Taunus säuft und läuft sehr schlecht

  • Nix wie Ärger mit dem Misthaufen!


    Fakten:
    Taunus III mit 1600er OHC
    Inzwischen mit Ford-Einfachvergaser


    Symptome:
    Lief 2000 km anstandslos, dann fing er urplötzlich an zu saufen. Statt unter 8 dann 13,5 Liter.
    Erstmal den VV-Vergaser verdächtigt, Membranen getauscht, alles beim Alten.
    VV-Vergaser eliminiert, Einfach-Vergaser drauf.
    Durch Einstellen Zündung und Vergaser hat man 2 Optionen. Einstellung 1: Karre läuft, klingelt aber massiv, vor allem untertourig. Einstellung 2: Karre läuft, geht aber an jeder Ampel aus.
    Saufen tut er so oder so. Und er zieht die Wurst nicht vom Teller. Gefühlte 35 PS. Beschleunigt wie ein Haufen Mettwurst.


    Wohl fühlt er sich ausschliesslich so zwischen 80 und 100 km/h


    Bisher vorgenommen:
    Umbau von VV- auf Einfachvergaser (der Vergaser lief auf dem vorherigen Fahrzeug einwandfrei)
    Zündspule getauscht, neue Kerzen, neuer Zündverteiler, neue Zündkabel. Neuer Luftfilter.
    Ölabscheiderventil geprüft, ist i.O.


    Kerzen sind heller als rehbraun (würde ja auf zu mageres Gemisch hindeuten, aber wo bitte bleibt dann der Sprit, den der Hund versäuft?)



    Was kann das nun noch sein? :wonder:S_M:P


    Kann ein zugesetzter Auspuff das verursachen? Kaputte Kopfdichtung? ?(

  • ich würd fast auf spritpumpe tippen, is da was undicht/zieht luft? riecht das motoröl nach sprit?
    achse unter der pumpe feucht bzw pumpenflasch feucht?

  • edith sagt, bei defekter pumpe/zuleitung kommt nicht genug sprit am vergaser an, gerade bei offener drosselklappe bzw beim beschleunigen. gemisch magert ab und die leistung fehlt...
    tipp: mal den schlauch am vergaser abziehen, schlauch z.b mit ner schraube und ner schlauchschelle dichtmachen und starten. die pumpe schaltet federbelastet normalerweise bei nem bestimmten druck in der leitung ab, wenn jetzt irgendwo was rauströpfelt hast du die ursache...

  • Ich habe die Vermutung. Bzw. die Frage, ob das sein könnte. Es trifft nicht zu, bzw. ich habe es noch nicht geprüft.

  • Letzte Probefahrt hat nach leichtem Hochdrehen des Leerlaufes folgendes ergeben: läuft momentan grad mal wieder einigermaßen. Das Fehlerbild ist nicht kontinuierlich!!! Das macht es halt etwas schwierig.


    Manchmal läuft er ein paar Minuten bzw. Kilometer gut, dann wieder wie ein Sack Nüsse. Manchmal bleibt er an der Ampel an, brav mit angemessener Drehzahl. Dann geht er wieder einfach aus.


    Besonders gerne geht er übrigens aus, wenn man aus hohen Drehzahlen in den Leerlauf geht.


    Grrrrrrr.

  • Grundschritte:
    Luft, Benzin, Funken.

    Luftfilter schon mal nachgesehen?
    Sabbert die Benzinpumpe?
    Der hat Tranistorzündung, nicht wahr? Keine Ahnung, was da alles putt gehen kann...
    Zündkerzen, Kabel, Zündspule, Verteilerkappe....
    Kennste doch, Bonnie.
    Nervt mich auch immer wieder. Aber geht nicht anders. ;(
    Michaela ergänzt: Theoretisch könntest Du natürlich auch einen kaputten Gaser gegen einen anderen kaputten Gaser getauscht haben 8|

    2 Mal editiert, zuletzt von jj ()

  • Schlagz mich, aber genau dasselbe Problem hatte ich im Sommer. Motor zieht nix, säuft wie Feuerwehrtrupp bei der Weihnachtsfeier (2,3 V6)
    Bei mir war es die Wasserpumpe. Die war kurz vor dem fressen/festgehen, zog deswegen zuviel Leisung.
    Pumpe getauscht (Neuteil). seither rennt er wie der Teufel.

  • Der Herr JJ ist heut zu faul zum lesen. Möge er meinen ersten Beitrag nochmals durchsehen, insbesondere im Bezug auf die Dinge, die bereits getauscht bzw. erneuert wurden, und dass der Vergaser auf dem vorherigen Fahrzeug einwandfrei lief ;)

  • P.S. keine Transistorzündung. Die geht meistens, oder sie geht nicht. Dazwischen gibt's da nicht viel ;)


    Und die Spritpumpe sabbert nicht.


    Es funkt ordnungsgemäß auf allen Vieren, die Kerzen sind auch alle gleichmäßig.

