bremskolben ausbauen

  • da hier aktuell ber das ausbauen von bremskolben gesprochen wird,
    hiel mal mein tip dazu:


    es gibt meist eine riesen sauerei beim rausdrcken, durch die dann auslaufende bremsflssigkeit.
    das rausdrcken mit hilfe des bremspedal ist da die denkbar schlechteste variante.
    besser geht es, wenn man den bremssattel abbaut und anstelle der bremsleitung einen abschmiernippel einschraubt, dieser passt auf das gewinde.


    nun kann mit einer abschmierpresse fett eingepresst werden. dieses hat ausreichend kraft um den kolben auszudrcken und wenn er dann kommt, hat man nicht die sauerei, da das fett nicht rumspritzt.


    ein brettchen zwischen die beiden kolben verhindert, dass dieser schaden nimmt.

  • Hmmmm und wie bekommst Du das Fett wieder komplett aus den Bohrungen raus ?
    Abgesehen mal davon das wahrscheinlich die wenigsten zu Hause ne Fettpresse haben.
    Aber Du hast natrlich recht, das es mit der Pedalmethode ne Sauerei geben kann...
    Ich bin bei meiner Beschreibung allerdings davon ausgegangen das das jedem klar ist und er eine entsprechend groe Schssel unterstellt.

  • ...und das geht am besten mit kaltreiniger oder bremsenreiniger,
    da beim einbau neuer dichtstze sowieso absolute sauberkeit herrschen sollte.

    und gerade wenn man den bremssattel noch lackieren mchte muss gut entfettet werden.


    bremsflssigkeit ist ein echt giftiges und aggressives zeug,
    wer schon mal seine hnde drin gebadet hat kennt das.
    und lack greift sie auch an. in diesem fall mit viel wasser absplen.

  • Finde die Idee mit dem Fett reindrcken nicht wirklich so genial. Klingt nach ner ziemlichen Sauerei.
    Mein Tip:
    Bremsleitung ab, dnnes Holzbrett zwischen die Kolben und mit einem Kompressor (falls zur Hand) in den Bremsleitungsschacht leicht Druck ausben. Nicht zuviel Druck, sonst knallt es und der Kolben ist hin. Geht aber ganz gut und komplett ohne Sauerei!!!
    Wer keinen Kompressor hat sollte sich dann schleunigst einen zulegen, selbst mein blder Baumarkt Kompressor erfllt seinen Zweck und das schon seit Jahren!

  • Also die Kolben die wir ausgetrieben haben htte kein Kompressor rausgedrckt.... :rolleyes:
    Das hatten wir auch zuerst versucht...

  • wie und ne Fettpresse hat mehr Kraft als ein Kompressor?

  • es stimmt schon, wenn die kolben nicht festgerostet sind,
    bekommst du sie auch mit druckluft raus,
    ist aber schwerer zu dosieren.
    und das dingen schiet unkontrolliert raus


    mit fett geht es echt richtig gut, damit baust du ordenlich druck auf und das ganz gezielt.

  • Hi,


    frher war hier mal eine gute Methode mit Plttchen zwischenlegen beschrieben, Seite ist aber scheinbar vorbergehend nicht aktiv.


    http://www.dickhaut-specials.de/


    Ich baue den Sattel sonst komplett aus und schliee einen alten Motoradbremshebel mit Ausgleichsbehlter an, lege den Sattel in einen Eimer, spanne den Hebel in den Schraubstock und flle alten Saft nach und pumpe los. Die Dickhaut-Methode ist aber bei mehrzylindrigen Stteln besser, falls ein Kandidat festsitz; dann drckt man die flutschige Seite raus und muss bekommt den festsitzenden Zylinder nicht mehr los!


    Vom Benutzen von Druckluft rate ich ab, da dies zu einer sehr unkontrollierten Sache werden kann und die Teile sehr empfindlich sind.


    Zum Polieren alter Kolben und Laufflchen hat sich bei mir brigens "NeverDull-Polierwatte" bewhrt.


    P.

  • wenn ein kolben festsitzt ist es am einfachsten den sattel nicht zu demontieren sondern die belge/kltze rauszunehmen und gegen restlos verschlissene zu ersetzen. hiermit wird verhindert, da ein kolben ganz rausfliegt und man den anderen kaum noch herausbekommt, weil sich kein druck mehr aufbaut. womit der druck ausgebt wird soll jeder selbst entscheiden. ich halte nix von fett in der bremsanlage! wrde es immer erst mit pedaldruck versuchen und wenn das nicht geht die druckluft verwenden.

