Seit Ende Oktobär bin ich wieder in einem Ford unterwegs - wenn ich auch gestehen muss, dass die Kiste (leider) nicht mir gehört, sondern meinem besten Kumpel Mark. Mit diesem 64er Galaxy XL entdecke ich derzeit den nordamerikanischen Dschungel in der Hochebene New Yorks, der nach dem jetzigen Kenntnisstand ab kommenden März mein neues Zuhause sein wird. Allerdings hatte ich schon ganz vergessen, wie schnell so ein Altford sein kann...
Das "Städtchen" Wanakeena. Hier gibt es unfassbar viele Seen, tolle Luft und seit wenigen Jahren auch elektrischen Strom - so sieht dann wohl bald mein neues Zuhause aus.

Kurz ne Runde mit dem Galaxy um den Block gedreht - und schon bist Du wieder in Luzern...das Flugzeug hat dafür 9 Stunden gebraucht.
Auf der Interstate 87 gehts dann wieder zurück Richtung Montreal...
...und wenn es schon so günstig auf dem Weg liegt, können wir auch gleich noch ne kurze Kaffeepause in Malta machen.
Von hier aus führt die Route 28 durch eine phantastische Landschaft, wo es viel zu sehen gibt - riesige Seen, endlose Wälder, Bären, Wölfe...und alte Fords.

Aber stets Obacht geben - die Rennleitung lauert immer und überall! Radarwarner warnen leider nicht vor Laserpistolen...
Weiter gehts auf der Route 30 Richtung Norden, die auch gleichzeitig als Route 8 in den Süden führt.
Es ist schwer, in Nordamerika nicht in den absoluten Kaufrausch zu verfallen - diesen Mercury sollte ich mir später vielleicht nochmal genauer anschauen.
Indian Lake. Indianer habe ich hier keine gesehen, dafür aber zum ersten mal einen freilebenden Seekopfadler.
Die müssen mich wohl falsch verstanden haben, als ich nach dem Weg gefragt habe - ich wollte zu "Kid Rock", nicht zu "Pig Rock"...
Ist doch verständlich, dass sich die Rennleitung so rührend um die Sicherheit ihrer Verkehrsteilnehmer sorgt - bei DEM starken Verkehr...
Mir ist wieder nach Autos gucken. Nächstes Opfer: dieser alte Dodge Deluxe.




Lake Pleasant - hier gibts wirklich mehr Seen als Einwohner.
Siehe da: Nur noch 48 Meilen bis Polen. Ich hätte in Erdkunde besser aufpassen sollen...
Und wo Polen ist, kann Mercedes nicht weit sein...

Route 3 - dieser ganze Verkehr macht mich noch wahnsinnig...
Mich fasziniert die hiesige Infrastruktur: In nur wenigen Kleinstädten gibt es überhaupt eine Tankstelle, die dann auch gleichzeitig Supermarkt, Postamt und Fremdenverkehrsamt ist - doch meistens muss man für Sprit mindestens eine Stunde lang in die nächste Ortschaft fahren; immerhin ist der Sprit hier immer noch verhältnismässig saubillig (3.35 $ die Gallone). Ein Mobilfunknetz gibts hier nur im Ansatz, und auch nur drei Radiostationen, wovon eine ausschliesslich klassische Musik spielt, während die anderen Sender bereits stundenlang Weihnachtslieder herunterorgeln, obwohl die Weihnachtssaison offiziell erst nach Thanksgiving beginnt; und dabei wird Thanksgiving doch erst kommenden Donnerstag gefeiert. Dafür gibt es hier jede zahlreiche Golfplätze und Motels - und schöne alte Autos.

Blue Mountain - für diesen Anblick lohnt es sich, kurz anzuhalten - wenn es der rege Verkehrsfluss denn erlaubt.
Dodge im Doppelpack: der PowerWagon ist - man mag es kaum glauben - noch täglich unterwegs. Der Dart braucht wohl ne kleine Kernsanierung - beide stehen zum Verkauf.

Immer noch auf der Route 3 - lässt denn dieser nervige Vekehr wirklich nie nach?
Mein Plan B für den Fall, dass ich es nicht schaffen sollte, meinen Cutlass in die Staaten zu verfrachten: 1980er TransAm. Steht in der Nachbarschaft (36 Meilen entfernt), ist schlimmer lackiert, als ich es mit der Rolle machen könnte, der 403er (6.6 Olds) ist platt und wurde durch einen 350er (5.7 Chevy) ersetzt, aber der Kübel ist rostfrei, technisch fit, und Ersatzteile gibt es hier für dieses Ding in Massen. Sollte ursprünglich 6000 kosten, 5000 hat mir der spätpubertäre Verkäufer angeboten, für 4000 nehme ich ihn mit. Eine Bastelbude für den täglichen Einsatz - wäre garnicht so schlecht als erstes eigenes Auto in den USA...
Tja, das wars dann erst mal vom Bärchen aus den Wäldern des Adirondack Nationalparks - "Adirondack" ist übrigens indianisch und heisst frei übersetzt "Der, der Bäume frisst" oder "Der, der Rinde frisst" (so ganz einig sind sich die Gelehrten darüber noch nicht). Ende Januar gehts zurück in die Schweiz, um dann wohl meinen Hausstand aufzulösen und meine Auswanderung in Angriff zu nehmen - so ist das zumindest geplant.
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bald mein neues Zuhause
schön, bald nächtelang bilder- und erlebnisreiche dokus hier lesen ;-)
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Ja, auf eine Art dann doch beneidenswert :|
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der dart ist geil!
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Beneide ich nur mittelmæssig. Ich frage mich ob, und wieviel von dem Altkarrenwahn bei mir ebendiese Sucherei, Jagd und die "nicht selbstverstaendligkeit" diese Karren auf der Strasse zu sehen ausmacht. Wenn ich Auswandern wuerde, waere ein Heckflossending mein Alltagsdings. Und ein Hot Rod. Obwohl, da sieht es aus als ob man eine Heizung braucht...
Einen Cutlass zu reimportieren, das waere das Letzte was mir da einfallen wuerde. Alter, die Schwachsinnigkeit dieses Vorhabens ist fast nimmer zu uebertreffen. Pack den Weg und wenn Du was in einen Container stopfen willst, denn einen Granada.So oder so. Schøn.
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Tolle Bilde mit nettem Text dabei - bitte mehr davon. :thumbup:
Würde man glatt hinwollen - fernab von diesem ganzen Ballungsgebietescheiß hier - wenn die Amis nicht so borniert mit ihren Tempolimits auf total verwaisten Straßen wären!!!

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bei mir sind viele rote Xe
wer tauscht gegen echte Bilder? was mach ich falsch? -
was mach ich falsch?
ALLES! -
;( ich will auch bilder gucken
lesen kann ich ja nich -
Zitat
Einen Cutlass zu reimportieren, das waere das Letzte was mir da einfallen wuerde. Alter, die Schwachsinnigkeit dieses Vorhabens ist fast nimmer zu uebertreffen
Zombilein, so schwachsinnig ist die Idee garnicht.
Ich habe meinen TransAm und den Cutlass zeitgleich zum Verkauf in Deutscheland und der Schweiz inseriert; während sich über 600 Leute die Pontiac-Anzeige angeschaut, 11 den Wagen probegefahren und einer ihn gekauft hat, haben sich lediglich 15 die Olds-Annonce angesehen. Hingegen wurde ich fast täglich darauf im Verkehr angesprochen, was für ein Cadillac das wohl sei - kurzum: Oldsmobile kennt in Euroland kaum jemand.
Einige schweizer Amihändler haben mir für den Cutlass, der scheckheftgepflegt, rostfrei, hohlraumversiegelt und mit wenig Kilometern dasteht, 3000 Franken im Einkauf angeboten; die Verschiffung in die USA inkl. Versicherung käme mich auf knapp 2 Mille, topgepflegte 78/79er Cutlass werden hier zwischen 12.000 und 18.000 Dollar gehandelt - ich wäre doch bescheuert, wenn ich den Wagen NICHT mitnehmen würde. Abgesehen davon, dass es sich ja um keinen Re-Import handelt, da der Olds ja in der Schweiz gebaut worden ist, gehört das Auto ja seit mehr als einem halben Jahr mir - eine Voraussetzung, um das Auto zollfrei einführen zu können (da ja mein Eigentum). Was ich mit der Schleuder dann in den Staaten anstelle, ist ja meine Sache.
Einen Euro-Granada bekäme ich hier vielleicht noch durch den Zoll, aber mit Sicherheit nicht für den Vekehr zugelassen, und den Granada, den die Amis kennen, will ich nicht, weil das ein hässlicher Klumpen Metall ist.
Ich denke, dass ich ich mir den Trend zunutze machen kann, dass die Amis auf der Suche nach originalen, unverbastelten Autos mittlerweile ihre eigenen Karren aus Europa zurückimportieren, weil der heimische Markt schon ziemlich abgegrast ist - mal abgesehen von der Tatsache, dass die G-bodys von GM (Olds Cutlass, Buick Regal) in der heimischen Lowrider-Szene absoluten Kultstatus geniessen und total gesucht sind.
Darum Kanne eintüten, verschippern und zu Geld machen. Ist ja nicht so, als wenn ich etwas Startkapital nicht gut gebrauchen könnte... -
na toll..flüchtest du jetzt vor mir? :D
aber schöner bericht und viel erfolg beim vorhaben!
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Danke für den tollen Reisebericht ,bin jetzt fast a bisserl neidisch und hab Fernweh
Wunderbarer 64`Galaxy !
Toller Reisebegleiter ! -
Beiendruckend ich Deine Flexibilität, mit der Du mittlerweile auch die Kontinente wechselst - Hut ab ...
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hey,
super fotos, danke! da kommt gleich wieder fernweh auf. hoffentlich schaffe ichs nächstes jahr wieder für 2-3 wochen rüberzumachen.
ein kumpel von mir hat auch nen 64er galaxie 500xl, geile karre und super karosserieform. :thumbup:
was das alteimer-hobby angeht, ist bei den amis einiges, aber nicht alles, besser als bei uns. meistens kein tüv, keine kfz-steuer, verhältnismäßig immer noch billiger sprit, und viele gängige ersatzteile gibts en masse und preiswert...
die ganze auswanderungsgeschichte reizt mich trotzdem nicht so richtig, vor allem bei der derzeitigen wirtschaftlichen lage in den usa und der so gut wie nicht vorhandenen sozialen absicherung. die werden sich noch warm anziehen müssen in den nächsten jahren.
wenn dir ein traumjob mit mehrjährigem vertrag angeboten wurde, könnte ichs wohl verstehen.
da die entscheidung ja offensichtlich schon gefallen ist, wünsch ich dir so oder so viel erfolg da drüben, und hoffentlich schauste dann trotzdem noch hier rein. deine bilderstories sind immer sehr sehenswert.
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Fick Dich, nu hab ich Fernweh!
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Marc was spricht gegen die Zulassung vom Euro Granada in den Staaten? Orange blinker
?Nee, im ernst, die Amis fahren doch allerlei Schrott, müsste doch recht unproblematsich sein, oder was ist da nicht wie soll?
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Schöne Fotos, gute Story , die Gegend erinnert mich an den Film Joy Ride mit Mellanie Griffith .Gruß gator
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Zitat
Nee, im ernst, die Amis fahren doch allerlei Schrott, müsste doch recht unproblematsich sein, oder was ist da nicht wie soll?
Viel interessanter waere ja die Frage, was ich hier mit einem Euro-Granni soll, wenn hier jetzt all diese 60er/70er Jahre-Karren herumstehen? Defakto ist das in den USA immer eine Angelegenheit des jeweiligen Bundesstaates, was dort auf die Strassen losgelassen wird und was nicht...in Michigan zum Beispiel gibt es weder AU noch HU, da darf alles herumfahren, bis die Cops es aus dem Verkehr ziehen, in Californien wird kaum noch etwas zugelassen, dass keinen Hybridantrieb hat (weshalb die meisten Oldtimer aus Californien auch in andere Bundesstaaten verkauft werden).
Im Staat NewYork gibt es zumindest eine Art HU, die alle zwei Jahre absolviert werden muss, bedeutet: bremst, lenkt, qualmt nicht, oelt nicht, gut. Auf die Karosserie schaut hier keine Sau, alles andere dauert keine 10 Minuten. Allerdings ist es deutlich von Vorteil, ein Auto einzufuehren, ueber das beim DMV (Department of Motor Vehicles) ein Datenblatt existiert - allles andere kostet nur Geld und Nerven. -
Wie was soll mit Eurogranni? Ises eine Rhetorische Frage?
Das allerbeste Auto wo gibt. Punkt.
Arschlecken, diese ganzen Amischüsseln aus den 60ern und 70ern sind Fotzen im Vergleich zum Granada, Die Cracknutte würde ich ned gegen einen Charger tauschen. Auch ned gegen einen Fairlane, Galaxy und wie die alle heißen. Es fällt mir schwer irgendeine Amikarre aus den 60ern - 70ern auszusuchen wo ich schwach werden würde. Im Tausch gegen den Granada zumindest. Klar, magigern, klar, alles toll und so, aber gegen Granada? Wozu?
Würde einen 67er Mustang für den Marc seinen grünen Kombi anzünden. Das täte ich wohl, sieht wunderschön aus neben meinem Knudsen.
Aber ich habsenimmeralle. Bereue das ich den Kombi weggegeben habe um Platz für den Cadillac zu schaffen...Ausserdem hättest Du sogar mit 2,8er May Turbo das sparsamste Auto in der Gegend. Und keine Sau klaut den, wenn Schalter.
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He!
Hübsch iss es am anderen Ende der Weltgutes gelingen wünscht
xl -
Ich werde bei diesem schönen Bericht das Gefühl nicht los, die freundlichen Gesetzeshüter haben dir irgendetwas angetan - worüber ich mich immer genauso aufrege. Spießbürgertum und Bürokratie soll es übrigens nicht nur in Deutschland geben ;).