motor überholen

  • moin...


    es geht sich hier um folgendes:


    motor zerlegt,ein kolben davon hat eine kleine kerbe bis zum ersten kolbenring :gruebel:


    hab da jetzt noch nen zweiten motor,zum ausschlachten,könnte ja von dem nen kolben nehmen,oder?


    lagerschalen,die vom neuen kolben mit rüber nehmen?oder die alten einsetzen?waren ja auch vorher auf der kurbelwelle.


    alle sechs laufbahnen sind ohne riefen.
    von hohn spuren is aber auch nichts mehr zusehen,müssen die dort umbedingt sein?

  • der beitragstitel sagt es schon. nur neuteile. wofür sonst der aufwand?

  • ich würde dem mev zustimmen. sonst lohnt der aufwand für neue dichtungen ja nichtmal. block in den kofferraum schmeißen und damit zu nem instandsetzer bei dir in der ecke fahren. der soll sich das mal ansehen. wenn du glück hast brauchen die laufbahnen neur neue hohnspuren. in der regel reicht das. dann neue lager, neue kolbenringe und wenn nötig neue kolben. den kolben aus dem anderen motor kannst du nur nehmen wenn der instandsetzer kolben und laufbahnen ausmisst und das ganze für gut befindet. ich persönlich würde zu neuen raten. wenn man schon dabei ist direkt auf bleifrei umbauen. denn sonst musst du in 2 jahren die köppe wieder runterreißen weil sie im arsch sind. und das kostet erstens neue köppe plus satz kopfdichtungen oder ne revision der köpfe plus dichtung.


    alternative: anderen, nutzbaren motor einbauen.


    PS: ich stand vor 4 jahren an der gleichen stelle nur andersrum: in einem zylinder nen tiefer rief in der laufbahn. deswegen motor überholt. kosten mit allem drum und dran gut 2000 mit neuen kolben, neuem vergaser, block aufgebohrt, 2,6er kurbelwelle und allem schickimicki.


    ich hab nicht einen euro bereut.

  • Bei meinem 2.8i habe ich die Kolbenbolzen ausgepreßt, um die Pleuel auszubalancieren.


    Wer das schonmal versucht hat weiß, mit was für einem Kaliber Presse man da drangehen muß!


    Das Einsetzen war etwas einfacher, da die Pleuel auf der Herdplatte 30 min auf Vollgas warmgemacht wurden, und die Bolzen mit Kältespray behandelt wurden.


    Ergebnis: Mist. Nach der ersten Fahrt unter richtig Last (hatte ihm vorher 1200km Schonung gegeben) ist die Gelenkfunktion Kolbenbolzen havariert und der Kolben kippelte.


    Er hat die Laufbahn ganz schön verschrammt. Der Kolben sah auch nciht besonders gut aus.


    Habe schnell mit 200er Schmirgel die Laufbahn repariert ( nur die groben Überstände abgeschmirgelt ) und mir einen Kolben mit Pleuel von einem Schlachtmotor besorgt.


    Die Kolbenringe habe ich vom havarierten Kolben genommen, da diese neu reingekomen waren, aber nichts abbekommen hatten.
    Die Lagerschalen, die verbaut waren, waren ebenfalls neu, unversehrt und eben auf genau diesem Lagerzapfen gelaufen.
    Alles zusammengebaut und gut.


    Der Motor läuft astrein, hat seitdem ca. 50.000km runter und benötigt weder Öl, noch qualmt er.


    Wofür benötigt man den Kreuzschliff?
    Der entsteht beim Honen, ist bei mir aber unerwünscht. Wenn kein Krezschliff mehr zu sehen ist, würde ich den Teufel tun den wieder zu generieren, sondern mich freuen daß die Laufbahn glatt ist.


    Warum mit dem Kreuzschliff bei einem Motor, der bereits eine Menge gelaufen, geworben wird ist lediglich der Beweis, daß der Verschleiß an den Zylinderwönden minimal ist.


    Lange Rede, kurzer Sinn: Von einem identischen Motor den Kolben mit Pleuel übernehmen, die Lagerschalen sofern gut vom bereits im Motor gelaufenen Pleuel nehmen und bei den Kolbenringen ebenfalls. Oder die Ringe abnehmen und in den Block stecken, das Spaltmaß am Stoß messen. Die, die das kleinere Spaltmaß haben, verwenden.


    In Berlin habe ich mal einen Motor aufgebaut, da war ein Kolbenring nicht in Ordnung. Wir haben dann kurzerhand aus der Vitrine einen vom Pokal abgemacht und den verbaut. Wunderbar!

  • denis, hört sich gut an. kreuzschliff ist für ölbenetzung des zylinders, also nix schlechtes.


    ich nehm eine Ölpumpe von Dir!


    90€ + Stoßstange für 50 die hier noch rumliegt ;)

  • wenn man beurteilen kann wie gut die qualität der gebrauchten teile ist, geht das. und natürlich ist neu nicht immer gut. besonders dann nicht, wenn der rest drum herum scheiße ist.

  • Kowalski,


    dann habe ich jetzt mit den Narben in der Laufbahn sogar eine noch bessere Ölbenetzung. Deswegen läuft der so gut :D


    Pumpe ist notiert! Finde ich ja klasse, das das mit der Stoßstange funtioniert hat, DANKE!!! :spitze:

  • Zitat

    Original von m e v i d o
    wenn man beurteilen kann wie gut die qualität der gebrauchten teile ist, geht das. und natürlich ist neu nicht immer gut. besonders dann nicht, wenn der rest drum herum scheiße ist.


    Da ist was dran. Die Teile sollten immer relativ gleichwertig sein, sonst zerschießen die stärksten Bauteile schnell mal die Schwächsten...


    Also alles neu oder einfach zusammenbauen.

  • also ne zylinderbahn die wie poliert aussieht IST definitiv scheisse. wie der kowa schon sagte: ohne hohnspuren keine ölbenetzung. und was mit metall auf metall (abgesehen von metallen mit selbstschmierung wie etwa lagerbronze) passiert ist uns doch hinlänglich bekannt.


    kann ich mir nicht vorstellen, dass du das so meintest denis - was meintest du dann?

  • Oh, tatsächlich? Man lernt nie aus...


    Der Motor hatte 145.000 km runter, als ich ihn "überholt" hatte.


    Die Lagerschalen zeigten schon deutlichen Verschleiß, also das gleiche Maß in neu rein und fertig.
    Die Laufbuchsen hatten schon eine recht glatte Oberfläche, allerdings konnte man spüren, bis wohin die Kolbenringe immer liefen.
    Kumpel meinte, das müßte ich aushohnen lassen oder am besten gleich auf das nächste Übermaß mit neuen Kolben gehen.


    Habe draufg geschissen. Neue Kolbenringe rein und den ganzen Plumperquatsch wieder zusammengebastelt. Was weiß ich ob da Hohnspuren waren; kann ich mir aber aufgrund des fühlbaren Verschleißes nicht vorstellen, daß da noch allzuviel war.
    Aber wen interessierts, solange das Dingen bestens läuft? :gruebel:

  • ...weils grad so schön passt...


    Mein 2.0 V6 HC (Laufleistung 70tkm, wenns stimmt) in meinem P5 gibt sich etwas asthmatisch...er "humpelt" im Leerlauf und die Ventile (nehme ich an) rasseln ordentlich, am Öldeckel riecht es etwas nach Benzin und ausm Luftfilterrüssel suppt auch was raus... habe jetzt mal (for fun) einen Instandsetzer gefragt, der hat mir folgendes Programm vorgeschlagen:


    Ventile einstellen, Kompression messen, Vergaser prüfen, erstmal n Hunni (100EUR)


    Wenn sich dann was zeigt: komplette Motorrevision, hat mir als Preisbeispiel die Revision von nem 2.8er Capri Motor gennant, hatte bei Ihm inkl eines neuen Kolbens und anderer Brocken 1600Eur gekostet..


    Frage nun: lohnt sich die Investition? Taugt das was? Der Laden scheint recht renomiert zu sein, alle kommerziellen Oldtimerschrauber in unserer Ecke, die ich gefragt habe gehen mit Motorensachen zu dem...selber bin ich zu doof / fehlt mir das Werkzeug um sowas selbst zu machen...


    Danke für Tips (auch wenn mein Beitrag wohl nicht geholfen hat ;( )


    Viele Grüße,


    Thorsten

  • Es sollten sich viel mehr Leute aus ihren jeweiligen Umgebungen zusammentun und sich gegenseitig helfen.


    Ferndiagnosen sind immer schwer, aber das hört sich nach verschlissenen Kolbenringen an.
    Vielleicht auch durch Kurzstrecke oder zu lange Standzeit verklebt.


    Erstmal die Einstellung überprüfen. Hier spricht man immer von den "Basics", dann sieht die Welt meist schon ganz anders aus...

  • da hadder denis recht und der instandsetzer sagt im prinzip das selbe. erstmal die basics machen bevor man einen patienten totschreibt. wenn er danach immer noch scheisse läuft kann man ihn zumindest erstmal zerlegen und schauen was so los ist. im falle eines 2,0 V6 würde ich persönlich aber versuchen einen anderen motor zu bekommen. zwischen 50 euro und 100 euro sind immer mal wieder welche im angebot weil die dinger keiner haben will. natürlich kann man auch nen 2,0 wieder aufbauen wenn einem die leistung reicht und die - unbestrittene - super laufruhe sehr zusagt. 1600 ist im übrigen nicht zu teuer.

  • Hallo nochmal!


    Zitat

    Original von Se
    erstmal die basics machen bevor man einen patienten totschreibt.


    Ja, dacht ich mir auch so...mangels Zeit / Ausrüstung werde ich mal den Hunni springen lassen und dann sieht man ja weiter...


    Zitat

    Original von Se
    im falle eines 2,0 V6 würde ich persönlich aber versuchen einen anderen motor zu bekommen


    Oooch, der schöne Originalmotor ;( Nee, nee, ich würd den schon machen lassen, is ja noch einer mit den roten Deckeln und "TS"-Logo, quasi erste Serie...ich seh schon, mein Hang zur Originalität kommt mich teuer zu stehen :sad:


    Zitat

    Original von Se
    1600 ist im übrigen nicht zu teuer.


    Supi, genau so eine Info hab ich mir erhofft (nicht, das bei mir das Geld auf Bäumen wächst, aber so weiß ich zumindest, dass die Richtung stimmt)...dann werd ich mal vorsorglich mit dem sparen anfangen. Danke an alle für Input und Verständnis fürs Themenabschweifen!
    :spitze:


    Viele Grüße,


    Thorsten

  • bei der gelegenheit mit dem instandsetzer sprechen was man an optimierungen machen kann. im normalfall bezieht sich das aufs auswiegen der pleuel, dem anpassen der kanäle auf dichtungsmaß und ähnliches. halt dinge, die ford damals mit hohen toleranzen gefertigt hat verbessern. ein besserer motorlauf, vielleicht ein minimal geringerer verbrauch aber insbesonders grundsätzlich bessere fahreigenschaften sollten der lohn der mühen sein. vergaserabstimmen KANN man machen, muss man aber nicht. wäre aber das i-tüpfelchen.


    ob jemand sowas für nen 2,0 oder gar V4 oder was weiß ich was macht muss derjenige am ende immer selber entscheiden. :spitze:

  • Macht mal nicht alle den guten alten "Tornado" so nieder.
    Wenn der richtig gut läuft und eingestellt ist, vielleicht noch ein bisschen optimiert, wird der mit dem leichten P5 ganz gut fertig. Wird kein Rennwagen draus, aber soo lahm ist der dann wirklich nicht.

  • is ja gut benno :D immer noch besser als V4. wobei selbst der in eddys consul nicht sooo schlecht ist. der 1,6er im taunus ist ja auch nix schlechtes.


    aber jeder hat halt so seine ansprüche :paranoid:

  • Zitat

    Original von Se
    aber jeder hat halt so seine ansprüche :paranoid:


    Du sagst ihm. Wer sich auf nen 2.6er noch ne Luftpumpe baut, sollte seine eigenen Ansprüche nicht verallgemeinern. Nicht jeder braucht ein PS-Monster. Über Zusammenhänge (inverse Proportionalität z.B.) mit der Größe der Geschlechtsteile sag ich jetzt mal nix :O

  • Der 2.0 V6 im P5 Turnier lief auch absolut seidenweich.


    Fastziniert jedesmal!

  • Suche 1300er Motor für meinen Granni.









































    :O :O :O
    [SIZE=1]War'n Scherz, der mußte jetzt sein.[/SIZE]

  • war auch keine verallgemeinerung. :no: soll jeder machen wie er mag. :spitze:


    ich muss halt irgendwas unternehmen. was soll ich machen? der bauch zu dick, eier hab ich keine und der schwanz is zu kurz. is halt alles nicht so einfach! :no:

  • Weniger Bauch, dann funktioniert der Rest auch wieder. :O


    ***duck un wech***

  • Zitat

    Original von granni-joe
    Weniger Bauch, dann funktioniert der Rest auch wieder. :O


    ***duck un wech***


    :gruebel: achne, das wär ja einfach... das kann ja jeder! das wär quasi mainschtriem!

  • Was hältst Du von 'nem 9-Zylinder Sternmotor? Der Sound ist dann auf jeden Fall völlig abgefahren! :O
    Wenn mich nicht alles täuscht, haben die ollen Flugzeugmotoren auch vierstellige Leistungsangaben...

  • Im übrigen finde ich es schon recht interessant, dass wir uns vor ein paar Monaten noch einen Kopp gemacht haben, wie wir "moderne" Triebwerke in unsere Karren gebastelt kriegen, und bauen jetzt doch wieder die ollen Spritfresser um & ein. :gruebel:
    Mal sehen, wer als nächstes mit Turbine oder Wankel ankommt.