  • ...klappt auch beim Dosieren mit den teureren Pistolen, die eine Luftdosierung durch unterschiedlichen Hebelzug ermglichen. Mit 10 bar und gleichzeitig ein paar Schlgen mit Gummihammer hab ich bisher jeden gelst.

  • kleiner Trick bei der Druckluft: Man nehme einen alten Fahrradschlauch und ritze in ihn ein ca. 5mm langes Loch.
    Den Schlauch mit dem Loch genau auf die Bremsleitungsbohrung halten und die Druckluftpistole ins Schlauchloch und damit luftdicht in die Bohrung stecken.


    Quasi den Schlauch als Dichtung benutzen zwischen Bremssattel und Pistole.


    1000mal probiert und nix problemas. Ging immer, auch bei 40 Jahre alten Bremsen.

  • Hallo zusammen!


    Habe gerade ÜBA! Thema Bremsen. Jetzt mal ne Frage von mir, und zwar, am Bremskolben ist ne Kerbe. Nicht die, die man zum zurückschrauben braucht. sondern die an der innenseite. wisst ihr für was die da ist?
    Wäre über schnelle antwort dankbar, hab morgen nen test darüber!



    Grüßle nadja

  • außer für luft/oil druck (wenn man nicht dichtung) und die verwendung von spezialwerkzeugen,
    Sie verwendung bolz - als Methode von "Letzte Chance". Wird der bremskolben so rost, speichern sie es macht keinen sinn.
    müssen sie den bremssattel zerlegen. Bohrer ein loch in den bremskolben und machen gewinde, M10 (M12, etc) zum beispiel.
    Nun ziehen sie die bolz, wird der bremskolben herausgedrückt werden.
    Methode geprüft und zugelassen. :)

  • Eine Fettpresse Macht mit ihrem Stempel so ungefähr 120 Bar.
    Die letzten Granada Bremssättel in gut und gängig die ich hier im Forum erworben hab ließen sich mit Pressluft und Co.
    zu gar nichts bewegen.
    Hab mir dann eine Fettpresse zugelegt und das Ganze stressfrei ausgepresst .
    Ganz klar kann jeder seinen Hauptbremszylinder plagen so viel er mag.
    Nur wenn ich Teile kaufe und die aufarbeite hab ich keinen Hbz., deshalb finde ich die Idee mit dem Motorradbremshebel
    echt super.
    Bei dem Tip von Jawolf ist mir aufgefallen ,Daß man evtl. die Pumpe vom Mountenbike für die Telegabel nehmen könnte ,die hat richtig Dampf.

  • fällt mir ganz "off topic" auf:

    Die letzten Granada Bremssättel in gut und gängig die ich hier im Forum erworben hab ließen sich mit Pressluft und Co. zu gar nichts bewegen.


    hecktrieb-forum. sehr entfehlenswert.


    fassungslosen gruß
    jürgen

  • wenn ein kolben festsitzt ist es am einfachsten den sattel nicht zu demontieren sondern die belge/kltze rauszunehmen und gegen restlos verschlissene zu ersetzen. hiermit wird verhindert, da ein kolben ganz rausfliegt und man den anderen kaum noch herausbekommt, weil sich kein druck mehr aufbaut. womit der druck ausgebt wird soll jeder selbst entscheiden. ich halte nix von fett in der bremsanlage! wrde es immer erst mit pedaldruck versuchen und wenn das nicht geht die druckluft verwenden.


    ...mache ich das im prinzip genauso.
    das mit fett ist doch scheisse. ne reisensauerei und der in den bremssattelhälften liegende o-ring braucht das fett auch nicht...


    wenn man die kolben mit der methode relativ weit draussen hat kann man den rest mit pressluft o. ä. sicher rausbekommen.
    wie bierchen schon schreibt, das problem ist immer, wenn ein kolben draussen ist, dann kann man keinen druck mehr aufbauen um den anderen rauszudrücken.


    daher drücke ich die kolben mit dem vorhandenen bremssystem genauso so weit wie möglich raus.
    dann abmontieren, auslaufen lassen und dann stemme ich jeden kolben am oberen abgesetzten rand vorsichtig und langsam rundherum mit einem schraubendreher raus bis er ganz frei ist.
    das hat bisher immer einwandfrei und ohne schäden geklappt.

    Einmal editiert, zuletzt von fochtfahrer ()

  • Klar ist Fettpresse nur eine der letzten Optionen und wurde in der Zeitschrift Oldtimermarkt ausführlich beschrieben und empfohlen.
    Warum sollte ich meinen Bremssattel auch fetten wenn s mit Pressluft ,Bremsflüssigkeit und Co funktioniert.
    Tim hat den Tip mit der Fettpresse hier reingesetzt und wird nur kritisiert. :gruebel: find ich schade
    Ist auch nich off topic oder?
    Was ich schreiben wollte war eher




    WENN ALLES ANDERE NICHT GEHT 8) ......dann.

  • der tip ist 10jahre alt aber noch immer brandheiss.


    ich musste das zu der zeit bei meinen sätteln mit fett machen und die dinger funktionieren noch heute

  • wer die mit fett auspressen muss, braucht auch keine rücksicht auf irgend welche dichtungen zu nehmen, die müssen eh neu.


  • Tim hat den Tip mit der Fettpresse hier reingesetzt und wird nur kritisiert. :gruebel: find ich schade.


    na es sollte kein blindes kritisieren sein. es geht mit den anderen methoden einfach eleganter. das fett hat halt seine nachteile.



    und die dichtringe zwischen den sätteln gibt es ja nicht einzeln...

    Einmal editiert, zuletzt von fochtfahrer ()

  • hat mann nicht mehr druck beim betätigen der bremse als mit´ner normalen fettpresse?


    unkonstruktiv rummäkeln liegt mir hier übrigens vollkommen fern.


    den tip mit der fettpresse habe ich schon oft gelesen und jedes mal denke ich mir, was´ne sauerei aber wenns anders nicht geht.
    das funktioniert auch sicher, ich halte es nur einfach nicht für der weisheit letzten schluß.

  • den druckunterschied kenn ich nicht. problem ist, dass die sättel beim zerlegen zumindest bei mir immer ausgebaut sind. gibts bestimmt auch ne schöne sauerei, wenn die kolben mit bremsflüssigkeit rausrutschen.


    fett ist eigentlich ne saubere sache, wenn es mit druckluft nicht geht. das fett lässt sich schön dosiert eindrücken, die kolben fliegen einem nicht um die ohren, es lässt sich auch recht gut wieder aus dem sattel raus machen, besonders wenn noch etwas bremsflüssigkeit drin war und dann wieder hinten rein in die fettpresse.
    besonders bei den zweikolben sätteln muss man ja immer aufpassen, dass nicht ein kolben vor dem anderen raus geht. das macht sich mit fett schön sachte

  • wenn die kolben mit bremsflüssigkeit rausrutschen.



    du kannst ohne Probleme Wasser nehmen. Und ob Fett oder Wasser, beides kannst du nicht verdichten und dosiert drücken.

  • macht mann alle wie ihr meint,
    mit belaglosen klötzen fällt wie auf seite 1 geschrieben auch kein kolben raus, auch nicht bei zwei oder vier oder 100 kolbensätteln, aber sie kommen bis kurz davor.

  • Hier mal mein Senf dazu, auch wenn Bierchen natürlich recht hat, daß es jeder so machen soll wie er meint:


    Pressluftmethode ist meines Erachtens etwas knifflig: Erstens ist mir mal mit Pressluft ein Kolben verkantet, was dann nen Haarriss im Zylinder zur Folge hatte. Tonne.


    Pumpe mit Bremsflüssigkeit, egal ob HBZ oder Motorradstempel ist eigentlich okay, wenn der Kolben noch gängig ist, man erspart sich natürlich das penible Entfetten.


    Meistens schauts aber so aus, daß man Bremssättel überholen muß, deren Kolben so richtig fest gegammelt sind. Wenigstens einer von beiden.
    Ich finde in diesem Fall die Fettmethode am sichersten. Man kann mit genügend Druck ordentlich dosieren.


    Meine Vorgehensweise: Der Sattel wird natürlich vorher von außen komplett gereinigt. Das Ding in den Schraubstock spannen (an den "Ohren") und in die Aufnahme für den Bremsschlauch die Fettpresse reinschrauben. Soweit alles wie beschrieben.
    Ein Kolben, der Leichtgängigere, kommt beim Pressen natürlich zuerst. Sieht man sofort. Dieser Kolben wird dann gleich mit einer oder zwei Schraubzwingen in seiner Lage fixiert, also gar nicht weiter pressen.
    Wenn der Kolben fixiert ist, munter weiterpressen. Entweder kommt jetzt der andere, oder die Schraubzwingen sind für´n Sack.
    Den Kolben also rauspressen. Ganz raus. Wenn das Ding draußen ist, begutachten, ob noch zu retten (meistens) oder Neu.
    So, nun die Bohrung saubermachen. Meistens sitzt der Rost ja zwischen Dichtring und Staubschutzmanschette, hinter dem Dichtring siehts ja oft besser aus. Also: Dichtring ganz vorsichtig rausnehmen und die Bohrung saubermachen. Das kann man ruhig mit nem 400er Papier machen, da dichtet nämlich nichts. Später dann nochmal mit nem 1200er drüber....aber momentan reicht 400er. Die Rille bzw Nut wo der Dichtring reinkommt sehr sorgfältig saubermachen.


    Jetzt den Kolben saubermachen (ich geh jetzt mal von dem Fall aus, daß der alte Kolben wiederverwendet wird). Da siehts jetzt anders aus: Das ist die Mantelfläche, die dichtet!
    Die äußere Fläche, die meistens auch stärker angegammelt ist, also außerhalb des Dichtrings, kann eigentlich aussehen wie die Sau, ja sogar Scharten vom Rost haben. Da dichtet nichts, muß nur in der Bohrung geführt werden. Natürlich bei komplett reingedrückten Kolben, also voller Belagstärcke.
    Ab Dichtgummi bis nach hinten, also dem Teil der Mantelfläche, der bei Abnutzung der Beläge mit der Zeit langsam rauswandert, dürfen keine Verletzungen mehr sein. Keine Riefen, Lunker, Scharten...hört sich jetzt erstmal schlimm an, aber in der Regel sind die Kolben da auch ziemlich brauchbar, also mit 1200er Papier fein abschleifen und gut ist.


    So, jetzt den ALTEN Dichtgummi, vorher saubergemacht, wieder rein, Kolben rein bis ganz hinten, und dann die Schraubzwingen umspannen, um den jetzt gangbaren Kolben zu fixieren.


    Jetzt den anderen Kolben rauspressen. Gleiches Spiel.


    Der muß jetzt nicht wieder rein, sondern wenn alles geschliffen ist, den anderen Kolben mit zwei größeren Schraubenziehern an der Staubschutzmanschettennut fassen und heraushebeln.


    Und jetzt muß natürlich das Fett raus. Bremsenreiniger, Pressluft, Bremsenreiniger, Pressluft, bis da wirklich alles raus ist. Durchaus machbar, in so nem Sattel sind ja nur die Kanäle und die Bohrungen samt Nuten. Nein, da ist wirklich kein Automatikgetriebe drin versteckt.


    So, das Dingens klemmt jetzt ganz arg saubergemacht vor uns im Schraubstock. Überholsatz bietet uns zwei Penisringe für Nick, die kommen in die Nuten. Mit einem T. Außerdem die Staubschutzdinger, aber die kommen erst ganz zum Schluß.


    Wenn die Dichter drin sind, kommt Bremszylinderpaste GANZ DÜNN in die Bohrung. Und GANZ DÜNN auf die Kolben. Da is nix Viel hilft Viel.
    Kolben rein.
    Manschetten drauf.
    Gut ist.


    Wer meint, den Sattel zwischendrin noch aufrüschen zu müssen: Gerne. Allerdings hat Lack natürlich nichts in der Bohrung zu suchen.


    Das ganze ist zwar eine wirklich siffige Nummer, aber bis jetzt hab ich damit schon genug Sättel wieder aufgepäppelt, und das war die Arbeit eigentlich wert. Vor allem bei unbeschaffbaren Sätteln ist meines Erachtens die Fettmethode die sicherste. Was die Kompatibilität von Fett und Gummi angeht: es kommen ja sowieso neue Gummis rein, und wenn man sauber arbeitet, ist da auch kein Fett mehr drin.
    Ne Rolle Zewa, ne Dose Bremsenreiniger, und ne Stunde bis eineinhalb pro Sattel..... plus natürlich nen Überholsatz, weil wir hier in der Öffenlichkeit sind.


    Wers anders machen will, ist auch gut, wollte mich nur kundtun.....is ja immer ein heikles Thema sowas.


    Frohes Schaffen! :spitze:

  • öl in die fettpresse oder bremsflüssigkeit lässt sich super geschmeidig dosieren, also beim drücken, und is zehn mal schneller aus dem sattel raus als fett! braucht mann aber wirklich nur bei echt übel festen kolben! ansonsten kommt der dolben auch locker mit druckluft! und wer keine belaglosen beläge hat, nen stück 10er stahl und noch ein 3mm blech dazwischen und beide kolben sind rausen. ....

  • Bin ganz Tims Meinung....damals beim Käfer als der grosse Werkstattkompressor auch nach x-fachen Versuchen das ganze mit viel Druck keinen Millimeter bewegt hat war Fettpresse der Retter in der Not...
    Danach hat gezielte Wärme einen Grossteil des Fetts entfernt, dann mit handelsüblichen Mitteln entfettet, neuen Dichtsatz rein und die Fuhre fährt und bremst noch heute..