Spezialwerkzeug zur Lagereinstellung Atlas Hinterachse

  • Moin Kollegen,


    auch wenn ich Gefahr laufe großes Gelächter zu ernten, versuch ichs trotzdem:

    Wer kann und möchte mir das Spezialwerkzeug für die Ermittlung der Einstellscheiben an der Atlas-Hinterachse ausleihen?

    Selbstverständlich gegen Pfand, das Werkezug scheint relativ selten geworden zu sein.


    Bei meiner Achse sind die Lager auf Grund ewiger Standzeit und den Rostschäden nicht mehr zu gebrauchen, Triebling, Teller- und Ausgleigsräder sind hingegen noch einwandfrei.


    Grüße

  • Moin!


    Wenn du Gehäuse und Radsatz lässt, dann würd ich auf Einstellscheiben tauschen vorerst verzichten.


    Heißt: originale Lager besorgen bzw. vom gleichen Hersteller wie Original. Die zusammen mit der originalen dicken Beilagscheibe einbauen, Reibmoment vom Kegelrad einstellen (da hat Nico95 ein Werkzeug für), dann das Tellerrad verbauen und schauen, ob das Zahnflankenspiel mit der originalen Beilagscheibenkombination passt. Wenn nein, dann da nochmal nachjustieren.


    Wenn das soweit passt, kannst du noch das Tragbild kontrollieren und schauen ob alles korrekt läuft.


    Auf diese Weise hab ich meine Banjo-Achse überholt (nur ohne Tragbildkontrolle )A( ) und die ist nu recht leise.

  • Das war auch mein Plan, klappt nur leider nicht. :-(


    Habe in meinem Leben schon andere Differentiale mit der Taktik wieder hinbekommen, hier versagt das Vorgehen aber leider.


    Differentialkorb:

    Die Lager für den Differentialkorb hab ich mir im freien Handel organisiert, sind von SKF --> Der Korb lässt sich nur mit viel Kraft montieren, beim Durchdrehen merkt man das das zu schwergängig ist. Selbst wenn man 0,1 mm rausnimmt wirds nur geringfügig besser, es scheint als wären die neuen Lager tatsächlich einen größeren Hauch zu dick.


    Triebling:

    Diese Lager sind von Motomobil da ich die sonst nirgends auftreiben konnte. Im SKF und FAG Katalog sind die Größen nicht gelistet, auch bei Timken finde ich nichts (sind Zoll-Abmaße). Einstellen per Reibwert traue ich mir hier zu, ein entsprechendes Messgerät habe ich und per Daumengefühl und Ellenbogen steht das jetzt bei 1,7 Nm bei Verwendung einer neuen Quetschhülse. Mit den alten Lagern war der Wert bei ca. 1,2 Nm ohne Wellendichtring. Ob das richtig eingestellt war, ist schlecht einzuschätzen da der Triebling bereits Markierung hat die zeigen dass der Verband bereits einmal zerlegt war...


    Es ergibt sich ein Flankenspiel von nur 0,06 mm (0,10 biw 0,20 sind Sollvorgabe)

    Tragbildkontrolle hab ich bei dem Flankenspiel noch nicht gemacht, erst muss das Spiel halbwegs passen.

    Ich glaube ich werd mir da was basteln müssen, hab gestern noch das WHB vom Granada und Capri studiert und hab verstanden wie die Messung prinzipiell abläuft. Das wird dann wohl eine längere Geschichte :-(

  • Das mit dem Kegelrad klingt nach nem vernünftigen Reibmoment, ohne die Atlas Achse genau zu kennen.


    Beim Tellerrad hätte ich es ehrlich gesagt (absolut stümperhaft!!!!) nach Gefühl gemacht. Soviele Beilagscheiben raus bis es nach eigenem Empfinden ausreichend schwer reingeht, dann das Zahnflankenspiel eingestellt und das Tragbild kontrolliert.


    Wenn man dann mit der Lagervorspannung nicht absolut arg daneben liegt, hält das wohl eine Weile.



    Bei der Banjo-Achse ist das mit dem Kegelrad schön gelöst: Man hat sowas wie zwei Schrauben statt Unterlegscheiben, mit den Schrauben stellt man die Vorspannung (die Lagerböcke müssen ~0,1mm auseinandergedrückt werden) ein und dann dreht man sie eben beide nach links oder rechts um das Zahnflankenspiel einzustellen. Total einfach :spitze: