72' Taunus Hinterachse... bzw. Hinterrad rechts steht 2 cm nach hinten.....

  • Habe als Neuling einen 72' Taunus 1.6 mit zwei Türen erworben.
    Leider steht das hintere Rechte Rad ca. 2cm nach hinten..... an den Streben sieht man aber nichts.
    Kann mir jemand bitte einen Tipp geben?
    Gibt es Fachleute im Stuttgarter Raum.....
    Danke schon mal für die Hilfestellung

  • Spontan fallen mir dazu vier Möglichkeiten ein:


    - Es wurde ein falscher Längslenker eingebaut
    - Er hatte einen heftigen Treffer, und der Rahmen ist verzogen
    - Die Räder stehen richtig, aber die Karosserie ist krumm (siehe Frage von Marc Mad)
    - Bei einer (wahrscheinlich korrosionsbedingten) Reparatur wurde die Aufnahme für den Längslenker falsch eingeschweißt.


    Also erst mal hier messen, da messen, und dort messen, um zu sehen wo die Differenz entsteht.

  • Jep so würd ich es auch machen. Von allen mòglichen punkten mal messen, und schauen an welchem messpunkt Abweichungen auftreten.

  • Man sieht deutlich wenn man die Radhäuser betrachtet das links das Rad mittig ist und rechts viel weiter nach hinten und ungleichmässig.
    Kofferraumboden sieht original aus, denke kein Unfall......

  • okay......... mach ich gleich Morgen früh......
    Aber einstellen mit den Streben müsste doch auch eventuell möglich sein, oder ?!

  • Soviel ich weiß ist hinten kein einstellen möglich. Vielleicht ja was falsches verbaut worden.
    würde aber erst mal messen. Morgen weisst du woran es liegt.

  • Sodele.......... hab mal eben schnell ohne Bühne gemessen.....


    Rechts von Türkante zu Radlaufkante = 38cm
    Links von Türkante zu Radlaufkante = 37cm


    Rechts/Links von Türkante zu Radmitte ist 1cm unterschied........... so kommt man auf ca. 2cm


    Hatt jemand die originalmaße ........ eventuell Zeichnung oder so ?!

  • Am besten du misst am Unterboden, da die Abstände der Achse zum Rahmen wichtiger sind, als die zur Karosserie. Kann ja auch mal ein neuer Radlauf reingekommen sein, der etwas falsch eingesetzt wurde.
    Miss an verschieden Stellen zwischen markanten Stellen am Rahmen (z.B. die Ablauflöcher) und den Achsaufnahmen oder zum Achskörper.
    Kannst auch von Hinterachse zur Vorderachse mal den Abstand jeweils links und rechts messen.
    Wenn hier alles passt, sollte die Achse zum Rahmen hin "gerade" sein.


    Das hilft dir sicher weiter: Rahmenmaße Taunus und andere http://www.ford-ig-wriedel.de/technik/rahmen.htm</a>


    Viel Erfolg und Gruß,


    Joe

  • Soweit ich weiß sind beim Knudsen bei der Befestigung der Schwinge zur Achse Langlöcher zum einstellen. Da ist eine rechteckige "Beilagscheibe" mit einer feinen Verzahnung. Mit dem Langloch und der Verzahnung kann der Abstand eingestellt werden.
    Wenn das nicht stimmt, dann bitte um Erkärung wofür das Langloch und die Verzahnung an den Scheiben sonst ist :sinnlos:
    Ab TC 2 gab es nur noch nicht einstellbare Hinterachsen.


    Wenn sonst die Rahmenmasse passen könnte auch der Radbogen versetzt eingeschweißt worden sein, dass die optik falsch erscheint.


    g
    g

  • Bevor du den Karosseriefachbetrieb beauftragst:


    ...lass eine 4-Rad-Achsvermessung machen.
    Am besten da wo optisch vermessen wird (Hawk z.B.)


    Dann weisst du ob überhaupt was krumm ist.


    Das wilde messen irgendwo und schätzen per Augenmass ist und bleibt insofern Humbug!

  • Warscheinlich sind einfach nur die Gummibuchsen der Hinterachse fratze. Und zwar alle. Da kommt schon einiges an Spiel zusammen. Wenn dann auchnoch jemand versucht hat, an den Verstellern der ganz alten Nüsse auszugleichen, was man nicht ausgleichen kann.......

  • Soweit ich weiß sind beim Knudsen bei der Befestigung der Schwinge zur Achse Langlöcher zum einstellen. Da ist eine rechteckige "Beilagscheibe" mit einer feinen Verzahnung. Mit dem Langloch und der Verzahnung kann der Abstand eingestellt werden.

    Damit läaat sich der Winkel des Kardanflansches im Verhältnis zur Fahrzeuglängsachse und, vor allem, zur restlichen Kardanwelle einstellen. Finger weg!


    Da sich mittels beschriebener Verstellmöglichkeit nur die Position des Längslenkers (unten) variieren lässt, der Schräglenker (oben) aber statisch in Position bleibt, verändert sich nur der Neiguingswinkel der Hinterachse. Sinn der Geschichte ist, daß die Winkel der Kardanwellengelenke gleich sein sollen, damit die sich in der Summe aufheben. Sonst bleiben unkomfortable Vibrationen über.


    Gibts nur beim Knudsen und eventuell auch nur bei der ersten Serie.

  • Damit läaat sich der Winkel des Kardanflansches im Verhältnis zur Fahrzeuglängsachse und, vor allem, zur restlichen Kardanwelle einstellen. Finger weg!


    Da sich mittels beschriebener Verstellmöglichkeit nur die Position des Längslenkers (unten) variieren lässt, der Schräglenker (oben) aber statisch in Position bleibt, verändert sich nur der Neiguingswinkel der Hinterachse. Sinn der Geschichte ist, daß die Winkel der Kardanwellengelenke gleich sein sollen, damit die sich in der Summe aufheben. Sonst bleiben unkomfortable Vibrationen über.


    Gibts nur beim Knudsen und eventuell auch nur bei der ersten Serie.

    Hmmmm


    Ich denke, dass die Anlenkpunkte der Schräglenker schon in den Gummies ne ganze Menge an Spur - Modifikation hergeben.
    Denke nicht, dass man eine um Grad-bruchteile an Wikelgrad abweichende Kardan-Abweichung der Fahrwerksgeometrie vorzieht.


    Soll heissen, dass, wenn die Achsaufnahme aus irgendwelchen Gründen falsch währe, man da die Achsgeometrie wohl einstellen sollte.
    Damit währe ja eigendlich Konstruktionsbedingt auch die Flucht des Kardan gegeben...