Motor hat plötzlich keine Leistung mehr

  • Würde dieses Leistungsloch auch häufiger auftreten, wenn man beim V6 die Rücklaufleitung verschlossen hätte am Vergaser?


    Zuwenig Sprit kann er dann ja eigentlich nicht bekommen, oder?


    Christian

  • nein, die rücklaufleitung kannst du dichtmachen. beim v6 ist es häufig eine hängende schwimmernadel oder leicht verstopfte düsen. deckel runter (ohne dichtung kaputtzumachen), alles rausbasteln was lose drin ist, einmal mit luftdruck durchblasen und dann sollte es das gewesen sein.


    wenns das nicht ist die schon beschriebenen dinge ausführen.

  • Ich würde auch auf Vereisung tippen.Der Luftfilter wird ja automatisch von Sommer auf Winter umgestellt.Wenn der Thermofühler hin ist oder die Klappe hakt vereist der Vergaser.Hatte ich bei meinem Käfer immer bei 0Bis 5Grad Plus.Der Wagen nimmt dann kein Gas mehr an,bleibt man ein paar Minuten stehen wird die Vereisung wieder von der Motorhitze aufgetaut da ja jetzt der Fahrtwind fehlt.Überbrück den Fühler und laß den Unterdruck direkt in die Klappe vom Luftfilter.Am besten du saugst noch mal an der Klappe und horchst oder guckst ob die Klappe umspringt.
    Gruß Thorsten

  • Zitat

    Original von Sascha | Member #11


    Ich wars.
    Habe alles getauscht und eingestellt. Bis auf den verkackten Benzinfilter. Wieder was gelernt.


    Stimmt, im P7 wenn ich mich recht erinnere.


    Aber hatte Bernd das nicht in dem Lila Ascona auch? Ich meine ja...da war es doch das Siebchen im Vergaser, oder nicht? :gruebel:

  • Zum Thema Vergaservereisung:


    Beim Diplomat ( war ein 3.0 S aus einem Senator drin, Vergaser 4A1 ) war die Ansaugbrückenvorwärmung abgeklemmt, die normalerweise Warmluftdurchflutung von den Krümmern bekommt. Da waren nämlich Krümmer vom Einspritzer drauf, die haben diesen Anschluß zur Ansaugbrücke nicht.


    Der Rüssel, der vorgewärmte Luft saugen soll, war selbstverständlich auch abgeklemmt. Also absolute Sommer-Einstellung.
    Da ist auch nichts vereist, obwohl ich den Wagen im Januar überführt habe.


    Weiterhin kann ich mich erinnern, mit einem Granada bei -10°C von der Arbeit nach Hause gefahren zu sein. Da war restlos alles eingefroren, lediglich die Wasserpumpe kam mit einem Rascheln frei. Das Balg für die Ansaugung vorgewärmter Luft - wie sollte es anders sein - nicht vorhanden.
    Es fällt mir wirklich schwer zu glauben, daß ein Vergaser bei diesen subtropischen Temperaturen vereist.
    Zumal der ja nur Sprit in ein Röhrchen pinkelt und ganz leicht zerstäubt. Er vergast ja nicht wirklich zu 100%. Verdampft wird der Sprit ja erst so langsam im Ansaugkanal bzw. über die Verwirbelung des Einlaßventiles, welches ja auch deutlich wärmer ist als alle anderen Bauteile vorher.

  • es vereist doch nicht der sprit, oder hab ich dich nun falsch verstanden denis?
    der motor bekommt keine luft mehr.
    phänomen tritt auf bei minimalen plusgraden und hoher luftfeuchtigkeit, die luftfeuchtigkeit gefriert dann durch den schnellen luftstrom.
    kann ich bei uns inner brauerei auch immer schon sehen wenn ich ´nem tank den druck ablasse. da gefriert alles rundum den luftauslaß, obwohl die tankinnentemperatur bei 5° oder mehr liegt und die raumtemperatur bei 6° oder mehr




    Christian
    hab mit verschlossenen rückleitungen bei mehreren karren, niemals probleme gehabt.

    Einmal editiert, zuletzt von Bierchen ()

  • Zitat

    Original von Bierchen


    ...kann ich bei uns inner brauerei auch immer schon sehen wenn ich ´nem tank den druck ablasse. da gefriert alles rundum den luftauslaß, obwohl die tankinnentemperatur bei 5° oder mehr liegt und die raumtemperatur bei 6° oder mehr...


    Das ist die Expansion. Das kenne ich von der Druckluftpistole. Bei 30°C im Schatten ist das Ding nach 5 Minuten so vereist, daß man den Knopf losläßt, aber sie weiterläuft weil der Knopf eingefroren ist.
    Durch die höhere Strömungsgeschwindigkeit herrschen direkt ganz anderen Drücke ( sinken ), aber ob die Temperatur sofort derart sinkt daß alles einfriert...zumal die Luft, je kälter sie ist, von Natur aus weniger Wasser aufnehmen kann. Sie ist wesentlich früher gesättigt.


    Aber hier wäre es für mich nur eine Ausrede fürs Gewissen, um nichts zu kontrollieren zu müssen ;)


    Warten wir mal ab, bis der Kollege sich mit seinem Erkenntnissen zurückmeldet :D

  • ich glaub auch nicht dran, daß es in diesem falle vergaservereisung ist.


    vergaservereisung tritt nie auf wenn´s richtig kalt is (also bei deutlichen minusgraden, weil eben die luft zu kalt ist um genug wasser aufnehmen zu können-da hast du natürlich recht) mistiges herbstwetter ist am geeignetsten für das phänomen :spitze::spitze::spitze:
    naja und in mistigem herbstwetter pflege ich nun mal zu arbeiten :O
    expansion haste im vergaserfall ja auch. oder?

  • Zitat

    Original von Denis
    ...zumal die Luft, je kälter sie ist, von Natur aus weniger Wasser aufnehmen kann. Sie ist wesentlich früher gesättigt.


    Genau DAS ist ja der Witz dabei - die Luft kühlt durch Expansion ab, wenn sie viel Wasser enthält, fällt das dabei aus. Wasser + Kälte... bingo!