vorn tiefer legen durch neue Befestigungslöcher im Vorderachskörper

  • ich kriege die Idee einfach nicht los und wollte mal eure Meinung dazu hören. SuFu ergab nichts...


    der Vorderachskörper ist mittels vier Schrauben mit der Karosserie verbunden. Hierfür sind im Vorderachskörper lediglich Löcher vorhanden.
    dort, wo die oberen -und genau auf vertikaler Radnaben-Höhe positionierten- Befestigungsschrauben durchgehen, ist zwischen Achskörper und Rahmen mindestens drei Zentimeter Platz. Ich habe nicht entdecken können, dass da irgend was zwischen ist.
    dort, wo die unteren -weiter vorn platzierten- Schrauben durchgehen, wäre vertikal noch mehr Platz zum Verschieben des Achskörpers nach oben.


    Was wäre nun, wenn man einfach neue Löcher bohrt (natürlich sorgfältig platziert) und somit den Wagen um 3 "echte" Zentimeter tieferlegt?


    zu berücksichtigen wäre mindestens:
    -die Befestigung der Getriebetraverse bleibt wie sie ist und wäre bei der Aktion ein Drehpunkt. Das heißt: versetzt man die erstgenannten Löcher um 3cm, müssten die zweitgenannten Löcher noch ein wenig mehr versetzt werden. Das ließe sich mit Winkelfunktion ausrechnen.
    -der Rahmen sollte nicht ganz auf dem Achskörper aufliegen. Da ich aber meine, dass dort sogar original etwas mehr als 3cm Luft ist, lässt man halt noch Millimeter Platz. Ein Typ, der meinte, er arbeite bei Mercedes in Bremen in der Entwicklung, sagte, dass durch diesen Abstand verhindert werden würde, dass sich Vibrationen auf die Karosserie übertragen. Aber sind dafür gleich mehr als 3cm Platz nötig?
    -der Motor wandert nach oben Richtung Motorhaube, so dass die Gefahr besteht, dass die oberen Anbauteile wie Luftfilter und ohc-Öleinfüllstutzen im Weg sein könnten. Nun, es gibt flachere Luftfilter und es gibt ohc-Deckel mit flacherem Öleinfüllstutzen-Verschluss...


    wenn´s gaga sein sollte: warum eigentlich?
    -dezente 3cm reichen mir und sind mir lieber als z.B. 8cm, was ich nicht schön fände. Und mit 165er Reifen sollte sich da am Koti auch nichts ins Gehege kommen.
    -andere haben mit ihren TÜV-fähigen 40/40-Federn im Forum gequakt, dass die Karre nicht tiefer gekommen ist....und wann setzen sich die Federn endlich? Und um wieviel cm wirklich?
    -das Fahrwerk selbst bleibt völlig original. Es sei denn, man baut danach doch noch mal zusätzlich die genannten 40/40-Federn ein...
    -das Bohren der Löcher kostet......Strom für die Bohrmaschine und den Verschleiß eines Bohrers?
    -Kühlerschläuche sollten dehnbar genug sein, um sich der 3 cm Versetzung beugen zu können.


    Ist nur eine IDEE....das fette Haar in der Suppe habe ich noch nicht gefunden -vom Platz zwischen Motor- und -Haube mal abgesehen.


    Eure Meinung bitte.....aber nicht, weil euch 3cm zu wenig wären, sondern einfach, was generell technisch dagegen spräche...

  • Vorteil gegenüber einer herkömmlichen Tieferlegung wäre sicher die originale Achsgeometrie. Bedenken hätt ich, ob die Räder ganz oben bei voller Einfederung noch Freigang haben. Ausserdem glaube ich, dass die Motorhöherlegung mehr Schwierigkeiten macht als man sich jetzt vorstellt.


    Gruss
    Günther

  • tja, ich wollte sowieso mal testen, wieviel Platz da zwischen eigentlich ist.....


    um welche Löcher es sich handelt habe ich hier noch mal mit Pfeilen markiert...die sollen 3cm tiefer neu gebohrt werden:


  • Vorteil gegenüber einer herkömmlichen Tieferlegung wäre sicher die originale Achsgeometrie. Bedenken hätt ich, ob die Räder ganz oben bei voller Einfederung noch Freigang haben. Ausserdem glaube ich, dass die Motorhöherlegung mehr Schwierigkeiten macht als man sich jetzt vorstellt.


    Gruss
    Günther


    Der Motor kommt um eben jene 3cm höher, die Getriebetraverse bleibt wie sie ist. Dadurch ergibt sich ein gravierend anderer Winkel zur Kardanwelle........


    ...und selbst wenn Du die Traverse änderst, bleibt da noch das Mittellager. Einteilige Kardan könnte helfen.


