Allgemeiner 3D-Druck Fred

  • Der OnkelB hat mich ja gebeten, zu meinen ersten Erfahrungen mit dem neuen 3D-Drucker was zu schreiben. Um nicht weiter den Faden vom Knudsen73 vollzumüllen also einer neuer, den man ja ggfs. auch für weitere Diskussionen verwenden kann.

    Um meine Erfahrung einzuordnen, ist vielleicht auch mein Background hilfreich: Maschinenbauingenieur - hab in der Firma schon seit 15 Jahren mit 2 verschiedenen Profidrucjern zu tun (als Mittel zum Zweck, ist nicht mein Hauptjob).

    Wie schon geschrieben hab ich gerade den Bambulab P2S Combo mit Materialspeicher gekauft. Kaufargument für mich: das ganze soll out-of-the-box funktionieren und nicht noch ein weiteres Hobby werden, mit dem man viel Zeit verbringen muss. Das konstruieren reicht mir da schon als Zusatzaufgabe. Wurde mir vorab entsprechend von einem guten Kumpel auch bestätigt.

    Aktuell gibt es den Drucker im Jubiläumssale 100 billiger. Tipp zu Kauf: auf Filament gibt es beim Kauf ordentlich Prozente, als gleich mal eine größere Menge mitbestellen.


    Auspacken gemäß Video geht schnell. Danach durch das Menü klicken, dann kalibriert er sich erstmal ca 30 min selber. Ins WLAN nehmen und nicht ein Firmware Update installieren. Danach Filament rein (macht er auch automatisch über Materialspeicher) und dann kann es losgehen.

    Die passende App liefert auch gleich eine Bibliothek mit freien Modellen für alles, was man nicht braucht, mit. Software zum slicen Gibt es auch von Bambu, runterladen, installieren und glücklich sein.

    Das alles ist aus meiner Sicht idiotproof, insbesondere wenn man das Filament von Bambu dazu kauft (was natürlich teurer ist als irgendwelches anderes). Das erspart einem aber das rumexperimentieren mit den richtigen Einstellungen im Slicer (siehe oben: ich will nicht mir nicht noch ein weiteres Hobby ans Bein binden).

    Negativseite: es laufen alle Daten über China (zumindest wenn man es einfach nur benutzen will), damit kann ich aber bei meinen privaten Anwendungen (irgendwelche Modelle aus dem Netz, da gibt es wirklich schon sehr viel auf den verschiedenen Plattformen, und selbstkonstruiertes drucken) gut leben.


    3D Druck ist meiner Meinung die Zukunft, wenn es darum geht alte Fahrzeuge zu erhalten. Allerdings muss man halt dafür konstruieren können/wollen.

    Der alternative Weg wäre Scannen, aber auch sagt mir meine bisherige Erfahrung bei der Arbeit, dass man es für einen sauberen Druck dann doch besser rückführen sollte.


    Aktuell kann ich den Kauf empfehlen, mal sehen was die Zukunft so bringt.

  • Ah danke. Ja macht Sinn hierher zu verlagern. Ich meine mich zu erinnern, gelesen zu haben, dass es nicht zwingend über China laufen muss und auch Direktdruck geht. Hab ich das hier oder anderswo gelesen?

    Habe mich zwischenzeitlich zum Konstruieren informiert. Also einige Kurse angesehen. Ich denke das ist zumindest für überschaubare Dinge lernbar. Dazu kommt noch Wissen über Filamente, da bin ich noch nicht dazu gekommen.
    Derzeit entdecke ich immer wieder Dinge wo ich denke, dass könnte man mal nachdrucken. Besonders jetzt auch wieder kleine spezielle Plastikteile am ´78er Wohnwagen.

  • Ah danke. Ja macht Sinn hierher zu verlagern. Ich meine mich zu erinnern, gelesen zu haben, dass es nicht zwingend über China laufen muss und auch Direktdruck geht. Hab ich das hier oder anderswo gelesen?

    Ja kannst du. Der P1S/P und X1C haben einen SD-Kartenslot, der P2S/P hat ne Standard USB Schnittstelle für nen USB-Stick.


    Damit kannst du den Druckjob am Rechner auf Stick/Card übertragen und ohne LAN/WLAN Verbindung drucken. Geht, ist aber nicht komfortabel.
    oder in einer LAN Umgebung ohne Internet. Dann hast du fast den gleichen Komfort wie mit Cloud, nur halt ohne Internet.

  • Der Druck mit SD-Karte oder USB-Stick auch hat den Vorteil, dass du den Drucker auch ohne weiteres laufendes Gerät stundenlang arbeiten lassen kannst. Also auch stand-alone in der Besenkammer....

  • Das ist natürlich gut, wenn man den nicht unbedingt im selben Raum stehen haben will. Die Kiste könnte gemütlich im Versorgungsraum Krach machen und ausdampfen.

