Nervtötendes Ruckeln bei Konstantfahrt


  • ...die hintere schraube und die umluftregulierschraube einstellen...



    Tim., so was hab ich gar nicht. Ist ein DDIST wie sich das für nen P5 gehört ;)

  • Zitat:
    "Übergang: er öttelt im Leerlauf friedlich vor sich hin. Trete ich beherzt aufs Gas, kommt er so wie es soll. Gebe ich nur ganz zart ein klein wenig Gas - wupp, aus."
    und
    "Es ist nur ein ganz kleiner Bereich direkt überm Leerlauf, darüber und darunter ist alles gut."
    interpretiere ich als zu mager. beim reinlatschen spirtzt die beschleunigerpumpe ordentlich was rein, alles ist gut. beim langsamen gasgeben aber nicht, deshalb kackt er ab.
    ich kenn den vergaser nicht, aber an der CO-schraube sollte sich das einstellen lassen - oder die drosselklappenwelle ist so ausgeschlagen das er dort falschluft zieht, da kannste stellen solange du willst, hilft alles nix, neuer gaser oder drosselklappenwelle in büchsen lagern (lassen)

  • Übergangsbohrungen zu?


    in dem Zusammenhang sind die ausgenudelten Segmente tatsächlich nicht zu unterschätzen.

  • Bin inzwischen sicher dass sich das Problem eindeutig auf den Übergang vom Leerlauf zur Teillast eingrenzen lässt. Außerhalb dieses sehr schmalen Bereichs läuft er perfekt, übrigens tritt das Problem auch nicht auf solange er noch nicht ganz warm ist - Starterklappen aber voll geöffnet.
    Damit scheiden andere Ursachen wie z.B. Zündung aus (hab ich vor paar Tagen eingestellt, ZZP springt auch kein bisschen), es muss an der Gasfabrik liegen.


    Normalerweise klarer Fall, den Gaser runterreißen, feinst reinigen, und mit Überholsatz und neuen Zähnen sauber grundeingestellt zusammenbauen.


    Werde ich auch ganz sicher machen - sobald ich mir erlauben kann, den Kahn ggf. für ein paar Tage stillzulegen und einen Überholsatz nebst Zahnsegmenten zu kaufen.
    Besonders ärgerlich ist, dass ich sowohl Überholsatz als auch Austauschvergaser in besseren Tagen schon besorgt habe, nur liegt beides noch im benachbarten Königreich und ich komm da nicht ran ;(


    Wie auch immer, sieht aus als müsste ich mit dem Rodeo-Style noch eine Weile leben und es dann vernünftig machen. Eine schnelle Lösung, auf die ich gehofft hatte, wird es wohl nicht geben.


    Vielen Dank an alle, die sich Gedanken gemacht haben! :spitze: :phil:

  • Hallo,
    das selbe Problem hatte ich bei einem Capri I 2.6er mit DDIST Vergaser. Bei konstanter Fahrt so ca 80-120 KmH und nur angehauchtem Pedal fing der Motor ständig an zu ruckeln, also ein Magerruckeln. Verstellen des Vergasers und alle anderen bereits beschriebenen Fehlerquellen habe ich damals auch ohne Erfolg geprüft.
    Was war dann der Fehler:
    Wenn Du von Vorn ziemlich unten auf den Vergaser schaust, da siehst Du unten eine kleine Stange, die mit einer Feder ummantelt ist. Diese kleine Stange wird mit einem Hebel von der Drosselklappenwelle angetrieben und bewegt dann die Beschleunigerpumpe. Genau da, wo die Stange in den Hebel von der Drosselklappe geht, war die Stange extrem eingelaufen. Dies bedeutete also, wenn ich das Gaspedal leicht berührte, bewegte sich die Beschleunigermembran überhaupt keinen mm. Erst, wenn ich das Pedal weiter runter drückte, bewegte sich die Stange und die Beschleunigermembran wurde betätigt. D.H. also, dass der Motor zu wenig Anreicherung auch bei konstanter Fahrt bekam und abmagerte.
    Bau diese Stange mal aus, und schau mal, ob sie da eingelaufen ist, genau da,wo der Hebel der Drosselklappe direkt drauf wirkt. Sollte dies so sein und da ist schon eine Kerbe in der Stange, dann solltest Du diese Stange tauschen. Die Beschleunigermembran wird bei der kleinsten Bewegung von der Drosselklappe bereits betätigt und es darf dort kein Spiel vorhanden sein.
    Viel Erfolg
    Maik

  • Hallo Maik,


    vielen dank für den Tipp, das klingt interessant, werde ich sofort prüfen.
    Mich würde noch eins interessieren - was tut denn die Beschleunigerpumpe bei konstanter Fahrt, wenn das Gaspedal kein bisschen bewegt wird? Dann macht die doch nichts, oder?


