Auslegungssache

  • die straßenverkehrsämter können da auch noch mal gut rumkacken.
    haben echt viele leute probleme mit, muß mann dann ggf erst anderswo zulassen(lassen) wenn einmal zugelassen gewesen müssen die wohl, vorher nicht.


    viel glück

  • das problem in diesem land ist, dass ein sachverständiger mit sachverstand noch so viele ausnahmegenehmigungen und eintragungen vornehmen kann.
    die hoheit, das anzuerkennen, liegt aber im ermessen des sachbearbeiters bei der zulassungsstelle. im zweifel also jemand, der frisch aus der ausbildung kommt und erstmal verunsichert ist, weil er solche eintragungen noch nie gesehen hat. der rennt dann zu seinem nächsten vorgesetzten und der zeigt dem bengel erstmal, was kundenfreundlichkeit ist )A(
    naja, bei uns gibts für importfahrzeuge zum glück nen extra menschen, der ist wirklich top. muss man nur direkt beim empfang drauf hinweisen, dass man ein spezialfall ist.
    mit roten blinkern nach bj. 70 stellen sich gefühlt die hälfte aller zulassungsstellen quer. viel glück!

  • Ich find es ja immer einfach, vorher das meiste zu erledigen was augenscheinlich defekt ist.

    kommt drauf an, wenn ich ´ne höhle hab bei der fraglich ist ob´s lohnt, dann laß ich erstmal so gucken und entscheide dann.
    bei meinen karren, die eh ´ne plakette haben sollen, da gucke ich vorher schon mal selber drüber.

  • ich war ja früher auch immer nur am motzen über die tüv-schergen. aber die jungs selber sind nicht das problem. seit dem ich selber im kfz-gewerbe arbeite weiss ich das die wirklich sehr scharf kontrolliert und überwacht werden. und es geht dabei immer um deren job und existenz. rundweg einmal im monat werden die alleine in unserer werkstatt nachgeprüft, dann rücken da 3 schlipsträger und ein blaukittel an und nehmen jede an diesem tag geprüfte karre wieder auseinander. und wenn da nur ein mangel nicht gesehen wurde darf der prüfer antreten. und wenn da gar erhebliche mängel einfach durchgewunken wurden dann darf der prüfer sich vor irgendeinem noch höheren tier vom tüv rechtfertigen und die nächste zeit dann nur noch im beisein eines anderen prüfers die autos abnehmen. und wird nach dieser zeit wieder murks gemacht bei einer hauptuntersuchung und das fliegt auf dann isser seine staatliche lizenz zum plakettenkleben ganz los. also verstehen kann ichs mittlerweile wirklich das die nicht einfach alles nach eigenem sachverstand durchwinken, sondern sich an die spielregeln des tüvs halten. naja und das dann einige jungs einfach zu faul sind auch mal in den katalog reinzuschaun und sich mal ein bischen mühe machen das ist natürlich fürn arsch weil dafür werden die auch gut bezahlt.

  • genau das isses ja...es gibt die ganzen ausnahmegenehmigungen ja,ist ja nicht so,dass sich ein prüfer da auf dünnes eis begibt,wenn es klipp und klar irgendwo rechtlich korrekt niedergeschrieben ist.diese faulheit ist das schlimme.wir hatten auch mal einen da,wollte jemand federn eingetragen haben,alles korrekt,teilegutachten,richtige federn zum richtigen auto,sonst nix verändert...


    "nö,das mach ich nicht,ich mag diese kirmeskisten nicht,serie ist doch am besten"


    äh.....


    fällt das unter arbeitsverweigerung??


    wohlgemerkt,es war nicht nur die eintragung,es war parallel eine HU durchgeführt worden.
    ist ja niemand gezwungen,einen auftrag anzunehmen,aber das war mittendrin.


    hab mir nur gedacht,gut das ich das jetzt nicht bin,der da steht wie n kasper.

  • dass die Hupe nicht geht wußte ich natürlich vorher. :hu:


    mir ging es erstmal drum, dass ich diese Woche frei und Zeit hab und erstmal schauen wollte was die da so von sich geben und ich hinterher "nur" zur Nachuntersuchung muss. Für das Geld was die mir da abgenommen haben hat der sich schon intensiv mit dem Fz beschäftigt.
    Hab ja schon Reifen und Bremse vorne komplett neu gemacht.


    Ich werd die Punkte jetzt so nach und nch abarbeiten. 'Ist ja auch viel Kleinscheiß dabei.


    alles wird gut!

  • Als ich meinen Wagen vorhin abgeholt hat, hat mir der Meister erzählt, dass sie zu dritt über den Vorschriften gehangen haben, um die passenden Gesetzestexte herzusuchen, und das mehrere Tage lang. Fakt ist, dass der deutsche Gesetzgeber eine Menge toleriert, die Prüfer nur zu unambitioniert oder zu engstirnig sind, um diese Vorschriften entsprechend anzuwenden.
    So kam jetzt auch heraus, dass rote Blinker in den Rückleuchten nur bis Erstzulassung 1970 nicht umgebaut werden müssen, alles nach 1970 aber schon - AUSSER, das Fahrzeug soll auf historische Nummer zugelassen werden, wie in meinem Fall. Dann nämlich hebt eine andere Vorschrift die 1970er-Vorschrift wieder auf, weil die Orginalität des Fahrzeugs vorgeht. Und schon bekomme ich die Dinger eingetragen, selbst wenn es sich dabei nur um ein Einkreis-Lichtsystem handelt.


    Jetzt was essen, dann zur Zulassungsstelle. Hoffentlich geht auch da alles gut.

  • Musst Du da mit dem Wagen zur Zulassungsstelle?
    Bei uns hier nur mit Papieren - Fahrzeugvorführung aus platztechnischen Gründen nicht möglich/nötig 8o:thumbup:


    Wünsch' Dir alles Gute !!!


    Gruß
    Jürgen

  • Warum muss man mit nem Auto zur Zulassungsstelle?
    Wenn man ein Auto in dem Lamd das erste Mal anmeldet, oder wenn du nen Ordner Ausnahmegenehmigungen aufn Tisch knallst?

  • Da drück ich mal die Daumen... Das mit der Zulassungstelle hab ich gerade durch mit mienem Crown Vic. Die einfachste Lösung war nachher eine Tageszulassung beim Umrüster (was er mir schon korrekt vorausgesagt hatte). Ansonsten kommt mir das alles sehr bekannt vor. Nur mit Hakenzeichen ging da nix; mein Crown Vic ist BJ 2007.


    * Daumendrück *
    -J

  • oh, noch so ein total bekloppter, der auf die idee kommt in deutschland nen crown vic zu fahren :thumbup:
    haste mal bilder? ich hab nen 99er p71 im alltag laufen, der hatte aber zum glück schon deutsche papiere...mit so neueren amis ist das ja alles noch viel schlimmer mit der gutachtenwirtschaft.


  • Yippie kay yay!!! Geschafft!!!
    Das Strassenverkehrsamt hat alles akzeptiert und alles vom Gutachten des Tüv-Prüfers übernommen. Ohne Murren, ohne Diskussionen. Ich habe nicht mal besonders lange warten müssen (wie das in Essen sonst so der Fall ist), weil "Export"-Fahrzeuge in extra Büros behandelt werden, und der Angestellte dort war auch sehr nett. Der Kfz-Schein umfasst zwei komplett vollgeschriebene Seiten, allein für die ganzen Ausnahmegenehmigungen musste ich beim Amt nochmal 186 Euro hinblättern.
    Die schweizer Kuchenbleche und Fahrzeugpapiere haben sie eingezogen und werden zurück nach Heidiland geschickt, damit habe ich nichts mehr am Hals. Die Wunschnummer war nicht meine erste Wahl, ist aber immer noch sehr fein. Scheissegeil, das.
    Die neuen Nummer haben Kraftradgrösse, die baue ich morgen in aller Ruhe vernünftig dran. Jetzt nur noch meine Alus zum Verdichten weggeben, und dann ist erst mal gut mit automobilen Eskapaden. Ich werd allmählich zu alt für solche Gewaltakte. Und zu faul.


    :la:

  • Haste für die Kennzeichen auch Genemigungen gebraucht, oder war die Grösse im Gutachten vermerkt? Muss da bald in gleicher Sache auch hin ;-)


    Grüsse


    Michael

  • Die hatte der Tüv-Prüfer bereits eingetragen, und bei meinem Baujahr - 1978 - MüSSEN die vom Amt auch erteilt werden. Leider kann ich Dir jetzt nicht sagen, wo da jetzt die Altersgrenze liegt. Eine Ausnahmegenehmigung dafür hat der Prüfer allerdings auch rausgesucht - jetzt habe ich einen ganzen Katalog davon :whistling:

    Einmal editiert, zuletzt von Grannibaer ()

  • Verwahr den gut.Dann kannst Du beim nächsten Mal dem Prüfer alles vor die Nase legen und sagen "doch, das geht, hier steht's"

  • Die Verkabelung hatte dafür aber trotzdem geändert werden müssen - gelbes Blinklicht hätte es mit den grünen LED im roten Blinkerglas ja gegeben. Aber eine Uhr fürs Armaturenbrett suche ich noch (eine, die auch funktioniert) - wenn Du da mal was hören solltest...

  • Butcher hat es ja schon gut erläutert. Mir ist allerdings noch was zum Argument "dafür werden die schließlich bezahlt" ein-/aufgefallen. Denn meines Wissens werden die nach Anzahl der geprüften Fahrzeuge bezahlt. Das heißt: braucht eines deutlich länger , dann ist derjenige Prüfer, der sowas durchführen darf / muss, seinen Kollegen gegenüber finanziell benachteiligt. Da ist es ja kein Wunder, wenn die darauf keine Lust haben.
    Ist natürlich trotzdem doof, aber irgendwo auch verständlich. Fehler im System halt.


    Achja, Glückwunsch, Marc!

  • Hey Grannibaer, mir steht jetzt das Gleiche bevor. Habe einen 76er Plymouth Fury und der Prüfer hat im Vorfeld per Email gemeint die Rücklichter müssen umgebaut werden. Kenne nur die Regelung dass bis 1970 rote Blinker abgenommen werden MÜSSEN, ab 1970 KÖNNEN. Hast du da n Paragraphen oder sowas der diese Aufheberegelung mit H-Kennzeichen besagt??
    Das würde wirklich helfen und ich könnte mir den Umbaufirlefanz sparen...

  • @ Tommy: totaler Quatsch mit der Bezahlung nach Menge, zumindest bei den großen prüforganisationen.


    Gibt ein umsatzsystem aber ob du da 10 mehr oder weniger machst fällt nicht ins Gewicht,


    @ Grannibaer: Schön, wieder einer mehr von den unbeliebten 80er Jahre Karren.


    Die 442 ist Zufall oder hoch gestapelt?

  • Nö, der 442 steckt unterm Blech - das war beim Tüv ja das grosse Problem.


    1978 gab es den 442 nur als sehr skuril ausschauendes Schrägheck. Der Erstbesitzer meiner Karre mochte diese Karosse (A-body) aber nicht und orderte den 442 kurzerhand in der Stufenheck-Karosse des Cutlass Supreme (G-body), die dann nach seinen Wünschen im schweizer GM-Werk Biel zusammengedengelt wurde. In dieser Konfiguration gab es den Cutlass in Deutschland aber nie - was schon bei der AU für eine Menge Aufregung sorgte.
    Ich habs auch erst gemerkt, als ich für meinen vermeintlichen Supreme Teile bestellte, um einen Service zu machen, die dann aber nicht gepasst haben - weil ich Teile für einen 442 benötigt hätte, was ich damals aber noch nicht wusste. Daraufhin rief ich den Erstbesitzer an, der die rätselhafte Geschichte dann auflösen konnte.
    Selbst die Fahrgestellnummer lässt sich nicht komplett aufschlüsseln, weil die Schweizer da ihre ganz eigene Suppe gekocht haben. Aber so im Nachhinein ist das aber ganz cool - der Cutlass ist ohnehin ganz selten - und ein zweiter wie in meiner Konfiguration wird mir wohl nicht mehr begegnen.