zusammenhang Zugfestigkeit und Material einer Schraube

  • jaja, komische fragen heute :stupid:


    folgendes: gibts ne tabelle darüber welche Materialen bei welcher zugfestigkeit eingesetzt werden? Beispiel: 8.8er Schraube ist aus S235 oder was weiß ich... kann ich mir wahrscheinlich auch alles herleiten, hab ich aber grad kein bock drauf... :paranoid:

  • Die ersten Mails müssten durch sein, schick dir gleich noch nen paar mit chem. Zusammensetzung bei welcher Festigkeitsklasse usw....
    Mal sehen was ich noch finde, bin jetzt erstmal wieder off-line ;)

  • Wenn wir schon beim Thema sind.


    Ich brauche 16 Zylinderkopfschrauben, welche ich mindestens mit 120 Nm anziehen kann.


    Hat jemand ne Bezugsquelle....oder soll ich zu Eisen Karl gehen?

  • könnte ich dir besorgen denk ich über unsern einkauf. haste maße? warum nimmste nicht lieber stehbolzen? sollte ich auch bekommen können denke ich. is ja alles genormt... :spitze:

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  • bin mir nicht ganz sicher, werd mal nachlesen. werden aber in der regel verwendet wenn höhere spannungen nötig sind.

  • Wo sind denn die Maschinenbauer???


    Ich hat bei der Meisterprüfung Werkstoffkunde....war ich da anwesend? :paranoid:

  • Zitat

    Original von Dani
    Wo sind denn die Maschinenbauer???


    Ich hat bei der Meisterprüfung Werkstoffkunde....war ich da anwesend? :paranoid:


    hab auch alles vergessen... ::D


    und mein Tabellenbuch fliegt noch irgendwo bei Muttern im Keller rum... ;)

  • ich kann nix weiteres finden im netz. ich hab hier auch noch einiges an büchern die ich nachher mal wälzen kann...


    kann man denn technisch gesehen bei stehbolzen höhere zugfestigekeiten erreichen? wenn ja, warum? weil sie keinen kopf haben sondern mit einer mutter befestigt werden? ist das mit dem kopf nen problem bei der produktion? von wegen festigkeit? is grad das einzige was mir einfällt. nen rundstahl lässt sich vielleicht besser härten als einer mit kopf. wie wird ne schraube überhaupt hergestellt? der kopf wird wohl kaum aufgeschweißt oder? fragen über fragen, ich werd morgen unsere konstruktionsabteilung löchern :catch:

  • Zitat

    Original von Se
    wie wird ne schraube überhaupt hergestellt? der kopf wird wohl kaum aufgeschweißt oder?


    gestaucht (Kopf) und gewalzt (Gewinde)
    hab´ich bei der Sendung mit der Maus gesehen... :sad:

  • Hab mal schnell ne Kopfschraube rausgeschraubt:


    M12x80 - davon knapp 38 mm mit Gewinde.
    Kopf SW 19
    Daten auf der Schraube kan ich nicht entziffern.

  • Es gibt auch geschnittene Gewinde...
    Aber die Schraubenbude wo ich schon öfter was für gefahren habe walzt die auch auf.
    Die sind übrigens die einzigen in Deutschland die für einen Großen Baumaschinenhersteller die Schrauben fertigen dürfen. Da is so ne Schraube auch schon mal über nen halben Meter lang und Unterarmdick.

  • Zitat

    Original von Dani
    Hab mal schnell ne Kopfschraube rausgeschraubt:


    M12x80 - davon knapp 38 mm mit Gewinde.
    Kopf SW 19
    Daten auf der Schraube kan ich nicht entziffern.


    Früher stand 12.9 drauf...

  • es gibt bei schrauben ne menge Festigkeitsklassen, glaub von 4.4 bin 14. nochwas.
    Die gebräuchlichsten, und auch die einzigen, die ich bisher gesehn hab, sin 8.8, 10.2 und 12.9 (kann sein, dass ich mich Irre mit der Zahl hinter dem Komma, hab nicht so ein gutes gedächtnis was sowas anbelangt, ist aber auch nicht weiter wichtig)
    Je höher die Zahl, desto höhere Zugfestigkeit. Sprich 12.9er Schrauben haben die höchste zugfestigkeit (Würde ich für die Zylinderköpfe nehmen). Genaueres kann ich erst morgen sagen, wenn ich mein Tabellenbuch aus der Firma mitgebracht hab. VA schrauben können übrigens nur 8.8er Schrauben ersetzen, wegen der geringen zugfestigkeit. Hab aber mal gehört, das es auch hochfeste VA schrauben geben soll, hab ich aber noch nie gesehn...
    Wie gesagt, morgen kann ich mehr sagen bzw. die Seiten einscannen.
    Schrauben werden übrigens aus einem Stück gewalzt (noch nie sendung mit der Maus gesehn? :D )
    Was die Bolzen anbelangt weiß ich leider auch nichts genaues, kann es mir aber nur vorstellen, das es höchstens eine Arbeitserleichterung ist, aber wie gesagt, hab da keine Ahnung...


    Grüße


    Ben


    Edit: waren wieder welche schneller... :catch:

    2 Mal editiert, zuletzt von Ben ()

  • sinnvoll kann ich mir vorstellen:


    Walzen = Massenproduktion
    Schneiden = Einzelanfertigung (Schlosser-Lehrling ;) )


    Edit: qualitativ sind gewalzte Gewinde durch das gestauchte Material vielleicht etwas besser als geschnittene Gewinde.

  • Hab bei Reinz mal reingeschaut:
    Schraube Art: Sechskant
    Gewinde: M 12
    Guete: 110 Kmax
    Stufe 1: 39 - 54 Nm
    Stufe 2: 54 - 69 Nm
    Setzzeit: 20 min
    Stufe 3: 95 - 115 Nm
    Warmlauf: 12
    Stufe 4: 95 - 115 Nm
    Nachzug: nein

  • vielleicht hängts mir der belastung beim einschrauben zusammen. wenn ich ne normale schraube reindreher wird sie enorm axial (auf zug) und radial (drehung) belastet. bolzen werden nur per hand eingedreht und dann kommt oben ne mutter drauf. die axiale belastung bleibt die selbe, die radiale dürfte aber geringer sein. richtig?

  • Zitat

    Original von Se
    vielleicht hängts mir der belastung beim einschrauben zusammen. wenn ich ne normale schraube reindreher wird sie enorm axial (auf zug) und radial (drehung) belastet. bolzen werden nur per hand eingedreht und dann kommt oben ne mutter drauf. die axiale belastung bleibt die selbe, die radiale dürfte aber geringer sein. richtig?


    Das ist richtig, aber stell dir vor, die Kopfdichtung wird um dem Bolzen undicht und der Kopf gammelt dann auf dem Bolzen fest. Hab ich früher schon bei Triumpf-Motoren gesehen, eine Reihe Bolzen und die andere Schrauben. Die Schrauben haste rausbekommen, danach hat man den Kopf mit Hammer und Meißel von den Bolzen rutergeprügelt...


    Außerdem sollst du ja auch die Kopfauflage und das Gewinde einölen.

    Einmal editiert, zuletzt von bruno ()

  • Also wenn du mit radial-Balastung die scherwirkung meinst, so denk ich, das die auch die Gleiche bleibt, da du ja mit deinem Bestimmten Drehmoment anziehst...

  • Zitat

    Original von Ben
    Also wenn du mit radial-Balastung die scherwirkung meinst, so denk ich, das die auch die Gleiche bleibt, da du ja mit deinem Bestimmten Drehmoment anziehst...


    hmm, sicher? immerhin dreht sich der bolzen ja nicht, sondern nur die mutter...


    bruno: hmm, das is blöde. aber warum läss sich ne schraube besser lösen als nen bolzen? die dinger sind im kopf doch so oder so gewindelos. wo is da der unterschied?

  • .... bruno: hmm, das is blöde. aber warum läss sich ne schraube besser lösen als nen bolzen? die dinger sind im kopf doch so oder so gewindelos. wo is da der unterschied?....


    Kopfschrauben sind am Schaft meistens dünner wie der Gewindeteil, oder haben ein durchgängiges Gewinde. Da ist die Gefahr des festgammelns deutlich geringer.
    Ich denke dabei auch an die Schrauben vom Thermostatdeckel, ich hab die Löcher im Stirnraddeckel auf 7,5mm aufgebohrt, da gammelt auch nix zusammen...

  • ja das klingt logisch. dann sollte man aber doch sicher auch bolzen bekommen können die nen kleineren durchmesser am schaft aufweisen oder? es sei denn DARAUF kommts an in bezug auf die zugfestigkeit.


    und das mit dem aufbohren ist auch ne sehr gute idee. aber ohne vernünftige standbohrmaschine wird das eh nix.

    Einmal editiert, zuletzt von Se ()

  • Dann frohes suchen bei den Abmessungen... :D und der Festigkeit... :O

  • ...und das mit dem aufbohren ist auch ne sehr gute idee. aber ohne vernünftige standbohrmaschine wird das eh nix....


    Das kannste problemlos am eingebautem Motor machen, das vorhandene Loch hat ja gut 6mm.