  • Ich nutze die Geräte Prusament XL Core one bald mit 8 Tool Indx und den Harzdrucker Prusa SL1S


    Bei der Marke bin ich von Anfang an dabei , es gab nie Probleme bei Fragen oder defekten sowie Fehler , wenn was defekt war ging es problemlos über die Gewährleistung , und auch so einfach sehe zufrieden auch wenn es mal Höhen und Tiefen gab


    Die Preise sind natürlich deutlich höher ganz klar aber ich kann völlig offline drucken was ich auch bevorzuge , der Slicer ist sehr gut gemacht , umfasst jeremenge Filamente eigen Marke und Auch andere hersteller.


    Aber auch China ist da ganz weit vorne mittlerweile , anycubic das waren damals Geräte 😄 bastelbuden aber mittlerweile sind die alle recht auf einem Level , Druck ist eben Druck , das Grundprinzip ist bei allen Druckern sowieso gleich ☺️ ich konstruiere 99,99% selbst was am ende den großen spaß bringt und das individuelle wie Ersatzteile oder Gebäude Modellbau etc das macht es aus , ausprobieren was selbst herstellen wie die Spiegelrahmen oder andere Teile die es nicht mehr zu kaufen gibt


    Ich schätze du wirst auch viel Freude daran haben auch zukünftig ☺️

  • mal ne frage zu teilen die größer sind als der bauraum. kann ich die original konstruieren, einen schnitt setzen und bspw. hälfte für hälfte drucken um sie dann zusammen zu setzen?

  • Ja, kannst du normalerweise.


    Manche Programme bieten dann auch Verbindungselemente an, z.B. werden dann von dem Programm in das zerschnittene Teil automatisch Nut und Feder eingesetzt dass du ne formschlüssige Verbindung hast.

  • das klingt sehr sinnvoll.


    Frage zur Präzision. wie maßhaltig sind die drucke im hobbydruckerbereich? wenn ich jetzt 15,2mm konstruiere, was kommt dabei raus? bzw. ich habe ein 3mm vierkantloch im objekt, wie genau ist die abmessung, wie scharfkantig die innenecken und wie gerade geht das durch ein 30mm objekt? machen die hersteller dzu aussagen? liegt sicherlich an der druckdüsengröße. hat man da variablen?

  • Auf den ersten Schuss erreicht man gute Näherungen.

    Wenn ich wo wirklich Präzisione brauche mache ich meistens einen Testdruck. ZB eben ein Maß mit 15,2 messe dann. Wenns passt super, ansonsten korrigieren und nochmal.

    Wenn das Teil groß werden soll und deshalb Testdrucke aufwändig werden, dann mach ich nur Ausschnitte als Testdruck, wo es drauf ankommt.

    Wichtig dabei ist, dass die Drucklage beim Testdruck dem entspricht, wie es dann auch am Teil gedruckt wird!

    Aber wenn man sich da ein wenig rantastet sind da halbwegs präzise Teile rauszubekommen. Steckverbindungen sind da zB auch kein Problem.

    Sehr viel holen kann man sich da schon alleine, wie man das Teil dann beim Drucken orientiert.

  • In der Slicer-Software (die den Druckauftrag passend zu deinem Drucker generiert) kannst du im 3D-Modell auch von Punkt zu Punkt messen. Das kommt schon erstaunlich gut hin.

    Im Slicer lässt sich die Größe auch noch anpassen, aber nur insgesamt, also z.B. schrumpfen auf 98% o.ä.

  • Wie Stefan sagt, sensible Teile Testdrucken, ggf. nur Teilabschnitt.


    Im Silcer messen geht, aber da misst du ja auch nur so, wie du konstruiert hast. Jeder Drucker variiert im Ausdruck ganz leicht.

    Und ja, du kannst die Düsen wechseln. Ich habe für grobe Sachen eine 0,6 mm Düse, für die normalosachen ist 0,4 Standard. Alles was kleiner wird, ist mit den Faserverstärkten Filamenten schwierig.


    CheeRS

  • Gestern mal bei thingiverse ein wenig nach Druckdateien für Nabenkappen gesucht und (neben neutralen ohne Logo) welche vom F150 gefunden.


    260719nabe1.jpg


    260719nabe2.jpg


    War noch etwas zu hoch und die Clips zu stramm, aber mal schauen... Anprobe an einer Ersatzfelge:


    260719nabe3.jpg


    Das Material ist "ABS-like" und sollte mit Hitze usw. gut klarkommen

  • Also bei dem Resin kann man ja mit der UV-Aushärtung ein bisschen Einfluss nehmen . Ich glaube schon, dass man das ohne Abbrechen hinbekommt. Ist ja auch eine Frage der Materialdicke…

  • Moin!

    Heute meinen neuen Prusa Core One+ als Bausatz bekommen.


    Angegeben ist „ein Wochenende“ für die Montage. Ich glaub ich brauch da länger… Zwei hintere Profile aber kein Vorderes in der Kiste :uglyrolleyes:


    Aber deshalb hab ich auch nicht beim Chinesen bestellt, da hätte ich wahrscheinlich noch das Profil inkl. Versand und Rückversand des falschen Profils zahlen dürfen. Prusa schickt heut noch ein Paket raus und fertig.




