Capri HA macht einen auf verdreht

  • Ich hab da ein kleines Caprihinterachsenproblem.


    Kurz zusammengefasst:

    Ich fahre aus einer Einfahrt mit frisch gewaschenem Capri auf die Bundesstraße auf, Querverkehr ist noch gut weit weg, aber man will ja nicht im Weg stehen.

    Es war schon eingekuppelt im ersten Gang, ich auf den Pinsel, kurzes Geplärr von den Gummis achterlich gefolgt von einem deftigem und sattem Klonk.

    Sofort Gas weg, Vibrationen vom Antriebsstrang. Zum Glück war 100m weiter gleich eine Bushaltestelle, wo ich rausfahren konnte.

    Ich wollte mal schauen, was da los ist, aber unter die Karre sieht man ja nicht rein, weil zu wenig Platz. Hab nur erkennen könne, dass das Bremsseil und Gestänge der Handbremse auf den Blattfedern auflag und der Diffdeckel nicht mehr senkrecht stand sondern nach hinten geneigt war.

    Nuja. Auf Pannendienst hatte ich keinen Bock und bin dann in Schleichfahrt über Bauernstraßen hintenrum die 2km nach Hause geeiert und gleich auf die Bühne.


    Aufgehoben, nachgesehen, Bier aufgerissen.

    Die Hinterschse hats auf den Blattfedern nach hinten gedreht.


      


      



    Kommt das bei den Capris schon mal vor? Hatte das schon mal jemand? Wie wurde das instand gesetzt?

    Hat jemand ein Bild, wie das im Original aussieht? Es scheint ja laut den Bildern da eine Verstärkung gegeben zu haben, welche auf der einen Seite weggerostet ist.


    Ich würde ja nun die Achse ausbauen, den Rest vom Rost wegschneiden, wieder eine Verstärkung bauen und anschweißen. Beidseitig.

    Bitte gerne Kommentare und Tipps! :smile

  • Hammer!

    Das habe ich noch nie gesehen....

    Aber klar....wenn die Aufnahme weggerostet ist kann sich die Achse auch auf der Feder verdrehen.

    Und vieleicht waren auch die Federbügel nicht richtig fest.....

    Die Aufnahmen gibts einzeln zum anschweissen in England....


    Gruss

  • Nicht schlecht, nicht schlecht...

    Noch nie gesehen oder gar gehört.


    Wie schon erwähnt, Teile gibt's auf der Insel.

    Bilder mache ich hoffentlich in 2-3h. Sie wissen schon, Capri tief und so :laugh:


    Mach die Buchsen vom Stabi in PU. Der wirkt dann zukünftig auch dagegen.

  • Sieht für mich auch so aus, als wenn da jemand schon mal mit dem Schweißgerät dran war. Bild 4, unterhalb der Dämpferaufnahme ist ne Naht, die so nicht hingehört.

  • Danke für die Bilder!

    Das hilft mir schon mal sehr weiter. Capri ist einfach nicht meine Welt...

    Hat zufällig jemand einen Link wo es in UK diese Bleche gibt? Oder wo ich die finden kann?

    Alternativ überlege ich auch (wenn ich die Achse wieder rrepariere) ob ich mir die Bleche nicht einfach selbst konstruiere und lasern+kanten lasse. Würd wahrscheinlich schneller und günstiger sein.


    Sieht für mich auch so aus, als wenn da jemand schon mal mit dem Schweißgerät dran war. Bild 4, unterhalb der Dämpferaufnahme ist ne Naht, die so nicht hingehört.

    Ja, das sieht stark danach aus. Das Auge, wo der Stoßdämpfer sitzt ist an der Stelle ja am Auflageblech der Blattfedern angeschweißt. Sollte laut den Bildern von den Originalachsen so nicht sein. Ich schätze mal, dass der Schadensfall so eine Kombi von weggerosteten Auflagen und schon mal (scheiße) drübergebraten ist.


    Rückwärtsgang rein und nochmal Pinsel, dann rückt sich das wieder hin. coyo

    Hatt ich kurz überlegt, da fehlten mir aber die ausreichend dicken Eier dazu :laugh::biggrin

    Scheint gut zu drücken, dein Capri, respekt...

    jaaa, so ein ganz klein wenig Stolz schwingt auch mit :biggrin)A(

    Geht ganz gut nach vorne mit dem frisch gemachten 2,8er, obwohl der weitestgehend original ist.



    War da nicht noch irgendwo ein Angebot für eine Ersatzachse vom Micha-05 ?

    Gibts die doch nicht mehr?

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan (A) ()

  • Wenn ich mir das Bild von weiter oben hier ansehe und diese Kreisrunde Aussparung sehe - gehe ich recht in der Annahme, dass dann auf dem Auflageblech der Blattfedern das Gegenstück in Form eines runden Noppens vorhanden ist, auf den die Aussparungen einrasten und die Achse in Bezug auf die Spur einzentriert wird?

  • Das ist die Aufnahme für den Gummipuffer, der noch dazwischen liegt. Also zumindest bei P5 ist das so.

    Und außerdem entsteht so der Platz für den Herzbolzen der Blattfedern.

  • Ach Mist, ist ja beim Capri anders als beim Escort… zur Not hätte ich noch n Achsgehäuse von ner Capri Banjoachse hier, was du haben kannst. Das war mWn noch gut


    Ja in das Loch da kommt der Gumminoppen rein. Hab beim Escort kein Gummi mehr verbaut, dafür dann n passendes Drehteil an die Blattfeder geschraubt.

  • Und über die Gumminoppe wird dann die Spur fixiert?

