Mit welchem Typ Spraydose lackieren ???

  • Hallo zusammen,

    ich hab mich gestern mit dem Hepp unterhalten und der sagte mir, das ein Hecktriebler hier (wenn ich meinem Gehirn Lochfrass glaube, der Name ist „Butcher“?) da einen Typ Spraydose empholen hat (halt eben KEIN Baumarktprodukt) mit denen man ein ganz ordentliches Ergebnis erzielen kann.


    Watt fürne Spräydose iss datt am sein ???


    Leider bin ich zu dämlich um hier nach Forumsmitgliedern zu suchen. Ich muss meinen Frankie ein wenig spachteln und lackieren, sonst sieht das beim nächsten TÜV ein wenig essig aus mit dem H Kennzeichen und die Kriegskasse ist nicht besonders voll. Sprich ne Lackierwerkstatt ist grad echt nicht drinnnn


    Beste Grüße aus Wuppertal

  • Oha noch so ein Dosenlackierer :laugh: Aber ist er der Dose auch wirklich würdig? :coyo:


    Als ich damals meinen Granada mit der Dose lackierte war ich sehr überzeugt davon. Als ich aber wenig später den Taunus dann mit dem Kompressor lackiert habe ich doch gemerkt, wie viele Vorteile eine normale Lackierung bietet.


    Ich würde das tatsächlich so nur wieder machen wenn:

    Ich man wenigsten Aufsehen in der Nachbarschaft erregen will in form von Qualmerei und Stickerei.

    Oder ich einfach keinen Kompressor habe und keine Lackierpistole.


    Ansonsten hat die Dose NUR Nachteile, da ich raus höre, dass dein Argument der geringe Anschaffungspreis ist. Dem ist leider nicht so, das Ganze kostet leider fast genauso viel wie eine Komplettlackierung mit dem Kompressor.


    Und es ist auch einfach schwerer, ein gutes Ergebnis zu bekommen, da der Spritzdruck natürlich kontinuierlich abnimmt und der Strahl auch nicht so groß ist. Gerade bei großen Flächen muss man schon wirklich eins mit der Dose sein um es da wolkenfrei hin zu bekommen :w00t


    Was vielleicht ein kleiner Vorteil ist, ist die doch recht kurze Ablüft- und Trocknungszeit, das vermeidet in der Garage natürlich, dass so viel Staub in die Lackierung kommt.


    Aber du wolltest ja nur wissen, welche Dosen ist verwendet habe und hast nicht nach Klugscheisserei gefragt :evillaugh:


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    Die habe ich verwendet. Kannst ungefähr 12 Sets rechnen für einen Granada 4 Türer. Ich sehe auch gerade, die sind gut teurer geworden in den letzten 3 Jahren, ich bezahlte noch unter 30 Euro dafür pro Set.



    Wie gesagt wenn du nen >100l Kompressor hast und ne Lackpistole >100 Euro dann mach das lieber damit!


    Viel Erfolg!

  • Der Aufwand mit anmischen vorher und Reinigung der Gerätschaften anschließend, sowie die Sauerei im allgemeinen schrecken irgendwie schon ab. Plus die Angst mit dem Zeug nicht richtig umgehen zu können, wenn man noch nie mit der Pistole lackiert hat.


    Wenn die Fläche nicht zu groß ist, tut es sogar ein kleinerer Kompressor und die Baumarktpistole.


    Wenn man Zuhause nicht die passende Lokalität hat, kann man sich auch einmieten.

    Meistens haben die Mietbuden auch Leute vor Ort, die zumindest beraten.

  • Mietbude? Ich dachte in Bockhorn wäre das kostenfrei )A(

    Das Ergebnis hängt sowieso wie immer auch vom Talent ab, meine Ex z.B. hat mit meinem 30l Baumarktkompressor und der Lackierpistole vom Wühltisch super Ergebnisse erzielt, mit Sprühdosen auch, und ich schaffe mit dem bestmöglichen Equipment beim örtlichen Lackierer nur katastrophale Lackierungen.

  • Moinsen und besten Dank.

    Da bin ich jetzt ja schon mal etwas schlauer. Den ersten Versuch werde ich an einer „kleinen“ Stelle , auf jeden Fall, mit der Spraydose versuchen. (Ich hab da verschiedenste Stellen in allen Größen und Formen zur Auswahl, würg) Und wenn ichs dann aufgrund von Unfähigkeit verkacke, dann muss ich mal weiter schauen. ;-)

  • Die Farbauswahl ist da begrenzt, aber mir ist aufgefallen, daß es sich mit Hammerite recht gut sprühen lässt.

    Zumindest bei Kleinteilen...


    Grundsätzlich gilt: Fläche kurz annebeln, leicht antrocknen lassen, und dann in einer gleichmäßigen Bewegung drüber sprühen. Kreuz und quer.

    Nicht zu schnell bewegen aber auch nicht zu langsam.

    Niemals irgendwo stehen bleiben.

    Da Du kein ganzes Auto lackierst, ist die Bewegung vermutlich zu früh zuende. Du bist besser bedient, wenn Du zwischendurch kleine Pausen machst. Das ist auf jeden Fall besser, als wenn irgendwo zuviel Lack an eine Stelle kommt. Dann fließen die Tränen, oder es entsteht ein dicker Rand. Willst Du beides nicht.

    Weniger ist beim lacken eindeutig mehr. Zumindest, was den Farbauftrag in Schichten angeht.


    Wenn Du fertig hast oder länger pausierst halte die Dose mit dem Sprühkopf nach unten und sprühndie Farbe aus dem Sprühkopf. Das geht zwar aufs Treibmittel, aber das hilft Dir in der Dose auch nicht, wenn das Ventil verklebt ist.


    Und zieh eine Maske auf FFP-2 war Virenstandard. Hier brauchst Du was besseres.

    Je nach Umfang der zu lackierenden Fläche und, vor allem, Belüftung des Raumes, gibt es da was mit Wechselfilter von 3M und Nachmachern. Sogar mit Gesichtschutz und Visier. (Achte evtl auf Abreisvisiere. Der Durchblick verschmutzt schnell und ist schlecht zu reinigen)


    Hier hat mal jemand günstig gute und, vor allem, frisch lackierte Felgen, von der Witwe des Heimwerkers, erworben. BMW-Felgen, so ich mich erinnere.

  • Hier brauchst Du was besseres.

    Je nach Umfang der zu lackierenden Fläche und, vor allem, Belüftung des Raumes, gibt es da was mit Wechselfilter von 3M und Nachmachern. Sogar mit Gesichtschutz und Visier.

    3M 6800 kann ich hier empfehlen, so ziemlich beste Investition ever.

  • 3M 6800 kann ich hier empfehlen, so ziemlich beste Investition ever.

    Genau das sah ich vor meinem inneren Auge, als ich schrob.

    Selbst habe ich nur eine 6002. War in der Werkzeugkiste, die ich meinem letzten Arbeitgeber abgekauft habe. Lackieren in der Garage, auch mit Schutzbrille, macht lustig bunte Augenbrauen.

  • Baut euch ne Absaugung. Immer Spiegel glatte Lackierergebnisse seit dem und auch keine lustig mitgefärbten Körperteilen

  • Weniger ist beim lacken eindeutig mehr. Zumindest, was den Farbauftrag in Schichten angeht.

    Das würde ich jetzt nicht so unterschreiben.

    Das dachte ich mir bei meiner ersten Lackierung auch und hatte am Ende eine üble Orangenhaut produziert.

    So ein paar Läufer bekommt man besser weggeschliffen als eine Orangenhaut.


    Ansonsten vielleicht noch eine Ergänzung:

    Den Lackiervorgang am besten möglichst außerhalb der zu lackierenden Fläche starten und beenden. Denn genau dann neigen vor allem Sprühdosen noch am meisten zum Spucken.

    Auch die Stelle, an der man seine Bewegungsrichtung ändert möglichste außerhalb der zu lackiernden Fläche wählen. Oder darauf achten, daß man den Richtungswechsel möglichst schnell erledigt. Manche drehen die Pistole/Dose für den Moment auch seitlich weg vom Blech.

    Meist verweilt man nämlich an den Stellen länger als auf dem Rest der Fläche und hat dann dort am ehensten Läufer. Oder zumindest einen dickeren Lackauftrag als beim Rest.

  • Mit Weniger meinte ich keinen Orangenhaut-Nebel, sondern eine nicht fließfähige Schicht.


    Anschleifen und entfetten versteht sich. 400er und Silikon Entferner bzw Aceton.