Stirnräder wechseln

  • Ich jedenfalls bin rundum glücklich und habe einen hervorragenden Schlaf weil ich meine Motoren innerlich von einem unzerstörbaren, niemals abtropfenden und ab der ersten Kurbelwellenumdrehung unfassbar gut schmierenden Molybdändisulfidfilm überzogen weiß....alles gut.

    :thumbsup:

    Mercedes hatte damals schon Alu-Köpfe, Ford nahm dafür Gusseisen.

    Ich tue mich schwer mir vorzustellen, wie Gusseisenköpfe billiger hergestellt werden können als Aluköpfe. Aber Du hast schon recht, jeder Pfennig zählt, das kann bei den Stirnrädern schon ne Rolle spielen. Die Geräusche allerdings auch. Von daher würde ichs wie Bierchen machen und Ford Nylonräder bevorzugen. Es gibt übrigens auch die Kombination Bakelitkranz auf Gusseisen, hab ich auf meinem US 2.8er.

  • Genau, kenne das aus der Entwicklung ganz gut, da gehts um jeden 1/10 Cent am fertigen Produkt, außerdem wird auch "darauf geachtet", dass die Werkstätten ebenfalls was zutun haben. Also es wird jetzt nicht etwas mit absicht scheiße konstruiert, aber wenn n Plasteteil nur 7 Jahre hält, aber eben n Bruchteil von eienm Metallteil kostet, wird das halt in Kauf genommen.

    Geräusche wären "egal", solange es im Rahmen liegt. Geht nicht in um meinen Silbernen sondern um den von meinem Dad, der zwar noch weniger fährt, dafür aber öfter freidreht :laugh:

    Aber stimmt, am besten Liebl selbst fragen, muss ihm eh noch schreiben.

  • Ich glaube nicht, dass es wirklich einen Unterschied macht wie man die Motoren fährt,

    sonst hätte ich bestimmt mehr erlegt in den letzten drei Jahrzehnten.

    Aber wenn´s einen fröhlich macht, dann kann man natürlich auch Alu oder Stahl nehmen, oder sich welche aus Carbon, Teflon, Kevlar oder mit Diamantbeschichtung fertigen lassen.




    Es gibt übrigens auch die Kombination Bakelitkranz auf Gusseisen, hab ich auf meinem US 2.8er.

    Sag ich doch

    2.6er hatten schon eines mit dem großen Kern (69er-Nummer)


    Die von mir erlegten Räder habe ich auch noch alle, das 2,6er-Eisenrad (69er-Teilenummer) mit Novotexzähnen umrandet in der Küche den Zapfhahn







    Bierchen ...also ist bei dir die alt-stirnrad-annahmestelle. gut zu wissen... :thumbsup:

    Nein Danke,

    nur selbsterlegte und ich bin gar nicht so wild drauf ein weiteres irgendwo hinzuhängen.

  • Ein FORD-Schrauber alter Tage (87) hat mir dazu geraten, beide Stirnräder zu tauschen. Für diesen Fall müßte ich dann den Motor ausbauen.


    Bei dem alten Kühlsystem (bis 69) müßte es doch auch ohne Ausbau des Motors klappen, oder?

    Und die 2. Frage ist: Hat einer Erfahrung mit den Nachfertigungen von MM und E. Krause? Sind beide offensichtlich gleich, NW-Rad ist aus Kunststoff.

  • Mit MM habe ich so meine Erfahrungen, andere haben andere.
    Krause kenne ich nicht, aber Versuch macht klug.

    Man sollte immer beide Räder tauschen, das gilt überall wo Zahräder ineinander greifen, da sich diese mit der Zeit aufeinander einschleifen.


    Gemacht hab ichs noch nicht, aber so rein vom Denken her sollte das gut ohne Ausbau vom Motor klappen sowie der Kühler weg ist.

  • Ich habe das Alu-NW-Rad von MM mit dem alten KW-Rad gepaart.


    Anfangs infernalischer Lärm, mit der Zeit hat sich das gegeben.


    Schmieren vor dem Einbau hatte ich natürlich such vergessen...

  • Hmmm :question


    Aber wenn es sich doch aufeinander einlaufen muss (oder soll, weil es lärmt) ist dann das Molybdäsulfid hoch 2 nicht genau das falsche?


    Man hat das harte Stahlrad mit Laufleistung X, auf welches ich jetzt ein weiches Alurad stecke. Mos2 is ja für seine hohen Schmiereigenschaften und wenigst Materialabtrag bekannt.


    Oder soll so das weiche Alurad sich ans Stahlrad „anformen“ ? Aber bedeutet das nicht wieder übermässige Belastung auf die NW Lager?

  • Wie klingt das, wenn die Stirnräder verschlissen sind?

    Geräusche beschreiben find ich immer gut.


    Aber nur so, für die Zukunft als zu beachtende akustische Veränderung.

  • Wie klingt das, wenn die Stirnräder verschlissen sind?

    Geräusche beschreiben find ich immer gut.


    Aber nur so, für die Zukunft als zu beachtende akustische Veränderung.

    Das hört sich so ähnlich an als wenn ein Schlagzeuger :chrischi: mit seinem Stecken am Snarerand (Flachtrommel mit Federl) klopft. Erst leise und es wird mit der Zeit immer lauter bis es zu einem richtigen Schlagen wird.

    Zumindest war es bei meinen Stirnraddefekt damals so, das sich der weiche Teil vom Eisenkern löste und gegen den Stirnraddeckel schlug. Es legte sich vermutlich immer wieder schön auf den Kern, wenn es am KW-Rad vorbei kam. Ich fuhr mit dem Geklopfe bis zur Reparatur.


    Edith sagte noch, es hatte sich nur ein kleiner Teil gelöst, war so ähnlich wie bei einem Fetzen Stoff, es "wedelte" sozusagen und blieb trotzdem bedingt Fahrbar. Umso höher die Drehzahl umso höher und schneller das Laut.

    Einmal editiert, zuletzt von schmidtla () aus folgendem Grund: Bla

  • Aber wenn es sich doch aufeinander einlaufen muss (oder soll, weil es lärmt) ist dann das Molybdäsulfid hoch 2 nicht genau das falsche?

    Das ist ein gutes Argument. Das Einlaufen wird durch MoS2 mit Sicherheit verlängert.

    Aber bedeutet das nicht wieder übermässige Belastung auf die NW Lager?

    Die Lager nehmen Radialkräfte auf, die von den Federn kommen. Das schrägverzahnte Stirnrad bringt eine Axialkraft ins Spiel, aber ich würd jetzt vom Gefühl her sagen, dass die eher kleiner wird, wenn mehr Reibung an den Zahnflanken auftritt. Größer keinesfalls.

  • Doch klar wird die Axialkraft größer, wenn das Zahnradpaar „schwergängig“ ist. Es will ja in die Richtung der Schrägverzahnung, da es ja nicht passt.


    Das Optimum wäre doch eine Geradverzahnung :hexweg:

  • Doch klar wird die Axialkraft größer, wenn das Zahnradpaar „schwergängig“ ist. Es will ja in die Richtung der Schrägverzahnung, da es ja nicht passt.


    Das Optimum wäre doch eine Geradverzahnung :hexweg:


    Doch klar wird die Axialkraft größer, wenn das Zahnradpaar „schwergängig“ ist. Es will ja in die Richtung der Schrägverzahnung, da es ja nicht passt.


    Das Optimum wäre doch eine Geradverzahnung :hexweg:

    bei der schrägverzahnung besteht die tendenz das die wellen auseinander streben

    deshalb ist bei den v4 auch das problem mit der ausgleichwelle bzw dessen vorderes lager

    die novotex räder sterben ja nicht durch verschleiß,sondern durchs altern+dadurch durch zahnausfall

    da es "neue" nur als nachfertigung gibt,ist durch unterschiedliche qualität das risko groß

  • Wie klingt das, wenn die Stirnräder verschlissen sind?

    Geräusche beschreiben find ich immer gut.


    Aber nur so, für die Zukunft als zu beachtende akustische Veränderung.

    Bei mir "klackert" der Motor, ähnlich wie bei einem Lagerschaden. Das macht er schon seit Jahren, wird aber stärker. Am deutlichsten ist es im Stand zu hören. Das 55 Jahre alte Kunststoffrad ist jetzt bestens ausgehärtet und klingt auch so. :thumbsup:

  • Bei mir hat damals nix geklackert oder sonstwie geräuscht. Gar nix. Und dann ... war's halt plötzlich einfach hin.


    Wenn ich mich recht entsinne, hatten wir nur das "große" Stirnrad getauscht, das kleine nicht.


    Lief dann ohne Probleme noch x tkm. Also viele. Ziemlich viele.


    Ohne Garantie, Gewährleistung und Rücknahme. :bonnie::bonnie::bonnie:

  • Das Optimum wäre doch eine Geradverzahnung

    Hab ich mir auch grad gedacht.


    Doch klar wird die Axialkraft größer, wenn das Zahnradpaar „schwergängig“ ist. Es will ja in die Richtung der Schrägverzahnung, da es ja nicht passt.

    Kann ich jetzt nicht folgen. Mit der Richtung ist klar, aber warum soll es stärker in diese Richtung drücken, wenn die Zähne nicht perfekt aufeinander eingeschliffen sind? Ich denke dass dann die Reibung zwischen den Zahnrädern höher sein müsste, ergo die Axialkraft kleiner :confused:confused

  • Optimal wäre eine Citroen-Verzahnung, dauerhafter Eingriff und keine Axialkraft.


