kurbelwelle aufarbeiten

  • ich hab hier ne kurbelwelle die mächtig flugrost angesetzt hat...


    der rost ist schön gleichmäßig und nur von der luftfeuchtigkeit.
    kann man so was aufarbeiten lassen?

  • ich denke mal, es geht hauptsächlich um die lagerstellen. da würd ich auf keinen fall mit schleifpapier oder sowas drangehen.
    lieber mit irgendwas einsprühen und versuchen, das zeug hinterher runterzureiben oder zu bürsten(natürlich nicht mit ner drahtbürste). im fachhandel gibt es doch so "flugrostentferner", den vielleicht mal ausprobieren.
    oder direkt zum motoreninstandsetzer laufen und das ding dort ins reinigungsbad werfen.

  • wenns wirklich nur minimaler flugrost ist, kann man meiner meinung nach schon mit allerfeinstem läppleinen und Schleiföl das Ganze läppen. Alternativ läppen lassen.

  • ich würde sie erst mal selbst chemisch entrosten. so weit, so gut.
    dann hat sie aber natürlich rostnaben und müsste auf untermaß geschiffen werden...?
    aber das sollte doch kein problem sein, oder?

  • hab auch gestern abend erst danach geschaut, im dunkeln...ich mach mal ein bild bei tageslicht

  • im idealfall mal willi wegen des ganzen fragen, wenn bilder da sind. der wird da am ehesten ne vernünftige einschätzung mit entsprechender praxiserfahrung von sich geben können.

  • leichten Flugrost entfernt ein etwas schärfer angemischtes Ultraschallreinigungsbad

  • wenn die lagerstellen schon vernarbt sind, müssen die natürlich auf erstes untermaß geschliffen werden. bei nem 4-zylinder stehen da schnell mal 300 euro auf dem deckel.

  • Ich würde es mit Scotch-Brite Handpads



    versuchen, in der feinsten Ausführung, und nass, also mit etwas Caracho, WD40 oder ähnlichem. Hat jeder Lackierer, gibts zur Not auch im Baumarkt.


    Falls danach starke Narben sichtbar bleiben, hilft nur schleifen lassen, wie Jupp sagt.

  • uhhhh...


    das sieht nach mehr als nur nen bisschen flugrost aus. sagt der laie. ich denke mindestens läppen is nachm entrosten angesagt.

  • Das ist bitter . Die ist so schön leicht gemacht und nun wird sie neu geschliffen . Du kannst die KW auch mit Kunstoff oder Trockeneis Strahlen lassen und
    die Ölbohrungen mit einer kleinen Drahtbürste reinigen . So einen Bürstenstock gibts im Waffenshop in verschiedenen größen und sind aus Messing .

  • sooo...erst mal eingeweicht...



    und das ist dabei raus gekommen. ich denke, die geht noch mal... :)


  • ...zitronensäure


    ich hab auch nicht mit einem so guten ergebnis gerechnet. sie hat quasi keine rostnaben.
    scheint gutes material zu sein... :)



    verkaufe kurbelwelle, nos, 300.-€... :michi:

  • das ist ganz normale zitronensäure aus der drogerie, von heitmann´s.


    so´n päckchen reicht bei mir ewig. für die kw hab ich etwa 3-4 eßlöffel
    auf etwa 10l wasser genommen.


    jetzt teste ich´s gerade noch an ´ner alu ansaugbrücke. mal sehen was dabei heraus kommt.


    es gibt sicher auch fertige geschichten aber ich stehe nun mal auf hausmittelchen... :michi:

  • gut zu wissen. in was wird denn das oxid dann reduziert? ich mein, das verschwindet ja nich einfach. oder wird das in die zitronesäure "wegreduziert"? frage halt wegen möglicherweise notwendiger nachbehandlung der lagerflächen.

  • das überlege ich mir auch, keine ahnung. es bildet sich ein schwarzer
    belag der sich dann einfach abwaschen lässt. die suppe wird grün und riecht nach eisen...

  • Hey Tim !


    Danke für Deinen Zauber-Tip ! :spitze:


    Hätte echt nicht gedacht daß das so gut funktioniert ! Du hast aber auch ordentlich Glück gehabt daß die Welle keine Narben davon getragen hat !


    Denn gut sah die ja nicht mehr aus !


    Werde das am Wochenende mal ausprobieren ! Oft sind alte Hausmittelchen durch viel Chemie auch nicht zu ersetzen !

  • Tim: interessante links. wenn ich das richtig verstanden habe, oxidiert man das ganze nach der behandlung mit zitronensäure durch hinzugeben von oxidationsmittel und erhält damit eine passivierung, die quasi als schutz vor neuer oxidation dient? naja im falle deiner welle wirds wohl reichen das dingen sofort abzublasen und einzuölen.

  • gut zu wissen. in was wird denn das oxid dann reduziert? ich mein, das verschwindet ja nich einfach. oder wird das in die zitronesäure "wegreduziert"? frage halt wegen möglicherweise notwendiger nachbehandlung der lagerflächen.

    nennt sich Eisen(III)-citrato-Komplex


    Viel Spaß


    :laugh:

  • Hello ! Nochmal hoch damit !


    Hab das ausprobiert ! Hab Dr. Heitmanns reine Zitronensäure gekauft !


    2x 0,375 kg in ca 6 Liter Wasser gelöst ! :irre: Dachte das frisst alles ab !


    Nix ...............gar nix ist passiert !


    Hab verrostetes Karosserieblech , ein Stück einer rostigen Stahlwelle,Kupfer ,Messing und Alu reingeworfen um zu schauen was passiert !


    Wie das Zeug auf die unterschiedlichen Materialien reagiert !


    Die Oberfläche vom Messing und vom Kupfer wurde irgendwie angefressen und die ganze Suppe wurde gelb-orange gefärbt !


    Hell Yeah !! Ich hab Wasser gelb gemacht ...........sonst ist wirklich gar nix passiert !


    Doch die Chromschicht vom Pinsel der drin gelegen ist ,ist nu weg !


    Was hab ich falsch gemacht ?

  • ich hab was geschrieben von 2-3 esslöffel
    auf 10l wasser...


    am besten machst du das mit warmem wasser. die teile liegen bei mir schon mal über nacht
    drin. bei stahl und eisen teilen wird das wasser grünlich verfärbt.


    es ist nicht immer so,dass viel auch viel hilft... :michi: