Wenn einer eine Reise tut...

  • Als nächstes im inzwischen Dunkeln noch schnell die Armatur wechseln. Es fährt sich nicht so gut ohne Instrumentenbeleuchtung, wenn man noch nicht weiss, wie das Töff so ist, ob der Motor vielleicht nicht doch irgendwann heiß wird, ob die Tankanzeige überhaupt funktioniert etc.

    Für diese Zwecke gibts "Osram Copilot M"

  • Frank schöner Wagen. Werde ihn mir morgen mal live anschauen.
    Bonnie ohne dich wäre er aber aufgeschmissen gewesen. :sad:
    Dann kann ich ja auch mal nach netten Autowagen im nachbarland schauen. :uglyzwinker:

  • Die Geschichte geht ja noch weiter.... aber jetzt ist erstmal wieder Frank dran, hab schon genug geschrieben ;)


    Ich übernehme dann wieder zu dem Zeitpunkt, als nachts gegen halb 2 plötzlich so schlechte Sicht auf der Autobahn war. 8|

  • Bekomme die Geschichte erst jetzt mit. Bekomme ich eine Antwort, wenn ich frage, was so ein schönes Auto im Franzenland kostet?
    jj

  • Bekomme ich eine Antwort, wenn ich frage, was so ein schönes Auto im Franzenland kostet?
    jj


    Frag lieber nicht-Dir würden die Tränen in den Augen stehen. Bisher hab ich mich immer als Schnäppchenjäger betrachtet, aber Frank toppt irgendwie Alles. :rolleyes:


    Preis soll er, wenn er mag , selbst verraten.

  • Coole Story - so wärs mir wahrscheinlich auch gegangen, wenn ich meinen Taunus auf Achse überführt hätte.


    Seid ihr wirklich mit der 04er durch Frankreich? Wenn ja, dann habt ihr wohl Glück gehabt! Bin schon gespannt, wies weitergeht.

  • .. also ging es mit der älteren dame in den öffentl. straßenverkehr, nachdem sie einigermaßen straßentauglich gemacht wurde.


    Mit nem mulmigen gefühl, was noch kommen kann und eine strecke von ca. 600km bis Karlsruhe vor augen, die erste strecke zur nächsten tankstelle. An der tanke angekommen haben wir festgestellt, dass man an dieser nur mit karten bezahlen kann. Welche karten funktionieren, keine ahnung. Ein kleines zwischengespräch mit einem einheimischen von Bonnie gab auch keine gewissheit. Alle tankstellen bis zur autobahn waren nur noch kartentanken. Also den franzosen gefragt, ob er gegen bargeld mit seiner karte tanken kann. Er hatte zwar keine zeit, hat sich aber bereiterklärt. Echt klasse die franzmänner :spitze:


    Kurzer zwischenstopp zu burger-doof, bei dem mehr deutsch gesprochen wurde als einheimisch :irre:


    Gegen acht ging es auf die rückreise, bremsen waren ok, motor wie nen sack nüsse, fahrwerk gut, lenkung sehr gewöhnungsbedürftig. Dazu kam, das wetter hat von frühling auf herbst gewechselt. Regen und wind war jetzt angesagt. Die 70km bis zur autobahn, waren zwar mühsam und allerhöchstens mit 80km/h, aber mit einer gewissen vorsicht und einer langen schlange von autos hinter uns, ging es :D Man konnte da halt nicht überholen :huh:


    Auf der autobahn angekommen, erstmal die mautkarte lösen und drauf. Dachte, jetzt müssen nur noch die bremsen weiterhin funktionieren, dann geht das schon. Die bremsen waren auch nicht das problem, die große dicke hatte teilweise probleme die spur zu halten. Sobald ich auf einen seiten oder mittelstreifen, oder einem ausbesserungszeug aus teer fuhr, wollte sie nicht so richtig mitziehen. War für kurze zeit wie auf eis. Wie sich später rausstellte, waren die reifen auf 2,9bar aufgepumt :irre: Hab mich seit meiner fahrprüfung nicht mehr so auf die straße konzentrieren müssen, wie auf diesen französischen autobahnen. Dafür gibt es auf diesen autobahnen so gut wie keine spurrillen, diese warteten aber in deutscheland :catch:


    Bis auf nachziehen des lenkrades und zwei größere zündaussetzer, lief sie mit konstant 100 über die französischen bahnen...


    ...weiter mit Bonnie ;)


    Der preis für den wagen. Er hat 221,- gekostet + maut + benzin.


    Gefahren mit kurzeitkennzeichen und grüner versicherungskarte (für ausland)


    Genaueren zustandsbericht der dicken großen gibt es demnächst.


    Frank

  • unglaublich. meinen allerherzlichsten glückwunsch! das war mal nen schnapper!

  • Weiter mit Bonnie, die eigentlich auf dem Beifahrersitz ein Nickerchen machen sollte und wollte - denn irgendwann war geplant, Frank am Steuer abzulösen. Allerdings bekommt man auch auf dem Beifahrersitz jeden Ausrutscher der großen Dicken mit - an Schlafen gar nicht zu denken. Man achtet auf jedes Geräusch. Auf wirklich jedes. Der erste Zündaussetzer war dann die Krönung - ich bin erstmal vor Schreck fast an die Decke gesprungen und hab nur völlig entgeistert gefragt "waswarndesjetzt? ?( ". Nachdem Frank meinte "Keine Ahnung!" war ich nicht wirklich beruhigt. :huh:


    Also, dann halt wachbleiben. Ermüdungserscheinungen gab es bei beiden Granada-Piloten sowieso eher weniger - was an dem Aufroller des Beifahrer-Sicherheitsgurtes lag. Dieser hat jegliche Bewegung mit einem lauten Knarren und Knartzen kommentiert, das sehr nahe am Geräusch eines kaputt gehenden Getriebes liegt. Der unwiderlegbare Vorteil - unser Adrenalinpegel blieb schön konstant hoch. :irre:


    Einige Zeit lief alles normal und friedlich. Dann gegen halb zwei ein Schild "Vorsicht, schlechte Sicht, bitte langsam fahren!". Langsam fahren wir ja sowieso. Und tatsächlich, die Sicht wird schlechter. Dass der Scheibenwischer auch nicht mehr wirklich wollte, hat uns nicht besonders irritiert. Er war von Anfang an nicht besonders begeistert davon, seinen Dienst anzutreten. Ah, da vorne kommt eine Tankstelle, mal wieder Zwischenstopp und Kaffee. Kaum angehalten, kam aus dem Servicefahrzeug der etwas entnervte Kommentar von Olli: "Sag mal, wollt ihr nicht blinken oder könnt ihr nicht?". Hm, wir haben aber geblinkt. Ehrlich. :sad:


    Mal ausprobieren. Hm, hinten blinkt gar nix, vorne Dauergelb. Nochmal testen. Jetzt blinkt es, dafür gehen gleichzeitig die Scheinwerfer aus. Ups. Und gleich darauf geht das ganze Auto aus. Oha. 8|


    Na, wird wohl der externe Lima-Regler hin sein. Komisch aber, dass die Ladekontrollleuchte gar nicht angegangen ist?! :gruebel: Egal, erstmal Regler wechseln.



    Da fällt der geübte Blick auf den Keilriemen. Mal kurz draufdrücken. Und feststellen, dass man den Riemen eigentlich auch mit der Hand abziehen könnte :pinch: Na, da haben die drei Experten ausgerechnet das nicht getan, was jeder Depp, der einen Gebrauchtwagen kauft, macht - die Spannung vom Keilriemen überprüfen. Da kann die beste Batterie nicht laden.


    Also Keilriemen gespannt, Starthilfe - schwupps, da isse wieder!


    Warum der Motor nicht heiss geworden ist und die Ladekontrollleuchte nicht angegangen ist, wissen wir zwar immer noch nicht, aber das wollten wir in dem Moment auch gar nicht weiter analysieren. Feststellung am Rande - es handelt sich um ein sehr höfliches und rücksichtsvolles Fahrzeug, das wenigstens nicht mitten in der Nacht bei strömendem Regen und im Dunkeln auf einer französischen Autobahn stehen bleibt, sondern schrauberfreundlich damit wartet, bis eine beleuchtete und überdachte Tankstelle auftaucht. :spitze:


    Danach lief es weitestgehendst ruhig, kurz nach der deutschen Grenze habe ich dann die Granni-Dame übernommen (ich war auf dem Parkplatz kurz versucht, nach Papst-Art den Boden zu küssen.... ). Sie hat sich auf der A5 deutlich ruhiger verhalten, und so konnte ich sie gegen halb sieben morgens unversehrt in Ettlingen abstellen. Kurzer Kommentar "wir müsen morgen früh gleich tanken!". Dann war nur noch Bett bzw. Couch angesagt und der Versuch, zu schlafen. Bis gegen halb 10 die Kirchenglocken meinten, uns mitteilen zu müssen, dass Sonntag ist.... :cursing:;(:D


    To be continued....

  • Irgendwann hatten die Kirchenglocken dann gewonnnen. Erstmal versuchen, einigermaßen wach zu werden, ausgiebig frühstücken, dann bei Tageslicht nach der Lenkung schauen. Irgendwas muss doch da sein!


    Da war auch was:



    Ganz schön verbogen auf der rechten Seite!


    8|8|8|


    Oha. Wenn wir das geahnt hätten, wären wir wohl nie in Frankreich losgefahren. :uglyrolleyes:


    Was jetzt? Die große Dicke in Ettlingen lassen und in ein paar Tagen mit Ersatzteilen wiederkommen? Na super, nochmal Schilder, nochmal Versicherung, nochmal Fahrtkosten. Andererseits, die ganze Reststrecke nach Hannover mit der krummen Angelegenheit? Weia. :pinch:





    Also erstmal an der linken Spurstange gedreht, damit die Spur wenigstens halbwegs gerade bzw. gleichmäßig ist. Und dann eine Probefahrt, ob das Fahrverhalten besser geworden ist. Olli blieb im Hof beim Scorpio, Frank und ich sind Richtung B3 gestartet. Gottseidank - die Lenkung ist wesentlich besser! Kaum auf der B3 nimmt die Dame plötzlich kein Gas mehr an und geht schliesslich ganz aus. Was ist denn jetzt wieder? 2 Dumme, ein Blick, ein Gedanke - "Wir wollten doch heute früh zuallererst tanken!"


    :stupid::irre::D


    Egal, "Frank, ruf mal kurz den Olli an, er soll mit dem Ersatzkanister kommen.". Ging leider nicht, weil Franks Handy bei mir in der Wohnung lag. Ich hatte meines zwar dabei - Frank aber nicht Ollis Telefonnummer. Hm. Hab dann bei der Auskunft angerufen, mich mit meiner Nachbarin verbinden lassen und ihr gesagt, sie möchte doch bitte mal in den Hof gehen, da steht ein ihr unbekannter Mann, der mich bitte auf dem Handy anrufen soll. :irre:


    Nachdem ich ja öfter mal Ford-Besuch habe, wundert meine Nachbarn schon lange gar nichts mehr, also hat sie anstandslos getan, worum ich sie gebeten habe. Olli rief dann auch zurück, und nach dem ersten Lachanfalll hat er auch sofort versprochen, gleich mit dem Kanister vorbeizukommen. Unsere einzige Sorge war - hoffentlich vergisst Olli nicht, dass der Scorpio genauso ratzputz leer ist wie Madame Granada! :whistling:


    Zwischendurch kamen 2 Motorradfahrer vom ASB vorbei und haben uns eindringlich gebeten, doch das Warndreieck aufzustellen - zum Glück befand sich etwas halbwegs als Warndreieck identifizierbares neben dem Ersatzrad :spitze:


    So. Jetzt erstmal tanken. Die Entscheidung ist gefallen - es wird weitergefahren. Noch schnell Kaffee für die Herren kochen, verabschieden, und dann nix wie ab mit den Nordlichtern auf die A5 Richtung Hannover.



    To be continued - ab hier wieder von Frank....

    Einmal editiert, zuletzt von Bonnie ()

  • Hm. Hab dann bei der Auskunft angerufen, mich mit meiner Nachbarin verbinden lassen und ihr gesagt, sie möchte doch bitte mal in den Hof gehen, da steht ein ihr unbekannter Mann, der mich bitte auf dem Handy anrufen soll.

