Probleme beim täglichen Starten in der Kaltlaufphase

  • hallo zusammen,


    fahre einen P7 mit 1.8 V6-Motor.
    Der Bock stand jetzt knappe drei Monate, bevor ich ihn wieder brauchte.
    Und die bewungslose Zeit, hat mir das gute Stück wohl etwas krumm genommen.


    Bevor ich los fahre lasse ich das Ding erst mal gute zwei Minuten laufen. Anspringen tut er auch super. Nur läuft er, wenn er kalt ist, so fast gar nicht. Er pföpfert, läuft nach meinen Ohren auch anfangs nicht auf allen Töpfen, geht beim Ampel-Anrollen ständig aus und hat vor allem in den ersten 5-7 Minuten keine Leistung. Da kann man aufs Gas treten wie mal will, Ich schleich dann so mit 20 bis 30 Sachen durch die Stadt.


    Nach ca. 5-7 Minuten - wenn sich die Temparaturanzeige so drei bis 4 Millimeter von dem blauen Bereich rausbewegt hat, geht's dann wieder. Dann läuft er auf allen Töpfen, geht aber hier und da an der Ampel immer noch aus. Womit ich aber leben könnte. Muss dann halt immer mit dem Gas spielen.


    Hat jemand einen Tipp für mich. Und bitte erklärt es mir so - als wäre ich 5 Jahre.


    Gruß
    der P7-Praktikant

  • Wenn der Motor Anfangs (in der kalten Phase) zuerst nicht auf allen Zylindern läuft wird wahrscheinlich die Zündanlage das Problem sein.
    Wie lange hast Du denn Zündkerzen, Zündkerzenstecker, Verteilerfinger und Verteilerkappe nicht mehr gewartet? Ist da alles trocken?
    Oder schraube mal den Luftfilter ab und guck' dir die Starterklappen an, ob sie anfangs fast geschlossen sind und mit steigender Temperatur auch langsam immer weiter öffnen. (Oder hast Du'n Choke?)
    Das würde ich mal als erstes kontrollieren und dannach alles einstellen (Zündung, Kontaktabstand, Ventile), wenn Du das länger nicht mehr gemacht hast.


    mfg

  • also erst mal danke.
    Zündung und Ventile wurden vor 4 Wochen vor der unfreiwilligen 2 monatigen Standzeit erst komplett neu eingestellt
    Neuen Luftfilter hat das Teil dabei auch bekommen.
    Kerzenbild war laut dem, ders gemacht hat OK. Habe ich also nicht gewechselt.

  • Tach Chris!


    die Zündung ist eigentlich nicht temperaturabhängig. Du kannst trotzdem mal die Verteilerkappe abnehmen und nachschauen, ob die 6 Kupfernubsis am Rand einen Grünstich haben. Wenn ja, dann vorsichtig mit Schmirgel reinigen.


    Suchen würde ich das Problem allerdings eher in der Kaltstartautomatik oder bei den Vergaserdüsen. Durch die lange Standzeit haben sich Schwebeteilchen aus dem Sprit am Boden des Tanks abgesetzt und sind nun in den Düsen. Du hattest keinen Filter, richtig?
    Oder, ebenfalls denkbar: Kondenswasser, welches sich im Tank am Boden sammelt. Während der Kaltlaufphase verkraftet das der Motor weniger, als wenn er warm ist. Das ist dann allerdings irgendwann aufgebraucht. Danach läuft der Karren dann von selbst besser.


    Vorsichtig den Vergaser obenherum aufschrauben, Düsen rausnehmen, durchpusten und wieder einbauen. Wasser erkennst Du als kleine "Perlen" am Boden der Schwimmerkammer.


    Gregor

  • Tach Chris!


    die Zündung ist eigentlich nicht temperaturabhängig.


    aber feuchtigkeit kann der grund fürs zicken sein. ich hatte mal einen komplett fehlenden stiftkontakt in der verteilerkappe, wenn die karre ne nacht gestanden hatte im herbst, sprang sie quasi garnicht mehr an.
    wenn alles trocken ist mag der funken ja auch mal nen zentimeter überwinden, aber funkensprung von feucher oberfläche zu feuchter oberfläche über einen zentimeter... da ging nix.
    wenn die mühle dann angesprungen war kam der richtige motorlauf erst als der motor warm wurde und die verteilerinnereien langsam trocken wurden.
    war zwar ein einspritzer, aber das ist ja egal... nach dem wechseln der kappe war alles gut.