Geschichte der Taunus- Granada-Szene (bitte spamreduziert vervollständigen)

  • Da hier so viele junge Taunus- und Granada-Fans rumlaufen und ich grad auch wieder im Fred des holländischen Kollegen gemerkt hab, dass vieles nicht bekannt ist, versuch ich mal, die Geschichte der T. & G.-Szene aufzuzeichnen. Wenn noch ein paar Leute mit Daten und Geschichten helfen, könnte es vielleicht ganz interessant werden.


    -Der Beginn:
    -Etwa Mitte der 80er Jahre war in Deutschland der Ruf ruiniert: T/G galten als "Türkenbomber", die es überall für ganz kleines Geld zu kaufen gab. Das hatte auch damit zu tun, dass die meisten Karren spätestens nach 6 bis 8 Jahren stark durchgerostet waren und sie auf dem Autoput, der Strecke durch Jugoslawien in die Türkei, bis zum Federnbruch überladen, von Gastarbeitern als Lkw mißbraucht wurden.
    -Völlig anders war und ist die Situation auf der Insel, wo der Scorpio deswegen auch bis zuletzt lange Zeit (siehe Einwand von Bunkie unten) als Granada verkauft wurde. Dort gab es fast nur Ghia, gerne auch verlängert - zum Teil sogar als Staatslimo. Taunus (vor allem die späteren Modelle) galten dort als cool - woran auch Starsky und Hutch die Profis Schuld waren.
    -Der erste Club (kein Verein), von dem ich weiß, wurde 1988 in Hohenlimburg gegründet: Die Consul/Granada-Interessengemeinschaft. Das erste Treffen, bei dem wir mit etwa zehn Granni I aufliefen, hat sich wegen uns aufgelöst. Die M-Fahrer in Talfang hatten keinen Bock auf die "scheiß Granada, die grade erst vom Band gerutscht" waren. Bis zur schleichenden Auflösung der IG um 1999 herum gab es diverse IG-Treffen, unter anderem in Aurich (die legendären von Kai organisierten Mai-Feten :uglybeer: ), Ziegenhagen (1993), Witten, Iserlohn und der Loreley (war wohl 2007 das letzte Mal, hörte ich). Zeitweise waren der IG, die monatliche Zeitungen herausgab (ich hab die alle noch), mehrere hundert Granni-I-Fahrer (im vor Internet-Zeitalter bis nach Australien) angeschlossen. Aus dieser Gruppe und in dieser Zeit bildete sich übrigens auch der Old Parts-Shop, hier auch als Apotheke bekannt.
    -Die Taunus-Fahrer waren zu diesem Zeitpunkt - meines Wisses - gar nicht organisiert. Das erste Knudsen-Treffen, auf dem ich war, fand etwa um 1995 herum in Bielefeld statt. Es waren überwiegend aufgemotze Autos (auch ein Cabrio-Umbau war dabei), die Fahrer waren schon damals sehr jung und die gemeinsame Ausfahrt war bereits an der ersten roten Ampel zu Ende.
    -Ähnlich skuril war in den 90ern auch die Granada III-Szene (eine Granada II-Szene gab es wohl nie). Fast alle Wagen hatten Spoiler und waren tiefer gelegt. Der Versuch, ein gemeinsames Treffen in Aurich zu machen, scheiterte für alle Granada III-Fahrer am Huckel an der Einfahrt zur Wiese. Die Truppe drehte um und ward nicht mehr gesehen. Kennt einer von euch eigentlich den Typ mit dem Airbrush-Schäferhundkopf auf der Beifahrertür?
    -Bei den interessantesten Treffen der 90er war ich leider nicht dabei. Billing und Hastings sind (vermutlich bis heute) eine andere Welt: Dort fahren vemögende ältere Herren Granada, die sich für einen Consul mit Billigausstattung begeistern, weil es sowas bei ihnen nie gab. Auf den Treffen gibt es selbstgebrautes Bier und alle waren furchbar nett zu den ugly germans, die Anfang der 90er auf einmal mit mattschwarzen Grannis bei ihnen auftauchten. Wir lernten die übrigens durch die Besatzertruppen kennen, die hier damals stationiert waren.


    Mehr krieg ich jetzt spontan nicht auf die Reihe. Ich fände es aber nett, wen der eine oder andere Sachen beisteuern würde. Bitte ohne allzuviel Spam. Sonst liest es am Ende eh kein Schwein mehr. :worship:

    7 Mal editiert, zuletzt von jj ()

  • zumindest die geschichte dieses forums kann ich mal grob umreißen, größtenteils aus meiner sicht, teilweise die mir bekannte von taunus.de


    1998 hatte ich mir den ersten taunus (TC3) zugelegt, Kontakte hatte ich keine, Ahnung auch keine. nach ersten, wenig erquickenden Kontakten zu dem einen oder anderen Ford-club hab ich dem Clubwesen spontan den Krieg erklärt. Ich wollte daraufhin selber was auf die Beine stellen, das noch junge Internet half sollte mir dabei helfen. Nach und nach lernte ich den einen oder anderen Taunus/Capri/Grannifahrer kennen. Daraus wurde sowas wie ne IG. Die ersten gehversuche sind heute noch im Internet zu finden weil ich leider keinen Zugriff auf die Daten habe. Wer mal herzlich lachen will, der klicke hier:


    http://www.geocities.com/MotorCity/Lane/9916/


    relativ kurz nachdem ich den Auftritt online gestellt hatte, bekam ich ne Mail von Gerald "Bogus" Predl, welcher mich bat die Homepage einzustellen, da er mit dem damals noch IFN genannten "International Fordsites network" gerade was wesentlich professionelleres auf die Beine stellte. Er bot mir eine Mitarbeit an, was ich aber aufgrund fehlender Kenntnisse in diesem Bereich dankend ablehnte. Das IFN bekam später probleme mit Ford, was genau draus geworden ist habe ich nicht weiter verfolgt, die Seite gibts jedenfalls heute noch in abgewandelter Form:


    http://www.fordszene.net/


    Ich habe meine Seite nicht mehr sonderlich weiter verfolgt und habe kurz darauf zu HaWe Kontakt bekommen, der gerade FordTaunus.de aufbaute. Dort habe ich im Forum mitgearbeitet, da zwei Foren wenig hilfreich gewesen wären. irgendwann habe ich das Forum übernommen, Hawe hatte wegen Job und Studium sehr wenig Zeit und so fiel das ganze nach und nach an mich.


    welche auswüchse das Ganze, auch auf persönlicher Ebene, mal annehmen würde war mir zu Beginn nicht wirklich klar.


    1998 war die Taunus-Szene sehrsehr klein. Zumindest was TC2/3 angeht. Muss wohl ähnlich wie in der Granniszene gewesen sein. Aber so einige verrückte gab es schon, die in der Regel aus der Not heraus zum Taunus gekommen waren oder weil sie sie einfach als Winterhuren endverbrauchten. In jedem Falle waren zu dem zeitpunkt die Taunusfahrer fast ausschließlich Underdogs, die irgendwie keinen rechten Bezug zur Mainstreambewegung hatten. taunus war gegen 1998 alles andere als cool, die Karren waren einfach nur Asi, alt, Dreckschleudern, also völlig daneben.


    Der eigentlich Hype kam mit Bang-Boom-Bang, wobei ich das erst gar nicht wirklich realisiert habe. ich hab den Film gesehen, fands nett dass da nen Knud mitgespielt hat und im allgemeinen fand ich den Film halt ganz nett... Auf einmal war das Medieninteresse da, es bildeten sich unter anderem die Motoraver und manch andere Auswüchse. Die Motoraver mags vorher schon gegeben haben aber zu dem zeitpunkt (irgendwann 2000/01) kamen die wirklich in den Medien durch.


    Dazu gesellte sich der Youngtimer-Hype, rockmusik wurde auf einmal wieder mainstream, creme21, angeklebte Kotleten und Elvissonnebrillen tauchten auf Partys auf. Ich glaube behaupten zu können, dass die meisten taunusfahrer die vor 2000 zu den Autos gekommen sind auf einmal recht verwirrt waren. Die preise explodierten, auf einmal wurde man nicht mehr belächelt, sondern man wurde mit den karren angesprochen, was zumindest mir in der anfangszeit doch sehr irritierend erschien. Man hatte sich so schön an den underdogstatus gewöhnt.


