingeklopft aber vorsichtig. Da gehn ja die Lager vermutlich nicht kaputt von oder?

  • Nein. Ausserdem meinte ich die KW-, Pleuel und Nockenwellenlager.


    Geräuschfragen sind schwierig, aber wie klang es?


    Hat der Motor lange gestanden?

  • Der Motor stand sicher ne Zeitlang. Das Geräusch klingt so als würde ein loses Metallteil unterm Ventildeckel rumfliegen. Das Geräusch ist aber regelmäßig. Zusehen ist aber nichts.
    Ich hatte auch das Öl komplett rausgelassen. Dann hing er sicher ne Woche am Motorkran ohne Öl. Dann Öl reingefüllt.

  • Das Geräusch klingt so als würde ein loses Metallteil unterm Ventildeckel rumfliegen

    Falsches Ventilspiel, gepaart mit Zünungsklingeln kann sich durchaus auch so anhören.
    Erklärt aber nicht die Blockage. Lässt sich nach dem Abkühlen immer noch nicht drehen?


    'ne Zeitlang sind nicht mehrere Jahre?

  • Also Ventile hab ich richtig eingestellt. Zündung nur grob. Zur Feineinstellung bin ich gar nicht gekommen. Ich kann nicht sagen wie lang das Teil stand.

  • Das häßliche Geräusch nach Dekaden Standzeit, klang, als ob jemand mit einem Vorschlaghammer auf eine Bahnschiene einschlagen würde.

  • Korrosion an der Zylinderwand, die einen Kolben nach etwa 2500km ordentlich angeknabbert hatte. Gleichzeitig hat sich aber auch die Korrosion weggeschliffen. Dadurch hatte der Kolben ausreichend Platz eine Kippbewegung auszuführen.
    Alles Rotze, aber es ließ sich trotzdem leicht drehen.

  • Vielleicht ist auch der Ölrüssel nich festgeschraubt gewesen und in die Wanne gefallen..... ich will damit nur sagen: aufmachen oder wegwerfen.

  • klingt exakt nach dem was mein bonbonkombi so von sich gegeben hat. bilder dazu findest du in nem eigenen thread...

  • Ging denn nach dem Starten die Öldruckleuchte aus?


    Wenn ja, evtl. die Kopfdichtung falsch aufgelegt, sodaß oben kein Öl ankommt und alles trockengelaufen ist.


    Sind noch alle Keile in den Ventilfedertellern? Da könnte auch was abgerutscht sein. Und wenn das Ventil einmal im Brennraum liegt, läßt sich auch nichts mehr drehen.

  • Kann nur Pleul oder Kurbelwellenlager sein, erst zu grosses Spiel, da verschlissen.


    Daher das Klappergeräusch und dann hat sich eine Lagerschalenhälfte unter die andere geschoben, wie ein Keil und das Ergebniss, Welle fest, Bombenfest.


    Grüsse,


    Manfred

  • Das wäre aber schon ein sehr großer Zufall, wenn das genau beim ersten anwerfen passieren würde. Ohne Fakten finde ich es sehr gewagt, derart sicher den Teufel an die Wand zu werfen. Genausogut könnte man auch den Motor ausbauen und in den Dorfweiher schmeissen. Wenn er schwimmt ist Hexerei am werk....


    Ausserdem lese ich aus dem Eröffnungspost heraus, daß der TE den Motor wegen Geräuschen selbst abgestellt hat und sich der Motor nur anschliessend nicht mehr von Hand drehen ließ.

  • Die Nochenwell lässt sich noch ne viertel Umdrehung drehen, die Kurbelwelle gar nicht wenn Zahnriemen ab.

    Damit ist doch eigentlich alles gesagt was nur sein kann.


    Entweder blockiert was den Kolben - Ventil abgerissen
    Entweder blockiert der Kolben von alleine - Kipper - gefressen - Kolben vom Pleuel gefetzt - Pleuellager gefressen
    Entweder blockiert die Kurbel - Lager - Kurbel geplatzt - Ölpumpe abgefallen/Peilstab sich um die Kurbel gewickelt


    Mehr möglichkeiten gibs nach meiner logik nicht wenn die Kurbel sich keinen mm mehr bewegt.


    Ich würd den Motor von Unten als erstes aufmachen , wenn nachweislich am Kopf alles in Ordnung ist wie du schreibst.


    Vielleicht blockiert aber auch nur das Getriebe ? (Schalter/automat ?)