OT: An die Elektriker, Sanftanlauf für Seilhebezug

  • Hallo zusammen!


    Habe einen Seilhebezug in der Garage, sowas in der Art.
    Wenn ich damit schwere Lasten hebe geht das nur ruckartig los, ist also nix um etwas genau zu positionieren. Gibt es eine kostengünstige Möglichkeit sowas wie einen Sanftanlauf nachzurüsten? Ich will, das der Motor nicht ruckartig einschaltet sondern gaanz langsam hochdreht.
    Irgendein Vorschaltmodul? Was brauch ich dazu?


    Gruß
    Günther

  • Moin Günther,


    besorg dir einen zweiten Haken mit Rolle. Den originalen hängst du dann oben am Gerät auf.


    So geht alles halb so schnell und nicht so ruckartig. Zudem hebt das Ding dann 100% mehr.

  • Ähem, das ist mir klar - reicht mir aber nicht. Dafür hätte ich auch nicht extra nach Elektrikern fragen müssen....


    Also, ich suche nach elektrischen Möglichkeiten.


    Gruß
    Günther

  • Halbe Drehzahl ist auch nur halbe Kraft.


    Hol dir einen Frequenzumformer, z.B. über ebay.


    Damit kannst du ohne größeren Kraftverlust die Drehzahl stufenlos einstellen oder je nach Steurung auch dann langsam anfahren und beschleunigen.



    Gruß Bleifuß

  • frag mal Benno.

    Hab es schon gesehen, aber Drehstrom ist Hexenwerk für mich, da hätte ich höchstens gefährliches Halbwissen zu bieten.
    Und wenn ich keine Ahnung hab, halte ich einfach die... Ihr wisst schon ;)

  • Das sollte aber wahrscheinlich halbe Geschwindigkeit werden mit der Umlenkrolle, also doppelte Kraft ;)


    Ich würd da auch einen Frequenzumrichter nehmen.
    Für welche Leistung brauchste denn? Ich hab einen daheim liegen inkl. passendem Netzfilter und sogar einem Poti, mit dem Du dann übern Analogeingang die Drehzahl regeln kannst. Bei dem kann man auch schön das Hochrampen usw. einstellen.


    Schau mal, was Dein Motor für Leistung hat.


    LG Stefan

  • sag deiner frau, wenn du sie mit dem ding in die badewanne hebst, sie soll sich nicht so anstellen.

  • Du kannst in die Zuleitung eine Glühlampenfassung einschleifen. :wickie:


    Durch die Wahl der Glühlampe kannst Du den Strom bestimmen, grosse Leistung = hoher Strom.


    Parallel zur Glühlampe setzt Du einfach einen Schalter, der die Lampe für die volle Leistung überbrückt.


    Pretty lowtech, sollte aber genügen.

  • Nur 230?! :S
    Meiner mag gerne 3 Phasen regeln tun, wird also leider nicht passen...


    Jo, schade.


    sag deiner frau, wenn du sie mit dem ding in die badewanne hebst, sie soll sich nicht so anstellen.


    Die Nachschwinger sind eben das Problem, auch wenn ich die Zwei-Haken-Lösung verwende.



    Hört sich abenteuerlich an.
    Ich muss mir morgen das Ding von der Schaltung her mal anschauen. Schön wäre halt statt der Taster für Rauf-Runter einen Drehregler zu haben.

  • Ahoi!


    Kostengünstige Frequenzumrichter haben üblicherweise keine Freigabe für "zivile Anwendungen" (EMV Umgebung b nach EN 55011) und versauen im Wohnbereich Funk, Radio und was noch alles.
    Vielleicht läßt sich bei 230V ein "Dimmer" organisieren, der mit der Leistung klarkommt.


    Hab ich zwar noch nicht gemacht, aber für die Nähmaschine schon mal überlegt.
    Dort gibts sogar entspechende Fußpedale.


    Inspiriert ?

  • Muss ich nur noch rausfinden ob mein Motor "im Phasenanschnitt geregelt werden kann"


    Könnte klappen. Spricht ja nichts dagegen, es einfach mal zu probieren. Sollte es nicht gehen, hast Du nen guten Dimmer, oder Du schickst das Ding zurück. Passieren kann m.E. nix.

  • Beim Dimmer wird ziemlich sicher die Sicherung rausfliegen (wenns ein halbwegs ein guter ist und eine hat).
    Die sind soweit ich weiß meist nur für irgendwas bei 400 oder 500W ausgelegt und wahrscheinlich mit einem Motor, der noch dazu auch einen erhöhten Anlaufstrom hat, sicher überfordert.


    Gib mal beim google "Freuenzumrichter einpahsig" ein. Da spuckt es Dir einen Haufen FUs aus. Die kosten zwar je nach Leistung halbwegs was, aber ich meine, dass wär eine gut funzende Lösung, bei der Du dann auch nicht manuell mit dem Dimmer nachfahren musst, sondern das kannst Du auch komfortabel mit dem FU einregeln.
    Und! So ein B&J Dimmer zB koscht auch mal schnell 60 oder 70 Oiro.