    Oder wird die Spur dann vermessen und eingestellt?


    Stefan

    danke fürs Angebot!

    Aber aktuell möcht ich eher den Weg gehen, dass ich meine Achse wieder hinbekomme. Da weiß ich, dass das Diff gut ist und muss da nicht reingreifen.

    Achse raus, vermessen, den alten Rotz komplett entfernen und neue Aufnahmen ausrichten und ranbraten.

  • Normalerweise wird da nur fixiert bzw ausgerichtet. In gewissem Maße kann man da sicher noch bei der Spureinstellung nachjustieren, aber da gibt es nicht arg viel Spiel. Im Escort WHB ist dazu nichts zu finden, nachträgliche Justierung ist ab Werk wohl nicht vorgesehen. Nur das man die Aufnahme der Hinterachse zum Herzbolzen zentrieren soll.



    Aufnahmen bei meiner Achse sehen noch gut aus. Könnte dir die Aufnahmen mit bissl Rohr dran von der Achse abflexen, ich schick dir das und du passt dir die Aufnahmen passend zur Köln an, dann musst du weniger basteln. Rohrdurchmesser sind bei mir 64mm.



  • Danke, danke! Aber lass bitte die Achse in einem Stück! :smile

    Wenn ich die alte Achse repariere, dann werd ich mir auf Basis des Originals neue Bleche konstruieren und anfertigen lassen. Un die dann auch gleich ein wenig optimieren wenns wo möglich udn sinnvoll ist.

  • War da nicht noch irgendwo ein Angebot für eine Ersatzachse vom Micha-05 ?

    Gibts die doch nicht mehr?

    Doch doch, im heute geleistet-Thread habe ich das erwähnt.

    Hab auch noch irgendwo so ein Vorderachskonstrukt, also Querträger, Querlenker, Stabi und ein Lenkgetriebe mit Schläuchen und einer Pumpe dran... :whistling

  • Doch doch, im heute geleistet-Thread habe ich das erwähnt.

    Ahja! Dort war das! :thumbsup



    Aber ich hab nun den Arsch zusammengekniffen und beschlossen, dass ich das Malheur nicht über den Winter rüberziehen lasse.


    HA ausgebaut, Maße genommen und neue (verbesserte, weil mehr Länge zum Aufnehmen des Moments, dickeres Blech) Aufnahmen konstruiert.

    Die Daten gehen heute noch zum Laserheini, hoffentlich macht der mir das die nächste Woche gleich mal.


    Bei den Rostschäden wundert es mich aber auch nicht mehr sonderlich, dass da was passiert ist. Ist ja nicht mehr sonderlich viel da, wo sich was abstützen könnte...


         




  • Sehr schön!

    Bei dem Inselgelumpe, was ich geschickt hatte, haben die die vorderen und hinteren Laschen bis zum Achsrohr verlängert. Könnte nochmal bissl stabiler sein wenn du die vordere Lasche bei dir auch so verlängerst :gruebel:

  • Guter Gedanke!

    Aber das würd nur was in Sachen der Stabilität in Querrichtung bringen meiner Meinung (und der vom Simo-Tool :smile )

    Nachdem der Achskörper aber sehr weit unten liegt und direkt verschweißt wird, nimmt das Achsrohr sowieso die komplette Last in Querrichtung auf. Da ists mir lieber, dass da keine nach oben geschlossene Tasche vorhanden ist, wo der Dreck lustig vor sich hingammeln kann.

    Auf Heinzens Rat hin hab ich die Geschichte noch 2° nach innen geneigt, damit man sich bei den Stoßdämpfern leichter tut. Die stehen ca. 2 bis 2,5° schräg nach außen.

  • Schau dir unbedingt die hinteren Blattfeder Aufnahmen an, die rosten auch gerne durch! Also diese m10 Schrauben mit Blech dran.

  • Abends!


    GP

    jo, mach ich Danke!

    Der erste Eindruck beim Ausbau der HA war da nicht schlecht, aber ich zeih die Dinger nochmal raus und schau sie genauer an.

    Hast du da mehr Infos?

    Da gibts im Prinzip nicht wirklich viel zu wissen.

    Die Stoßdämpfer sind oben in der Karosse befestigt und gehen dann leicht schräg nach außen geneigt runter zu den Aufnahmen, wo die Schraube durchs Auge geht.

    Ich hab mir so einen digitalen Winkelmesser geschnappt, den mit dem integrierten Magneten an einer Seite an den Stoßdämpfer gepackt, genullt und dann an den Stoßdämpfer auf der anderen Seite angelegt und den Winkel abgelesen. Das waren recht wiederholar nach mehreren Messungen 5° Differenz, also ca. 2,5° pro Seite.

  • Du meinst bezüglich Kardanwelle?

    Es sind auf der Achse noch ausreichend große Flächen der Aufnahmen vorhanden, dass man das als Basis hernehmen und davon ausgehen kann.

    Zuerst werd ich die Achse mal schön sauber machen und dann pack ich das Ding auf meinen Messgranit mit Unterlageböcken (in dem Fall auch aus Granit) unter den original Aufnahmen und klemm das ganze fest. Dann mess ich mir die Höhe auf die Mitte vom Kardanflansch.

    Wenn ich das Maß hab, kommt die Achse wieder auf die Werkbank, die alten Auflagen werden entfernt und dann richte ich die ganze Geschichte mit den neuen Auflagen wieder auf der Messplatte laut vorher ermitteltem Maß ein.

    Auflagen festpunkten, wieder runter von der Platteund dann geh ich zu einem Bekannten, der auch schweißen kann (und nicht nur kleben, so wie ich :whistling )