Minimaltransistorzündung zum ausprobieren

  • Ich hab an meiner Honda ne Benzinpumpe, die etwa einmal im Jahr flöten geht, weil ihre Kontakte abbrennen.

    Die Pumpe ist ne Membranpumpe für Vergaser und die Schaltung ein klassischer Selbstunterbrecher.

    Die Kontakte des Selbstunterbrechers haben starkes Feuer wegen der hohen Induktivität der Spule. Deshalb der Verschleiß.

    Kondensator hat komischerweise nix gebracht. Freilaufdiode auch nicht.

    Hab ich mir gedacht ich lass die Kontakte nur den Steuerstrom eines MOSFET schalten und der MOSFET schaltet die Spule.

    Freilaufdiode hab ich zur Sicherheit trotzdem hinzugefügt. Was soll ich sagen, geht und kein Kontaktabbrand mehr.


    Möglicherweise würde das auch als Transistorzündung funktionieren, die Bauteile sind allerwelts-Dinger und können viel aushalten.

    Kostenpunkt bei Reichelt ca 2€.

    Wer will kanns mal ausprobieren, ich weiß halt nicht ob der MOSFET dann zu warm wird und ein Kühlblech braucht. Ich weiß auch nicht welche Drehzahl möglich ist.

    Hier der Plan



    edit sagt geht bei Zündspulen nicht wegen der Freilaufdiode:


    also mal so probieren? Vllt hälts der Mosfet aus?


    Einmal editiert, zuletzt von taunusrainer ()

  • Ungeeignet für eine Zündung!

    Die Diode klemmt die induktionsspannimg auf 0,7V und damit ist die Spannung an der zündspule viel zu niedrig. Die primärspannung liegt irgendwie um die 300V bei spulenzündanlagen.

    Außerdem wird die Schaltung durch die Diode recht langsam sein, für ne Pumpe sicher völlig ok, aber nicht für 4-6 Zylinder.

  • Die Diode klemmt die induktionsspannimg auf 0,7V und damit ist die Spannung an der zündspule viel zu niedrig. Die primärspannung liegt irgendwie um die 300V bei spulenzündanlagen.

    Bei der Spulenzündung ist die Primärspannung 7-8V im 12V Bordnetz. Wegen des Vorwiderstandes.

    Und die Diode schließt die Induktionsspannung beim Abschalten der Spule kurz, dachte ich.

  • Und die Diode schließt die Induktionsspannung beim Abschalten der Spule kurz, dachte ich.

    Das ist schon richtig, aber Teil des Problems.

    Die Diode „vernichtet“ die Energie, die in der Spule gespeichert ist.

    Das ist natürlich bei der Zündspule nicht sinnvoll, die Energie soll der Sekundärseite zugute kommen.

  • ach das meinst Du. Ohne Freilaufdiode wird der Strom in der Primärspule abgeschaltet, das Magnetfeld bricht zusammen und in der Sekundärspule entsteht deshalb die Zündfunkenspannung.

    Mit Freilaufdiode fließt der Primärstrom nach dem Abschalten noch ne Mikro- oder Millisekunde länger, und zwar durch die Diode. Erst danach wird er null und in der Sekundärspule entsteht der Zündfunke.

    Es kann durch diese Schaltung der ZZP also etwas verspäten.


    Wie gesagt ist alles Theorie und ist nur auf ner eher kleinen Spule getestet. Da gehts aber zuverlässig. Obs an einer eher dicken Spule auch geht und wo die Höchstschaltfrequenz ist müsste jemand probieren, der Lust dazu hat. Vllt kanns auch jemand mit ner CAD Software berechnen.


    Aber ich bin halt eher für probieren geht über studieren

  • Dann hänge doch mal ne Zündspule dran und guck was passiert. Zündspule mit einer Kerze abschließen.

  • Nein, die Diode begrenzt die Spannung, die beim abschalten des Stromes durch die Spule entsteht auf 0,7V. Aber verglichen mit der originalschaltung der kontaktzündung ist das halt viel zu niedrig. Es braucht dort diese bummelig 300V, die eben durch den Abriss des Stromes durch Spule und Kontakt entstehen. Deswegen ist auch der Kondensator wichtig, der speichert einen Teil dieser Energie, ohne ihn wird die Spannung so hoch, dass der Funke am unterbrecher stärker wird und dieser dadurch verschmort.

    Also für deine Pumpe ist die Schaltung gut, da entstehen durch die Diode keine Funken mehr am Kontakt, aber dafür hättest du auch den Rest der Schaltung nicht gebraucht, sondern nur die Diode.

    Für eine Zündung ist die Schaltung ungeeignet.

  • Ach jetzt weiß ich was Du meinst. Mit ner Freilaufdiode vergrößert sich das dT und weil U = dφ/dT sinkt die Spannung U sekundär unter die Überschlagspannung der Zündkerze. Völlig klar. Man muss die Freilaufdiode weglassen für die Zündspule. Frage ist ob der MOSFET das aushält. Denke schon.

    Hat ne Weile gedauert bis ich überrissen hab was Du gemeint hast...

  • Ist ja per Text auch immer nicht so einfach.

    Ist nicht nur dU nach dT sondern eben einfach die zu geringe Primärspannung. Die Spannung an der Kerze wird also 300 mal kleiner sein als üblich und ob das noch für nen Funken reicht, ist fraglich.

    Diode weglassen belastet den Transistor rückwärts mit dieser Spannung und damit dürfte die Bodydiode leitend werden, also so wird das nix.