    Mal sehn ob’s das Einzige bleibt was die schicken müssen :hexweg:

  • Wird nicht klappen, die 4 Stege brechen weg...

    Oh - genau mein Begehr!!



    Diese Stege sind für Ford Felgen.


    Benzfelgen brauchen einen anderen Anschluss.

    Und - es kann sein, daß diese Stege zu "tief" sind, und dann am Auto (Nabe und Distanzring) hinten anschlagen.


    Können wir das mal vertiefen, weil aktuelles Interesse??!


    Das LayOut sieht gut aus!

    Einmal editiert, zuletzt von franz ()

  • Knudsen 73 (jetzt leider als Gast geführt), hatte sich mal die Mühe gemacht. Leider sind die Nasen weggebrochen. Ansonsten haben die echt gut gepasst.

    möglich, daß da noch was am Material geändert werden kann. Das wäre dann aber zu intensiv geworden.

  • Da bin ich sehr gespannt auf deinen Erfahrungsbericht Mafijoosi93 😊 - liebäugle auch schon länger …

    Ding ist zusammen und druckt.



    Man braucht mehrere Tage für den Bausatz, wenn man nicht komplett durcharbeitet. Hunderte Schrauben und hunderte Bauteile, viel von Prusa selbst gedruckt.


    Die Anleitung dazu ist sehr gut, wirklich jeder Schritt beschrieben und mit einigen Warnungen, wenn man Bauteile leicht beschädigen könnte usw.


    Im Endeffekt Malen nach Zahlen. Also sehr viel Malen nach sehr vielen Zahlen.


    Einstecken, anschalten, dann gibt’s nen Selbsttest und man spannt die Riemen. Dazu werden die Riemen mit den Motoren unter Vibration gesetzt und anhand der Resonanzfrequenz die sich dabei ergibt, sagt die der Drucker dass du den X-Riemen noch um 1 1/8 Umdrehungen spannen musst :irre: hat sogar auch fast gepasst.


    Wenn man dann mit der Kalibrierung durch ist und alle Fehler beseitigt hat, die während des Zusammenbaus passiert sind, druckt man natürlich als Erstes n Benchy und denkt sich ab der dritten Schicht, dass der Drucker ab jetzt keine Panzerschokolade oder auch nur Kaffee mehr kriegt. Das geht dermaßen ab: mein alter Drucker hat 50mm/s gedruckt, der Prusa schafft 600mm/s! Man hat das Gefühl er will gleich vom Tisch hopsen. Komplett wahnsinnig…


    Druckergebnis mehr oder weniger perfekt von Anfang an.


    Nie wieder kauf ich nen Chinesen.


  • schwimmt das boot auch?


    ernsthaft. das boot ist ja quasi ausgedruckter plastikmüll. wie ist denn die oberfläche, wenn man etwas hochwertiges druckt, was man im sichtbereich verwenden kann und will? bin gespannt auf weitere ergebnisse

  • schwimmt das boot auch?


    ernsthaft. das boot ist ja quasi ausgedruckter plastikmüll. wie ist denn die oberfläche, wenn man etwas hochwertiges druckt, was man im sichtbereich verwenden kann und will? bin gespannt auf weitere ergebnisse

    Das Boot ist dazu da, um Überhänge, Löcher und so Kram zu testen, Benchy kommt hier von Benchmark.


    Du hast immer die Schichten bei nem Filament-Drucker, wenn du das nicht willst musst du sowas wie Lasersintern machen aber das willst du nicht zahlen.


    Schichtstärke und Düsendurchmesser kann je nachdem verringert werden, dann wird es feiner.

  • Aus gegebenem Anlass mal was nützliches entworfen und gedruckt.




    Auf die Verzahnung bin ich ein bisschen stolz… :michi: Meine Software konnte keine „Sterne“ als geometrische Form, also hab ich Würfel überlagert und verdreht, bis da 28 Zähne rauskamen. Das ging verblüffend einfach, aber auch nur weil die Anzahl der Zähne durch 4 teilbar war.



    Passt super, Druckzeit war allerdings über 4 Stunden.

    2 Mal editiert, zuletzt von DX-Zwo ()

  • Ja, Elegoo Mars Resindrucker, also flüssiger Kunstharz, der mit UV-Licht auf der Trägerplatte ausgehärtet wird. Die Platte zieht quasi in Zeitlupe das fertige Objekt aus einer 2 cm tiefen Schale raus.


    In diesem Fall waren das über 4000 Schichten, die da aufgetürmt wurden.


    Lustige Alternative zum Filamentdruck, aber etwas mehr Sauerei und kleinere mögliche Fläche.

  • Hi falls jemand fragen hat oder ähnliches , ich bin im konstruieren sehr begabt und habe auch schon sehr viel gemacht also wenns was ist , gerne bei mir melden 🙂