Transit MK 3 ominöses Achsproblem

  • Moinsen,


    ich hab mit meinem Transit ein ominöses Achsproblem. Keiner weiß was los ist. Meine Koppelstangen verbiegen sich.


    Ich musste den Spurstangenkopf wechseln, der war hin. Dann zur vermessung, und einstellen lassen. Meine Mutter fährt in den Urlaub und kommt mit ner gebrochenen Koppelstange und nem einseitig abgefahrenen Reifen wieder. Da es diese Koppelstangen nimmer gibt hab ich die alte geschweißt, neue reifen besorgt und bin wieder zum vermessen gefahren. Hatte nen ordentlichen Hals und da meinen Unmut an denen ausgelassen. Die haben den sofort wieder eingestellt und diesmal hab ich denen auf die Pfoten geschaut. Die Werte waren alle im grünen Bereich und die Schauben sind alle wieder richtig fest. Zur sicherheit bin ich damit dann noch in ne andere Werkstatt, die haben die kiste auch vermessen und alles war i.o. die mussten nix machen (um einen fehler des Gerätes auszuschließen)
    Wenn ich jetzt fahre, dann knirscht das jedem stärkeren einfedern die Koppelstangen werden zusehens krummer. Ich hab jetzt noch 3 Werkstätten durch, die mich mit Rehaugen anschauen aber keine Ahnung haben was los ist. Nach nem check der Achse sagen die nur das die Achse verstellt war, aber sonst sei die Kiste in Ordnung.


    Kann sich da einer Vorstellen was da los sein könnte? Ich find das langsam nimmer witzig, ich kann ja nicht alle 500km die achse neu einstellen lassen. Ausserdem brauch ich bald neue Koppelstangen und ich bekomm die nirgendswo.


    Gruss Micha

  • Mit Koppelstangen meinst Du die Verbindung zwischen Stabi und unterem Querlenker ?


    Wenn ja: Kann es sein, daß der Stabi sich in seinen beiden mittleren Lagern nicht frei bewegen kann ?
    Ansonsten macht das alles keinen Sinn für mich - es sei denn, irgendetwas ist völlig falsch montiert.

  • Moinsen


    Mit Koppelstangen sind die 2 Stangen gemeint , die die VA auf der richtigen Position auf den Blattfedern hält. Ich mach mal nen bild.

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  • ach du scheiße, ich hatte völlig wahrnehmungsgestört "Taunus MK 3" gelesen......alles retour - habe keine ahnung !


    selektive wahrnehmung ist fein:
    es lebe der taunus !
    Mo, dein auftritt.

  • evtl. biste zu schwer. aber die 2 michas hier fahren ja auch transit, ist also auszuschliessen... :chrischi:

  • hat der 3er noch ne starrachse drin? dann könnens ja fast nur die bügel sein die er meint...aber kanns die verbiegen?

  • Nachdem meines Wissens hier niemand nen Transit MK III fährt, würde ich als Alternative vorschlagen, mal im Transit-Forum nachzufragen.


    ;)


    Oder weiß wenigstens jemand, inwieweit Transit II und III identische Achsen haben? Für den MK II gibt's ja einen schönen Katalog mit Zeichnungen bei Oldcars...

  • So das ding mein ich. Scheiss Foto, aber die kiste steht grad schlecht. aber ich denke man kann erkennen was gemeint ist.



    Zu schwer kann nicht sein, ich wieg nur 130kg ;) Aber meine mutter net! Rein theoretisch sollte da ja gar keine belastung drauf sein.



    Die Verdickung Achsseitig ist meine Schweißung, da sollte eigentlich nen gewinde sein.




  • Soweit ich weiß ist MK 2 und MK 3 in der achse identisch


    Allerdings bin ich mir gar nicht sicher was ich für einen hab. Motomobil meint ich hab nen MK2 und Ford meint ich hab nen MK3. Ich hab aber keine Schweinenase sondern die neue Front. ist aber ne EZ anfang 84 und ich hab auch noch den 2,4L Diesel. Ist auch kein umbau



    Beim Transit stammtisch kannte keiner das Problem, oder wollte es nicht kennen. hat keiner damals geantwortet.

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  • Motomobil meint ich hab nen MK2 und Ford meint ich hab nen MK3.


    84er Erstzulassung ist hier gemeinhin noch als MK2 bekannt. Die Unterscheidung in MK1a und b wird geflissentlich ignoriert. 3er wäre dann der erste rundgelutschte ab 86.


    Ich guck mal eben an meine Achse-Moment.....

  • Ähmmmm ja-ich hab sowas nicht. 8| Dieseltypisch? Wo ist das Ding denn vorn befestigt? Am Gehänge an dem Blattfederbolzen?

  • Motomobil kennt den Kram auch für Transit 1 und 2 nicht. Bist du sicher, dass das da hingehört? Bzw. orischinool da is? Oder hat da wer von den Vorbesitzern kreativ gefuhrwerkt? :wonder:

  • Also.
    Vorn ist das ding an der Blattfederaufnahme, Seperater Bolzen, knapp unter der Feder befestigt.
    Hinten sieht man ja auf dem Foto. Ist an der Starrachse befestigt.


    Funktion: Ausrichtung der Achse auf der Blattfeder. Wenn man die Bügel löst (mit der auch das anschlaggummi auf die Blattfeder gedrückt wird) dann kann man so die position auf der achse einstellen. Also Quasi den Nachlauf.


    Kann Dieseltypisch sein, kann auch daran liegen, das der nen 2,8t mit kurzen Radstand ist, oder weil Hymer irgendwas dran rum gebaut hat. Ich hab keine Ahnung. Auf jeden Fall hat Ford die im E-Teil Katalog, weiss darüber aber soviel wie über die Bremse. Nix


    Ok, Ford und so bezeichnen den als MK3 (auch z.B. auf wiki) hab ich auch nie verstanden. Ist ja im prinzip nur ne Facelift geschichte.



    Motomobil kennt das (zumindest einer mit dem ich mal gequatscht hab) die haben das aber net im Programm und können mir bei meinem Prob net weiterhelfen. der ist 100% original. Kenne die Vorbesitzer und bei Ford isses ja auch auf den Fichen. Mal ganz davon abgesehen, wie willste sonst die Ache einstellen? sind ja keine anschläge oder so da

  • Wenn sich das Ding ständig verbiegt, dann können eigentlich nur die Augen Deiner Feder ausgeschlagen sein, so daß sie Achse samt Feder unter dem Rahmen wandern kann. Da das Teil (was auch immer es sein mag-ich nenn es jetzt einfach Teil) vorn eine starre befestigung hat, nimmt es (statt eigentlich der blattfeder) die Längskräfte beim beschleunigen/bremsen auf. Und dafür scheint es mir etwas unterdimensioniert. ;)


    Kann natürlich mit der Nutzlast zusammenhängen-ich fahr nen kurzen 2,5 Tonner, der hat "son Kram" definitiv nicht. :D


    Zitat

    Vorn ist das ding an der Blattfederaufnahme, Seperater Bolzen


    Den benutz ich im übrigen als Abschleppöse. :D

  • Federn sind es nicht. Die hatten wir schon draussen. Alles supi. Auch die Aufnahmen ist net ausgeschlagen. Abschleppöse hat Hymer wegrationalisiert... sonst hätte der chicke Frontspoiler keinen Platz.


    Diese Koppelstandgen haben Gummilager in den Augen.


    Der Wagen ist duch die reichhaltige Innenausstattung recht schwer. Küche, Faltdach und bla. Manchmal komm ich schon in den Federbegrenzer. Nur das hat der ja vorher auch 40tkm lang gemacht und da war nix.



    Hat im Schein stehen: "Auflastung ohne technische änderung auf 2805kg" und nen leergewicht von 1930kg. Was das ursprünglich ist... ka

  • Sowas hab ich auch noch nie gesehen. Was nix zu sagen hat, ich hab noch nie unter einem Transit gelegen. Daher mal meine Bürostuhlmechanikereinschätzung ohne Anspruch auf Relevanz in der wirklichen Welt:


    Wenn ich die Ursprungsmail richtig deute, ist das Problem aktuell auf beiden Seiten? Das spricht schonmal für ein Problem, das nicht auf einer Seite allein lokalisiert ist. Die Befestigung der Achse auf der Feder wandert nicht, das würde man sicher sehen. Und wenn die Blattfederlagerungen abenfalls völlig in Ordnung sind, ist die Feder zu jeder Zeit an dem Ort wo sie der Konstrukteur hinhaben wollte.


    Verbiegen kann sich das Ding aber doch nur, wenn es Längskräfte aufnehmen muss (Krafteinwirkung von aussen kann man denke ich ausschliessen). Ich kann auf dem Bild die Geometrie nicht genau erkennen. Aber wäre es möglich, dass die beiden Befestigungspunkte der Koppelstange näher zusammenrücken wenn die Achse ein- oder ausfedert? Dann müsste nämlich die Lagerung der Stangen elastisch genug sein, dieses "Spiel" wegzustecken. Wenn sie aber bereits im Ruhezustand am Endpunkt ihres "Federweges" wäre, würde bei jedem Ein- bzw. Ausfedern (je nachdem, wann der Abstand kürzer wird) ein ziemlich starker Längsdruck auf die Stangen wirken (und eigentlich auch auf die Lager an beiden Enden, was dort dann auch zu Materialermüdungsproblemen führen könnte). Wie ist denn der Zustand der Gummilager in den Koppelstangenbefestigungen? Sind die spannungsfrei wenn das DIng am Boden steht?


    Wenn keiner weiss, was das DIng genau ist, kann es vermutlich auch keiner nach Vorschrift einstellen. Da das Problem nach der letzten Einstellung aufgetreten ist, könnte es ja damit zusammenhängen.


    Ansonsten kann ich auch Dirk's Interpretation nachvollziehen.


    Seltsame Konstruktion, das.


    Viele Grüße
    Jörg

  • Moinsen.


    Also vom Prinzip her müssten die Stangen parallel zu der Blattfeder laufen. beim ein und ausfedern. Das Federbein gib ja den winkel vor. d.h. die ideale Geometrie wäre nem Parallelogramm. Also das würde heissen, um deine Bürostuhlmechanikereinschätzung mal aufzugreifen, das der Nachlauf nicht richtig eingestellt ist. Und wenn ich mir überlege wie die sich verbiegen (immer die gleiche richtung) dann wäre der Nachlaufwinkel zu groß. Mmmh


    Hat denn mal einer vielleicht die richtigen einstellwerte für mich? Dann kram ich nochmal den vermessungsbericht raus, ob das übereistimmt.Motomobil hat die nimmer auf ihrer Seite.


    Das hat ja ne funktion, damit stellt man den Nachlauf ein. Wie stellt Ihr denn den nachlauf beim Benziner ein? Mit nem hammer?`Oder hat der irgendwo auf der feder nen anschlag.


    Wenn der Bus steht sind die Spannungsfrei. Die Gummilager sind noch erstaunlich gut.

  • Also mein MK 1 3tonner, langer Radstand, hat sowas auch nicht.
    Sollte also mit der Tonnage nichts zu tun haben denke ich.

  • vermutung: das ist so ein anti-trampling-nachrüst-zeug.
    ausbauen.
    federbügel im belasteten zustand lösen, federn parallel zueinander und ohne verdrehung ausrichten, bügel mit drehmoment fest schrauben, zur achsvermessung und die ihren job machen lassen.
    fahren und berichten.


    dein geschweißtes irgendwas hau dann in die tonne. nicht weil du es geschweißt hast, sondern generell und es sich als unnötig erwiesen hat.
    falls der ausbau doch negative auswirkungen haben sollte, kann man ja hier weiter mutmaßen.


    wegen des gewichts vom wagen: einfach ne zusätzliche lage einbauen. wirkt sicher wunder und macht die anschlagböcke arbeitslos.


    (die ausrichtung einer achse auf der blattfeder sollte unmöglich sein, da es eigentlich bolzen/pinne/begrenzer geben sollte, die die lage/den nachlauf eindeutig festlegen.)


    viel glück.

  • Für mich sieht das Dingens so aus, als ob man damit die Vorkrümmung der Blattfeder einstellen könnte. Also quasi eine manuelle / mechanische Niveauregulierung. Aber auf der Vorderachse :gruebel:

  • moin, hab grad mit nem alten fordlert telefoniert.
    er hat das DING auh mal in seiner transe gehabt. er hats einfach ausgebaut, da er das gleiche problem mal hatte.


    war vom aufbauer eingebaut worden, warum auch immer...er meine auch, daß die einzige
    erklärung die "vorspannung" der feder wäre.


    er hat da nen starken gasdruckdämpfer vom nem pferdeanhänger ( heckklappe ) eingeaut.

  • Kann mir nicht vorstellen, dass damit der Nachlauf eingestellt wird.
    Der wird von der Form der Feder und der Neigung der Achsschenkelbolzen vorgegeben.
    Allenfalls kann man da den Radversatz / Achsabstand einstellen.
    Macht nur keinen richtigen Sinn.


    Die Beschriebene Verformung kann eigendlich nur von ausgeschlagenen Buchsen vorne oder loser Federbrieden kommen.
    Beides sollte man aber wohl sehen können.
    In beiden Fällen dürften dann aber auch allenfalls nur bei Rückwärtsfahrt entsprechende Kräfte auftreten.


