Wie bist du zum Oldtimer gekommen und der Liebe zum Alten Blech?

  • Diese Frage bekomme ich öffters mal gestellt.


    Also wie bin ich dazu gekommen?


    Wie bei den Meisten hat es schon in Kleinkind alter angefangen. Ich war nie an Ferraris, Porsche, Bugatti oder co. Interessiert gewesen.

    Nein. Ich fand den Capri so wie den Knudsen vom Nachbarn fesselnd. Der klang, der Geruch, das Geräusch wenn die Tür aufgemacht wurde all das war pure Faszination für mich.(2000 da war ich 5)

    Wären alle auf den Neusten Audi oder BMW geschaut haben hab ich jeden Oldtimer und Alten Auto hinterhergeschaut.

    Wenn ich ein Trabbi gesehen habe war das für mich so wie für andere ein Porsche in mein alter.

    Meine Oma fragte mich als ich 9 war was ich mal werden möchte und ich hab ihr voller Stolz gesagt: Ich will KFZ Mechaniker werden.

    Darauf sagte sie: das heißt aber jetzt Mechatroniker.

    Und ich sagte ihr: Das ist mir Egal ich will KFZ Mechaniker werden und kein Mechatroniker, Ich will nicht an diesen neuen Schrott arbeiten nein ich möchte an alte Autos arbeiten. :heart

    Meine Oma meinte nur zu mir das es die alten Autos bald nicht mehr geben würde und es ihr leid tut das ich diesen Traum aufgeben sollte.


    Ja nein dieser Wunsch hält sich bis heute noch. Ich Liebe einfach die Einfache Technik ohne irgendwelche Steuergeräte.


    Keiner in der Familie kann sich erklären woher meine Leidenschaft kommt

    Ich weiß auch nicht was der auschlaggebender punkt war.

    Aber bis heute fasziniert mich jedes alte Fahrzeug egal ob Mofa, Moped, Motorad, Auto, Traktor, Lkw oder gar ein Flugzeug.


    Wie war es bei euch?

    Immerhin sind so gut wie alle Altersgruppen vertreten, deshalb ist es doch mal interessant von euch zu Hören wie ihr euere Leidenschaft gefunden habt oder sie euch :whink

  • Moin,

    so romantisch war es bei mir leider nicht.

    Bei den ersten Autos war ich der letzte Halter mit Rest TÜV, man konnte sitzend mitlaufen oder hatte nasse Füße.

    Das wurde erst besser als ich meine jetzige Frau kennenlernte.

    SIE hatte einen ( für mich fast neuwertigen ) Käfer. :biggrin

    dann kamen Kinder, Haus und ich war auf Montage.

    Die Autos in der Phase waren zweck mäßig VW Bus und Granada Kombis , auch als letzter Halter, immer mit Atze und Sauerstoff über den nächsten TÜV gebracht . :crying

    Die letzten 30 Jahre waren die Autos dann, was wir gebraucht leiden mochten, fast ausschließlich Cabrios-

    Ach ja, da war dann noch der Granada Bj. 77 von meinem Vater, auch der durfte bleiben und muss als Reise Auto herhalten. :smile

    Was ganz neues gab es zum Glück (ich habe eine Abneigung zu Neuwagen Verkäufer) nie.

  • Ich bin Automobil einfach in meiner Kindheit und Jugend stehen geblieben. Transit fand ich schon immer toll, Papa hat immer Taunus und Granada gefahren, mein Opa Capri.

  • Solche oder ähnliche Postings gab's hier schon diverse Male, daher wohl die geringe Resonanz :tina:


    Aber trotzdem immer wieder schön!


    Meine ersten Karren mit 18 waren sowas wie Autobianchi A112, Seat 850 Limo... klein, günstig, für wenig Bares und mit etwas Rest-TÜV beim Schrotti oder in den damals üblichen Printmedien wie "Sperrmüll" zu bekommen. Der nächste war ein schwimmbadtürkisfarbener C-Kadett, den mir ein Schulkamerad zerbeulte. Dann begegnete mir ein P7a Turnier, V6... boah fand ich den toll! Dasselbe wollte ich dann gerne als Limo haben.


    Vorübergehend gab's aber statt dessen einen Escort II in quietschorange mit Schneeschieber und gnadenlosem 1600er.... bis mir die Werkstatt nach knapp 6 Monaten mitteilte, dass der nie wieder TÜV bekommt, weil nur noch von Farbe und gutem Willen zusammengehalten :dunno:


    Tja, dann also vielleicht doch mal nach nem P7A Ausschau halten?


    Statt dessen lief mir ein Knudsentaunus zu, da jemand Schulden bei mir hatte - aber kein Geld. Der Taunus war bei ihm übrig, ich brauchte ein Auto - also nahm ich den Taunus statt des Geldes 2ct Mit vermeintlichem Motorschaden, der sich nur als defekte ZKD entpuppte.


