Ventilsitzringe tauschen

  • Hi,


    Normalerweise sollte man die Sitzringe der Ventile beim Motorenbauer tauschen lassen, weil wohl keiner solche Maschinen dafür zu Hause hat.
    Da hier die meisten aber meist wenig Geld zur Verfügung haben (wie ich auch), hat das doch bestimmt schonmal jemand von euch irgendwie anders hinbekommen, oder?


    Hab mal in nem anderen Forum gelesen, man könnte 2-3 Schweißpunkte auf den Sitzring setzen, damit der sich beim abkühlen zusammenzieht und ihn dann einfach rausnehmen.
    Geht sowas? Bin auf eure Ideen dazu gespannt.


    LG Max

  • Bruno, Du weißt dass ich Dich normalerweise gut leiden kann, aber manchmal kannst Du so was von borniert und hochnäsig sein... diesen Kommentar hättest Du Dir wirklich klemmen können.

    Sorry für OT.

  • Warum ?


    Jemand stellt eine technische Frage.
    Du vefügst über ein enormes Wissen, theoretisch und praktisch, und wenn Du es teilst, kann das sehr hilfreich sein.
    Willst Du es nicht teilen, dann lass es. Aber anzudeuten "ICH weiß es, aber DIR verrate ich's nicht" finde ich... unnötig.
    So wie hier:


    den Rest dichte dir selbst zusammen.



    Nochmal sorry für OT - ich weiß es leider nicht, daher höre ich zu und halte fortan den Schnabel.

  • Moin,


    ich habe davon zwar auch sowas von gar keine Ahnung, aber:
    wenn Ventilsitzringe so einfach durch Erwärmen und Abkühlen herausfallen, dann würden sie es doch auch im Motorbetrieb tun?

  • Es gibt ein Verfahren da wird der Sitzring mit einem Ausspindelwerkzeug oder auch Wohlhaupter so abgedreht,
    daß er zum Schluß der Bearbeitung durch die Eigenspannung knickt und rausfällt
    Das ist aber was für Profis !
    Lasst bitte die Finger da weg , wenn Du die Sitzringpassung im Kopf beschädigst wirds nochmal teurer
    Wenn Dir hinterher aber der Sitzring locker wird und der Motor hopps geht ist Dir auch wieder nicht geholfen )A(

    Einmal editiert, zuletzt von phil ()

  • wenn ich sitzringe im kopf habe,weil bleifrei
    dann braucht man die doch nicht wechseln bzw kann sie nachfräsen/schleifen
    ist der kopf nicht bleifrei
    hat er keine sitzringe,sondern die ventile liegen direkt im kopf an


    also wäre ne erklärung,warum die sitze raus solln sehr hilfreich

  • Handelt sich nicht um meinen Granada. Geht um nen Alukopf von VW mit HM-Sitzringen.
    Kopf hätte ich noch n sehr schrottigen da, an dem man rumprobieren könnte. Aber wenn Phil schon sagt, dass es nix wird, hat sich das eig schon erledigt.


    Bei Mahle stand mal in ner Anleitung, wie man es "früher" gemacht hat, aber auf keinen Fall tun sollte: altes Ventil anschweißen und dann mitm Hammer ausschlagen.
    Das klingt mir etwas zu gewalttätig. Außerdem hab ich nicht so viele alte Ventile, die ich opfern könnte.

  • Also,Ventisitzringe,so Teuer ist das nun auch nicht,ca 45Euro,pro Ring,mit allem drum und dran.Da würde ich den Teufel tun,und da selber dran rumfuhrwerken.

  • Aber wenn Phil schon sagt, dass es nix wird, hat sich das eig schon erledigt.


    Also erstmal Danke fürs Vertrauen aber ich bin kein Profi auf dem Gebiet !
    Da ist Andreas um Welten besser !!
    Meine Version funktioniert bei Deinen Köpfen nicht weil ich überlesen habe daß es sich um HM-Sitzringe handelt !
    Das ist kein herkömmlicher Stahl
    Das ist unter extrem hohen Druck verpresstes und hinterher gebackenes Metallpulver !
    Das kann man nicht so einfach zerspanen
    Normale ,gehärtete Ringe kannman mit CBN (Cubisches Bor-Nitrid) zerspanen


    Ich bin aber auf dem Gebiet absoluter Laie :uwe:
    Ich würde evtl. ( wenn es egal ist und ich das einfach mal ausprobieren will ) den Kopf auf ca. 200° - 300° , langsam und gleichmäßig erhitzen !
    Anschließend würde ich ein speziell angefertigtes Führungsrohr über den Sitzring stellen (nur um den Sitzring vom umgebenden Material des Zylinderkopfes abzuschotten )
    Dann würde ich den Sitzring mittels Stickstoff schlagartig abkühlen
    Evtl. Temperatur anheben wenns nicht gleich funktioniert
    Das sollte klappen
    Aber nur in meiner Laien-Theorie !
    Wäre hald schön wenn hier mitlesende Motorenbauer auch Ihr Wissen reinstellen
    Naja, Wissen kostet Geld
    Da wär ja jedes erlernte Handwerk umsonst , ist auch klar !

  • Phil, darfst auch sagen, dass das Verfahren mitm Pulver sintern heißt =) Darunter kennens wahrscheinlich mehr Leute.

  • Ich habe da jetzt nicht die praktische Erfahrung, Dir fundiert zu wiedersprechen, Phil -


    aber die Schleifscheiben vom Dremel sind doch vermutlich auch aus Korund oder Siliziumkarbid, und die werden doch wohl härter sein als die Sitzringe :wonder:


    Muss man natürlich die teuren Speedclic-Scheiben nehmen, aber die müssten allemal gehen - und haben auch eine vernünftige Standzeit, diese kleinen verpressten Pulverteile zerstauben ja schon vom angucken...


    Und natürlich Geduld mitbringen, und vorher noch mal rasieren... :laugh:

  • Du wolltest doch mal vorbeikommen :uwe:
    Ich zeig Dir was für Stahllegierungen es gibt
    Ich hab `ne ziemlich gute Auswahl an allen möglichen Hokus-Pokus Materialien hier
    Was glaubst Du wie stabil das Material sein muß, wenn da ein paartausendmal pro Minute das Ventil anklopft und hallo sagt :laugh:
    Mit der Dremel ...........hm..............das ist wie wenn man mit `nem Kaffeelöffel durch die Chinesische Mauer will
    Klar geht das .............dauert nur ein Bisschen und man verbraucht 12363882728490 Löffelchen :klatschDC:

  • Sag sowas net!
    Hast du noch nie "Die Verurteilten gesehn"?
    Der Typ hat mit nem Hämmerchen glaub 20 Jahre gebraucht, aber er war durch.
    Ok, Rasieren sollte man sich wirklich davor. Oder man wird irgendwann als Salafist vom BND überwacht :D

  • Hab jetzt im weltweiten Internetz nochmal nachgelesen was ich mir da heute Nachmittag aus den Fingern gesaugt hab
    Ich denke ich bin mit meiner Theorie garnicht soweit daneben ! :spitze:

  • Warum baut der Mensch Sachen, die man nicht kaputt machen kann :irre:


    -ok, verstehe : HM = Hartmetall.


    Intellektuell sehe ich irgendwie schon ein, dass es schwierig werden könnte - andererseits habe ich mit dem Dremel bisher praktisch alles kaputt gekriegt :laugh:


    Ich glaub, ich kauf mir mal einen Widia-Bohrer zum Vermurksen !


    Vermutlich ist das HM auch noch äußerst schlagzäh ?


    Irgendwie klingt das ganze Ansinnen wie die perfekte Gelegenheit zu einem verschwendeten Samstagnachmittag, den man dann gemütlich in der Notaufnahme ausklingen läßt...

  • Ich denke ich bin mit meiner Theorie garnicht soweit daneben ! :spitze:


    Das hätte mich auch gewundert...


    Aber was sich mir nicht erschliesst :
    Wenn diese Ringe praktisch unzerstörbar sind, warum muss man die dann doch tauschen ?

  • Du hast es kapiert !! :mo:
    Nee , ernsthaft : Es gibt mittlerweile Materialien wo selbst ich mir immer wieder an die Rübe fassen muß weil ichs ned ganz kapier !

  • Also das Thema halte ich jetzt fast für mehr oder weniger erledigt, da es keine kostengünstige Alternative mehr für mich gibt.


    phil: Bitte Sintermetall nicht mit Hartmetall-Schleuderguss verwechseln. HM hat noch eher Ähnlichkeit mir Stahl, wohingegen Sintermetall aus nahezu allen möglichen Eisen- und Nichteisenmetallen gemischt werden kann.

  • Ich kenn nur Wolframkarbid, in einem Werkzeugstahl legiert mit Chrom, Molybdän und Vanadium. Dazu noch ein bischen Schwefel für eine Beständigkeit gegen Oxide von Kraftstoffverunreinigungen. Wird gegossen und Arbeiten zuverlässig bis zu 760° und ist mit in jeder Motorenbauer-Werkstatt befindlichen Material bearbeitbar (und dadurch auch entfernbar). Hat eine Anfangshärte von 42 HRC und erhöht sich im gebaruch auf 50 HRC.
    Ist so ziemlich das krasseste Ventilsitzmaterial das ich kenne, wird im Rennsport oder bei Gas verwendet...

    2 Mal editiert, zuletzt von Ben ()

  • nach soviel weisheiten
    und anfänglichen unklarheiten


    warum das getue mit den sitzringen?
    langewile?
    produkt zum verschrotten: aluminium ohne fremdstoffe,gibts mehr geld dafür?