    :laugh: :laugh: :laugh: :laugh:
    da wär ich nie drauf gekommen.
    hat der vorderreifen eigentlich ´n riss oder täuscht das.


    der zustand von dem turnier, is der wirklich richtig gut? sieht auf den bildern irgendwie ziemlich ordentlich aus, bislang habt ihr dazu ja noch nix verlauten lassen.
    gespannt auf den nächsten teil wartend
    mo (der auch mit der spurstange weitergefahren wär)


  • Einige Zeit lief alles normal und friedlich. Dann gegen halb zwei ein Schild "Vorsicht, schlechte Sicht, bitte langsam fahren!". Langsam fahren wir ja sowieso. Und tatsächlich, die Sicht wird schlechter. Dass der Scheibenwischer auch nicht mehr wirklich wollte, hat uns nicht besonders irritiert.


    Das erinnert mich irgendwie an einen Busbahnhof in Meiningen..... :D Ich hab´s auch erst gerafft, als plötzlich das Radio ausging. ;)




    Warum der Motor nicht heiss geworden ist und die Ladekontrollleuchte nicht angegangen ist, wissen wir zwar immer noch nicht, aber das wollten wir in dem Moment auch gar nicht weiter analysieren.


    Solange der Riemen auch nur halbwegs im Stande ist, die Lima in Bewegung zu halten, geht auch die Ladekontrolle nicht an. Nur reicht eben der Ladestrom für die Verbraucher nicht aus und so wird zusätzlich Saft aus der Batterie gezogen-bis die leer ist.


    @ Mo-bei Franks goldenem Händchen würd ich behaupten, der ist so gut, wie er auf den Bilder aussieht.

  • Also ging nach dem nachstellen der spur die reise richtung heimathaven Hannover. Das fahrverhalten hatte sich erheblich verbessert. Bin aber trotzdem nur zw. 100-120km/h und ohne wilden lenkbewegungen gefahren. An den Kasseler Bergen anlauf mit 120 und mit 100 oben angekommen, ohne in den 3. gang schalten zu müssen.



    Das größte problem war eigentlich der ständige regen ab Frankfurt. Mit nur einer funktionierenden wischerstellung, nicht immer angenehm. Aber die dame hat bis Hannover super durchgehalten, spurrillen waren ihr nun egal. Damit hat sie bewiesen, dass sie ein zähes mädel ist :spitze:


    Gegen 20 uhr dann endlich in H, die Grand Dame angestellt und nach hause gefahren, Olli und ich hatten einigen nachholbedarf an schlaf :D



    Zickig aber doch rücksichtsvoll wurde sie erst gestern wieder. Nachdem ich bestandsaufnahme in der bastellscheune gemacht hab, wollte ich noch zu nem bekannten in die werkstatt. 500m vor seiner werkstatt blieb frau gummimatte liegen und wollte nicht mehr. Der kontakt hat sich verabschiedet. Nach kurzem abschleppen und ersetzen des kontakt, durch ein originales Opelersatzteil, sprang sie gleich wieder an :uglybeer: :worship:


    Das war die story bisher, weitere mit der großen dicken folgen sicherlich.


    Nun nochmal meinen allerherzlichsten dank an Bonnie und Olli. Ohne die beiden wär ich niemals nie in Hannover angekommen :spitze: :spitze: :spitze:


    Frank


    Der zustandsbericht kommt dann heute in einem anderen fred ;)

  • geil! einfach geil! und für den Preis bekommst du beim nächsten treffen erstmal die Hucke voll 8)

  • jau da sie nun zu ende, muß ich mein bedauern ausdrücken.
    schön geschrieben! ich hätte richtig lust dabei gewesen zu sein.


    und granada fährt immer irgendwie und is ansonsten mit behelfslösungen und simplem werkzeug wieder ans laufen zu bekommen, nicht grundlos sind die kisten die unerreichten könige des autoput


    Se
    was für planungen?
    frank stellt den schön für mich weg :laugh:
    schön wärs...

  • moritz, verkauf doch einfach all deine toiletten, die du noch so brach liegen hast, dann kannste dir locker nen note 1-2 granni-kombi kaufen.