    Aber natürlich viel schwerer zu montieren und auch viel zu teuer in der Herstellung.

  • Bei den Alustirnrädern hat es schon seinen Grund, dass es die Satzweise gibt. Die Zahnform ist minimal anders als bei den originalen Rädern, deshalb heult das auch, wenn das Alu - Nockenwellenrad mit einem originalen Kurbelwellenrad verbaut wird. Das Heulen gibt sich tatsächlich nach einigen Kilometern, die Zähne des Alurades sehen danach aber verheerend aus. Auf keinen Fall machen!

    Ein fachkundig verbauter Stirnradsatz mit Alurad läuft von Anfang an leise und lange. Das gilt jedenfalls für die Sätze von Cloyes und Dynagear, von denen hab ich schon einige verbaut. Zumindest von Cloyes gibt es auch einen Radsatz für die kleinen Kurbelwellen.

    Über den Radsatz von Carclinic GB kann ich nix sagen, nie verbaut.

    Das Stahlrad von Quaife ist nur was für Rennmotoren.

    Apropos Rennmotoren, es gab tatsächlich mal einen gradverzahnten Radsatz von Swaymar aus GB. Der ist aber mal so richtig laut...

    2 Mal editiert, zuletzt von Willi () aus folgendem Grund: Ergänzt

  • Wenn ich jetzt sagen wir mal ein einstellbares nw Rad von liebl am v6 mit nem normalen kWrad aus den 80ern verbaut habe... Kann das nach gut 20tkm so klingen als wenn ich zu blöde sei Ventile einzustellen, obwohl die Ventile topp eingestellt sind?

    ich frage für einen Freund... :hexweg:

    Einmal editiert, zuletzt von Windbohrsani ()

  • Klar kann das sein. Die einstellbaren Aluräder von Liebl basieren ja auch auf normalen Stirnradsätzen mit Alurad, die Thomas dann umarbeitet. Sehr zu empfehlen die Dinger, natürlich besonders in Verbindung mit Sportnockenwellen. Aber immer beide Räder verbauen, schreibt er ja auch so meine ich.


    Kann natürlich auch ein beginnender Nockenwellenschaden sein, Stößel nicht mehr ballig, sondern schon mit einer leichten Mulde. Das klappert dann auch, weil der Stößel schlagartig beschleunigt wird anstatt langsam anzufahren.


    Kannst du dem Freund ja erzählen :whink

  • Klar kann das sein. Die einstellbaren Aluräder von Liebl basieren ja auch auf normalen Stirnradsätzen mit Alurad, die Thomas dann umarbeitet. Sehr zu empfehlen die Dinger, natürlich besonders in Verbindung mit Sportnockenwellen. Aber immer beide Räder verbauen, schreibt er ja auch so meine ich.


    Kann natürlich auch ein beginnender Nockenwellenschaden sein, Stößel nicht mehr ballig, sondern schon mit einer leichten Mulde. Das klappert dann auch, weil der Stößel schlagartig beschleunigt wird anstatt langsam anzufahren.


    Kannst du dem Freund ja erzählen :whink

    Wegen der Nocke kam das Rad in die Nuss.
    Dann weiß ich ja, was ich ihm mal raten kann... :klatschDC:

    Vielen Dank für die Antwort! :spitze:

  • Wegen der Nocke kam das Rad in die Nuss.
    Dann weiß ich ja, was ich ihm mal raten kann... :klatschDC:

    Vielen Dank für die Antwort! :spitze:

    Wäre ja der Hammer, wenn das das Problem ist, das dein Freund hat.


    Würde sagen dein Freund schaut sich das mal an.

  • So, hab den Stirnraddeckel jetzt abgebaut. Und wie ich vermutet hatte, es waren noch die ersten Stirnräder verbaut, Prägung 9/67, altes FoMoCo Zeichen in Handschrift. Auch die Zähne waren äußerlich betrachtet okay. Hab den Deckel sauber abbekommen und so werde ich ihn mit Dichtmasse wieder einsetzen. Wie von euch oft erwähnt, werde ich nur das große NW-Rad gegen ein Originales tauschen, das untere Stahlrad bleibt drinnen. Wäre der Motor draußen, würde ich beide tauschen.

  • Verstehe nicht was es bringen soll ein originales Stirnrad an dem die Zähne okay sind gegen ein anders originales und somit änlich altes auszutauschen. Lass es doch einfach drin :gruebel:

  • Denke er meint ein Standardteil und nicht Alu oder Stahl, und halt neu, also noch nicht jahrzentelang Hitze und Öl ausgesetzt :gruebel:


    Was sagte denn das Zahnflankenspiel?

    Und check das auch wenn das neue drin ist.