Unterdruckschläuche am 83er Granada 2.0l OHC

  • Moin zusammen, kann mir einer hier Weiterhelfen? Hab nen 83er Granada 2.0l OHC, mit dem 32/36 Weber Vergaser, bei dem einer der Vorbesitzer irgendwie an den Unterdruckschläuchen gespielt hat. Zuvor war ein offner K&N Luftfilter drauf, den hab ich runtergeschmissen und den original Luftfilterkasten ( den großen mit der Ausbuchtung für den BKV) montiert. Die Frage, wo kommt der Unterdruckschlauch von dem Kasten dran?

    Desweitern war der Unterdruckanschluss an der Rechten Membrane verschlossen, dieser sollte eigenlich, so wie ich das verstehe, mit nem kurzen Schlauch unten an den Vergaserfuss gehen. Da ist aber schon ein Schlauch dran, der an nen Druckschalter, der unterhalb der Ansaugbrücke eingeschraubt ist, von da geht dann ein Schlauch an den Nippel, wo die Motorentlüftung dran ist bzw. der Nippel ist dort in die Ansaugbrücke eingeschraubt. Glaube nicht, das das so richtig ist. Nachvorne das Geraffel, wo der Zündverteiler dran hängt, müsste eigendlich Stimmig sein. Das WHB, was ich hab, hat leider kein Schnittbild drin, nur für Schweden, das nützt mir nix. Hat wer ein Bild oder ein Schnittbild, wie es richtig sein müsste? Danke schonmal.

  • Danke, das erste Bild hilft schon etwas. Das letzte kenn ich, ist aber nur für Schweden. Alles vom Vergaser bis zum Verteiler passt. Mein Problem ist rechts der Anschluss und, wo der Luftfilterkasten dran kommt. So siehts bei mir aus:

    Der Anschluss, der da offen ist, war verschlossen. Beide Unterdruckschläuche( am Vergaserfuß und der am Anschluss Motorentlüftung , die ja auch in der Ansaugbrücke sitz und mit Unterdruck beaufschlagt wird gehen nach unten unter die Ansaugbrücke an nen weitern Schalter, der im Wasserkreis in der Ansaugbrücke sitzt.

    Das passt alles

    Da gehen beide Unterdruckschläuche von oben drann

  • Was schreiben die Fordler da in ihr WHB, "Ansauggeräuschdämpfer" *prust* ...

    Das Geschläuch am Luftfilter geht über ein Thermostatventil zu einer Membrandose, die bei niedrigen Temperaturen die Klappe für Ansaugluftvorwärmung steuert. Der Motor bekommt dann aus Auspuffkrümmernähe vorgewärmte Luft angeboten, was Vergaservereisung ab etwa 10°C abwärts verhindert. Die Thermostatventilchen im Luftfilter waren früher häufig fratze, was dann Ruckeln, Bocken und allerlei lustige .Übergangsstörungen bewirkte!


    Die Membran am Vergaserfuß zur Außenseite geht normalerweise über einen sehr kurzen Schlauch an den schräg aus dem Vergaserfuß kommenden Unterdruckanschluß und ist ein "Absterbeschutz" ... Bei den späteren Modellen war der Schlauch länger und über ein "Klixon" = thermogesteuertes Verzögerungsventil geführt. Droht der Motor beim Runtertouren / nach Schiebebetrieb abzusterben, wird der Unterdruck an diesem Anschluß stärker und bewegt eine Membran, die (ähnlich der Beschleunigungspumpe auf der anderen Seite) eine kleine Menge Sprit zusätzlich zuführt und mit dieser kurzen Anfettung das Absterben verhindert.

    Bei DGAV ohne diese Unterdruck-Anreicherung ist der Kanal ins Vergaserinnere normalerweise nicht gebohrt. Das bloße Montieren der Membran brigt dann auch nichts. Umgedreht ist der Effekt gewaltig: War die Membran mal montiert und wurde "vergessen", wegrationalisiert, o.ä. - hat man durch die dann ja noch vorhandene Bohrung eine wunderschöne Nebenluftstelle ...

  • Danke für euere Hilfe, Bin nun auch eine Erkenntnis weiter, der Anschluss für die Anreicherung beim abtouren ist zwar vorhanden mit Membrane, aber der Unterdruckanschluss im Deckel ist zu, bzw. nicht aufgebohrt. Sowohl auch der Rücklaufanschluss vom Benzin ist zwar vorhanden, aber auch am Vergaser nicht auf. Hab jetzt alle Unterdruckschläuche dran, er läuft jetzt gut, hab den Vergaser nen kleinen Service gegönnt mit Ultraschallbad und neuen Dichtungen.