Brantho-korrux 3-in-1 als Decklack

  • ... hat da jemand Praxis-Erfahrungen mit ?


    Würde gerne meine komplette Karre damit lackieren, stell mir das Seidenmatt ganz gut als Finish vor.


    In Reinorange.


    Soll dann sowohl auf den alten Acryl-Lack (Silber) als auch auf die neuen Kotflügel und die reparierten Stellen, da also anderer Grund.


    Wie sieht das aus mit der Deckkraft ? :wonder:


    Spritbeständigkeit am Tankeinfüllstutzen wenn mal was überläuft ?


    Kratzfestigkeit ?


    Danke für Eure Antworten !

  • frag mal ellum an, der hat das grad verwand. jedenfalls irgendeins von brantho. zwar als grundierung, aber er wird was wissen aus erster hand.

  • Coole Seite.


    Gegooglet und technische Merkblätter habe ich schon aufs heftigste zu Rate gezogen.


    EDIT: Das PDF auf der Dachschutzfarbenseite ist für mich allerdings neu, vielen Dank. Dort steht, dass 3-in-1 auf Karosseriedichtmasse nicht aushärtet, gut zu wissen ! Danke ! :thumbsup:


    Theoretisch spricht nichts dagegen, aber ich würde gerne von jemand mit praktischer Erfahrung lesen ob und wie er es gemacht hat,'


    ob er damit zufrieden ist und und und.


    Mir geht es halt um die PRAKTISCHE Eignung als Decklack im Sichtbereich am Auto.


    Optimal wären natürlich Bilder.

    Einmal editiert, zuletzt von TufkaP ()

  • Hi,


    das 3in1 ist eher eine Beschichtung für Fahrwerksteile und den Unterboden. MIt einer Düse ab 1,6 kannste es auch spritzen. Allerdings dann mit mind 50% Verdünner.


    Gibt eine schöne Öberfläche. Um "kratzfest" zu werden musst Du mind 3 gespritzte Schichten auftragen. Aushärten wie richtiger Decklack, tut das nach meinen Erfahrungen nach nicht. Wird fest und trocken, aber eben nicht hart wie eine Lackoberfläche.


    An Deiner Stelle würd ich mir im Rost-Depot eine Dose kaufen und ausprobieren ob es Deinem persönlichen Anspruch genügt.

  • Ich empfehle 3in1 Nitrofest als Decklack weil wasserunduchlässig. Spritzen mit 10-20% Verdünnung, 1.4 Düse und 3bar

  • Wie Ellum schon schrieb....hab 4dünne Schichten aufgetragen....


    habs auc h drauf aufm Auto...Leicht zu verarbeiten, Kratzfest, Öl und Benzin fest, selbst Matt mit glatter Oberfläche, nicht rau....


    Aufs Nächste Auto kommts auch drauf....

  • Jo, erst mal danke an alle !

    An Deiner Stelle würd ich mir im Rost-Depot eine Dose kaufen und ausprobieren ob es Deinem persönlichen Anspruch genügt.

    Darauf wirds dann wohl rauslaufen...


    Nitrofest würde ich auch gerne verwenden, schon allein wegen der Schleifbarkeit, gibts aber nicht in RAL 2004 ;(


    Und is halt richtig matt. Was wird da der freundliche Tüv-Prüfer sagen, wenn ich um eine H-Abnahme ersuche ?


    Naja, vielleicht selber mischen, vielleicht kommt dann ein noch coolerer Farbton raus...


    Naja, der Winter ist lang und Versucht macht kluch...


  • Würde gerne meine komplette Karre damit lackieren, stell mir das Seidenmatt ganz gut als Finish vor.


    Soll dann sowohl auf den alten Acryl-Lack (Silber) als auch auf die neuen Kotflügel und die reparierten Stellen, da also anderer Grund.

    Zitat

    und taunuslotte würde sagen: es gibt auch Unterbodenschutz.

    Danke, sooo rattig wollte ichs dann doch nicht :spitze:

    es gibt ein 3 in 1 glanzadditiv, falls du es glänzender haben willst.

