Kennt wer den Motor?

  • http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAP…iewItem&item=280188700191


    Mir scheints bisschen seltsam,nicht mal ´n einstellbares Nockenrad,gekürzte Brücke,da muss aber ne sehr genaue Abstimmung mitsammt Vergasertrichtern erfolgt sein,Schwungrad sieht mir auch nicht sooo leicht aus(obwohl das nicht so wichtig für die Gasse ist),Stellschrauben für Schlepphebel(Auslässe) extrem unterschiedlich ,die Nocke ist nicht hohlgebohrt(bei den angegebenen Drehzahlen bricht gern schonmal das Ölrohr durch Vibrationen) ,den hinten am Ventideckel angebrachten Anschluss kann ich auch grad nicht zuordnen,da der Öldeckel auch schon einen hat;und Dreistofflager könnten sich nach 5 Jahren Standzeit entmischt haben.
    Will den nicht schlechtreden weil ich ihn nicht kenne,kann auch sein dass manches aus Platzgründen im Super Seven so ist,aber Interessenten sollten nachhaken,da ich denke,dass er seriös sein muss wird es wohl alle Infos geben.
    Denke nur,dass er recht hoch geht,wollte nur zur Vorsicht ein paar Gedanken anregen!


    Ich kenne den Verkäufer nicht und werde auch nicht darauf bieten! ;)

  • Die stark unterschiedlichen Höhen bei den Einstellschrauben finde ich auch etwas seltsam. Und die Nockenwelle und die Schlepphebel sind ja schon mal ersetzt worden....schreibt er.



    Dreistofflager könnten sich entmischen? Wie meinst Du das ?

    Einmal editiert, zuletzt von matz ()

  • Wenn die Motoren lange stehen entmischen sie sich halt und zerbröseln(kann sein,muss nicht sein!)
    Hat mir mal wer so erklärt:Ist wie bei den Bandscheiben:wenn sich nix bewegt gehen die kaputt.Kanns leider ausm Stehgreif nicht mehr schlüssig erklären(das Alter! :sad: )Vielleicht kann man da auch was googlen ;)
    Die brauchen wohl die Belastung,aber beim OHC kannste getrost die Lagerdeckel mal runterschrauben,Lagerschalen und Welle angucken,wieder mit vorgeschriebenem Drehmoment zuschrauben(wenn noch gut!)

  • Ja kann ich nur Zustimmen.
    Am besten die vom dritten oder 4 Zylinder da diese immer am meisten belasted sind.
    Schau dir dieoberen Pleuellagerschalen an die Fangen den Druck ab und geben ihn auf die Welle weiter.
    Gruß

  • Zitat

    Original von stanley_motors
    Dreistofflager könnten sich nach 5 Jahren Standzeit entmischt haben.


    Wer mir das seriös erklären kann, bekommt ´ne Kiste Bier - vorher trinke ich alleine und vertraue besser der Werkstoffkunde.... ;)


    Gruß,
    Stefan

  • Wat sacht denn die Werkstoffkunde(wills ja wissen,obwohl ich nicht Willi heiss)? ;)
    Gibt ja auch wohl manchmal Prozesse,die die Entwicklung nicht voraussah,die aber in der Praxis leider auftauchen,oder?
    Aber jetzt erstmal fundiertes Wissen posten,damit ich nicht eventuell nochmal was falsches schreibe! ;)

  • Vielleicht kann einer unsere Inschenöre ja mal was dazu sagen?
    Oder das hilft weiter:http://www.kspg-ag.de/pdfdoc/k…schueren/2007/g_r45_d.pdf
    Wills wirklich mal schlüssig wissen,ist ja auch schon lange her,dass mir das einer ausm Motorsport so erklärt hat(hab aber nix kaufen/verkaufen wollen,also weder verwandt noch verschwägert! :sad: )

    Einmal editiert, zuletzt von stanley_motors ()

  • Der Link zeigt ja sehr gut den Aufbau der Lagerschale - es sind drei verschiedene Metalllegierungen - entmischen können diese sich nicht !


    Aber auch an das "Plattstehen" glaube ich nicht so richtig:
    Das Gewicht der Kurbelwelle + Pleuel + Kolben (geschätzte 20kg) verteilt sich auf 3 (V6) bis 5 (R4) Hauptlager , ich denke nicht, daß dadurch die statischen Lasten die Lager plastisch verformen können.


    Und was Flappes schreibt, hat mit dem Thema nichts zu tun !


    Gruß,
    Stefan

  • Zitat

    Original von alphonx3 (V6) Hauptlager


    3??? :wonder: welches zählste denn nicht dazu?

  • Ups....ääääähhhhhh....peinlich........


    ....dann wird´s halt noch günstiger für die V6-Lager von wegen Sigma_max, Re, Lüders und überhaupt !!! ::D ::D ::D

  • Zitat

    Original von Se


    3??? :wonder: welches zählste denn nicht dazu?


    Da gehts ja schon los bei euch Fachleuten!
    :P (Ich will doch nur spielen.....) ;)


    Da geht man mal pis...,und dann das!

    Einmal editiert, zuletzt von stanley_motors ()

  • Ich dacht der Herr SE is schon fast einen...(Flachmann) :gruebel:



    Edith sacht dat heisst Flacharbeiter! :gruebel: :?

    Einmal editiert, zuletzt von stanley_motors ()

  • Wo bleibt der"grösstmöglich selbstüberzeugte"? :D:D


    Klärungsbedarf!

  • Zitat

    Original von Bandit
    watheisst hier 3 Hauptlager beim V6 ??? Watschn !!!!
    guckst du hier ! auf seite 169 zähl ich vier !


    Ist doch nur für Capri!!!!!! :O :O

  • War ja auch nen V8,der andere ist ja nur nen 60° 6-Zylinder-Boxer! ;)

  • aber auch nur durch die Zündfolge :gruebel: obwohl er auf der anderen seite auch schon als versetzter reihenmotor bezeichnet wurde weil er keine 90 grad hat , sprich so ne art altertümlicher VR6 :irre:

  • :gruebel::gruebel::gruebel:
    Da war doch was mit einzelnen /gemeinsamen Hubzapfen,aber zu spät,und nur mit Weizenkaltschale,
    Nackt!
    Morgen noch bisschen klugscheissen über haben müssen! ;)

  • ja war auch was mit den hubzapfen , weiss ich ausm Kopp nichtmehr so genau , weils mich nie so richtig interessiert hat . für mich isses einfach ein V6 und schulz ;)

  • Hab da was gefunden ;)


    Stand: 04.12.2002 4 / 7


    Der V8 ist eine der erfolgreichsten Motorkonstruktionen aller Zeiten. Mit 90 Grad Zylinderwinkel ergibt sich ein guter Massenausgleich – und ein satter Sound!


    Die Lösung war der V-Motor, bei dem zwei Zylinderbänke V-förmig gegenüber liegen. Ein wesentliches Merkmal dieser Konstruktion ist, dass jeweils zwei Pleuel nebeneinander auf denselben Hupzapfen greifen, was bei einem Zweizylinder nur mit großen Gegengewichten an der Kurbelwelle zu passablen Ergebnissen führt, was jeder Harley-Fahrer in Form von good vibrations spürt.


    Bei einem V8 hingegen lassen sich die Massenschwingungen der Kolbenpaare untereinander recht gut ausgleichen. Hier liegt der Grund für die frühe Popularität der V8-Maschinen, die bei De Dion-Bouton 1910 erstmals in Serie gingen und 1932 mit dem Ford-V8 ihren weltweiten Durchbruch erlebten.


    Ford hatte neben der kompakten Baugröße noch einen weiteren Vorteil des V8 erkannt: Die Herstellung der Kurbelwelle war nicht viel aufwendiger als die einer Vierzylinder-Welle. Bei einem Seitenventiler fiel der zweite Zylinderkopf preislich kaum ins Gewicht. Kurz: Der V8 war groß und billig!

    Der Motor des Ford 12m P4 hat eine asymmetrische Kurbelwelle. Auch die seitlich angeordnete Ausgleichswelle konnte die Vibrationen nicht beseitigen


    Der Zylinderwinkel zwischen den beiden Bänken hängt beim V-Motor von der Anzahl der Zylinder ab. Beim V8 sorgen 90 Grad für die besten Ergebnisse, beim V6 und beim V12 sind es nur noch 60 Grad. V4-Triebwerke blieben wegen ihres ruppigen Laufs und des geringen Platzvorteils echte Außenseiter. Ford Köln baute den 60-Grad-V4 zwar in beträchtlicher Stückzahl, der raue Motorlauf des 12m P4 ist trotz einer Ausgleichswelle mit Gegengewichten bis heute legendär.



    Stand: 04.12.2002 6 / 7


    Bei genauem Hinsehen entpuppt sich der Ford V6 als Reihenmotor mit V-förmiger Zylinderanordnung. Solche Mischlinge mit einem Hubzapfen pro Pleuel nennt man VR-Motoren


    Ähnliche Probleme würde es auch bei V6-Motoren geben, deshalb war schon der erste V6 der Automobilgeschichte eigentlich ein Reihenmotor in V-Form: Beim Aurelia-Triebwerk von Lancia stehen sich zwar je drei Zylinder im Winkel von 60 Grad gegenüber, jedes einzelne Pleuel hat aber zum besseren Massenausgleich einen eigenen Hubzapfen auf der Kurbelwelle.


    Ähnliche Konstruktionen, teilweise mit bemerkenswert engen Zylinderwinkeln, baute Lancia auch mit vier, acht und zwölf Zylindern. Genau genommen müssen sie jedoch als VR-Motoren (V-Reihenmotoren) gelten, eine Bezeichnung, die VW erst viel später mit dem Kürzel VR6 populär machte. Der Buchstabendreher basiert auf einem Wortspiel für den amerikanischen Markt. VR6 klingt dort wie We are six (Wir sind sechs). Auch die einst so populären Ford-V6-Maschinen sind in dieser Hinsicht also genau genommen VR6-Motoren.


    „Echte“ V6-Triebwerke mit nur drei Hubzapfen sind selten. Sie entstanden meist, weil ein V8 auf denselben Maschinen wie sein kleineres Pendant gefertigt werden sollte. Bekannte Beispiele sind der 90-Grad-V6 von Maserati, der unter spürbaren Vibrationen im Merak und Citroën SM seinen Dienst tut. Basis war der deutlich runder laufende 90-Grad-V8 des Maserati Indy. Auch der 90-Grad-Euro-V6 (Renault 30, Peugeot 504 und Volvo 262) ist ein ziemlich rauer Geselle – der dazu gehörige V8 wurde in der Ölkrise schon als Prototyp verworfen.


    Stand: 04.12.2002 7 / 7


    Grenzgänger aus Maranello: Der Motor des 512 Berlinetta Boxer ist ein V-Motor mit einem Zylinderwinkel von 180 Grad


    Ein anderer Grenzgänger zwischen den Bauformen ist der 180-Grad-V-Motor, wie er sich im Ferrari 512 BB findet. Die Bezeichnung Berlinetta Boxer ist dabei ebenso falsch wie irreführend. Der Zwölfzylinder hat nur sechs Hubzapfen für zwölf Pleuel und ist dem entsprechend kein Boxer, sonders ein V-Motor mit einem sehr großen Zylinderwinkel von 180 Grad. Bei sechs Kolbenpaaren stellt sich der erwünschte Massenausgleich hier beinahe von selbst ein.


    Quelle:Archiv Oldtimermarkt ;)

  • Weiß denn jetzt jemand hier, ob es bei den Lagerschalen wirkliche Standschäden gibt oder nicht ?


    ...würde mich ja doch ´mal interessieren !

  • Naja,was die Werkstoffkunde sagt hast du noch immer nicht geschrieben :no:


    Und der Aufbau der Lagerschalen ist halt dreischichtig,daher ist vielleicht der Ausdruck "Entmischen"nicht ganz korrekt,vielleicht lösen sich auch die Schichten voneinander :gruebel:
    Wüssts auch gern nochmal genau :sad:

  • Soweit ich weiss entmischen sich nicht die 3 Lagerschichten beim 3-Stofflager voneinander, es ist ja unter anderem gerade deswegen ein Dreistofflager, damit sich da gegenseitig nichts chemisch angreift, also bestimmte Materialien durch eine Zwischenschicht (z.B. Nickel) voneinander getrennt sind.


    Es können sich wohl bestimmte Laufschichtlegierungen entmischen, also die Legierung der laufschicht selbst selbst löst sich auf. Ich weiss jetzt aber nicht, ob das bei heutigen Lagern überhapt noch während der Lebenszeit des Lagers passieren kann oder gefährliche Ausmasse annimmt. Glaube ich auch nicht. Köln V6 und V4 haben ja auch schon ewig 3-Stofflager ab Werk, wenigstens als Pleuellager.

  • Also eigentlich doch entmischen der "Laufschicht"!?
    Werd persönlich jedenfalls immer mal ne Schale aufschrauben,schauen,ist ja kein Problem wenns gut ist wieder zuzuschrauben. ;)
    Und nochmal Edith:
    Gerade bei den V4 kommt es z.B.recht häufig vor,dass wenig gefahrene Motoren Lagerschäden an der Ausgleichswelle haben(Ex-Feuerwehren)!

    2 Mal editiert, zuletzt von stanley_motors ()

  • Na ja, V4 Ausgleichwellenlager sind ja nur Stahl/Alu 2-Stofflager, und meistens ist ja nur das vordere Lager wirklich kaputt, wegen dem Zahnradantrieb. Und bei den Feuerwehren kommt das wohl hauptsächlich wegen Sprit und Wasser im Öl, wegen Kurzstreckenbetrieb. Besonders lange halten die Ausgleichwellenlager ja eh nicht, nich nur bei Feuerwehrtransits.

  • Hmm,Papas P6 QP damals hatte beim Unfalltotalschaden so etwa 270000km auf der Uhr,aber ist insoweit richtig,dass mir auch meine Erfahrung sagt,dass dieser Lagerschaden eigentlich der häufigste Defekt am V4 ist (neben Stirnrad).
    Aber ein 2-schichtiges muss doch wohl auch nicht schlechter sein als ein 3-schichtiges.
    Bei einem hab ich mal das Lager rausgezogen,das hatte sich offensichtlich mitgedreht.(Öl war immer genug drin,lief auch nachher wieder schön ;) )

  • Man muss eben bedenken, dass die Ausgleichswelle mit Kurbelwellendrehzahl dreht, die Nockenwelle mit ungefähr gleich dimensionierten Lagern wie an der Ausgleichswelle aber nur halb so schnell.


    Und bei Dreistofflagern haben die Lagerhersteller eben mehr Freiheiten bei der Materialwahl, eben wegen der Zwischenschicht.

    Einmal editiert, zuletzt von Willi ()