Fehlzündungen/Backfire 2,3l V6

  • Hallo zusammen,
    ich habe einen Motorumbau hinter mit bei dem der 2l V6 durch einen 2,3l ersetzt wurde. Dabei habe ich den Verteiler vom 2l behalten, da ich keinen anderen habe.


    Nun habe ich beim Beschleunigen, besonders aus niedrigen Drehzahlen, Fehlzündungen die oben in den Luftfilter gehen.


    - Ventile habe ich vor dem Einbau (keine 2000km her) eingestellt, werd ich aber morgen nochmal überprüfen um die auszuschließen.
    - Schließwinkel ist fest, ich habe so ne Akkuspark Geschichte drin.
    - Zündzeitpunkt fahre ich, da ich hauptsächlich auf LPG fahre, auf 12-13°OT. (Hab zum testen schonmal auf 9° zurückgestellt- keine Verbesserung, bei 15 ° etwas besser)


    Und bevor hier jemand wieder alles aufs böse LPG schiebt, diese Fehlzündungen habe ich sowohl im Gasbetrieb aber vorallem im Benzinbetrieb.
    Den Vergaser meine ich daher auch außen vor lassen zu können, von dem werden im Gasbetrieb nur die Drosselklappen gebraucht.
    Der 2 Liter Motor, mit selber Konfiguration, hatte soweit ich mich erinnern kann nie diese Backfire.


    Sind die Unterschiede zwischen den Zündzeitpunkt-Verstellkurven zwischen 2 und 2,3er Verteiler so unterschiedlich, dass es zu Fehlzündungen kommen kann?


    Gruß Pascal

  • Was genau verstehst Du unter Backfire? Dreht's ihn beim Anlassen rückwärts, oder faucht er aus dem Vergaser?
    Meiner bescheidenen Erfahrung nach passiert Letzteres gern bei verstellter Zündung oder undichten Ventilen - hast Du mal die Kompression geprüft?
    12-13° finde ich persönlich etwas viel, ich bin mehr für konventionelle Einstellungen nach Herstellerangabe.

    Hab grad nur ein WHB für P7 zur Hand, danach unterscheiden sich die Verteiler für 2,0 / 2,3l nicht ganz unerheblich in den Daten der Fliehkraft- und Unterdruckverstellung. Aus'm Bauch würde ich nicht meinen dass Dein Problem daran liegen wird, aber optimale Leistungs- und Verbrauchswerte sollte man in dieser Kombination wohl eher nicht erwarten.

  • es knallt ordentlich wenn ich bei fahren wieder gas gebe und dann nach ein zwei fehlzündungen dreht der motor hoch und der karren wird wieder angeschoben..
    eine starterklappe hats dabei schon ordentlich verbogen.
    kompression hab ich bisher nicht geprüft , fehlt mir entsprechendes gerät. der motor läuft sonst aber und beim vorgänger auch..dort allerdings mit anderem Verteiler

  • Wenn's bei laufendem Motor in den Vergaser haut, kann das ja eigentlich nur durch ein undichtes Einlassventil kommen.
    Bist Du sicher, dass er auf allen Pötten läuft? Man hat ja fix 2 Zündkabel verwechselt...

    Gib ma laut wenn Du die Ventile geprüft hast. Kompression wär sehr hilfreich, vielleicht kannst Du Dir so'n Ding irgendwo leihen, oder lass es notfalls machen, kann ja nicht die Welt kosten.



    Orientierender Schnelltest: Zündung lahmlegen (Kabel abziehen) und andächtig dem Geräusch des Anlassens lauschen. Hat ein Pott schlechte Kompression, hört man das recht deutlich, weil er bei diesem leichter durchdreht. Ggf. Aufnahme davon machen und hier einstellen ;)

  • kann aber au an zu fettem gemisch liegen. Fettes Gemisch zündet ja schneller als mageres. War bei mir inner Startphase oft so, dass bei arg gezogenem Choke beim leichten Gasgeben der Motor ausm Vergaser rauskotzt.

  • Beim Anlassen - ja. Dann kann er bei zu früher Zündung rückwärts drehen, Ansaugventil öffnet wieder, puff.
    Aber wenn er läuft? Wie kommt die Flamme aus dem Brennraum in den Ansaugtrakt?

  • Alle Zündungsteile top? Verteiler nicht verharzt (Fliehkraftverstellung)? Mit LPG sind 15*vOT statisch durchaus möglich (zumindest beim OHC, weiß gerad nicht was son V6 normal an Frühverstellung hat), gibt dann aber wahrscheinlich Probleme im Benzinbetrieb.

  • verteiler hatte ich heute draußen: alles was soll beweglich, unterdruckdose verstellt die grundplatte, fliehkraftgewichte bewegen sich und verteilerwelle hat radial nur minimal spiel

  • Versuch den Verteiler mal Richtung spät zu drehn , nach Gehör nicht nach Zündzeitpunkt.
    kann ja nicht schlimmer werden oder?
    Hast du auch den Vergaser von 2.0 drauf ?

    Einmal editiert, zuletzt von gonso12 ()

  • vergaser ist vom 2,3er.. allerdings wird der luftansaugquerschnitt durch die venturiringe der gasanlage deutlich verringert.
    könnte daher zu fett auf benzin sein - auf der anderen seite sind die kerzen rehbraun..auch bei benzinbetrieb
    der motor läuft besser wenn ich richtung 15° stelle, wenn ich richtung 9° drehe unruhiger

    Einmal editiert, zuletzt von bastelkaspa ()

  • die 15° werden ihm nicht wehtun, ist ja auch nur´n oller ausgenudelter verteiler, wo der im leerlauf zündet ist ja nicht so interessant.
    kannst ja mal noch´n bißchen früher stellen.

  • Was passiert wenn du Richtung 9 ° drehst und dann weiter Richtung 5°fängt er sich wieder oder knallts ?


    Ich glaube zu wissen das Backfire meist vom Vergaser kommt .


    Den Vergaser vom 2.3kennst Du ? ist der OK
    Hast du den alten noch ?
    Wenn ja könntest du den mal versuchen wenn er drauf passt.
    Zu viel Frühzündung ist meist fürs klingeln verantwortlich da dein Motor so wie es ausschaut mit mehr Frühzündung besser läuft müsste es ja evtl. doch am Gaser liegen.
    Wäre einen Versuch wert.

    Einmal editiert, zuletzt von gonso12 ()

  • kann aber au an zu fettem gemisch liegen. Fettes Gemisch zündet ja schneller als mageres.

    Genau anders herum. Mageres Gemisch verbrennt schnell und heiß; fettes Gemisch langsam und kälter.


    Das Knallen beim Gasgeben kenne ich von den Bangern. Motor kalt, kein Luftfilter drauf, keine Startautomatik drin, Zündung zu früh und dann zu schnell und zu viel Gas geben :whistling:


    Schau mal ob die Beschleunigerpumpe ordentlich arbeitet, indem Du bei stehendem Motor und demontierten Luftfilter schaust, ob beim Gasgeben Sprit eingespritzt wird.

    Einmal editiert, zuletzt von Wickie ()

  • Seh ich auch so, eben drum mal den Gaser vom 2.0 versuchen:

  • so ventile eingestellt und siehe da doch ganz ordentlich verstellt für exakt 980km seit dem letzten mal einstellen.
    die schlimmsten auslassventile waren bei 0,2 (anstatt 0,4mm) und einige einlass bei 0,4 (anstatt 0,35mm).
    die einlassventile seh ich bei backfire, da richtung ansaugtrakt gehend, als entscheidend an - richtig?
    entweder ich hab die besoffen eingestellt oder da arbeitet irgendwas..hoffentlich die bierursache.
    zumindest hatte ich bei ner kleinen probefahrt (auf gas) kein fehlzündungen mehr.
    könnte es denn sein, dass der nicht ganz passende verteiler den motor empfindlicher gegenüber verstellten ventilen macht?
    bei allen bishereigen motoren mit passenden verteilern hatte ich nämlich auch bei beschissen eingestellten ventilen nie fehlzündungen.


    @gonso und wickie vergaser schließ ich daher aus, da ich auf gas/lpg weder die beschleunigerpumpe noch sonst was vom vergaser nutze und trotzdem dort auch backfires hatte
    sonst sind die überlegunge sicher nicht falsch


    acho zündung ist wieder auf gastaugliche 12° v.O.T.


    also schonmal danke für die hilfe hier und das mitgrübeln..ggf bekomm ich bei zeiten noch nen passenden verteiler und dann ist ruhe.


    gruß pascal

  • die einlassventile seh ich bei backfire, da richtung ansaugtrakt gehend, als entscheidend an - richtig?



    Würd ich auch sagen, aber ein bisschen zu viel Spiel bei den Einlässen ist eigentlich kein Grund für Backfire. Ich will nicht unken, aber ich mein da muss noch was anderes sein.
    Mach mal den Kompressionstest den ich oben beschrieben hab.

  • Kann gut sein das mich wieder paar Leut für plem plem halten weil ichs wieder falsch erklär aber das Richtige meine.
    Egal
    Wenn du die Ventile einstellst wird nicht nur die Steuerzeit verändert auch das Gemisch je nachdem du sie einstellst auch fetter oder magerer.
    hat anscheinend was mit Restgas und Staudruck zu tun, soviel ich weiß ist es so, je länger der Einlass offen um so Fetter das Gemisch .
    Als wir unsere Zweitakter an den Kanälen bearbeitet haben ist mir das auch aufgefallen je mehr man den Einlass bearbeitet
    hat, um so größer wurde die Gassäule vor dem Vergaser Auch die Vergaser ließen sich dann Schwieriger abstimmen
    .So hat sich der Motor gern mal verschluckt. Sobald der Auspuff in Resonanz kam war die Säule weg.
    Hast du den Auspuff auch getauscht :-) :1.:

  • hatte für den v6 im transit mk1 so nichts bekommen daher ist der auspuff marke eigenbau :




    eigntlich nur die v4 rohre in doppelanordnung und möglichst weit hinten zusammen geführt.
    mittlerweile ist der mitteltopf gegen zwei einzelne vom granada getauscht worden.


    lief mit dem 2l vorher auch schon ca 20 tausend problemlos

    Einmal editiert, zuletzt von bastelkaspa ()

  • :) Sieht nett aus
    Ich pfrickel auch alles drunter was ich in die Finger bekomme
    Hast du ein Co 2 Messgerät.
    Wenn du sicher gehen willst das du richtig lagst, evtl messn lassen.

  • so heute endlich mal den kompressionstest durchgeführt.
    auf pott 6 hab ich so gut wie keine kompression, also nur etwas mehr als 2 bar im gegensatz zu 12,5 bis 13 bar bei all den anderen.
    Benno: du hattest also recht mit deiner ersten vermutung das nen einlassventil nicht richtig schließt
    werd wohl bei gelegenheit mal die köppe runter und andere drauf machen - hab da noch welche auf ersatz liegen.vorher natürlich überprüfen wie gut die austauschköppe noch sind.
    wenn ich den motor jetzt weiterhin nutze, zumal er auf gas so gut wie keine fehlzündungen mehr hat, was mach ich mir damit schlimmsten falls alles kaputt?
    werd jetzt keine großen touren machen aber hie rein wenig in der stadt rumkurven wäre schon schön.
    gruß pascal

  • wenn ich den motor jetzt weiterhin nutze, zumal er auf gas so gut wie keine fehlzündungen mehr hat, was mach ich mir damit schlimmsten falls alles kaputt?

    Irgendwo muß das Volumen ja hin, wenn die Verdichtung nur ca. 1/6 vom Normalwert ist. Die Frage ist, wo.


    Zieh mal bei laufendem Motor den Öleinfülldeckel ab. Drückt es dort sofort raus? Mit steigender Drehzahl richtig viel?
    Dann sind die Kolbenringe hin und das Volumen, was verdichtet werden soll, verschwindet über das Kurbelgehäuse.
    Dies baut im Kurbelgehäuse Druck auf, da nicht alles über die Absaugung oder Einfülldeckel entweichen kann.
    Die Folge sind extrem schnell verschlissene Kurbelwellensimmerringe. Zudem kann sich das Gas in Unmengen dort auch mal entzünden.


    Wenn das nicht der Fall ist, fahr mal ein paar Meter und prüfe anschließend noch einmal die Kompression. Evrl. hat das Einlaßventil nicht richtig geschlossen, weil ein Schmutzpartikel zwischen Sitz und Ring war. Wenn er nun ohne knallen auf allen Pötten läuft, wird das Ventil durch die Verbrennung immer wieder in den Sitz gedrückt, was dem Partikel evtl. den Garaus macht.
    Mit ein ernig Glück ist die Kompression auf dem Zylinder anschließend wieder ok.
    Falls nein, viel Erfolg beim Kopf reparieren/tauschen.
    Falls ja, gute Fahrt :se:

  • so lange ist her, gestern hab ich endlich die köpfe gewechselt und siehe da folgendes war am einlassventil des sechsten zylinders zu sehen:



    ersatzköpfe drauf und motor rennt wieder wie eine eins.

  • Es ist doch immer wieder eine Freude, von Anfang an Recht gehabt zu haben :thumbsup:


    Schön, dass er wieder rennt! :spitze:

  • Ist doch aber eher das Auslassventil, oder sehe ich das falsch ?


    Fehlendes Ventilspiel scheint übrigens ausgezeichnet gegen Öhlkohleablagerungen zu helfen...

  • naja habe den keine 2000 km gefahren...
    gasringe kommen langfristig in die abgebauten köpfe rein, wenn geld da ist.
    den ersten 2 liter v6 hatte ich auf gas auch gute 10000 gefahren, ohne das die ventile im arsch waren.
    brannten sich halt stärker ein aber mit regelmäßigem nachstellen ist keins verbrannt.