    THX! :spitze:

  • Es gibt bei Vergasern normale Pumpen, Pumpe arm und Pumpe reich. Arm heisst, dass sie das Gemisch abmagert, reich heisst, dass sie das Gemisch anreichert. Passiert aber eigentlich nur bei hohen Drehzahlen, zur Unterstuetzung der Luftkorrekturduese. Wie das Prinzip funktioniert kann ich nicht sagen. Info stammt aus nem Tuningbuch von 72 von Gert Hack, ist also nur unreflektiertes Halbwissen meinerseits. Mal wieder :) kann brad au net nachlesen, Buch liegt 100km weit weg. Frag aber mal tschuliaes, der hat glaub s gleiche.

  • Hallo Maik,


    vielen dank für den Tipp, das klingt interessant, werde ich sofort prüfen.
    Mich würde noch eins interessieren - was tut denn die Beschleunigerpumpe bei konstanter Fahrt, wenn das Gaspedal kein bisschen bewegt wird? Dann macht die doch nichts, oder?


    THX! :spitze:



    Da die Membran auch bei leicht getretenem Pedal unter Druck steht, drückt sie auch zusätzlich Sprit mit rein, sobald Du mehr Gas gibst, kommt dann auch mehr Sprit. Habe den Fehler damals auch nur zufällig gefunden, als ich mit abgenommenen Vergaser die Drosselklappen geöffnet hatte,Da hatte ich bei leicht geöffneten Drosselklappen gesehen, das die Beschleinigermembran noch garnicht arbeitete und dort spiel vorhanden war.
    Der EEIT Vergaser (Nachfolgemodell) hat ein anderes Prinzip der Betätigung der Beschleunigermembran. Scheint beim DDISTdamals schon ein Konstruktionsfehler gewesen zu sein, der behoben wurde.Wie gesagt, es darf kein Spiel vorhanden sein und die Pumpe muss sofort betätigt werden, sobald die Drosselklappe sich vom Leerlauf in den Teillast bewegt.
    Prüfe es einfach mal und gib mal Info. Nach meiner Reparatur war der Fehler dauerhaft verschwunden.

  • Hallo Maik,

    habe mir das eben angesehen und tatsächlich ist da ein wenig Spiel. Die Beschleunigerpumpe wird erst nach einem (sehr kleinen) toten Weg der Drosselklappen betätigt. Zwar kann ich mir immer noch nicht erklären wie sich das bei konstanter Fahrt auswirkt, werde aber natürlich zusehen dass ich das in den Griff bekomme und dann weiter berichten. Muss mir mal anschauen ob ich diese Stange ersetzen muss (dann stellt sich die Frage der Beschaffung), oder ob sich da was basteln lässt, auch wenn es vielleicht erst mal nur zum Ausprobieren ist.

    Übrigens ist das Ruckeln deutlich besser geworden, nachdem ich ihn ein Stück über die Autobahn gescheucht habe. Rätsel über Rätsel...

    Nochmals danke für den Tipp - möchtest Du Dich nicht hier anmelden? ;)

  • Tach Benno !


    Die Beschleuniger-Pumpe macht bei ruhigem Gasfuss nix, erst bei Voll-Last wird über die Röhrchen Sprit gesaugt.



    Wie jung ist die Ansaugbrücken-Dichtung ? Bei wenig Last hast du viel Unterdruck unterhalb der Drosselklappen,
    da würde eine undichte Dichtung eine sehr grosse Rolle spielen.

  • Wenn Du das Prinzip der Beschleunigerpumpe vergleichst mit dem EEIT, wird man sehen, dass die Beschleunigermembran sofort bei der kleinsten Drosselklappenbewegung reagiert. Dieses Prinzip ist nicht anders kbeim DDIST. Auch das kleinste Spiel hat bereits Auswirkung auf das Laufverhalten des Motors.
    Habe damals die Lücke mit mit einem guten Lötkolben und Lötzinn geschlossen und anschliessend ein wenig wieder passend geschliffen und gefeilt. Anschliessend die beweglichen Teile sofort mit Fett eingeschmiert. Wie gesagt, es ist ein Vorschlag von meiner Seite aus, da alle anderen Vorschläge nicht geholfen haben. Probier es aus, denn schaden wird es sicher nicht und bei mir ist der Fehler sofort verschwunden und das jetzt seit ein paar Jahren. Ob evtl. noch ein anderer Fehler vorliegt, kann ich natürlich auch nicht sagen.
    Eine defekte Ansaugbrückendichtung macht sich mit Sägen im Leerlauf bemerkbar, jedoch meistens nicht bei mittlerer oder höherer Drehzahl. Diese kann man ja testen, indem man etwas Bremsenreiniger oder Benzin entlang der oberen Ventildeckelschrauben träufelt. Wenn sie dann undicht ist, so geht die Drehzahl merklich nach oben. Aufpassen, dass die Dämpfe sich nicht in den Vergaser ziehen, dass verursacht auch eine höhere Drehzahl und kann dadurch täuschen.
    Gruß
    Maik
    PS: Mit der Anmeldung überleg ich mir noch. Danke für die Nachfrage.