    :uwe: Wie erklärst Du dem Tüffer, warum der Karren vorne so tief steht? Was wird der zu "neue Löcher im Achskörper gebohrt" sagen? :gruebel:

  • ... Bedenken hätt ich, ob die Räder ganz oben bei voller Einfederung noch Freigang haben....


    die Bedenken hätte ich auch bei den Leuten, die ihre Federn stauchen lassen oder gar absägen.


    Freigang wohin? nach oben zu den Kotis?
    Ich glaube, bei voller Einfederung knallt eher der obere Querlenker gegen den Anschlagpuffer, als dass die Räder was berühren.


    Oder meinst du in Kurven? :gruebel:
    So rasant fahre ich doch gar nicht... :pinch:

  • Freigang im Radhaus, bei allen möglichen Einfedersituationen. Kann schon sein, dass es passt. Aber beachten würd ichs.

  • ........Einteilige Kardan könnte helfen.


    :uwe: Wie erklärst Du dem Tüffer, warum der Karren vorne so tief steht? Was wird der zu "neue Löcher im Achskörper gebohrt" sagen? :gruebel:


    und wenn die zweiteilige Welle vorn keinen Guibo sondern ein Kardangelenk hat?
    und wenn die zweiteilige Welle an der Gelenk-Befestigung um die richtige Position (müssten weniger als 3cm sein) mittels Unterleg-Kram in Gegenrichtung nach unten gesenkt wird?


    TÜV-Prüfer könnte man bei der nächsten HU natürlich mal fragen....ich wollte aber ein paar Forumsmeinungen hören, weil hier durchaus hilfreiche und technisch versierte member vorhanden sind... :michi:

  • Das mit dem Einfedern würde ich schon ernst nehmen, da Du den Anschlag, bei dem für jede noch so tief gelegte Karre unweigerlich ende ist, ja auch nach oben verlegst.
    Ich würde eher zu nem Satz federn raten, aus mehreren Gründen :
    1. besseres Fahrverhalten weil die eben deutlich strammer sind als der alte, ausgenuddelte Rotz
    2. setzen sich solche Federn auch, wenn man sie denn lässt.
    Also ruhig erstmal mit alten, ausgelutschten, Stoßdämpfern fahren, damit die Federn ordentlich belstet werden. Hat bei mir damals einwandfrei funktioniert.
    Wenn man natürlich zeitgleich extrem harte Dämpfer einbaut dann darf man sich nicht wundern wenn die Karre sich nicht setzen will. Die Federn kommen ja gar nicht dazu voll einzufedern.
    3. lassen sich Federn eher vom Prüf-Ing. abnehmen als eine versetzte Achse.

  • Wenn da einer 14fach verstellbare Spaxe reinbaut, in voll zugedreht, dann mancht das schon einen Unterschied.
    Natürlich bleibt der Federweg gleich, aber die Belastung der Feder eben nicht.

  • ...
    1. besseres Fahrverhalten weil die eben deutlich strammer sind als der alte, ausgenuddelte Rotz....


    ich vergaß, noch eine Besonderheit zu erwähnen:
    immer, wenn ich von anderen, strammer gefederten Fahrzeugen wieder auf Taunus gewechselt bin, habe ich dieses weiche Einsacken beim Bremsen geliebt...und tue das beim Taunus auch heute noch.....weil ich diesen ausgenudelten Rotz eher behalten will, finde ich auch, dass diese 3 möglichen cm völlig ausreichend und dezent genug sind.


    Ich habe mir das mal so angucken können, indem ich einen etwas gewichtigeren Kumpel gebeten habe, sich vorn langsam aufs Auto zu setzen, bis ich mit Zollstock sehen konnte, wann die 3cm erreicht waren. Was ich da sah, habe ich für gut befunden (die Optik des Wagens, nicht den Dicken auf der Haube).


    Darum reizt mich der Gedanke dieser Art der Tieferlegung...


    Wenn man mal bedenkt, dass bei ganz anderen Fahrzeugen mit Blattfedern auch schon tiefer- und höhergelegt worden ist, indem man entweder Distanz-Stücke eingebaut hat oder einfach die Blattfedern von der einen Seite der Achse auf die andere Seite geschraubt hat...je nachdem, welche Möglichkeit die Konstruktion hergab....

  • und wenn man den motor mit hilfe von flacheren motorgummis wieder tiefer legt? keine ahnung wie das beim taunus aussieht

  • Dann mach doch einfach, wenn's nicht klappt kannst Du ja wieder rückrüsten.
    Hier liegt übrigens noch ne VA aus'm 2er Taunus.
    So für alle Fälle ;)