Bei der Gelegenheit:
Die Drosselklappen vieler Vergaser wurden im Werk, teilweise mit Flowbench auf den Leerlaufdurchsatz justiert und einige Jahre dann sogar mit Plastikplomben gegen Verstellung gesichert. Damit wurde die Einstellung des Randes der Klappen gegenüber der ersten Übergangsbohrung festgelegt. Wenn man an dieser Grundeinstellung leichtfertig rumdreht, am besten zeitgleich noch den Schwimmerstand verändert (der ja sämtliche Einsatzpunkte der beteiligten Düsensyteme stark beeinflußt !), bekommt man solche Vergaser oft nicht mehr zum gescheiten Funktionieren. Die Vergaserfimen schrieben einem dann immer, "um DEN einzustellen, müssen wir den hier haben um den wieder grundjustieren zu können ... kost XXX €€" - haben einige Schrauber dann auch Lehrgeld bezahlt ...
Zum Glück gibt es einen sehr simplen Trick, diese Grundeinstellung selbst zu machen:
Ein Manometer Null bis minus 0,5 oder Null bis minus 1,0 bar beschaffen (kosten im Industriebedarf in D=50mm 15€, in D=100mm 20€, aufm Schrottplatz 2€) und an dem Unterdruckröhrchen des Vergasers anschliessen.
Im Leerlauf des betriebswarmen Motors verdeckt die Kante der korrekt stehenden Drosselklappe(n) gerade eben die Unterdruckentnahme, so dass im Leerlauf ganz knapp kein Unterdruck am Röhrchen anliegen darf.
Sobald die DK aber auch nur minimalst betätigt wird, liegt am Röhrchen Unterdruck an. Also wird die Drosselklappe minimalst mit der Schraube geöffnet, bis der Zeiger des Manometers gerade zu zappeln beginnt. Dann langsam, gaaanz vorsichtig auf Null Unterdruck zurück drehen, fertig, DK steht in aller Regel korrekt.
Wer kein Manometer hat, kann auch an einem aufgesteckten Stück Schlauch horchen, bis das ggf. dort hörbare, leise Zischen auf Null geht, funktioniert bei einigermaßen leise laufenden Motoren notfalls auch ...
Oder man hängt ein Stückchen Schlauch als U-Rohr-Anzeige dran ...