kurbelwellenlager ohc

  • ein kollege hat nun den zweiten satz lagerschalen ausprobiert...und immer geht die kurbelwelle fest.

    schon nach handfestem anziehen der lagerböcke. es sind std lager, wie sie auch vorher verbaut waren. hersteller ist "king".


    mir ist jetzt aufgefallen, dass sich am stoß der lagerschalen eine "druckstelle" ergeben hat. die schalen im block sitzen bündig,

    in den lagerböcken hatten aber alle schalen einen überstand. geschätzt gut 0,2mm, im gegenlicht deutlich sichtbar. ich weiß nicht ob das so sein soll...


    meine vermutung ist, dass durch den überstand das material der lagerschale aufgestaucht wird und die welle dadurch klemmt.


    wie ist das, müssen die lagerschalen bündig sitzen? ist ein überstand normal, gewollt?

    ich würde gerne nochmal gute lager bestellen, welche nimmt man da?

  • Moin,

    mal versucht mit den äußeren Lagern montiert ob gängig?

    dann lösen und das nächste Lager montieren , gängig?

    usw.

    Nicht das die Gasse oder die Lager Böcke Probleme machen

    Böcke unterteil vertauscht?

    Anfasung an der Kurbelwelle größer als an der Lagerschale?

  • alles probiert. auch eine andere welle.

    ich habe gelesen, die materialstärke der std lager soll 1,8xx mm sein. das passt auch.

    mich verwirrt, das es beim zweiten satz lager auch so ist. und dieser überstand.

  • Mal ein Blatt Alu Folie zwischen den Lagerbock legen. Haushalts Alu Folie reicht,

    um das Problem ein zu kreisen.

    Achtung dabei, die Lager auf nahme wird O förmig dabei

    Immer neue Lager probieren hilft zwar das die Welle nicht klemmt aber.....

  • Überstand darf imho nicht sein.

    Könnte auf einen größeren, vorgesehenen Wellendurchmesser hinweisen.


    Hast Du die alten Lager noch, zur Vergleichsmessung?

  • Moin nochmal,

    kann es sein, das bei dem end anzug der Schrauben das Axial Spiel zu eng wird?

    Warum auch immer?

  • Und wenn du nicht King, sondern z.B. Glyco nimmst? Hier wären welche für den 1600er, keine Ahnung, ob du für 2,0 brauchst und diese passen täten.

  • Also leichten Überstand müssen die Lagerschalen haben. 0,2 mm ist allerdings etwas zu viel, sollte so 0,05 bis 0,1 mm sein. Insgesamt gemessen, eine Seite bündig, andere Seite steht über. Das soll dann natürlich im Block und auch in den Lagerdeckeln genau gleich sein.


    Idealerweise misst man das, indem man die Lager in den Block einsetzt, Lagerdeckel drauf, beide Schrauben anziehen. Braucht jetzt nicht 100 Nm sein, so 50 reicht. Dann eine Schraube komplett lösen. Jetzt wird sich der Lagerdeckel und der gelösten Schraube leicht anheben, die gewollte Lagervorspannung drückt den Lagerdeckel hoch. Nun kann man mit einer Fühlerlehre zwischen Block und Lagerdeckel messen.


    Weil man jetzt ja korrekterweise die Vorspannung von beiden Lagerschalen misst, durch die eine, noch angezogene Schraube allerdings immer noch eine gewisse Vorspannung hat, wird man jetzt nicht die oben angegebenen Werte x 2 messen. Wenn man jetzt so etwa 0,05 bis 0,15 mm misst ist man im grünen Bereich.


    Ansonsten würde ich mal die Lagergasse prüfen. Wie sahen die alten Lager aus? Ob der Block im Bereich der Lagergasse verzogen ist kann man prima mit einem Haarlinial messen. Noch besser geht das mit einem sehr geraden Rundstahl. Ich habe eine Fiat Ducato Federbein-Kolbenstange für solche Zwecke. Legt man in die Lagergasse, rollt man etwas hin und her, zentriert sich dadurch von selbst. Dann kann man mit Fühlerlehren messen, oder Prüfen, ob die Stange kippelt usw.

  • kann es sein, das bei dem end anzug der Schrauben das Axial Spiel zu eng wird?

    das hab ich auch erst gedacht. aber auch ohne anlaufscheiben klemmt die welle


    Und wenn du nicht King, sondern z.B. Glyco nimmst?

    ja, ich will beim nächsten versuch auch was anderes als "king" nehmen. die verlinkten sollten passen. danke



    Also leichten Überstand müssen die Lagerschalen haben.

    für die vorspannung, verstehe. im block lagen sie bündig, im deckel jeweils mit überstand.


    ich habe dann einfach mal an den lagerschalen die stellen, die für mich aufgestaucht aussahen, etwas bearbeitet und material weggenommen. danach lag die welle schon viel schöner im block. man konnte sie dann auch axial sehr leicht bewegen,

    was vorher nicht so war. leider hat sich ansonsten keine besserung eingestellt. handfest dreht sie sich noch, danach klemmt sie irgendwann...

    ich nehme mal den anderen satz lager, messe die vorspannung und schaue mir im block die lagergasse an.

    der motor hatte einen lagerschaden. durchaus denkbar, dass der block krumm ist.

    ärgerlich, da er auf 2,1l aufgebohrt wurde


    ich werde berichten, danke!

  • Gibt es eventuell obere und untere Schalen? Wenn dem so ist, vielleicht nicht gleichmäßig diese und jene verbaut, sondern versehentlich zwei diese und zwei jene zusammengesteckt?

  • Moin,

    die Nase von der Lagerschale passt locker in die Aussparung?

    1/100 langt zum Wellen klemmen

    Lagerschalen zu lang? da es erst beim letzten klemmt

  • Gibt es eventuell obere und untere Schalen?

    original ja, diese hier kann man aber oben oder unten einsetzen. alle haben eine ölbohrung.


    die Nase von der Lagerschale passt locker in die Aussparung?

    1/100 langt zum Wellen klemmen

    Lagerschalen zu lang?

    auch hier, beim original unterscheidlich breit, für oben und unten. bei diesen hier sind die nasen alle schmal.

    zu lang meint wahrscheinlich, was ich mit "überstand" gemeint habe?




    hier die lösung: es wurden lagerdeckel von einem anderen motor verbaut...



    ich war beim zerlegen nicht dabei und habe mir den motor erst vorgestern mal angeschaut. hatte natürlich keine ahnung

    wie das vorher aussah. es wurden zwei motoren zerlegt und munter teile ge- und vertauscht. das konnte natürlich nicht passen.


    mit den richtigen deckeln dreht sich nun alles sehr schön leicht.




    danke allen fürs mitdenken! :smile