  • Mach ich auf jeden Fall, denn zumindest dürfte ich damit das Absterben des Motors bei zaghaftem Gasgeben weg bekommen. Wäre natürlich schön wenn es das andere Problem gleich mit erledigen würde. Werde berichten

    Womit hast Du das gelötet, normales Elektroniklot?

  • Ja, dass Zinn sofort mit Lötfett drinne. Brauchst aber eine gute Lötpistole um die Stange zu erhitzen. Aber für Dich als Elektroniker wohl eher kein Problem.

  • Ja, daran wird's nicht scheitern 8)
    Meine eigene Lötstation hab ich momentan nicht zur Verfügung, hoffe aber dass ich gleich am Montag in der Firma dazu komme.

  • ich löte mir grad n bier.und danach noch eins.und dann noch eins..gibt auch (leer)laufschwankungen.vielleicht penn ich ja auf der terasse..
    sorry for spam,benno..kriegt jeder hier mal.. :mo:
    :uglybeer::uglybeer::uglybeer:

  • sehe ich auch wie bruno. diese dichtung kann die unmöglichsten probleme verursachen.


    kann bitte jemand einen smiley
    "du musst die ansagubrückendichtung wechseln!"
    erstellen :)))

  • bruno:
    Habe Deinen letzten Beitrag gestern übersehen, sicher weil er der letzte auf der Seite war. Excuse me.

    Zum Alter der Dichtung kann ich nur sagen, dass es zwischen 8 und 46 Jahren liegt.
    Es fällt mir halt unheimlich schwer mir vorzustellen, dass die Auswirkung von Nebenluft sich auf so einen extrem schmalen Bereich beschränken würde. Wenn der Gaspedalweg 0 bis 100% ist, dann hab ich die Hektik zwischen 1 und 5. Darunter nix, darüber nix. Vor allem der Leerlauf müsste ja auch leiden, denk ich mir.

    Habe aber trotzdem gerade eine Dose Bremsenreiniger besorgt ;)


  • Habe Deinen letzten Beitrag gestern übersehen... :gruebel:



    alles lesen macht auch den Benno schlau... :wickie:
    Nun mach brav am linken VD den Schlauch ab und verkorke beide Anschlüsse. Mag sein, dass du den LL etwas angleichen musst.
    Am linken VD auch den Schlauch ab und dort deinen grad erstandenen BR reinpusten.
    Wenn sich dann die LL-Drehzahl ändert wird´s Zeit für ne neue ASB-Dichtung. :uwe:

  • Test mit Bremsenreiniger ergab keine Hinweise auf Nebenluft.
    Wieso zum *#§$§% hab ich den wohl einzigen Bremsenreiniger, der die Drehzahl fallen statt steigen lässt?

    Wie auch immer, war "negativ" wie die Medizinmänner sagen 8)

    Jetzt dreh ich erst mal ne Proberunde, bin gleich wieder da. :winke:

  • Hab's weggekriegt - ick freu mir den Arsch ab :wave: :rock: :wave: :rock: :wave: :rock:

    Und nicht nur das - der Schlitten läuft plötzlich so was von geil - ich will nicht grad sagen, dass damit rumzufahren besser als Sex ist, aber viel fehlt nicht :thumbsup:
    Kein Ruckeln und Zuckeln mehr, aus dem Leerlauf raus kommt er wenn ich das Gas nur schief ansehe, und wenn ich im Fahren drauflatsche dann kommt die Beschleunigung so was von buchstäblich schlagartig, wie ich es bisher nur einmal erlebt habe (was das für ein Auto war sag ich nicht, sonst steinigt man mich, jedenfalls kein Ford).

    Der Leerlauf ist ruhiger als er je war, und ich kann erstmals auch mit niedriger Drehzahl anfahren. Er kommt mir sogar leiser vor, aber das liegt vielleicht an meiner Euphorie :dc:

    Herrlich... P5 fahren macht wieder Spaß, die Welt ist schön.... :thumbsup: :thumbup:

  • und woran lags nun ?



    Tja, das is jetzt der schwierige Teil.... was hab ich gemacht, alles und nichts.... :gruebel:
    Also, ein Teil des Rätsels sind sicher schlecht synchronisierte Drosselklappen. Habe dort noch mal äußerst sorgfältig nachgearbeitet.
    Dann habe ich entdeckt, dass das Abspritzen der Beschleunigerpumpe schlecht gezielt war. Röhrchen vorsichtig nachgebogen.
    Leerlaufdüsen rausgenommen, geguckt, gepustet, wieder rein. Waren nur sehr locker festgedreht. Klapperten nicht gerade, aber man hätte sie wohl ohne Werkzeug raus bekommen.
    Leerlauf mit DZM nochmals justiert - der Punkt, wo die Drehzahl beim Drehen Richtung fett wieder fällt, ist tatsächlich nur damit genau auszumachen.
    Inkontinenten Benzinschlauch erneuert - daran lag's wohl eher nicht, aber der Vollständigkeit halber sei es erwähnt.



    Nun weiß ich zwar noch immer nicht, woran genau es nun gelegen hat, oder ob vielleicht mehrere Sachen zusammengewirkt haben. Aber ich freu mich wie blöd, dass er wieder schnurrt wie ein Kätzchen.


    Nochmal vielen lieben Dank an alle, die sich den Kopf zerbrochen und eine Fülle wertvoller Tipps beigesteuert haben! :spitze: :spitze: :spitze:


    -edit: ach ja, eben vergessen:
    Für den freundlichen, hoffentlich bald registrierten Mitleser:
    An der Betätigung der Beschleunigerpumpe ist zwar in der Tat ein klein wenig Spiel vorhanden, ich denke aber nicht dass das Auswirkungen hat weil die ganze Mimik durch die Feder in der Pumpe unter Vorspannung steht, die das Spiel neutralisiert.
    Wenn man den "großen" Überholsatz kauft, ist diese Stange allerdings mit dabei, sicher nicht ohne Grund.

    Einmal editiert, zuletzt von Benno ()

  • also das mit dem verstellten einspritzrohr kann wirklich ganz wesentlich die ursache gewesen sein!
    auch die synchronisierung muss richtig passen, das war auf jedenfall gut das nochmals zu prüfen.


    nicht umsonst gabs bei den verschiedenen motoren (zB automatik) genaue angaben wie diese röhrchen bzw. der strahl gerichtet sein muss.
    der ddist ist sauempfindlich. ich hab nie einen sauberen lauf hinbekommen, hatte immer übergangsprobleme/ rucken vom zweiten in den dritten gang.
    kann aber auch sein, dass ich, mangels kenntnis der auswirkung, damals auch nicht die ansaugbrückendichtung geprüft hab...
    beim eeit fallen ungleichmässigkeiten bei weitem nicht so ins gewicht wie bei dem alten modell.


    prima dass deine kiste jetzt wieder klasse läuft :)
    und beneidenswert... mein eeit hat beim anfahren auch immer ein loch und ich kriegs nicht hin.
    insbesondere bekomm ich den co-wert auf keinen fall über 1,5%, egal wie ich einstelle, der läuft zu mager und ich weiss nicht woran es liegt.


    dicht ist eigentlich alles, brückendichtung neu, gaser überholt, geplant, zahnsegmente in ordnung, einstellung nach whb... aber kein plan warum der nicht fetter zu bekommen ist :-/

    Einmal editiert, zuletzt von fochtfahrer ()

  • Hmnja, der DDIST wird viel geschmäht, ich finde zu Unrecht.
    Habe mich damit früher ja viel intensiver befasst als ich das heute tue, und das jetzt war das erste Mal überhaupt dass ich mit nem DDIST ein Problem hatte.
    Richtig, an dem muss alles genau stimmen, man muss präzise arbeiten. Aber dann finde ich lässt er sich prima einstellen und zickt nicht rum. Mit den EEITs bin ich nie so richtig warm geworden, zu viel Schnickschnack dran ^^


    Muss aber sagen dass ich selbst wieder neu überrascht bin, was für scheinbare Kleinigkeiten den Unterschied machen. Besonders froh bin ich dass diese Anfahrschwäche weg ist, hatte mich zwar schon dran gewöhnt, aber war sicher stressig für die Kuppliung :whistling:

    Einmal editiert, zuletzt von Benno ()

  • das "zu" hab ich vergessen...



    Die alten Gasküchen (DDIST) und auch Weber 38 sind eher Gießkannen.

  • ...hab ich vergessen...


    Mach Dir nix draus, ist normal im Alter :P

    Die alten Gasküchen (DDIST) und auch Weber 38 sind eher Gießkannen.



    Habe beide lange gefahren und konnte keine Unterschiede in Verbrauch, Leistung, Laufkultur etc. feststellen.Das "neuere" Konzept ist aufwändiger, komplizierter und schwieriger zu beherrschen, ohne dafür erkennbare Vorteile zu bieten.
    My 2 cents...

  • nö, einmal richtig eingestellt und nicht planlos herumgedreht dann gehen die dinger sehr gut und auch alte maschinen laufen sauber damit.
    das whb zu dem gaser gibts doch hier zum runterladen...