    Aber ginge das auch mit Nitrofest, oder reden wir jetzt alle komplett aneinander vorbei ? :wonder:

  • Stimmt, das war auch meine ursprüngliche Überlegung:


    Ich könnte theoretisch sehr viel Arbeit (mit fraglichem Resultat) oder sehr viel Geld in eine professionelle Lackierung stecken und mich dann bei jeder kleinen Macke oder Schramme schwarz ärgern. S_M


    Wenn ich dann noch in Betracht ziehe dass ich wahrscheinlich auch nicht perfekt spachteln kann, ist eine LEICHTE Rattigkeit des Lackes (daher auch das Seidenmatt) vielleicht ganz angemessen.


    Bei perfekter Lackierung bräuchte ich dann auch perfekt schwarzverchromte Türgriffe und nicht meine alten verwarzten und die perfekte Innenausstattung und nicht die angeschimmelte und perfektes Glas (und neue Dichtungen) und nicht das verkratzte und und und. :nick:


    Es muss ja nicht perfekt sein, es soll halt nur halten und irgendwie geil aussehen und vielleicht nicht gerade bei der kleinsten Berührung total verkratzen und bei drübergekleckertem Benzin sich auflösen.


    Darauf zielte meine Frage oben eigentlich ab, ob es halbwegs praktikabel ist.


    Aber wenn hier noch keiner die Erfahrungen gemacht hat (ob positiv oder negativ), nach denen ich suche muss ich wohl selber ausprobieren. :chrischi:

  • Perfekt wird es wenn du dir Mühe gibst!


    Ich habs selbst gemacht, und hatte bis dato nur ne Vespa mal komplett lackiert.


    Mein Lackierer sagt er wollte es nicht lacieren in Matt, weil man nur nebel/wolken sieht ... sei Schwer zu lackieren!
    Und siehe da .....ich habe höchstes Lob bekommen, weils bis auf ein Läufer((sieht man kaum) perfekt geworden ist!
    Keine Wolke, nix.


    Da Nitrofest sehr gut Füllernd ist, kannst perfekt Sachen mit verdecken! Man sieht nicht jede Schleifspur etc....


    Wenn du es sehr Glatt haben willst vom Lack her, nebelst die ganze Karre nach dem letzten Lackgang dünn nochmal mit Verdünnung über, sonst ist halt bei Mattlacken mal schnell rauer!

  • perfekt schwarzverchromte Türgriffe


    Bitte was? Wo kriegst denn sowas her?
    Ansonsten, einfach machen. Keine Gedanken drüber machen. Hab meinen Transporter mit Kunstharzlack ausm Obi lackiert. alle meinten der wär ja soo toll lackiert (auch Mattschwarz) den Taunus dachte ich dann mach ich mal toll mit Autolack mit Grundierung und gedöns. hat nicht getut. Egal, fahrn tut er trotzdem und cool aussehen auch. Nächstes mal rotz ich auch wieder irgendwas druff.

  • @ Ellum : Will 3-in-1 nicht schleifen, geht ja auch nicht vernünftig. Die Schleifbarkeit spräche eben für Nitrofest, von dem in dem Zusammenhang die Rede war.



    @ Fordzilla : Schwarz verchromte Türgriffe :


    Ich bin mal davon ausgegangen, dass die Türgriffe beim Capri II S schwarzverchromt sind, vielleicht irre ich da.

  • @ Ellum : Will 3-in-1 nicht schleifen, geht ja auch nicht vernünftig.


    Ja genau da lag die Ironie von meinem Beitrag ;)


    Die Türgriffe von meinen Taunus 2 S sind auch Schwarz. Mit welcher Behandlung, weiss ich aber nicht. Definitiv nicht lakciert.

  • ich als Lackierer würde sagen eine 1-K Grundierung taugt nie als Decklack. spritbeständig schon gar nicht.


    Da ich das Produkt allerdings nicht kenne und auf der Seite des Herstellers folgendes zum Produkt steht


    "Es ist Grund- und Fertiganstrich." würd ich sagen einfach mal ein Stück Blech damit lackieren und nach dem Aushärten ne Wischprobe machen mit Sprit o.ä. und evtl mal ne Zeit lang draussen liegen lassen bei wind und wetter.

  • 3 - in - 1 heisst ja deshalb so, weil es Rostschutz, noch irgendwas zweites und Decklack in einem ist. :uwe:


    Es ist auch laut Datenblatt durchaus als Decklack für Nutzfahrzeuge geeignet.


    Benzin ist laut Datenblatt und Aussage vom KSD ein Problem. Soll den Lack anweichen , der sich dann aber wieder verfestigen soll.


    Ich werd wohl einfach mal die "Nagelprobe" machen und es selbst testen oder mal bei Brantho anrufen und dann hier ausführlich berichten...

  • Also wenn ich selber Lackierer wäre, würde ich das wohl auch nicht verwenden ... :)


    Qualität als Rostschutz ist aber unumstritten, wird bevorzugt als Chassislack eingesetzt.


    Grundiert wird an den Reparaturstellen ohnehin vorher mit BK Nitrofest wegen des Spachtels und zum Füllern.


    Was mich freut:


    Es hat hier zumindest noch keinen Aufschrei des Entsetzens gegeben à la "Mach das bloß nicht, ich habs selber gemacht und es ist eine Katastrophe !" , von daher werde ich jetzt erst mal experimentieren.

  • Herr TufkaP. Zu Ihrer weiterer Beruhigung. Ich hab 3l BK 3 in1 und 5l BK Nitrofest in meinen Knudsen versenkt. Mein Lacker findet das ganz gut, weil eben Nitrofest auf nicht Unterbodenteile. Zur absoluten Sicherheit, pappt er vor der Lackierung noch eine Schicht EP Grund als Trennschicht.

  • Ich hab 3in1 in Lichtgrau seit 3 Jahren am Unterboden vom Taunus. Bewege den im Sommer im Alltag. Alles tutti. Decklack... naja :wonder: Ich lackiere damit nur Anbauteile. Oberfläche wird halt selbst mit der Pistole lackiert nicht top.

  • So, ich hole diesen Thread mal aus der Versenkung.


    Ich habe den kompletten Wagen damit lackiert.


    Einmal, weil ich es mir in den Kopf gesetzt hatte.


    Zum zweiten war es unter den Verarbeitungsbedingungen (unbeheizte, enge Garage) der einzig gangbare Weg.


    Mit den BK-Produkten (Nitrofest und 3in1) konnte ich noch bei Temperaturen kurz über dem Gefrierpunkt arbeiten (hatte sich vom Restaurationsfortschritt so ergeben und den Vorteil, dass wenig Insektenflug vorhanden war)


    Ich habe 3 Schichten im Abstand von jeweils einer Woche aufgebracht.


    Die Verarbeitung (mit 1.5mm Grundierpistole, 3.5 bar und Viskosität ~45s/4mm mit Branths Spezialverdünnung) war ein Traum.


    Ein Vorteil ist, dass man mangelhafte Grundier- oder Füllerarbeiten einfach mit einem weiteren Decklack-Auftrag beheben kann, da das 3in1 sehr gut füllt.


    Die Neigung zu Läufern ist äusserst gering.


    Wenn doch Läufer entstehen, kann man sie nach Aushärtung nass(!) abschleifen. Das Schleifpapier setzt sich dann selbst bei 2500er Körnung überhaupt nicht zu.


    Mit etwas Übung und der richtigen Einstellung kann man einen absolut glatten Verlauf erzielen, was leider nicht überall gelungen ist.


    Wenn man perfekte Oberflächen haben möchte, kann man nass nachschleifen und mit Rot-Weiss-Polierpaste polieren (was ich zur Zeit tue, wenn auch nicht bis zur Perfektion).


    Anschliessend versiegele ich die Oberfläche dann noch mit McBrite Magic Car Balsam.


    Damit erreicht man keinen absoluten Hochglanz, der Lack sieht dann aus wie ein leicht verwitterter Autolack-
    also eigentlich genau das, was beabsichtigt war, denn wie weiter oben schon angedeutet sollte der Lack zu den unrestaurierten Zierteilen passen,


    Der ausgehärtete Lack ist äusserst widerstandsfähig und auch kratzfest, was er in der Garage schon öfter unter Beweis stellen musste.


    Ich hoffe sehr, dass sich der Lack (oder eher "die Beschichtung") später auch im Alltag bewährt.
    Mir graut ein wenig vor dem Tanken, die Benzinbeständigkeit ist tatsächlich mangelhaft, der Lack verliert auch bei kürzester Einwirkzeit sofort den Glanz.
    Hier muss man dann Vorsicht walten lassen. :!: