V8 läuft sackig - ein Zündungsfred

  • Nachdem ich meinen v8 neu aufgebaut habe hab ich gestern die erste Probefahrt gemacht.


    Lief eher so mittel.

    • Geht insbesondere im Abtouren häufig aus
    • Zieht nicht gut
    • Alles in allem nicht die Laufkultur die ich von der Maschine kenne


    Ich sehe in der ECU, dass der Motor extrem fett läuft 10:1, 11:1. Das wundert mich, denn auch wenn ich ne andere Nockenwelle habe ist sie von den Kenndaten doch nah genug an der Alten dran und sollte nicht so massiv weniger Sprit fordern.


    Erstmal glaube ich dass hier die alte Vergaserweisheit auch gelten könnte: Dies Einspritzungsproblem ist ein Zündungsproblem!

    Jetzt wird es spannend:

    • Ich benutze einen GM HEI Coil-in-Cap-Verteiler, bei dem die Fliehkraft- und Vakuumverstellung stillgelegt sind.
    • Die Zündspule (in der Kappe) wird von der zur Einspritzanlage passenden passenden Kondensatorzündung befeuert.
    • Das GM-Zündmodul ist entfernt, der Magnetgeber im Verteiler sendet "nur" ein Signal an die Einspritzanlage
    • Der Verteilerfinger ist "gephased" verbaut, das heißt wenn der Magnetgeber auf OT/dem Kerzenanschluss steht, steht der Finger 15 Grad Verteiler nach OT. So erreiche ich dass ich bei 15 aber auch bei 45 Grad Frühzündung nen sauberen Funken habe (weil der Finger dann tatsächlich unter dem Kerzenanschluss steht).


    Problem:

    Als Jim Goose und ich den Kram damals gebaut haben, haben wir den Anschluss für den Magnetsensor nicht verpolungssicher gebaut, weil wir nicht wussten wie rum es richtig war. Und die Kabelfarben helfen auch nicht. Natürlich haben wir, als wir es raus hatten, keinerlei Markierungen gemacht, und ich auch in den fünf Jahren seitdem nicht. Nein, beim Ausbau auch nicht.


    Schlau, was?


    Wenn ich das richtig verstehe, produziert so ein Magnetgeber ein Sinussignal. Das heißt, wenn die Polarität verkehrt ist, ist das Signal umgekehrt, und das Zündsignal erfolgt in der Mitte zwischen den Zündkabelanschlüssen. Das heißt bei 360° Verteiler und acht Zylindern 22,5° verschoben.


    Fragen:

    • Ich verstehe das schon richtig dass zwischen Phasing und falsch angeschlossenem Geber ich mit genügend Verteilerkappe drehen einen Zustand bauen kann, in den die Zündpistole korrekt die 10° oder was immer vor OT anzeigt die ich in der ECU eingestellt habe, aber der Verteilerfinger nicht da hin zeigt wo er hin zeigen soll?
    • In dem Fall hätte ich nen schwachen Funken, der ggf. bei niedrigerer oder höherer Verstellung auf die komplett falsche Kerze springen kann, je nach Drehzahl zu verschiedenen Momenten?
    • Kann ich irgendwas machen außer die Polarität ändern, die Zündung neu einstellen, und schauen ob es besser ist?

    Edit: habe diverse Schalt- und Stromlaufpläne gewälzt und weiß jetzt was was ist.

    Einmal editiert, zuletzt von Dr_Grip ()

  • Die Pistole reagiert doch auf das HV Signal an Kabel 1, wo man sie normal anklemmt, wenn es nicht komplett durcheinander geht, sollte sie damit den tatsächlichen Zeitpunkt anzeigen, wo zyl 1 den Funken bekommt.

    Wenn das Signal am Geber getauscht ist, müsste der zzp deutlich daneben liegen. Wenn du darauf einstellst zünden alle Kerzen deutlich zu früh oder zu spät, wieviel kann ich gerade nicht rechnen.