  • Zitat

    Die sind soweit ich weiß meist nur für irgendwas bei 400 oder 500W ausgelegt [...]


    Hättest Du Dir die Mühe gemacht den Link zu öffnen bevor Du was schreibst, dann wüsstest Du mehr.
    Das Teil um das es hier geht kann 4kW, ist explizit auch für Motoren geeignet und der Kaltstrom einer Glühlampe ist auch nicht kleiner als der Anlaufstom eines Motors.

  • Ja so ist`s, ein Glühbirnendimmer reicht natürlich nicht.


    Das Ganze hat sich aber erledigt. Der Motor ist nämlich ein Kondensatormotor, den kann man weder über einen FU noch über einen Lastregler regeln.
    Schade.


    Gruß
    Günther

  • Ist doch auch nicht verkehrt. Dann bastelst du dir mit MOSFET Leistungsbrücken ein ein Drehfeld, das du mit 'nem MP3-Player ansteuerst.
    Tiefe Töne = langsam, mittlere Frequenzen = schnell, hohe Töne = Vollbremsung.


    Zur Einweihungsparty kommen wir alle vorbei. :)


    4kW ... bis 2kW wäre es auch mit der Anlaufsteuerung eines Staubsaugers gegangen.

  • Ahso - schade.
    Hast schon mal überlegt auf einen anderen Kran zu wechseln? Ich weiß - ist mit Kanonen auf Spatzen geschossen, aber ich hab mir mal bei Ebay einen kleinen und feinen Demag Kettenzug ersteigert, der mit 2 Geschwindigkeiten und umgelenkter Kette aber sowas von schön und fein zu positionieren ist :inlove::inlove:
    Hat was um die 150€ausgemacht inkl. Katze. Außerdem ist Kette sowieso besser als der Seilzug.


    Der da:



    Hättest Du Dir die Mühe gemacht den Link zu öffnen bevor Du was schreibst, dann wüsstest Du mehr.

    Hast mich erwischt! :sad:
    Den Link/Beitrag hatte ich vorm Schreiben tatsächlich übersehen und erst nachdem ich Blödsinn absetzte gesehen und angeklickt. Für eine zeitnahe Berichtigung war grade zuviel Arbeit am Schreibtisch. Ich bitte hochachtungsvoll um Entschuldigung :sad:


    Aber davon ab ein wenig Spam- Einschaltstrom bei der Glühlampe ist ein paar wenige ms vorhanden und soweit ich mich aus meiner Schulzeit erinnere ca. 3 mal so hoch wie der Betriebsstrom. Das federt eine träge Sicherung locker ab. Auch flinke sind da mit den knappen 20ms noch zu langsam.
    Beim Motor hängt der Anlaufstrom ja halbwegs direkt von der Last ab, wie groß die Last ist und wie lange vorhanden, oder?
    Günther hat als Anwendung einen Kran mit Last dran. Diesen Lastfall mit einer Funzel kann man nicht wirklich vergleichen meine ich...


    Bitte mich zu berichtigen, falls ich wieder Blödsinn abgesondert habe :)

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  • Es gibt doch doppeldchalter mit Vorwiderstand im Zubehör. Oder nimmst einen Lastfähigen Taster und popelst einen Lastwiderstand als Bypass davor. Wichtig wäre in Reihe zu schalten. Beim Wechselstrom Kondensatormotor kannst du auch eine Induktivität (Spule) parallel Schalten und somit eine Dämpfung der Kondensatoren zu erzeugen. (Phasenverschiebung verringern und damit Ladekurve des Kondensators verlängern).
    Ich würde einfach einen zusätzlichen Taster in die Bedienung bauen und per Bypass einen Lastwiderstand vorschalten. Die Induktivität musst du zu genau bemessen.

  • Ich würde einfach einen zusätzlichen Taster in die Bedienung bauen und per Bypass einen Lastwiderstand vorschalten.


    Da sind wir ja schon zu zweit, die Glühlampenlösung ist ja nichts anderes.


    Wobei das zugegebenermaßen nicht genau das ist, was Günther sucht, gesucht ist ja ein echter Sanftanlauf, das dürfte aber extrem teuer werden.


    Könnte man aber zumindest mal ausprobieren, Kosten gehen ja gegen Null.


    Stelltrafo könnte noch eine Möglichkeit sein.

  • Das machen die doch bei allen Billigkränen so, einen reinen Wechselstromläufer hätte man ja auch mit einer großen Induktivität vorschalten können. Beim Kondensatormotor würde das allerdings wahrscheinlich die Drehung verhindern. ;-)

  • Die Induktivität hat einen Scheinwirderstand (XL) der dem Scheinwiderstand (XC) des Kondensators entgegenwirkt. Ist XL zu groß so wird die Blindleistungsbereitstellung des Kondensators kompensiert und so die Lade und Entladezeit (im Zusammenspiel mit dem Wirkanzeil des Kondensators) reduziert. Dann kann es zum aussetzen des Motors kommen, da die Kontaktlose Zeit nicht durch die Kondensatorscheinleistung überbrückt werden kann.