Tachoangleichung

  • Mahlzeit,


    es geht mir um die Möglichkeit der Tachoangleichung im Transit. Verbaut habe ich den Tacho vom TC3, andere HA und Automatikgetriebe A4LD. Der Tacho zeigt viel zu viel an. Zwei Möglichkeiten stehen schon im Raum: 1. Angleichung der Geschwindigkeitsanzeige, da habe ich ein Angebot, das geht, aber da stimmt dann nur die Geschwindigkeit, nicht das KM Zählwerk, wäre jetzt nicht ganz so tragisch. 2. Zwischengetriebe, habe ich auch ein Angebot aber relativ teuer, weil Zwischengetriebe angepasst und zwei neue Tachowellen. Das gefällt mir eher nicht.


    3. Idee Anpassung im Getriebe. Ich weiß grad nicht wie es im A4LD ist. Gibt es da eine Ritzelschnecke? Gibt es evtl verschiedene, um das Problem zu lösen? Dann denke ich an eine Kauflösung. ODER man druckt etwas passendes, wenn das auf Ritzel hinaus läuft. :gruebel:


    Das wäre wohl meine bevorzugte Variante wenn technisch möglich.


    Gibts dazu Ideen?

  • Den Tacho vom Transit zu verwenden ist keine Option?

    Oder Das Zifferblatt vom Transit auf dem Taunus-Tacho?

  • Der Taunus Tacho mit orangen Zeigern und bis 220kmh und passenden DZM gefällt mir optisch besser.
    Deshalb würde ich es gern mechanisch lösen


    hab raus gefunden das C3 und A4ld die selben Ritzel verwenden. Jetzt muss ich mal gucken was aktuell drin ist und was es evtl. gäbe und messen, ob evtl im 3D Druck größer mit mehr Teilung möglich wäre.

  • Die Zeiger ist ja nur aufgesteckt.

    Wenn das Zifferblatt natürlich bis 220 Km/h gehen soll dann ist der Tausch keine Option.

    Das Problem ist ja immer die kürzere Achsübersetzung im Vergleich zu den PKW, aber es gab das C3 ja auch im Transit. Also muss es ja ein passendes Ritzel und Schneckenrad geben.

  • beim syncro habe ich die tachonadel abgezogen, dann probefahrt, und bei 100 nach gps die nadel wieder aufgesteckt... :michi:

  • Es gibt mehrere Einflussmöglichkeiten. den magnetischen Tacho anzupassen und das kann man falsch machen, oder richtig ... Zeiger umstecken ist eine Quick-and-Dirty-Methode und allenfalls die halbe Miete. Warum?


    Ein mechanischer Tachometer umfasst zwei separate Systeme, ein magnetisches Schleppzeigerwerk zur Geschwindigkeitsanzeige und ein separates Zahnradgetriebe für die Fahrtstreckenanzeige des Kilometerzählwerks. Das magnetische Schleppzeigerwerk besteht aus einem drehbaren Magneten, der an die Tachowelle gekoppeelt ist. Dieser läuft in einer extrem leichtgängig gelagerten Aluminiumglocke mit Stahleinlage, die auf ihrer Mittelachse auch den Zeiger trägt.

    Da der drehende Magnet in der Glocke Wirbelströme generiert "schleppt" der Wirbelstrom die Zeigerglocke mit steigender Drehzahl mehr ud mehr mit und der Zeiger zeigt immer höhere Auslenkungen gegen die Kraft einer kleinen Rückstellfeder. Es gibt keine starre, mechanische Kopplung zwischen Tachowelle und Zeiger !

    Wenn die Magnetfeldstärke oder die Reibung der Gockenlagerung, oder der Abstand der Wirbstrompartner sich ändert, die Rückstellfeder erlahmt, oder sogar bricht, stimmt das Verhältnis von Wirbelstrom-Drehmoment und Rückstellmoment nicht mehr und das Zeigerwerk zeigt falsch an.


    Umstecken des Zeigers bewirkt am Fehler selbst nichts, sondern führt nur dazu, dass der Zeiger bei irgendeiner Geschwindigkeit "richtiger" anzeigt, darunter und darüber aber leider nicht. Also verschiebt dieses Verfahren nur die Zeigerstellung für eine bestimmte Geschwindigkeit.


    Das Kilometerzählwerk arbeitet nach einem völlig anderen Prinzip (und diesmal per starrer Verbindung von Tachowelle und Zählwerk). Von der drehenden Tachowelle wird über eine kleine Schnecke auf ein Zahnrad ausgekoppelt und damit das Zählwerk angetrieben. Diese Stufw ist übrigens mit einer festgelegteb Umdrehungszahl pro km als Weg-Drehzahl ausgelegt.


    Wenn die Drehzahl des Zahnradtriebs im Getriebe nicht stimmt, zählt das Zählwerk prozentual zu wenig oder zu viel Strecke und das Zeigerwerk zeigt wegen des Wirbelstroms eine falsche Geschwindigkeit.

    Abhilfe ist also in Grenzen möglich über Anpassung der Drehzahl der Tachowelle selbst.

    Anpassung der Übersetzung von Schnecke zu Zahnrad im Tacho verändert nur die Strexkenanzeige im Zählwerk.

    Die Drehzahl der Tachowelle zu ändern, wird gleichzeitig auch die Zeigerstellung der Geschwindigkeitsanzeige beeinflussen.


    Grob falsch anzeigende Tachos sind aber nicht unbedingt im Zeiger- oder Zählwerk fratze, in der Mehrzahl der Fälle stimmt nur im Getriebe die Tachoausgangs-Übersetzung nicht.


    Früher gab es - mechanisch aufwändiger - noch Tachometer, deren Schleppzeigerwerk über einen justierbaren Luftspalt in der Höhe des Wirbelstroms angepasst werden konnten. Dies veränderte nur die Geschwindigkeitsanzeige unt tastete die Streckenanzeige nicht an.

    Ford hat grundsätzlich die erste Methode vorgesehen, das Zählwerk annähernd korrekt anzusteuern. Auf der Abtriebswelle im Getriebe sitzt eine Plastikschnecke mit meist 6, 7, oder 8 Gängen (Zähnen).

    Ein Tachoritzel mit 21, 22, 23 oder24 Zähnen (im Zubehör auch noch 25 Zähnen) stellt dann eine grundsätzlich etwa zu Reifengröße, Diff-Übersetzung und Getriebeausgangsdrehzahl passende Übersetzung her.


    Der Wechsel des Tachoritzels ist einfach, Blechdeckel unten in der Getriebeverlängerung vorsichtig aushebeln, Ritzel tauschen, Deckel wieder rein, fertig.


    Für Tausch der Schnecke im Getriebe muss das Getriebe aber leider raus und mühsam teilzerlegt werden ...


    Eine Datei zur Tachoanpassung ist hochgeladen (pdf/zip mit Musterrechnungen) und schon von einem Moderator freigegeben worden. (Dafür danke!)

    Mein Reifen- und Getrieberechner gibt prpzentual Tachoanzegefehler auch aus.

    (beides in der Downloadsektion)

    Bei Fragen meldet euch per PN.