Elektrohilfe gesucht

  • Folgendes Szenario:

    Ich habe einen elektrischen Verbraucher im Fahrzeug, der mit der Batterie versorgt wird, also auf 12V läuft.

    Nun möchte ich, dass dieser Verbraucher mehr oder weniger automatisch über ein Netzteil versorgt wird, sobald dieses Netzteil 230V abbekommt. Ich möchte aber gleichzeitig vermeiden, dass über dieses Netzteil Strom auf die restliche 12V-Anlage geht bzw. das Netzteil Saft aus der Batterie zieht.

    Das Netzteil kann bis zu 400W ab, was wohl so etwas über 30A ausmachen würde...

    Ich habe da einen kompletten Knoten im Kopp, wie ich das am Besten verschalte - kann mir da bitte jemand mit einer Skizze helfen?

  • Je nachdem, ob es bei dem einen Verbraucher bleibt oder ich verrückt genug bin, die Leistung des Netzteils auszunutzen, könnten da eben bis zu 30A fließen - das könnte für "normale" Dioden etwas viel sein, oder?

    Mir ist kurz nach Verfassen der Anfrage noch der Gedanke gekommen, ob man das mit einem Trennrelais lösen kann?

    Und ja, ist Camperkram. Eine Starterbatterie würde ich mit solchen Verbrauchern nicht belasten wollen.


    Gretl schiebt noch nach, dass der aktuell vorgesehene Verbraucher auf 6,25A kommt.

  • Man könnte die Hälfte eines Brückengleichrichters hernehmen, die gehen bis 35A.

    Inkl. Schraubloch und Flachsteckeranschlüssen, kosten fast nix.


    Ich hätte auch noch Dioden mit M8-Gewinde für 71A Nennstrom liegen.


    Aber bei 35 A wird das schon gut warm werden.

  • Dankeschön, sowas in der Art hatte ich gesucht. :thumbsup:

    Die 35A werden eher nicht die Dauerlösung sein, selbst die oben aufgeschriebenen 6,25A werden vermutlich eher kurzzeitig abgerufen. Insofern denke ich, dass die Wärmeentwicklung unkritisch ist.

  • Mach ich, Danke!

    Vermutlich werde ich der Bequemlichkeit halber einfach Fabians Link folgen, das ist ja so'n Photovoltaik-Dingens.

  • Das Modul lässt sich natürlich gut verarbeiten ich würde aber immer eine Schotty Diode mit 35-50V sperrspannung und passend A nehmen. Da wird man immer niedrigere vorwärtsverluste haben als bei 1500V. Aber ohne Lötkolben wird man da nix.

  • Vor dem Lötkolben habe ich keinen Bammel.

    Du meinst also, gemäß dem auf dem verlinkten Teil aufgedruckten Schaltbild einfach zwei Schottkys in die Plusleitungen gelötet und gut?

  • Wenn man die Löterei nicht scheut, sollte Schottky besser sein.

    Ich hatte tatsächlich vorab nach Schottky-Brückengleichrichtern gegoogelt, die aber extrem unüblich sind.

    Auf mikrocontroller.net gab es eine umfangreiche Diskussion dazu, die Quintessenz blieb aber unklar.


    Was ausserdem klar sein sollte:

    Das Netzteil muss eine höhere Spannnung als die Batterie liefern, z.B. 13.8V, was beim Campinggedöns aber üblich sein sollte.

    Bei einem Netzteil mit echten 12V würde trotzdem die Batterie leergenuckelt.

  • OK, da muss ich nochmal aufs Netzteil schauen, was das für eine Spannung liefert.

    Was ich tun müsste, wenn es "nur" 12V leifert, frage ich im Fall der Fälle dann nochmal. :uglyzwinker:

  • Du meinst also sowas wie ein Trennrelais? Dann muss ich mir das mal anschauen, weil das Netzteil "natürlich" 12V liefert.


    Aber andererseits, was verstehst Du unter leersaugen? Wenn die Batteriespannung unter 12V sinkt, müsste dann doch auch so das Netzteil in Aktion treten - oder habe ich da einen Denkfehler?

    Vermutlich den, dass die Batterie dann vom Netzteil mit geladen wird und somit das ganze System lustig um 12V schwingt. :gruebel:

    Hm.

  • Durch die Dioden kann kein Strom vom Netzteil in die Batterie fliessen, andersrum auch nicht.

    Und Batteriespannung 12V ist schon fast leer.

    Wenn man eh ein Relais braucht, kann man sich die Dioden eigentlich auch sparen :auha:

  • Vermutlich hast Du Recht, also mit beidem. Dann schau ich mir die Relaisgeschichte nochmal an, ein 120A Trennrelais fliegt hier irgendwo noch rum.


    Im Frühjahr (spätestens) werde ich wohl eh nicht mehr drumherum kommen, auch die Batterie zu erneuern. Da hat so ein Sparfuchs statt einer vernünftigen Bordbatterie eine Starterbatterie eingebaut - klar, dass die nach ein paar Zyklen tot ist. Aber bis zum Saisonende wird und muss es noch irgendwie gehen.


    Danke Dir auf jeden Fall für den ganzen Input! :thumbsup:

  • Nur nochmal zur Vergewisserung: Ich würde an 87a Batterie-Plus hängen, an 87 Netzteil-Plus, an 30 kommt der Verbraucher.

    Geschaltet wird mit Netzteil-Plus auf 86, 85 kommt an Masse.

    Ist das korrekt so?

    Die Schaltkontakte würde ich auf jeweils mindestens 35A auslegen.

    trenn.png

  • Sehr schön, dann werde ich mal meinen Warenkorb befüllen.

    Danke Dir für den Support!