    Oder vll., das Achsseitige Auge des Spanners / Koppelstange ist so angeknallt,
    dass es eine lockere Bewegung des "Parallelogramms" nicht zulässt und so ein Biegemoment ausübt.
    ....aber dann könntest du ja die entsprechende Gummiebuchse nicht sehen... :gruebel:

  • Hat denn mal einer vielleicht die richtigen einstellwerte für mich? Dann kram ich nochmal den vermessungsbericht raus, ob das übereistimmt.Motomobil hat die nimmer auf ihrer Seite.




    Also ich hab eben nochmal den dicken, blauen Ordner gewälzt. Der kennt das Teil auch nicht. Spricht für eine Nachrüstangelegenheit-wahrscheinlich vom Aufbauhersteller verbrochen.

  • Wofür dieses Teil gut ist kann ich leider auch nicht sagen.
    Ich vermute es diente einer "Feinjustierung" der Achse, weil man da ja sonst nicht allzuviel einstellen konnte.
    Allerdings hab ich bei meinen vielen Transit- Schlachtungen selbige auch schon mal ausgebaut.
    Wurde wohl verwendet wenn eine besondere Ausstattung wie z.B. eine Servolenkung oder gar die
    guten Alufelgen verbaut waren.
    Von der Ferne würde ich behaupten, dass an den Blattfedern irgendwas zuviel Ludt hat,
    entweder die Silentteile vorn und hinten oder der Bolzen der die Feder auf der Achse hält ist ausgenuckelt.

  • Hab gerade nochmal meine Bilder durchforstet,
    besagte Teile wurden im Paket mit der Servolenkung verbaut.
    Manchmal Serienmäßig und manchmal nachgerüstet.



  • Moinsen,
    Servo hat meiner auch ab werk, nicht nachgerüstet. Alus auch... Leider stand die kiste in marokko irgendwann mal auf Backsteinen....


    Das ist auch ein offizielles Ford teil. Das ist ja auch auf den Fichen drauf. Weglassen wegen nichtwissen würde ich das nur schwer ungern.


    Der ganze Vorderachskram war ausgebaut. Alles völlig in ordnung, nix ausgeschlagen oder so. der Wagen ist auch erst 150tkm gelaufen. Nur die Stoßdämpfer waren altersschwach und sind deswegen neu gekommen. Alle was gängig sein muss geht und dalls was fest sein muss ist es auch.


    Vorspannung halt ich für totalen Quatsch, rein Pysikalisch. weil das vom Winkel uns so net passt und wie soll das dünne ding denn da ne Verspannung erzeugen. Gasdruckdämpfer schein mir da auch völlig fehl am Platze zu sein.


    Schon mal ein paar ausgebaut? Habt Ihr vielleicht noch 2 über? Weil meine sind nicht mehr die besten...


    :wickie: :wickie: :wickie: :wickie: :wickie: :wickie: :wickie: :wickie: :wickie: :wickie: :wickie: :wickie: :wickie: :wickie: :wickie: :wickie: :wickie: :wickie: :wickie: :wickie: :wickie: :wickie: :wickie: :wickie: :wickie: :wickie: :wickie: :wickie: :wickie:



    Nachlauf ist natürlich falsch, Radversatz ist das richtige. Ich denke da ist auch der casus Knaksus. Was haltet Ihr den von der Idee:


    Also bei ist die Blattfeder ein blankes Stück Metall ohne vertiefung, Nut oder irgendwas. Die Position wo die Achse auf der Blattfeder festgeschraubt wird duch diese Stangen bestimmt, was ich fälschlicher weise als Nachlauf bezeichnet hab. Wenn man die Bügel der Achse löst, dann kann man die munter nach vorne und hinten verschieben.
    So wie ich das jetzt gesehen hab in Netz ist das bei anderen die Position durch ne durch ne verdickung fixiert wird, oder? Meine Vermutung ist: das die Achse zu weit vorn auf der Achse montiert ist.


    Woher weiß ich denn dann jetzt wo auf der Blattfeder die Achse fixiert wird. Weil die Stangen sind ja einstellbar. Ne Markierung gibt es nirgendwo.

  • da das teil anscheinend definitiv nicht bei jeder karre is.
    und das auch nicht unbedingt was mit dem gewicht zu tun hat.
    lass es einfach weg. die anderen transen rennen auch, ohne das teil

  • irgendwer sagt mal ausbauen. und sei es auch nur testweise.

  • ich kann mir nicht vorstellen wie das überhaupt halten soll. dieses teil fixiert eine hälfte der blattfeder. demnach kann die kraft nur auf den anderen federaufnahmepunkt, oder in dieses stäbchen.volle druckbelastung. ich würde eine massive schelle anfertigen, mit nem gewinde für ne stellschraube zum einstellen der achse. und wenn die angst zu groß is hinten auch noch so ne schelle drum.