Quamt Öl nur wenn warm und bergauf gefahren

  • Morgen zusammen,


    Irgendwer eine Idee ?

    Letzten Sommer neue ZKD verbaut, lief dann bis zum Winter gut und ohne Qualm (ca. 3000km)

    Dann im Frühjahr plötzlich ölhaltiger Qualm.

    Motoröl ablassen bis Minimum hat das reduziert

    Jetzt Qualmt er nur nach einer bergauf fahrt, dann noch ca. 2min, dann hört das wieder auf

    Kein Schlamm am Öldeckel, Kurbelwellengehäuse Entlüftung ist OK, kein Qualm aus Ölfilterdeckel, minimaler Wasserverbrauch, natürlich hoher Ölverbrauch

    Volle Leistung , Motor läuft gut und ohne Geräusche

    Zündkerzen Bild normal, überall 13bar Kompression


    Granada 2,8i


    Vielleicht hatte das jemand schon Mal ?

    Ich lese überall immer nur ZKD, Ventilschafabdichtung oder Kolbenringe??


    Falsche Öl??


    Danke für eure Anteilnahme

  • Welches Öl fährst Du denn überhaupt?


    Ist es denkbar dass das Rohr für den Peilstab etwas hochgerutscht ist und deshalb der Pegel nicht stimmt?

  • Guter Hinweis, danke, bisher mineralisches 15W40

    Hab alles abgelassen, ohne Ölfiltertausch 3,75 Liter eingefüllt und der steht aufm messstab Mitte +warm)

    Denke der zeigt richtig an


    Diesmal habe ich die LM motorspülung 19 min vorher laufen lassen, mache jetzt Probefahrt und schaue ob das was bringt

  • Dann kann es an der Ölsorte kaum liegen, das passt ja soweit.


    Was noch denkbar wäre, ist dass das Öl durch starke Überfettung durch Benzin verdünnt und mehr wird…?

  • Berg hoch meint idr höhere Last.

    Motoröl auf Min Ablassen ist aber auch grober Pfusch.


    Würde auf Kolbenringe tippen, Schaftdichtungen schaffen eigentlich nicht sooo viel Öl durch.

    Klarheit sollte eine Druckverlustprüfung bringen.

  • Mit Ölstand normal hat er jetzt die ersten 10km mehr gequalmt, fahre jetzt mal 100km und werde berichten

    Könnte es auch wieder die ZKD sein ?

    Köpfe wurden bei letzter Erneuerung in den Bergen von Italien nicht geplant

  • Wäre jetzt auch eher bei Kolbenringen, wenn er unter Last qualmt und sich durch den Motorölstand beeinflussen läßt.

    Ventilschaftdichtungen schaffen das zwar auch was die alten BMW gern und oft beiweisen, machen sich aber normalerweise durch eine Rauchwolke nach längerem Schiebebetrieb bemerkbar und ist eher unabhängig vom Ölstand. Außer natürlich er ist so niedrig daß die Ölpumpe nichts mehr ziehen kann...

  • Gemessen wird mit Druckluft im Zylinder. Kerze raus, Adapter einschrauben, Druckverlusttester anschließen und ablesen.

    Wenn Du Kompressor und den Tester hast, ist das eine Geschichte von 5min/Zylinder.


    Der Tester ist letztendlich ein Vergleich zwischen Eingangsdruck und dem Druck auf dem gemessenen Zylinder.


    Beispiel. Meiner sieht ähnlich aus, aber der Koffer ist rot. Feinstes Chinesium, aber für den Hausgebrauch reicht es.

  • Wie der Name schon sagt, wird getestet, wieviel Druck in welchem Zeitraum verloren geht.

    Besonders praktisch dabei ist, dass man dabei akustisch wahrnehmen kann, wo der Druck entweicht und dadurch das defekte Bauteil eingrenzen kann.

    Hört man es aus dem Öleinfüllstutzen zischen? Aus dem Peilstabrohr? Ansaugung? Abgasseitig? Oder blubbert es eventuell im Kühlsystem?

  • Genau so ist es.


    Und um die Kurzerklärung noch zu ergänzen:


    Der jeweilige Zylinder sollte dafür auf Zünd-OT stehen. Ansonsten ist der Test recht sinnbefreit.


    Und man sollte entweder den Motor in der Position fixieren oder zumindest die Finger in Sicherheit haben. Denn wenn der Motor nicht exakt auf OT steht kann der eingebrachte Luftdruck unter Umständen den Kolben schlagartig nach unten bewegen womit sich dann natürlich auch die Kurbelwelle mitsamt dem Schraubenschlüssel dreht, der meist noch auf der Riemenscheibe steckt... :uglyzwinker: