Welchen Benzindruckregler / Druckminderer kaufen?

  • "Neuere" (ab BJ 85 oder so) 35EEIT/38EEIT Vergaser ohne Rücklauf wollen wohl nur 0,1bar Kraftstoffdruck am Eingang haben da sonst das Schwimmernadelventil aufmacht. Da leistet schon die mechanische Pumpe zuviel. Wenn man aber nun ein Auto ohne den entsprechenden Druckregler hat und nicht auf elektrische Pumpe umbasteln möchte: was nimmt man dann für einen Druckregler (am besten ohne Rücklauf), der auf 0,1bar regelt?

    Joosi hatte neulich für seinen Escort einstellbaren (angeblich) Chinaschrott bestellt, der ist aber weitaus schneller in die Tonne gewandert als er geliefert wurde. Also ist mein Vertrauen in die billigen China-Teile "etwas" geschwächt.

  • Dieser FilterKingBling-Bling fügt nur potenzielle Versage-Punkte hinzu, die das System anfälliger machen und da ist es allemal sinnvoller, die mechanische Pumpe mal auszumessen, oder eine elektrische Hardi-Benzinpumpe für Vergaser zu verbauen, die sauber den Förderdruck passend für Vergaser (0,25 - 0,3bar) hält ......

  • Haben zwischendrin beim alten Forenchef nen Druckregler aus dem Postauto-Taunus geklaut. Der hat 0,15bar und damit genau das, was der Versager (anscheinend) will. War noch der Schwimmer defekt, den getauscht und es lief besser. Aber im anderen Fred hier drunter ist’s grad interessanter, will nicht nochmal alles schreiben )A(

  • Und wenn ihr noch so lange zetert...bei mir funktioniert das Ding.


    Da fange ich doch nicht an irgendein elektrisches Pumpengedöns einzubauen das viel mehr kostet...und wirklich Versage-Punkte produziert.

  • Neuere (ab BJ 85 oder so) 35EEIT/38EEIT Vergaser ohne Rücklauf wollen wohl nur 0,1bar Kraftstoffdruck am Eingang haben da sonst das Schwimmernadelventil aufmacht.


    da ist es allemal sinnvoller... eine elektrische Hardi-Benzinpumpe für Vergaser zu verbauen, die sauber den Förderdruck passend für Vergaser (0,25 - 0,3bar) hält

    Nicht wirklich, oder?


    Ich meine, wie ist das jetzt mit den Benzin-Drücken, sind das Schätzwerte oder gibts da genaue Zahlen?

    Eins ist sicher: Die EEIT Vergaser haben alle, von 72 bis 86, dieselben Nadelventile, das kann ich besiegeln.

    Die späteren EEIT so ab 78 haben teilweise schwarze Schwimmer, die nicht einstellbar sind. Gewicht 5,3g-6,1g.

    Die frühen EEIT hatten schwarze oder weiße einstellbare Schwimmer. Gewicht 6,5g-7,5g.

    Der Hebelweg ist immer gleich. Das Schwimmervolumen auch.

    Daraus würde ich ableiten, dass eher die frühen EEIT weniger Benzindruck vertragen, weil es doch leichter ist, nen schweren Schwimmer unter Wasser zu drücken als nen leichten.


    Hier wären genaue Daten sehr hilfreich.

  • Um das klarzustellen: aus Originalitätsgründen bin ich Fan der alten, mechanischen Spritpumpen am Motor, allerdings wird die Teilebeschaffung mittlerweile zum Teil schwieriger ... Eine Sonderrolle spielen in GB zum Glück die damals von Cosworth verbauten AC-Benzinpumpen, für die es komplette Teilesätze gibt, nach deren Einbau die Pumpen im Prinzip neu sind. Folgerichtig tut im Seven auch eine AC Pumpe der Serie FG mit Schauglas Dienst ...

    Der EEIT ist modernes Teufelswerk, der gehört nicht zu meinen Lieblingen ... Ob DG(A)V, DCOE oder bei unseren Buckelporsche früher die Solex oder die NDIX, sie waren alle für die oben angegebenen 0,25 bis 0,3bar spezifiziert und ich habe aufgedrückte / undichte Nadelventile nur erlebt, wenn das jeweilige Ventil schon vorgeschädigt war (verformte Nadelspitzen, Korrosion, etc.) und ohnehin gewechselt werden mußte.

    Die Hardi-Pumpen sind sehr präzise druckgeregelt, mehr als einmal hab ich das auch nachgemessen (speziell bei NDIX und DCOE Mehrvergaseranlagen). Da das Pumpvolumen recht groß ist, reichen oft wenige Hübe, bevor die Pumpe in rücklauflosen Systemen wieder abschaltet. Selbst erheblich leistungsgesteigerte Motoren mit zwei DCOE und ordentlich "Durst" haben die Hardis immer vernünftig bedient. Es gibt eine vergossene und gekapselte Version "V" für Montage im direkten Spritzwasserbereich, aber selbst die "Normalversionen" sind jahrelang resistent gegen Wasser. Die Pumpen sind bis etwa 1m Saughöhe selbstansaugend.

    Ähnlich zuverlässig waren früher auch die alten japanischen elektrischen Pumpen, die mühelos 40, 50 Jahre lang funktionieren und übrigens auch 0,3bar Druck hatten. ...

  • Edith meggert rum, dass zu dem neumodischen Vergaser-Hexenwerk keine Druckangaben zu finden sind, im Werkstatthandbuch für Granada und Capri findet sich für die zweite Baureihe

    Bei den mechanischen Pumpen ist eine recht ausgeprägte Drehzahlabhängigkeit im Druck, untenrum weniger, oben raus wie angegeben ...

  • Danke fürs Posten ... Der aufgeführte Druckminderer dürfte dem Klumpatsch aus Chinesium um Welten überlegen sein ...

    Ich hab so einen Chinesium-Filter-King-Dingsbums mal für einen Bekannten überprüft und nachgemessen. Solange da ordentlich Sprit durch die Vergaser abgenommen wurde, ging es so lala mit der Förderdruck-Begrenzung ... wenn allerdings kaum was verbraucht wurde, ging der Druck fast bis auf den Eingangsdruck hoch ... Also ist der Nutzen gleich null: Pumpe damals förderte mit 1,8bar, Chinesium-Filter-King-Dingsbums reduzierte das auf 0,4 bis 1,4bar, stark schwankend.

  • Jetzt wirds nochmal interessant.

    Ich habe letztes Jahr am Capri einen "Teil" weggebaut, von dem man mir sagte es sei für die Verringerung von Dampfblasen.

    War dichht, ging kein Sprit mehr durch, ergo auf rückfrage bei den Capri-Leuten weggedonnert. Einstimmig.

    Jetzt sehe ich in dem Link eine SEHR hohe Ähnlichkeit zu dem Druckminderer ohne Rücklauf....

    Sogar das Verschraubungsblechli ist identlisch.

    2.8er V6 mit Versager Solex drauf.


    Saß oben vorm Wasserstutzen am Stirnraddeckel.
    Habe natürlich noch ne mechanische Pumpe an der Karre


    Sollte ich euch da mal ein altes Bild von raussuchen? :wacko