Hi, ich möchte auch noch was ergänzen. Zu faul zum Schreiben, wie ich nun mal bin, gibts wieder Bilder. Ich hatte letztens eine Explorer Kurbelwelle zum Umarbeiten hier, und habe damit dann mal etwas rumexperimentiert. Ich stimme Markus auf jeden Fall komplett zu, lange halten wird das wohl nicht, die Pleuele im 2,8 sind ja eigentlich schon zu kurz, aber das bringt der Baukasten eben so mit sich, bei gleich hohen Blöcken von 1,8 bis 2,9 Liter.
Hier mal die 4,0 Kurbelwelle im Vergleich zur 2,8er. Wohl klar, welche was ist...

Nicht nur, dass die Kolben oben aus dem Block ragen würden, unten zwischen Kolbenbolzen und Gegengewicht ist auch zu wenig Platz. Ist ein 2,8er/früher 2,9er Pleuel, beim 4,0 sind die Pleuele länger und der Block höher. Warum das so ist hat Taunusquäler ja schon geschrieben.

Im Block würde der Kurbelwelle eigentlich nur das Peilstabloch im Weg sein, wenigstens ohne Pleuele, mit Pleuelen wird’s bestimmt sehr knapp zu den unteren Enden der Zylinder und auch zur Ölwanne.

Die englischen 3,5er werden meist mit 2,8er Pleuelen und abgedrehten 2,9er Kolben (die dann natürlich nur noch einen eher kurzen Feuersteg haben...) mit vergrösserten Mulden gebaut. Um Platz für die Kolben zur Kurbelwelle zu schaffen wird diese an den Gegengewichten abgedreht, zum Wuchten werden dann meistens zusätzliche Gewichte an Riemenscheibe und Schwungrad angebracht. Wenn man die 2,9er Köpfe verwendet kann man auch den Nockenwellenantrieb auf Kette und 2,9er Nockenwelle umrüsten, inklusive Verteiler- und Ölpumpenänderung. Das geht schon, ist aber auch etwas Aufwand.
Trotzdem wohl nicht empfehlenswert, jedenfalls nicht, wenn man über 4500 drehen oder auf die Autobahn will...