  • Ich schreibe das je jetzt totaaaaal ungerne - aber ist die Ansaugbrücke zum Kopf dicht ? ;)


    Hört sich an, als ob irgendwas im Auspuff rum geistert.
    Manchmal liegt es flach auf dem Boden des Topfes; manchmal wird es durch eine Erschütterung hochgeworfen und durch die Abgase direkt als Verschluß vor das Rohr gedrückt. Dann ist dicht und nichts geht mehr. Oder nur gaaanz wenig, was den Motor zwar laufen läßt, aber kaum noch was an Leistung abgegeben wird.
    Besonders bei höheren Drehzahlen bildet sich viel Gegendruck in der Anlage und - geht man dann schnell in den Leerlauf über - der Gegendruck bewirkt dann auch, daß der Motor abstirbt weil er mittlerweile auch keine Frischgase mehr ansaugen kann.
    Gibt man Gas, kommt wenig Frischluft rein und durch den schon vorherrschenden Druck durch die Abgasseite wird beim Verdichten die Klopfgrenze sehr schnell überschritten, zumal die Abgase noch heiß sind und sehr früh eine Selbstzündung einleiten.

  • Hm, Ansaugbrücke zum Kopf wär noch was. :gruebel:


    Aber - die ist ja beim Umbau von VV auf Einfachvergaser ebenfalls getauscht und neu gedichtet worden... könnt aber natürlich sein, dass die Dichtungen nicht ausreichend waren (sind so Papierdinger). Hm. Also nochmal ab und mit Dichtmasse.


    Auspuff dicht ist so langsam auch meine/unsere letzte "Hoffnung". Nun denn. Geh ich mal auf die Suche nach nem neuen ESD und Flammrohren. MSD haben wir schon.


    :sad:


    jj, Öl und Wasser benehmen sich anständig. Weder das eine im anderen noch umgekehrt. Keine großartigen Verluste auf beiden Seiten.

  • könnte man nicht das flammrohr abmachen und wahlweise dort oder hinten nen sauger dranhalten und den schalldämpfer abklopfen/schütteln ? Nur aufpassen das keine benzindämpfe drin sind sonst knallts

  • 'n kat geht zu, 'ne normale a-anlage eher nicht. und wenn dann ist sie immer zu und nicht nur ab und zu. was man an losen teilen im dämpfer hören würde. klopf mal da gegen.
    also, wenn dir niemand was reingesteckt hat :whistling: täte der normale mensch folgendes:
    er checkt mal alles. in der richtigen reihenfolge. und wenn es sein muss dreimal. auch wenn die komponenten erst vorgestern angefasst wurden. oder vielleicht gerade deshalb.

  • Zugegebener Maßen bin ich kein normaler Mensch. :irre::D


    Aber der Taunus ist grad bei jemand im Taunus-Erholungs-und-Pflegeheim, der sich wirklich auskennt. Und der hat in den letzten Tagen alles schon x-mal durch. Zündung und Vergaser einstellen konnte er vorher schon, ebenso den Kontaktabstand. Aber ich glaub, jetzt kann er's rückwärts und im Schlaf.


    Verteiler wurde mehrfach gewechselt. 2 von den Verteilern liefen vorher in den anderen Karren einwandfrei.


    Das einzige, was noch auffällig ist - in den meisten Werkstatt-Handbüchern o.ä. steht 04, bis 0,5 als Kontaktabstand. In einem, in einem einzigen, steht jetzt plötzlich 0,64. Mal ausprobieren.


    ;(

  • Ist es nicht, stell alle immer auf .4mm funzt, sogar mit Ausweiß als Abstandsleere oder Busskarte geknickt haut Kontakt gut hin ;)


    Meiner Meinung nach zumindest, lieg aber öfter auch mal falsch :pinch:

  • die 0,64 mm meine ich mal irgendwo als Zündkerzenelektrodenabstswnd gelesen zu haben. Hab mich dabei noch über die 4 gewundert und gedacht, es wäre vielleicht ein Bißchen gut gemeint, im damaligen Zeitalter kurz nach Außerdienststelluung der Dampfmaschinen.
    Die 0,4- 0,5mm gehören ja eher zum Unterbrecherkontakt

  • Heureka!


    So, Karre läuft. Es war ein Durcheinander von 3 Kaputtheiten:


    1. Falschluft am Bremskraftverstärker
    2. Auslassventile fast kein Spiel (Einlass ok)
    3. Zahnriemen um 2 Zähne verstellt (wer kommt denn auf sowas!)


    Wenn man bedenkt, dass der Vorbesitzer alles in der Werkstatt hat machen lassen... :pinch:


    Nick, hopphopp, du weisst, was du zu tun hast :D Frank sagt, im Werkstatthandbuch vom Granada ist es ggfs. am besten beschrieben ;) Und viel Spass auch beim Spanner, sagt er...


    @Frank: :worship::worship::worship:



    P.S. die 0,64 beziehen sich lt. Werkstatthandbuch auf den Motorcraft-Verteiler. Bosch-Verteiler 0,4.