Springt schlecht an, nach 3 Tagen Stillstand

  • Hi zusammen,


    ich hab ein Problem mit einem Ford Taunus Motor in einem englischen Kitcar (auf Taunus Basis).
    Der Motor springt normalerweise sehr gut an. Wenn ich Ihn aber für 3 Tage abstelle, so muss ich recht lange orgeln bis er kommt.
    Es mangelt immer an Sprit dass er anspringt.
    Sieht so aus als würde der Sprit im Vergaser und Leitung verdampfen oder läuft der Sprit zurück in den Tank?


    Der Motor ist ein 2.0 (77 KW) mit 32/36 DGAV Vergaser.
    Hat jemand nen Tip? Bin schon versucht ne zusätzliche Elektrische Benzinpumpe zu installieren ( in Reihe zur Mechanischen?) um vor dem Start Sprit per Knopfdruck zu pumpen, aber das wäre ja auch nur Symptombehebung.


    Günter

  • Hallo Günter, gut möglich das der Spritt in den Tank zurück läuft, wenn Wagen abgestellt mit Klemmzange Schlauch abdrücken, wenn nach 3 Tagen starten Schlauch vorher lösen. Möglichkeit ein Rückschlagventil vor der Pumpe einzubauen, oder schau dir erstmal die Pumpenmembrane an, ev is die langsam rissig und hällt den Unterdruck für den Spritt nicht mehr......oder gleich neue einbauen.
    *Gruß Hoffy !!!

  • Erst mal danke für Eure schnellen Antworten.
    Benzinpumpe ist neu, daran kann's also nicht liegen. Wie es mit der alten Benzinpumpe war weiß ich nicht, da Auto erst gekauft.

  • *Beliebiges Ersatzteil* ist neu, daran kann's also nicht liegen.

    Oh, my dear summer child...



    Ersatzteile heute sind sehr oft scheisse, davon musst du immer ausgehen.
    Entweder überlagert oder minderqualitativ. WIe die Belegschaft dieses Forums. :michi:

  • jo, so geht das bei mir auch. Nach der ersten Runde das Gaspedal zweimal durchtreten, dann nochmal kurz orgeln.
    Sonst läuft alles einwandfrei,daher hab ich mir da auch bisher keinen Kopf gemacht.

    Einmal editiert, zuletzt von Grillwagen ()

  • Exakt das gleiche Problem hat mein Knudsen auch. Bereits drei(!) neue Benzinpumpen getestet (vorher Rückschlagventil der Pumpen getestet), Schlauch von Pumpe zum Vergaser erneuert, Vergaser 2x zerlegt und neu bedichtet, Ventil-Kügelchen und Federchen im Vergaser erneuert - hat alles nichts gebracht!!
    Was funktioniert: mit großer Spritze Benzin durch den Überlaufschlauch in den Vergaser drücken, dann springt er sofort an - irgendwie verschwindet also der Sprit aus der Schwimmerkammer wenn er einige Tage steht.


    Ich habe resigniert: orgeln bis die Ölkontrollleuchte erlischt, Nase popeln, 2x Gaspedal durchtreten - dann kommt er bei der ersten Anlasserumdrehung.

  • Danke für Eure Infos.
    Anscheinend bin ich nicht alleine mit dem Thema.
    Wobei es bei mir hin und wieder schon extremer ist wie nur 20 Sekunden Orgeln.

  • Bau ne elektrische ein, die klemmst du auf Zündplus, lässt die vorm Starten 5 Sekunden pumpen bis die Schwimmerkammer voll ist.


    2x durchtreten dann anlassen ....

  • Die Hardi Pumpen sollen ganz gut sein. Ich hab ne Facet drin.
    Es gibt unterschiedliche für Einspritzer und Vergaser. Hat was mit dem Förderdruck/Fördermenge zu tun.


    Ob das Ding aus dem Link funktioniert, weiß ich nicht.

  • Wenn, dann denk ich eher ne billige ebay Pumpe um Leitung und Gaser zu füllen, die manuell geschaltet wird.


    Das könnte sogar gehen wenn man die elektrische in Serie zur mechanischen schaltet.
    Alternativ als Bypass mit Rückschlag.
    oder?

  • Wenn, dann denk ich eher ne billige ebay Pumpe um Leitung und Gaser zu füllen, die manuell geschaltet wird.


    Das könnte sogar gehen wenn man die elektrische in Serie zur mechanischen schaltet.
    Alternativ als Bypass mit Rückschlag.
    oder?

    dazu braucht man eine flügelzellenpumpe,
    die durchsaugend ist
    dann kann man die direkt in die saugleitung machen
    und wenn der motor läuft ausschalten
    benzinfilter vor der e-pumpe nicht vergessen



    und bruno
    kein problem
    die pumpe hört auf zu pumpen,wenn die batt leer ist(klar sollte man ne crash schalter vorsehen)

  • @Guenni_d Genauso hatte ich mir das gedacht, zum manuellen Befüllen vorm Starten


    aber falls es Ersatz für die mechanische sein soll: wieviel Druck darf so eine Pumpe für Vergaser haben? 0,2 bar?

  • ganz ehrlich: ich kann mir nicht vorstellen, dass das in den 70ern noch normal war, dass man alle paar Tage so lange orgeln musste. Mein Vater kann sich zumindest nicht dran erinnern. Irgendwas muss da doch mit den Jahren nicht mehr richtig funktionieren! evtl. zieht die Spritleitung vom Tank zum Motor Luft oder irgend sowas...

  • damals wurden die dinger auch täglich bewegt und hatten keine kombination aus 40 jahre alten teilen wo jedes evtl. ne kleine macke hat.
    mein benz springt sofort an, der rote und der sec.
    alle anderen autos haben dieses georgel. denke mal der sprit verdunstet einfach durch den luftfilter oder das nadelventil is doof oder oder oder.
    beim einspritzer und beim stromberg vergaser jedenfalls null probleme.

  • wer schaltet dann die Pumpe ab, wenn es gekracht hat ? ? ?

    Ja, und Airbags retten leben ... und Gurte auch ....


    Wenn ich 100% sicher sein will, bleib ich zu Hause und sterbe an Herzverfettung. :sad:

  • Echt jetzt?


    Risiko der Herzverfettung gleichsetzen mit Risiko von verbrennemdem Kind auf der Rückbank weil man weder orgeln noch alles dicht machen will?

  • Ja echt jetzt. Es ging hauptsächlich um das zu Hause bleiben ... Da kannst du auch an nem Gummibärchen ersticken.


    Und mir ist neu, dass man hier vor jede Ironie ein *Ironiemodusan* Sternchen setzen muss.


    Miles: Im KitCar wird er keine Rückbank haben, auf der ein Kind verbrennt .... ;)
    Ach verdammt, jetzt hab ich das *Ironiemodusan" Sternchen vergessen ..... :gruebel:



    Soll jeder für sich selbst entscheiden. Und anstatt zu nörgeln könnte der erste Hinweis gewesen sein, einen Crashschalter bei Verwendung der von mir vorgeschlagenen Lösung zu verbauen. Wegen der Sicherheit, und so.


    An den TE: Luft wird er sich nicht ziehen. Zumindest nicht zwischen Tank und Vergaser. Sonst würdest du auch Sprit verlieren.


    Wenn er nach dem Abstellen die Schwimmerkammer leersaugt (was eigentlich nicht geht) , durch rückfließendes Benzin, könnte man wie von Hoffy beschrieben ein Rückschlagventil einbauen. Somit würde zumindest in der Spritleitung bis zum Ventil der Sprit verbleiben und die Leitung müsste nicht auch noch (teils) gefüllt werden.


    Daß nach 3 Tagen der Inhalt der Schwimmerkammer verdunstet ist, kann ich mir fast nicht vorstellen.
    2ct


    CheeRS

    2 Mal editiert, zuletzt von Seinfeld ()

  • Das Problem hatte ich früher bei meinen V4 auch! Der Sprit verdunstet über die Schwimmerkammerbelüftung und dann is die Schwimmer-Kammer leer und du kannst auch nix über die Beschleunigerpumpe reinpumpen.
    Bei meinem OSI mit 2,3er Grannimotor kommts auch vor, dauert aber länger wie drei Tage. So nach ner Woche...


    Gruß Paul

  • Is normal...macht mein 72er Granada auch so...und zwar sowohl mit dem alten Solex als auch mit dem nagelneuen Weber...an beiden keine Rücklaufleitung...10 sec orgeln...5 mal pumpen...wieder orgeln...läuft

  • lso gut...mein Resultat ist: Ich bin nicht alleine mit dem Problem.


    Lösungen:
    1. Über Winter mal den Vergaser zur Revision schicken zum Neu Dichten etc,
    Und ist ja auch get wenn ich orgeln muss wegen Öl etc..
    Evtl. Rückschlagventil einbauen.
    2. Wenns arg nervt ne elektrische Benzinpumpe zum vorfüllen oder direkt als Ersatz der mechanischen mit Crahsshalter.


    Oder ne Alternative die bei Motorbooten verwendet wird: Eine manuelle Ballpumpe in die Benzinleitung rein und dann 3 mal von Hand pumpen nach dem ersten Orgeln.


    Dankscheee für die Unterstützung


    PS: Mein Merlin hat 2 Notsitze, mit Tochter ging also sogar aber ohne Gurte und ohne jegliche Sicherheit.



    5 Mal editiert, zuletzt von Guenni_d ()

  • Ich vermute mal ein schlecht schliessendes evtl verschlissenes Schwimmernadelventil und/oder ein zu hoch eingestellter Schwimmerstand. Der Sprit kann ja eigentl. nur zurück laufen wenn von der anderen seite luft in die leitung gelangt.