Welcher Kühler für 'nen 2,8 im Taunus?

  • Hallo Leute, ich frag einfach mal in die Runde der Knudsen-Fahrer, die einen 2,8er verbaut haben: Mit welchemKühler fahrt ihr? Habt ihr mit dem Serienkühler für 2,0/2,3 auch Probleme, wenn es draußen recht heiß ist? Ich hab sie und noch mehr, wenn ich den WoWa hinten dran hab.

    Bin gerade dabei mir Halterungen zu basteln, mit denen ich einen Kühler aus 'nem Granni I implantieren kann. Bin für Vorschläge, Tipps und Alternativen dankbar.

  • Ich hatte keine wirklichen Probleme. Habe eher prophylaktisch einen von Hand zuschaltbaren E-Lüfter montiert.

    Den brauchte ich wirklich sehr selten.


    Der bringt aber natürlich nur im Stand was. Wenn du Probleme während der Fahrt hast, musst du andere Schritte einleiten.


    Mit AHK und Last hinten dran habe ich aber gar keine Erfahrungen.


    Verschmoddert ist dein Kühler aber nicht? Und die Wasserpumpe pumpt auch vernünftig?

  • Danke für deine Reaktion. Kritisch wird es immer, wenn ich auf der Bahn unterwegs bin und dann gibt's bei 29°C ne Sunden lang Stau. Für den Fall ist der E-Lüfter natürlich die Lösung. Hab aber auch beim Fahren mit WoWa echte Schwierigkeiten und war auch schon zu Abkühlpausen gezwungen.

    von dem flächenmäßig deutlich größerem Kühler vom Granni verspreche ich mir hoffentlich nicht zu viel!?
    Hab grad Thermostat beäugt und getestet --> ok, WaPu ok, Kühler sieht echt gut aus, Wasser auch nicht rostig.


  • Beim normalen Fahren mit WoWa darf da nix passieren. Höchstens vielleicht mit nem 1300er die Kassler Berge hoch.


    Da liegt was anderes im Argen.

  • Bisher dachte ich immer, ich kenne mich ein wenig aus ... Hab ja auch schon gegrübelt. Vergaser nicht zu mager, Zündung bei etwa 5° vor OT.

  • Automat oder Schalter?


    Am 2,8er mit Automatik fahre ich einen Granada 2,8-Kühler.

    Muss man halt alles anpassen weil der breiter ist.


    Der optimierte 2,6er Schalter hat auch einen Granadakühler, wird aber unter Vollast auch irgendwann heiss.

    Da überlege ich den Öl/Wasser-Wärmetauscher rauszunehmen, da das Öl natürlich auch das Wasser mit erhitzt.


    Leider sind die Kühler aus Sierra oder Scorpio etwas zu breit um zwischen die Rahmenzüge des Taunus zu passen, die sind nämlich ausreichend dimensioniert.

  • Der Gedanke ist nicht schlecht, da bin ich mir tatsächlich nicht sicher. Im Zuge einiger Umbauten könnte das schon sein.

  • Hatte in diesem Zug auch den Motor entkalkt mir nen anderen größeren Kühler verbaut und wie Rekordhalter.67 schon sagt nen zuschaltbaren E- Lüfter davor gesetzt


    Hatte vorher arge Probleme im Sommer durch Berlin mit den Ampeln oder Stau auf Autobahn

  • Wohnwagen können schon fiese Bremsschirme sein.

    Ich kann meinen T2 solo bedenkenlos mit 110 über die Bahn scheuchen, aber sobald der Eriba dranhing. wurde er bei 80 schon immer ziemlich heiß.

    Da war es besser mit 85-90 zu fahren. weil dann vermutlich mehr Kühlung zustande kam.


    Könnte vielleicht ein Alukühler weiterhelfen?

    der z.B.:

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    Ich grüble auch grade, welchen Kühler ich verbauen soll für meinen 2,8i im 74er Knudsen, und da ich derzeit die letzten Schweißarbeiten im Motorraum mache, könnte ich mich jetzt eigentlich auch gleich um die Kühlerbefestigung kümmern.

  • Alu alleine ist da nicht unbedingt die Lösung - ist eher eine Frage des Kühlernetzes. Auf dem Bild sieht das erstmal sehr dicht gepackt aus im Vergleich zu den Serienkühlern, die ich kenne.

    Eigentlich gut, weil man von einer höheren Warmeubertragungsleistung ausgehen kann (Ohne Kennfelder ist das natürlich alles erstmal geraten, aber wer hat die schon für ein 50 Jahre altes Teil). Andererseits bedeutet das auch einen höheren Durchströmwiderstand und damit weniger Luft, die durch das System durchgeht. Das ist dann wieder Kontraproduktiv….

    Dementsprechend sollte man auch darauf achten, dass man der Kühlluft keine Chance gibt, am Kühler vorbeizuströmen. Beim Taunus gibt es oben vor dem Kühler einen Karton, der das Ganze etwas abdichtet. Meiner ist nach 50 Jahren zerbröselt und ich hab das aus Blech nachgebaut. Auch eine Lüfterzarge (die Einhausung hinter dem Kühler um denLüfter herum ist hilfreich).

  • Kann man bei den älteren Motoren Alukühler verbauen, hatte mal irgend wann gelesen das sich die Materialen nicht vertragen und abgetragenes Alu den Kühlkreislauf des Motors angreift, deshalb dann Meesing gekauft

  • Ja naja war ja auch meine Sache mit den Kühlflüssigkeiten, hatte halt iwo mal gelesen das sich gewisse Komponenten nicht vertragen

    Bin dann zu Messingkühler wie Original

  • Kupfer-Messingkühler haben bei ansonsten gleichem Aufbau gegenüber Alukühlern tatsächlich Vorteile !! Sie haben werkstoffbedingt zwar Gewichtsnachteile, aber nochmal 10% bessere Wärmeableitung ...

    Ansonsten gehen etliche Faktoren in die Kühlerauslegung ein. Im Netz hab ich mal eine sehr gute Kalkulationshilfe zu Wasserkühlern gefunden, die mir bis heute bei etlichen Individuallösungen sehr gut geholfen hat ... Diese Überschlagsrechnung hab ich mal auf metrische Maße umgestellt unten angehängt.


    Die Effekte eines verschmutzten, verkalkten Kühlers sind aber wirklich gewaltig, so dass man Defizite dort erstmal beseitigen muss. Auch sollte man mal mit dem Tauchsiederchen prüfen, ob das Ferthermometer tatsächlich um 90 - 110°C korrekt anzeigt und Thermoschalter auch korrekt schalten.


    Öl-Wasser-Wärmetauscher weg rationalisieren ist nicht so eine tolle Idee, 72°C-Thermostate auch nicht, Eine Kühlluftführung in Verbindung mit einem guten Spal-Lüfter hat bislang praktisch alle Kühlleistungsprobleme sauber beseitigt, bei Beibehaltung der Serienthermostate und Thermoschalter.

  • Öl-Wasser-Wärmetauscher ist halt schlecht, wenn das Öl in Temperaturbereiche geht wo das Wasser nicht hin soll.

    Also so wie bei mir unter Volllast.

    Deswegen der Gedanke.

    Und bei entsprechenden Geschwindigkeiten braucht es auch die Lüfter nicht.

  • Hallo zusammen,

    habe damals bei meinem Opel GT, der auf 2.0L Einspritzer umgerüstet wurde und durch den engen Motorraum echt Probleme hatte auch mit einem E- Lüfter und was wirklich den Unterschied machte ein Tropenthermostat eingebaut. Der öffnet schon bei um die 70°.

    Grüße, Manfred

  • Bitte nicht falsch verstehen, aber das ist leider allzu oft "Herumdoktern an den Symptomen", womit man den Motoren nicht wirklichh Gutes tut.

    Mag sein, man hat die Volllast-Temperaturprobleme im Griff, jede längere Bergabstrecke, Schiebebetrieb, Windschattenfahrten auf der Autobahn lässt die Temperatur aber tief absinken ...

    Nicht ohne Grund legt z.B. Ford die Öffnungstemperatur seiner Thermostate auf 88°C fest, volle Öffnung liegt dann bei 102°C an und im Betrieb stellen sich rund 90 - 100°C ein (OHC, OHV, ...).


    Wenn der Motor in einem wesentlich niedrigeren Temperaturniveau arbeitet, fährt er nicht mehr im vollen Wirkungsgrad, der Verbrauch und Verschleiß steigen an, Wasser- und Benzineintrag im Öl dampft nicht mehr aus, Kraftstoff kondensiert im Ansaugtrakt aus, Ablagerungen bilden sich und vielerlei nette Dinge mehr ...


    In England haben vor einigen Jahren alle "WannaBeA-Racer" ihre Thermostate ausgebaut. Was bei digitaler Fahrweise auf dem Track noch manchmal klappte, hat sich in der Stadt und auf der Landstraße dann oft genug als echte "Pain in the Arse" (aka PITA) erwiesen, weil die Motoren zentimeterdicke Rückstände ansetzten und wie ein Sack Schrauben liefen. In die selbe Richtung gingen thermostatlose 19-Reihen-Ölkühler und ähnliche Spielereien.


    Deswegen oben meine Empfehlung, Defizite durch Verkalkung und Dreck zu beseitigen und damit die ursprüngliche Leistung des Kühlsystems wieder herzustellen und ansonsten den Motor im optimalen Wirkungsgradbereich zu betreiben.

  • Da sind echt gute Hinweise dabei, danke! Wenn ich die abgerissene Schraube vom Thermostatgehäuse endlich aus dem Steuerdeckel operiert habe und alles wieder zusammen hab, versuche ich's mal mit Motor-entkalken. Fiese, braun-rostige Ablagerungen konnte ich bisher zwar nicht finden, aber ich denke mal, eine Zitronensäurekur könnte vorhandene Verkalkungen lösen. Handelsübliche Kühlerreiniger haben in meiner Ford-Historie keine befriedigenden Ergebnisse geliefert.

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  • Das könnte auch noch was bringen, ja. Alleine die Verwendung von frischer Kühlflüssigkeit etwa alle 3 Jahre hat ja schon positive Auswirkungen, denn die Rostinhibitoren und Additive darin altern eben auch. Meine Kühlflüssigkeit hab ich immer 40% Glysantin und 60% entkalktes Wasser angesetzt (5L-Kanister aus dem Baumarkt fürs Bügeleisen) und alle zwei Jahre im Lotus vor der Winterpause getauscht und hatte seitdem nie Probleme mit Rost im System. Die negativsten Erfahrungen machten immer die "Sparbrötchen", die im Sommer reines Leitungswasser führen "weil ja der Wirkungsgrad noch 5% höher ist!!" und im Winter dann irgendwelche uralte Kühlflüssigkeit irgendwo in der Garage stehen hatten ... nach einer solchen "Wasser-Saison" war der Rostgammel im System.


    Ich hab schon Kühler gesehen, in denen millimeterdick Kalk wuchs ...



    Durch solche Schichten, die eine gewisse Ähnlichkeit zu Hartweizengrieß aufwiesen und deshalb bei mir "Kühlernudeln" hießen, erfolgt keine Wärmeableitung mehr und so viel Corega Tabs wie das gebraucht hätte, hat kein Laden in Deutschland ... neues Netz musste her. Der Kumpel hat seine Sparsamkeit bitter bereut.


    Damals hab ich beste Erfahrungen mit "Coolex Heat Transfer" in Nottingham gemacht, sie bauen selbst, sind fix, zuverlässig, flexibel und preiswert (30 - 50% der deutschen "Apotheken"). WIG-Schweißnähte am Alu und Lötverbindungen sahen aus wie im Lehrbuch, erstklassig.





    Seitdem hab ich alles "bespoke" da bauen lassen und es wurde immer minutiös umgesetzt.


    IMHO auch "post Brexit" immer noch eine klare Empfehlung ...