    Mattlacke wurden auf einmal zur pflicht um sich als großer und gefählicher redneck darzustellen ohne dass derjenige gewusst hätte was ein redneck is. alles was dann kam ist geschichte, leopardenfelle, pimpmyride, möchtegernludenstyle auch wenn wohl 99% aller rotlichtläden und -straßen bereits fest in osteuropäischer und süd-balkan-hand ist...

  • Zur Beruhigung mal wieder was Erheiterndes...


    1989 (schon richtig rum geschrieben, nicht 1998 ;) ) lief mir mein 1. Taunus zu. Ich wollte damals eigentlich einen weißen P7a, der war nicht da, der Taunus schon. Den tauschte mein damaliger Ex bei mir gegen seine Schulden ein :D


    Naja, dachte ich, mit irgendwas musst du ja fahren, warum nicht mit dem Ding da. 1. Serie, 1300er XL mit Radlaufchrom. In kürzester Zeit gewöhnte ich mich an den Karren, und auch daran, als "irre", "total bescheuert" und "Bauernkarrefahrer" beschimpft zu werden. Die Taunus' waren bei uns beliebt als Landwirtsfahrzeuge, da genauso auf dem Feld wie sonntags vor der Kirche tauglich. Den Taunus bekam ich mit vermeintlichem Motorschaden. Ließ mich von meinem Vater 20 km nach Hause schleppen. Er meinte "mach doch einfach mal an". Karre lief. :gruebel: Worin der Motorschaden bestand, weiß ich bis heute nicht :D


    1990 erfuhr ich dann von dem Fordtreffen (damals noch rein Ford) in Lobbach und fuhr hin. War teilweise geschockt wg. aufgemotzter Capri III und Fiestas, teilweise erleichtert, weil es auch noch andere Deppen gab wie mich. 1990 dann auch das erste Treffen der "Ford IG" in Meckesheim, bei Thorsten Müller. Sehr familiär, einfach klasse. Bilder von damals hab ich auch noch, muss ich mal einscannen.


    Ahnung hatte ich keine, aber viele Fragen. Ich wurde von den Älteren wohlwollend belächelt, von den Jüngeren in Saufrituale eingeweiht (ich war damals grad mal knapp über 20.... :D ).


    1990, als ich auch meine Ausbildung begann, war ich sehr froh, eine Mitschülerin zu haben, die mit Begeisterung und Stolz (und ein bisschen Trotz...) einen silbernen Taunus 2 fuhr. Leider habe ich Silvia aus den Augen verloren... muss mal nachforschen ;)



    1991 die erste Veterama - ein Traum! Sehr viel Spaß und unter den Händlern nette neue Leute kennengelernt, abends gleich zum Essen nach Hause eingeladen worden - der Kontakt blieb viele Jahre bestehen und "hält" auch heute noch ein ganz kleines bißchen über Dominik. Es gab übrigens damals schon sehr wenig Fordteile auf der Veterama.



    Tja, und seitdem hat's mich gepackt. Auch, wenn ich meinen ersten Taunus blöder Weise 1999 verkauft habe (sein Kotflügel und die VA leben in Danis grünem Knudsen weiter).


    Habe die Zeit des Anzeigenstudiums in Oldtimermarkt und "Sperrmüll" ebenso erlebt wie erste Treffen, das Erscheinen der "Oldtimer-Praxis", vorsichtige Gesprächsanknüpfungen mit offensichtlichen Ford- oder Opelfahrern in Diskotheken oder auf Flohmärkten sowie den Beginn und die Weiterentwicklung der Foren und Anbieter im Internet. Bin definitiv kein "Club"-Mensch. Aber trotzdem froh über die ungezwungenen Gemeinschaften, die so gewachsen sind.


    Und bin sehr gespannt, wie's weitergeht. ;)

    2 Mal editiert, zuletzt von Bonnie ()

  • ich weiss dass ich ein spammer bin, aber mir bleibt doch auch nichts anderes übrig.


    so jung, und in 5 jahren führerschein erst 6 altfords gekauft. was soll ich schon berichten können...

  • ja, mein gott. ich dachte schreibste einmal was lustiges, ausnahmsweise auch zum thema... aber gut. lösch mich am besten ganz.

  • "kann dieser kindergartentyp der so geil auf zensur is sich jetzt mal endgültig abmelden. "



    Bei mir wird der Satzbau auch mit jedem Bier schlechter... :spitze:

  • chrischi, das war nicht gegen dich gerichtet! :D JJ hatte vorher gebeten, dass seine beiträge gelöscht wurden die nicht zum thema direkt waren. ich lösch nix mehr. fertig ;)

  • Muss jj doch an einer Stelle widersprechen: In UK wurde der Scorpio zunächst auch so genannt. Als man merkte, dass die Absatzzahlen weit unter den Erwartungen zurück blieben (woran mag das nur gelegen haben?), nannte man ihn Granada. Später, als sich auch der Engländer an den Wagen gewöhnt hatte, kehrte man zur Bezeichnung Scorpio zurück..


    Bei den Profis wurden ja nur selten Cortinas gefahren. Da gab's andere Serien wie "The Sweeney" oder "Minder" in denen häufiger Cortinas genutzt wurden.

  • Was mir dazu noch einfällt...


    wenn man bis in die Mitte der 90er Jahre - also in der Vor-Internet-Zeit ;) - ein Ersatzteil brauchte, lief das folgender Maßen ab:


    - man ging zum örtlichen Ford- oder Normteilehändler, sagte, was man brauchte, und bekam das Teil. Oft sogar für einen akzeptablen Preis
    - alternativ besuchte man den nächsten Schrotti und suchte sich aus den ca. 5 Taunus' den mit den besten Teilen aus, schraubte ab und bezahlte kleinere Summen. Manchmal nahm man auch für 100 oder 200 Mark ne ganze Karre mit
    - ansonsten hatte man unter dem Jahr eine Liste erstellt, die man dann auf Treffen und Teilemärkten abarbeitete
    - und man hatte Telefonnummern und Adressen auf Treffen gesammelt - im Notfall wählte man sich die Finger wund und beschrieb das Teil am Telefon. Es hätte ja auch zu lange gedauert, ein Teil zu fotografieren, den Film zu entwickeln, das Foto per Post zu verschicken und dann zu hören "nee, das hab ich nicht!". ;)


    Fotos wurden damals übrigens nach Treffen in mehreren Sätzen entwickelt (natürlich erst, wenn der Film voll war...) und dann per Post an die Leute verschickt, von denen man Adressen hatte :D


    Unglaublich, aber wahr ;)

  • und zu der zeit waren die turnschuhe noch aus holz, da kunststoff sehr teuer war.... ;)


    an die späten neunziger und die vorinternetzeit kann ich mich nicht erinnern. da war der alkohol meine einzige rettung.


    danke forum :spitze:




    EDIT: Sinnvolles zum Thema:


    Der Taunus war bis ende der achziger ein allerweltsauto, die fuhren überall rum. viele eltern meiner Schulkamereaden fuhren Taunus (Hauptschule :laugh: ) ich wurde im cx chauffiert (den ich haßte, was ich auch den beifahrersitz, durch hardware-rülpsen spüren ließ)
    Gerade die Eltern meiner Schulfreunde sind dann wie schon oben beschrieben mit sogenannten "Trauben" auf den Dächern (Gepäck und Klimbim auf dem Dach mit Müllsäcken abgedeckt und gummiseilen verspannt) in den Urlaub gefahren. Gern gesehen war der Transit, da dort auch der Innenraum gut für nützliches Gepäck und Familie genutzt werden konnte. Auch ich durfte mal in den Genuss kommen als 7 Jähriger mit meinem Schulfreund im Transit nach Süditalien zu fahren. Gerade die Alpenpässe waren ein erlebniss. Ich habe keine Ahnung welche Motorisierung verbaut war, jedoch in Anbetracht der Personenzahl und des nützlichen Gepäcks wie geschätzte 80 KiloÄpfel, welche auch als Schmusedecke und Kopfkissen dienten war die Motoriesierung relativ egal.
    Anfang der neunziger konnte man sich schon einen scorpio oder einen sierra günstig erwerben und so wurden die eckigen taunen, granadas immer weniger auf der straße. die oben genannten ausführungen wie die fahrer solcher fahrzeuge genannt wurden sind mir durchaus bekannt. Auch hier im Forum der Begriff Schuhkaton gerne rezitiert. Dieser ist bestandteil der deutschen Geschichte und möge nicht als negatives Schimpfwort verstanden werden. Schuhkartons waren damals noch gute deutsche Wertarbeit und überdauerten oftmals den Inhalt selbst.
    In der mitte der Neunziger Jahre war nun auch Ford aus der DTM raus und bei uns in der gegend wurden auch die ford-fens weniger. Dafür aber keimten die calibra fahrer aus dem Boden. Dies war mit ein Grund warum ich in die Fänge des Alkohols gekommen bin.


    So ende der Durchsage. :coffee:

    Einmal editiert, zuletzt von Sten ()

  • nochn film, den keiner braucht und den ich nie gut finden werde. ich warte immer auf ne story, und auf einmal is der film zuende. :thumbdown:

    Einmal editiert, zuletzt von Käptn Chaos ()

  • kann man sich wohl mal antun den film...
    muss nich immer amikitsch sein


    nochn film, den keiner braucht und den ich nie gut finden werde. ich warte immer auf ne story, und auf einmal is der filn zuende. :thumbdown:


    da empfehle ich Death Proof , gute story :spitze:
    so genug gespamt hier

  • Ich fänd's ja noch interessant, wann sich wo welche Szenen gebildet haben und ob man das bis heute merkt.
    Bei uns im Bereich Hagen, Iserlohn, wo ja auch 1988 die IG gegründet wurde, fuhr bis Mitte der 90er Jahre fast jeder im Freundeskreis Granada (Taunus war eher die Ausnahme).
    Heute habe ich - glaube ich zumindest - die letzten beiden Granni I in Iserlohn. Dafür gibt's aber in Hagen noch ein paar Granada-Schrauber aus der Anfangszeit der IG. Und am Bahnhof basteln welche aus dem Forum an Taunus rum :gruebel:
    Außerdem gibt's in Letmathe noch einen Langzeitschrauber, der etwa fünf abgemeldete Knudsen und zwei? alte Transit hat und natürlich den Michael 05 mit seiner Sammlung.

  • kann man so sagen. ich bin ja über meinen dad zum schrauben gekommen, der in den 70er-80er-und frühen 90ern etliche resttüvkarren aufgearbeitet hat, vom 17m RS2000 über 300er SEL flossenbenz bis borgward isabella kombi.
    aus dieser zeit, als steppke kenn ich zum beispiel noch den herrn erhard döpp, der sich 92 mit seinem ford-altenpflegeheim selbstständig gemacht hat.
    ansonsten sind eben einige dieser urgesteine der szene entweder ausgestiegen, weil die preise für die kisten dermassen angezogen haben( erinner mich an unseren nachbarn, eewig lange taunus gefahren, nu bmw: " wat? nehr wie 200 mark hab ich NIE fürn taunus gezahlt, und du willst 1400 EURO fürn 1600er automatik? haste n schlach weg oder was??" :rolleyes: )
    oder sie haben eben rechtzeitig teile und karren gehortet und halten sich von treffen fern, weil sie, wie damals die m-fahrer, mit scorpio, sierra und co nix anfangenkönnen.
    ich persönlich kenn n paar leute, die ne privat-und teilesammlung haben, deren wert heute annähernd sechsstellig sein dürfte,
    ein herr aus kassel zum beispiel mit gleich 5 originalen may-turbos, p7b, granada 1,2 sowie knudsen-taunus.plus ca 20 weitere altford, überwiegend granada 1 und knudsen-taunus. alle für billich geld mitte/ende 80er beim fähnchenali oder aufm schrott eingesammelt.alle fahrzeuge in neuwertigem zustand, plus riesenteilelager.(bevor einer fragt: nein, nichts, keine schraube davon gibt der her, ich bettel seit jahren... ;( )
    von internet hält der nichts, treffen fährt er seit jahren nicht mehr an.
    dito der besitzer der "red lady", der bei mir um die ecke wohnt. auch teile en masse, n top(!!!) 2.3er gxl-qp,dürfte ungelogen eins der besten in D sein. fährt ab und an mit dem ding und gut. szenekontakte? keine. man wird ja älter und interessiert sich für andere dinge, so seine aussage.
    meinen dad selber krieg ich so langsam wieder auf die oldie-schiene, vor 7,8 jahren hat er wegen meines"alten schrotts" gemotzt, nu fährt er selber granada 2 und bmw e28 td. das jübgste auto in unserer familie ist der porsche 924S meiner ma, bj 85. :thumbup:

  • Ich fänd's ja noch interessant, wann sich wo welche Szenen gebildet haben und ob man das bis heute merkt.


    Da hat sich hier in der Gegend nicht viel geändert. Wir (max 3 Karren/Leute) sind und waren hier in der Gegend (65 km südlich von KA) mehr oder minder Einzelkämpfer, was Ford angeht. Ansonsten war ich eine Zeitlang viel in der Heidelberger Gegend unterwegs.


    Es gab einen Ford-Club in Karlsruhe, mit dem ich aber nicht viel zu tun hatte - steh halt nicht auf Clubs. Ob es den noch gibt - keine Ahnung.


    Das näheste Treffen ist und war Lobbach, da war ich 1990 zum ersten Mal und seitdem jedes Jahr, dort trifft man auch seit damals immer die selben Leute - sehr nett. Vor allem, wenn man Fotos von "damals" anschaut...


    Früher (Anfang der 90er) gab es einen "Darmstädter Ford-Stammtisch", der leider schon lange nicht mehr existiert. Ich hatte hier im Forum schon mal Bilder gepostet, leider hat sich nie jemand darauf gemeldet. Muss den Thread mal raussuchen....

  • keine ahnung. ich wollte auch einfach nur n altes auto haben.
    das es ein tauns geworden ist.. das ist rainer zufall.
    nun sinds sogar schon 2 taunussens.

  • ein schicker, und ein hässlicher. welcher welcher ist musst du bloss noch selbst rausfinden. :D


    ich hab mir mit 18 einen p5 gekauft, vorher schon im schwesterforum rumgeeiert zwecks kaufberatung und sowas.
    als ich den dann hatte merkte ich was für eine grotte das ist, und hab ihn schnell aufgegeben...
    dann habe ich ewigkeiten hier rumgespammt bis ich dann ne karre gesucht und schnell gefunden hatte, den weissen kennen hier ja die meisten. ist auch nach den paar jahren und nach vielen zwischenzeitlich gefahrenen wagen von denen viele auch locker waren (z.B. der 525e und der kombi nun) trotzdem schon die einzige karre die ich mit ins grab nehm. bevor der geht, verschleuder ich alle anderen inkl. dem p7a und wohn wieder bei mutti. irgendwas ist ja immer... meine kurze leidensgeschichte. ;)

  • Was für ein schöner alter Thread wurde denn da geschändet... ist ja auch schon wieder 6 Jahre her, huch! :uglyrolleyes:

  • Das ist wirklich ein schöner Thread. (Die erste Seite auf jeden Fall) :klatschDC:
    Ich finde diese Geschichten, nach dem Motto "Wie alles begann", spannend und auch sehr unterhaltsam.


    Leider kann ich nicht viel dazu beitragen. Bei uns im "Tal der Ahnungslosen" gab es nie wirklich eine Oldtimer-Szene. Der erste Granada, den ich je sah, war ein 3-er Turnier.
    Das war 1994. Ich war damals 22 und fand das Auto einfach sensationell. Zu dieser Zeit war dieser Wagen bei uns im Ort schon einzigartig. Es gab sonst nur Gölfe, Corollas, R19, Hundeeier und die sonstigen Plasteautos.
    2010 war es dann erst soweit. Irgendwas oder -wer hat mich geritten...und zack, hatte ich mein erstes altes Consul-Auto an der Backe. Mittlerweile sind es 2 und wer weiß.... :uglybeer:
    Sind hier im Umkreis von vielleicht 50 km nur 3-4 halbaktive Leute. Schade!
    Seid also froh, wenn bei Euch bissl mehr Bewegung ist.