Suche Unterstützung bei Typisierung des 2,9i-Motors im Granada in Österreich

  • Liebe Leute,


    der Umbau des Granada bei George vom kaputten 2,3er und C3 auf einen 2,9er EFI mit A4LD ist nun schon wieder 5-6 Jahre her, ich war mit dem Auto 5 mal bei der jährlichen Pickerlprüfung und es interessiert kein Schwein, was da für ein Motor drin ist. Letztes Jahr hatte ich mir bei Kerscher-Tuning in Falkenberg in Niederbayern einen Edelstahlauspuff an den Granada schrauben lassen und auch den Motorumbau eintragen lassen. Der deutsche TÜV hat den Umbau problemlos eingetragen, da alle erforderlichen Umbauten für die gesteigerte Motorleistung vorhanden sind. So egal es den österreichischen Werkstätten ist, welcher Motor in dem Auto ist, so schwer ist es, den Umbau bei der Landesprüfstelle typisieren zu lassen.


    Am vergangenen Donnerstag gab mir am Rande des Oldtimertreffens Gablitzer Altblech jemand den Tip, ich möge es beim "Elferwerk" in Baden versuchen, die arbeiten mit dem TÜV Austria zusammen und erstellen Gutachten für Umbauten, die dann auch von der Landesprüfstelle anerkannt werden. Doch leider haben die mir beim Stichwort "Motorumbau" sofort abgesagt, das habe zuviele Unwägbarkeiten. Dennoch will ich den Motor irgendwann eingetragen haben, damit alles seine Ordnung hat.


    Ich könnte den Granada an eine mir vertraute Person in Deutschland "verkaufen", nach 1-2 Jahren "zurückkaufen" und erneut frisch beim Finanzamt anmelden, NoVA-Meldung machen und ihn bei der Landesprüfstelle typisieren lassen. Das müßte eigentlich klappen, denn dann hat er ja eine deutsche Zulassung gehabt mit dem umgebauten Motor drin und eigentlich sollte das untereinander anerkannt werden.


    Fällt den Österreichern unter uns noch was ein, um den nach deutschen TÜV-Maßstäben begutachteten Motorumbau in Österreich typisiert zu bekommen? Was das kostet ist mir inzwischen relativ egal.


    LG

    Julia

  • So wie Du das schilderst scheint die export import Methode wohl die einfachste zu sein. Aber ich hab wirklich keine Erfahrung, was der Österreich-Tüv kann/darf/will und wie das Prozedere dort läuft.

  • als gelernter österreicher würd ich sagen, vergiss das mit der öst. typisierung, am ehesten wäre noch ein teures gutachten von einem zivilingenieur möglich, aber ob das dann die unfreundlichen/unwilligen "götter" der landesregierung anerkennen, ist mehr als fraglich.


    am meisten chancen würd ich noch einer eintragung u vorübergehenden zulassung in deutschland einräumen, aber auch da bleibt ein restrisiko.


    trotz allem VIEL GLÜCK bei Deinem unterfangen!

  • Ahoi Julia!


    So wie Hans sagt. Die Geschichte ist in A leider aussichtslos.

    Kurz kann man sagen: alles was es in A mal genau so zu kaufen gab, kann typisiert und zugelassen werden, alles andere ist schwere Grauzone oder Gefälligkeitsgutachten.

    Seit einiger Zeit gibts ja auch noch die Zwischenebene vom Zivilgutachter und wenn man da einen kennt, könnte sich der aus dem Fenster lehnen, weil der 2,9i ja leistungsmäßig in die 20% Mehrleistung reinfällt, die der noch ohne großen Tamtamn argumentieren könnte. Macht nur so gut wie keiner.

    Der Umweg über Export - Import funktioniert leider auch nicht, weil, wie oben erwähnt, der Granada nie mit einem 2,9er zu haben war, also im Prinzip nicht typisierbar.

    Und falls man es doch irgendwie schafft (gegen den Einwurf von vielen, vielen Euros und abrufen von Gefälligkeiten) dass alles in den Papieren steht, braucht man nur mal in eine Kontrolle geraten, da kommt was komisch vor, man wird aufs Land vorgeladen und dort kann man dann recht sicher davon ausgehen, dass die Eintragung wieder aberkannt wird und man dann mit einer erleichterten Brieftasche und erst wieder mit einem Auto ohne Zulassung dasteht.

  • Moin ihr alle!


    Ja, ihr habt vermutlich recht. Auf dem Gablitzer Altblech traf ich auch ein Mitglied des Capri Clubs, der einen 100% originalen aus Spanien importierten Capri 2,8i RS als Oldtimer typisieren ließ und selbst dafür mußte er Handstände bei der Landesprüfstelle machen. Ich erinnere mich ja auch noch an die ursprüngliche Typisierung des Granada im jahr 2015 bei der Landesprüfstelle St. Pölten. Er hatte nach der Restauration bei Uwe ein taufrisches deutsches TÜV-Gutachten ohne Mängel mit H-Zulassungsanerkennung, aber die Landesprüfstelle erstellte mir erstmal eine drei Seiten lange Mängelliste, obwohl das Auto technisch zu 100% dem Originalzustand entsprach. Es ist echt zum K* mit den Landesprüfstellenkaisern hier in .at


    LG

    Julia