Ich geb's gern zu. Ich bin in eindeutigen Worten gewarnt worden. Aber weil ich insgeheim das Heck des Glubschaugenscorpio affentittengeil finde, hab ich mir unlängst (wie berichtet) den dritten zugelegt. Und das, obwohl die ersten beiden mich viel Geld und Nerven gekostet haben. Aber gut, inzwischen bin ich altersstarrsinnig und unbelehrbar. Jetzt ist es endlich soweit: Das erste elektrische Prolem ist aufgetaucht: Nach kurzem Fahren leuchtet die ABS-Leuchte auf und sorgt zusammen mit der ASR-Warnleute für buntes Dauerlicht im Cockpit. Ich habe daraufhin getan, was ich seit vielen, vielen, vielen Jahren aus gutem Grund nicht getan hatte: Ich habe eine Ford-Niederlassung aufgesucht. Meine Bitte, "mal eben" den Fehlerspeicher auszulesen, versetzte den in Kittelblau gekleideten Beamten hinter dem Schreibtisch in Erstaunen. Mal eben? Und dann hat man den Fehler? Das sei ein weitverbreitetes Missverständnis. Nach exakt 90 Minuten stand ich wieder vor dem Kittel, um den zuvor vereinbarten Termin (natürlich mit allen Fahrzeugpapieren, meiner Geburtsurkunde udn einem Laktattest) wahrzunehmen. Und siehe da, bereits nach kurzweiligen 30 Minuten Papierkram wurde der Wagen von einem anderen Kittelträger in die Werkstatt gefahren, wo er etwa 10 Minuten verweilte. 15 weitere Minuten später, als alle Veträge unterzeichnet und ich belehrt worden war, dass mein Wagen ohne ABS natürlich nicht fahrtüchtig und somit eine Gefahr für die Menschheit und die benachbarten Galaxien ist, bekam ich schließlich von einer jungen, gutaussehenden Anzugträgerin gegen eine kleine Spende von 45 Doppelmark den Fehlercode schrftlich ausgehändigt. Fairerweise verbunden mit dem Hinweis, dass das gar nichts bedeutet und dies "natürlich" nicht unbedingt der Fehler sein muss. Ich danke den Göttern des bleiernen Gasfußes für die Idee, freie Werkstätten zu gründen, in denen Menschen, die schmutzige Overalls tragen und Ahnung von Autos haben, an selbigen Hand an legen. ich persönlich werde NIE WIEDER EINE FORD-WERKSTATT BETRETEN :seuffearbeit: