Vergaserproblem

  • Hallo,


    heute neuen Gaser auf den V6 2,3 l geschraubt. Nachdem er endlich etwas lief, bei ca. 1500 U/min, spukte er in niedrigen Drehzahlen Feuer aus dem Gaser.
    Standgas lief überhaupt nicht, und er ging auch ständig aus. Der Gaser ist also nicht eingestellt. Fehlzündungen deuten doch auf schlecht eingestellte Zündung hin.
    Der Vergaser ist ein nagelneuer Weber Doppel 38 DGAS.
    Beim alten, einem Solex Doppel, lief der Motor bis aufs Standgas normal. Ohne Fehlzündung.
    Kann mir jemand Helfen ?


    Jens

  • warum baust du dir einen anderen gaser drauf (der auch auf einem 2,3 nix zu suchen hat) wenn der alte funktionierte?


    hört sich jedenfalls danach an, als wenn der gaser vollkommen falsch bedüst ist für nen 2,3l.

  • Der erste Vergaser hat Düsentechnisch nicht gepasst. In der einen Drosselklappe hat sich mehr Benzin gesammelt als in der anderen. Das Standgas hat überhaupt nicht gestimmt, ist öfter an der Kreuzung ausgegangen, und hat geschwankt.
    Bei 4000 U/min hat er sich verschluckt, ebenso beim anfahren. Dies war ein Produkt von e..y.
    Der jetzige Weber ist für 2,3 - 2,8 L bestimmt und Werksneu. Keine Rep. oder Überholung.
    Es wird eine einstellungsfrage sein.
    Die haben im Werk in England bestimmt nicht einmal die Grundeinstellung vorgenommen.
    Zündung müsste ja stimmen.
    Kann vielleicht die schärfere Nockenwelle etwas damit zutun haben ?
    Kommt von M....l.


    Jens

  • ausser vergasertausch hast du nichts verändert?
    ruf bei M........ an und frag die warum das ding nich plug and play ist.
    grob laufen müsste er auf jedem v6 und auch aufm 2,0R.
    dass ne scharfe nocke leerlaufprobleme bringen kann is nicht ungewöhnlich, da kann 1500U/min schon mal das niedrigste sein was geht......

  • Bei M... rief ich schon an. Die wussten das auch nicht genau.
    Morgen werde ich mal die Grundeinstellungen überfrüfen. Die dicke Umgemischschraube ist auf alle Fälle komplett reingedreht.

  • scharfe nocke immer schlecht für leerlauf.


    erzähl erstmal was über den motor, bevor hier weiter gerätselraten wird. is nich immer nur der gaser schuld.

  • "Umgemischschraube komplett reingedlreht". Und schon ist das Problem erkannt. Dreh die mal 2 Umdrehungen raus, und dann sollte auch Leerlauf einstellen möglich sein. Korrekte Einstellung dann, wenn der Motor warm ist, mit CO-Tester.

  • Danke,
    habe heute dien Leerlaufschraube am Gasgestänge rausgedreht. Läuft jetzt im Stand bei 1000 U.
    Motor: 2,3 L V6 vom Capri Super mit 114 PS. Komplett Überholt, Köpfe Bleifrei, stärkere Federn. Standart Auspuffanlage.

  • du schriebst von ner anderen nocke.


    bitte alle umbauten am motor, sonst kann doch keiner was damit anfangen.


    danke.

  • Sorry,


    das einzig andere ist eigentlich die 270 Grad Nockenwelle.
    Nachdem er ja nun im Stand läuft verschluckt er sich bei 4000 U kaummerklich. Man sieht es am Drehzahlmesser.
    Kennt jemand in Berlin einen Vergaserspezi ?

  • So wie ich das lese ist der CO-Wert immer noch nicht mit Abgastester eingestellt, oder? Aber im Zweifelsfall scheitern auch unerfahrene Werkstattmenschen an dieser Aufgabe, also ist es sicherlich nicht falsch, die von nem Vergaserspezi lösen zu lassen.
    Nochwas: du schreibst, der Gaser wäre für 2,3-2,8. Aber sicherlich nicht immer mit den gleichen Düsen, dafür ist der Hubraumunterschied zu groß. Also fahr mal zu dem Vergaserspezi, lass CO einstellen und wenn dann noch was rupft, musser eben anfangen mit Düsentauschen, dafür isser ja Spezi ;). Viel Erfolg!

  • hör aufn tommy.


    270° is harmlos. damit sollte er eigentlich laufen. solltest natürlich alle basics gemacht haben bevor du an den gaser rangehst.

  • Hm,


    mal ganz naiv gefragt, ohne von der Materie praktische Ahnung zu haben:


    das Feuer aus dem Vergaser kann doch eigentlich nur von nicht richtig schliessenden Einlassventilen kommen, oder irre ich da ?

  • oder von nem falschen zündzeitpunkt oder von ner nocke mit zuviel überschneidung oder nem falsch eingestellen vergaser, der dir die einlasskanäle zurotzt wie sonst was... da gibts son paar mehr möglichkeiten...

  • tach auch..



    habe hier die grundeinstellung für 38er DGAS von Weber. :uwe:



    also, als erstes muß der Kaltstart aus sein, bedeutet entweder motor warm oder starterlappen per hand voll öffnen und so irgendwie arretieren!!



    dann die standgasschraube komplett wegdrehen bis kein kontakt mehr zwischen anschlag und schraube ist. Die Standgasschraube dann soweit andrehen bis die drosselklappen anfangen wollen sich zu öffnen


    und nun max. eine halbe umdrehung die standgasschraube eindrehen ! !



    danach die luftmischschrauben LEICHT bis auf anschlag eindrehen und dann jeweils eine drehung heraus.



    Starterklappen wieder frei machen das sie normal arbeiten können, dann den motor anmachen und WARMLAUFEN lassen !!



    solange der motor im WARMEN zustand läuft ist immoment die drehzahl egal !! falls er kein standgas hat nur soweit erhöhen das er gerade läuft !!


    Als erstes ist NICHT die drehzahl wichtig !!



    Zuerst mit einer luftmischschraube jeweils langsam die schraube soweit herrein oder herraus drehen bis die höhste drehzahl vom motor erreicht wird.


    danach das selbe mit der zweiten mischschraube.



    LAUT ANLEITUNG VON WEBER : MIT DEM OHR HÖREN, KEINE MESSINSTRUMENTE BENUTZEN..



    Da jetzt der CO2 gehalt die gute grundeinstellung hat kann man das standgas einstellen.


    es sollte so 650-800 Umdrehungen haben.



    Danach die einstellung der luftmischschrauben nochmals wiederholen und schauen ob bei einer verstellung die drehzahl nochmals erhöht werden kann. immer versuchen mit den luftmischschrauben die höhste drehzahl zu erreichen.


    danach wieder standgas einstellen und nochmals versuchen. bis keine verbesserung mehr festzustellen ist.!!


    dann alle verbraucher am PKW auf max -fernlicht, lüftung,heckscheibenheizung...stellen und Standgas auf ca. 650 umdrehungen.



    Am ende sollte die Einstellung ungefähr so aussehen : Standgasschraube sollte max eine 3/4 umdrehund eingedreht sein, die luftmischschrauben so 1 1/2 umdrehungen vom Anschlag her herausgedreht sein !


    falls deie einstellungen weit davon weg liegen MUß der Vergaser umbedüst werden !!!



    So will es weber.. :worship:



    PS.: das standgas für den kaltstart wird über die schraube zwischen dem gehäuse des kaltstart und dem vergaser eingestellt .



    hoffe es hilft dir etwas.. ;)

  • Hallo,
    jetzt hat eine Oldie-Fachwerkstatt den Vergaser zum laufen bekommen. Der Drehzahleinbruch bei ca. 4000 U/min lag an der Zündung. Problem behoben.
    Die Leute bekommen aber den Leerlauf nicht unter 1200 U/ min. Danach sakt er ab auf ca. 500 U und geht dann aus, trtotz mehrfachen schraubens.
    Ventilspiel, Zündung und Ventielsteuerung sind ok. Zündkondensator wird heute gewechselt. Benzinpumpe liefert ausreichend. Zündverteiler mit innereien auch ok.
    Motor wurde komplett überholt. Vergaser WEBER DGAS Werksneu.
    Selbst die Profis verzweifeln.
    Könnt Ihr weiterhelfen ??


    Danke Jens

  • He!
    Klingt für mich so wie wenn die Drosselklappen nicht 100% Synchron laufen.
    Eine klappe macht eher zu dann isser weg.
    Bei 12oo Umdrehungen sind beide Klappen weit genug offen um ihn am Laufen zu halten.
    Iss aber nur ein Lösungsansatz, wenns problem am Vergaser liegt.


    Mfp
    xl

  • tss... wär ja´n hammer bei nem neuen gaser. . . :pinch:


    ist ´ne möglichkeit, also gaser runter, umdrehen und mit nem kleinen bohrer so 1 - 1,5 mm den spalt messen. :sinnlos:


    also die standgasschraube soweit drehen bis der bohrer ( natürlich mit der schaftseite !! damit es keine kratzer im gaser gibt.. )
    gerade so zwischen gaserwand und drosselklappe sauber durchgeht. dann an der anderen drossel prüfen ob die genau so steht.


    exakt is wichtig !! :coyo:


    P.S. : wenn du das machst denk dran die starterklappen voll zu öffnen .. :whistling:

  • Also, ich bin ja vllt ein bischen blöd, aber wenn ich mir nur den letzten Beitrag vom Jens durchles und alles andere weglass... Falschluft???

  • Habe heute den Wagen aus der Werkstatt geholt. Folgende Arbeiten wurden durchgeführt :
    Diagnose Motor, Zündung, Vergaser, Druckverlustprobe, Ventielspiel einstellen, Steuerzeiten prüfen, Zündung einstelen, Vergaser teilweise demontiert und geprüft, Vergaser einstellen.
    Das Problem ist geblieben. Leerlauf nicht unter 1500-1200 Udr. Beim anfahren voll Gummi damit die Karre nicht ausgeht.
    Kann es an der 270° Nocke liegen ? Vielleicht ungenaue Herstellung ? Kommt von M.......l.
    An zu großen Düsen im Gaser, dass sich der Motor bei zuviel Sprit in niedrigen Drehzahlen verschluckt ?
    Oder gar ein komplett falscher Vergaser ? ( Weber Doppel DGAS ) , ist aber für diesen Motor bis 2,8 L.

  • könnte ... hätte ... wäre ....


    Also werksmäßig gehört auf den 2.8 ein Solex und kein Weber.
    Das der Weber trotzdem gut funktionieren kann, dafür gibts genug Beispiele.
    DerChris hat den ja auch drauf.


    Dann ist es schon so, das schärfere Nockenwellen auch erhöhtem Leerlauf brauchen, da die Kiste sonst einfach ausgeht.
    In wieweit jetzt Deine Nockenwelle welche Mindestdrehzahl braucht kann ich Dir nicht sagen.
    Sowas sollte aber in den Daten zur Nockenwelle zu finden sein.
    Je "schärfer" die Nocke desto schlechter ist übrigens auch die Leistungsausbeute bei geringen Drehzahlen -> schlechtes Anfahrverhalten


    Die Vergaserbedüsung sollte natürlich auch auf den 2.8er ausgelegt sein.
    Irgendwo gibts da Listen zu, welche Düsen bei welchem Hubraum etc.
    Das ist ja auch der Punkt, wo beim klassischen Tuning angesetzt wird. Bei der Vergaserfeinabstimmung wird, von einer Grundbestückung ausgehend, solange die Bedüsung geändert bis das Optimum an Leistung erreicht wird.


    Ich denke das Dein Problem wieder eine Summe aus mehreren Faktoren ist.

  • selbst wenn der Gaser fürn 2,8er richtig bestückt ist (und es gab den Weber auch schon ab Werk auf dem 2,8er, aber ich glaub nur in England) versuchst du gerade einen Gaser mit 2,8er Bedüsung und Drosselklappendurchmesser etc. auf dem 2,3er zum Laufen zu Bringen.
    Ich denke das Hauptproblem liegt dort (ich vermute mal Richting Venturi, gefolgt von falschen Düsen), dann kommt noch die Nockenwelle auf die der Gaser erstmal richtig eingestellt gehört.
    Ich rate dir mal zu einem Spezialisten wie IOZ zu gehen und den Gaser neu bedüsen zu lassen...


    Edit: 2,8er Brücke und 38/38 Zwischenplatte hast du?

    Einmal editiert, zuletzt von Ben ()

  • Hallo,
    2,8 Brücke habe ich nicht. 38 er Zwischenplatten waren dabei und sind eingebaut. Die Kante in der Brücke soll nicht das Problem sein, werde ich aber vielleicht auffräsen lassen. Verändertes Ventilspiel ist auch nicht bekannt. Bedüsung ist original. Syncronisation der Drosselklappen stimmt. Benzinpumpe arbeitet einwandfrei und genügend. Eigentlich alles tipotop. Steuetrzeiten stimmen auch. Überschneidung Zyl. 1/5.
    Motor komplett überholt und dicht. Zieht auch keine falschluft. IOZ ist mir zu weit weg. Hier in Berlin gibt es eine Werkstatt mit Rennerfahrung. Da werde ich mal vorsprechen.
    Jens