    Fortan fuhr ich für die nächsten 10 Jahre sehr glücklich meinen 1300er Erstserien-Knudsen und bin dem ganzen Gedöns seitdem mehr oder minder treu geblieben. Dazwischen war noch ein 15M P6 TS, dann kam 2003 schon die Dicke :inlove:


    Damals waren das alles einfach "junge Gebrauchte", wie man heute sagen würde. Der Knudsen war zarte 18, als ich ihn bekam... Bin da wohl einfach irgendwie hängengeblieben, weil ich den Taunus, P7 usw. total klasse fand.... war ne gute Entscheidung, das Hängenbleiben :biggrin




    Und damit ihr auch alle was zu lachen habt... :blink:dc:



                         

    Einmal editiert, zuletzt von Bonnie ()

  • Moin,

    so war es bei mir.


    Mitte der 70‘er war ich mit meinen Eltern oft auf der dänischen Insel Rømø. Dort auf dem befahrbaren Strand stand damals ein Transit MK1 als Eis und Pommesbude. Den fand ich immer cool. Dort lernte ich so als 11-12 Jähriger schon mit der Granada MK1 Limousine meiner Eltern den Wagen vor der kommenden Flut in Sicherheit zu bringen und zurück zu setzen. Später in den 80‘ern dort auch Autofahren mit dem Capri III, den meine Eltern dann hatten. War auch der erste Wagen, den ich dann später mit meinem frischen Führerschein offiziell auf der Straße bewegte. Ich mochte die Fords meiner Eltern.

    Ende der 80‘er begegnete mir dann mein erstes eigenes Auto. Ein 17M P3. Ich nahm meinen ersten Kredit auf und stürzte mich ins Abenteuer Oldtimer.

    Nachdem ich den ein paar Jahre später auf einer vereisten Fahrbahn zerlegt hatte, war erst einmal Schluss mit Oldies.

    2009 stolperte ich bei mobile.de über eine alte Ziegler Feuerwehr und konnte nicht widerstehen. Nach einem Motorschaden habe ich den Transit viele Jahre von Halle zu Halle geschleppt. 2022 entstand die Idee den zu reaktivieren. Umbau auf den 2,3L V6, 5Gang und lange Differenzialübersetzung folgten. Er wurde dann zum Wohnmobil von mir ausgebaut und zugelassen.

    Vor 1,5 Jahren kam dann ein TC 3 Tunier dazu. Und vor einem Jahr erwarb ich noch einen Granada MK1 als zweitüriges Limousienenprojekt. Mal schauen wie es weiter geht…….


  • Es ist schon interessant wie die Leidenschaft bei uns entstanden ist und welche Umstände dazu geführt haben😊.

  • Ich hatte mit einem Mal eine Garage zur Verfügung und musste ein wenig fürchten, dass mein Diesel Alltagswagen Opfer eines geplanten erweiterten Fahrverbots wird. Ein Kumpel fuhr einen 635 CSI. Also wahr mein Gedanke "Ach, legste dir nen Oldtimer zu. Der hat mehr Stil, ist leichter zu reparieren und den kümmern Umweltzonen nicht."

    Ein bisschen naiv von mir. Es gab mit halbjährlicher Pause immer parallel einen Alltagswagen und am Ende stand der der Granni doch mehr in der Garage als dass er fuhr. :bye:
    Ich bereue diese Phase um keine Minute, denn der Hobel hat mich ans Schrauben heran geführt und dadurch blicke ich heute auch ganz anders auf Mobilität, aber das als Kompensation angeschaffte Motorrad bekommt doch mehr Liebe, Aufmerksamkeit und Kilometer, weil es flexibler ist und mehr Fahrspaß bringt. :dunno:

  • Was soll ich sagen, ich hatte keine Wahl? Mein Vater fährt seit den 70ern Berg- und Rundstreckenrennen auf Escort 2, von daher gab es in der Kindheit nur Urlaub auf Rennstrecken umgeben von alten Autos ... Daheim war es folglich ganz normal dass man mehr als ein Auto besitzt und so kam eins zum anderen ....

  • Gut, die Story habe ich schon mal erzählt.

    In der Zeit der Käfer und Kadetten in unserer EFH-Siedlung Mitte der 70er fuhr ein Bankdirektor in der Straße einen weißen Ford Consul mit Vinyldach und V6.


    Und als dreiradfahrender Knirps auf dem Gehsteig wusste ich, so ein Auto fahre ich auch, wenn ich groß bin

  • Was ist das für eine Bank, wo der Direktor nur Consul fährt? :gruebel:


    Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, sehe ich immer als erstes diesen Granada in hellgrünmetallic, wie er mitten in Düsseldorf Bilk vor diesem Haus zwischen zwei Eisenbahnbrücken auf dem Gehweg parkt. behindert wurde da niemand und gestört hat es scheinbar auch nicht.

    Nicht, daß ich gesagt hätte, sowas will ich auch mal fahren, aber es ist eine Erinnerung.

    Später war ich in Rheine beim Bund. In Heek von der Autobahn runter, den Rest Landstraße. Dort stand am Ende einer langen Zufahrt eines exponierten Grundstücks ein weißer Mk1 2TL, mit einem 'zu Verkaufen'-Schild. Da bin ich auch etliche Male dran vorbei gefahren. Irgendwann brauchte ich ein langstreckentaugliches Fahrzeug. Sollte der Granada werden, aber natürlich war der dann weg und ich habe aktiv einen anderen gesucht.

    Ist dann ein 2,0V6 4TL geworden.