Nockenwellenlager V6: Frage an die Praktiker: wer hat das mal gemacht?

  • An den Lageraussenseiten konnte ich keine Anreiber erkennen

    Nicht an den Aussenseiten schauen. An den Innenseiten. Nachdem das Lager eingezogen war und Du die NW bueschen gedreht hast- ob da ne Stlle ist, die besonders angerieben war? Son olles, kleines Schleifkorn kann evtl etwas draengeln...

  • An den Lageraussenseiten konnte ich keine Anreiber erkennen, hab aich vorher mitm Schleifleinen umwickelten Besenstiel die Lagersitze ganz leicht angeschliffen, gesäubert und gefettet.

    ich habe, nachdem ich den ersten lagersatz versemmelt hatte, die welle an dem betreffenden lager mit marker vollflächig angemalt, dann die welle eingeschoben und das tragbild geprüft.
    dabei war festzustellen, dass nur die seite, auf der das druckstück anliegt, zu knapp ist. beim durchschieben der welle (etwa nach dem ersten drittel durch das lager) lies diese sich ja besser drehen. ein klein wenig widerstand war stellenweise noch vorhanden.


    ich hab dann, ebenfalls mit dem besenstiel und 2500er schleifpapier und etwas öl, die vordere kante des eingebauten lagers etwas abgezogen.
    danach ging es dann ganz okay wenn auch nicht perfekt. auf einen dritten versemmelten lagersatz hatte ich keinen bock.


    als erklärung dachte ich auch, es könnte an etwas rost in der lagergasse oder ner kante vom rausschlagen der lager liegen.
    mein gedanke war anfangs, dass es an den druckstücken lag, die ich zuerst verwendet hatte.
    diese druckstücke waren recht knapp im durchmesser und konnten so nur ganz knapp auf den (dura-bond-) lagerringen aufsitzen.
    denn diese blöden durabond- lager sind am rand gefast, was bedeutet, dass nur eine ganz schmale kante gegen das druckstück anliegt und ich vermute, dass die druckstücke beim einziehen nicht vollflächig auflagen und sich die lagerringe verformten.


    danach habe ich mir ja neue druckstücke (alu massiv) anfertigen lassen. aber damit war dann das gleiche problem. zweites lager klemmte.
    beim nächsten mal würde ich vorher die fase der lager herunterschleifen bis zum vollen material der lagerringe,
    oder keinesfalls die durabond- lager verwenden. die scheinen sau-empfindlich auf den druck an der kante zu reagieren.


    zumindest bin ich etwas beruhigt, dass es nicht nur an meinem unvermögen gelegen haben könnte...



    die alu- druckstücke kann die gegen einen kleinen obulus auch gerne ausleihen.

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  • Ea freut mich von Dir zu lesen. Habe 2 Sätze Lager versemmelt(1x ACL 1X Durabond), bevor der dritte Satz dann genau auf die selbe Art und Weise die NW blockierte, ich aber nicht gleich völlig entnervt alle wieder rausgekloppt habe, sondern erst Lager 3 sowie die Lagerstelle 3 an der NW vorsichtig beschliffen habe bis das mit ein wenig klöpfeln mit dem Gummihammer ineinander glitt. Ich mich schon gefreut, Lager 2 eingezogen...the same procedure, bin fast ausgetickt.... Lager 4 und 1 gingen dann völlig problemlos ohne anschliessendes beischleifen. Dies sagt mir dass die Lagerstellen 2 und 3 bei mir bohrungsmässig unter Umständen einen Tick zu klein sind und das Lager dementsprechend mehr gestaucht wurde, was den Klemmer verursachte, hab sonst keine andere Erklärung, denn warum lief es bei Lager 1 und 4 trotz "miesem" Werkzeug problemlos?
    Die Werkzeuge sind aus Kunststoff, haben null Abnutzung und sind sehr passgenau.


    Ein Forumsmitglied hat mir gesagt ich solle nicht so zimperlich sein und ruhig ein wenig schleifen, er hat recht behalten, Danke Pit :-)

  • hallo. bist ja auch noch auf :D
    hab grade den text noch bissl überarbeitet.


    es war bei mir exakt genauso. aus frust stand der motorblock dann über ein jahr unberührt auf der werkbank.


    was sind denn lager von ASL? was haben die gekostet? bezugsquelle? fabrikat kenne ich gar nicht. sind es lager für den motor bis 82 oder danach?

    Einmal editiert, zuletzt von fochtfahrer ()

  • habe ich ASL geschrieben?.Ich meinte ACL, zu bekommen bei MM, Du musst nur explizit diese verlangen. Sind ähnlich den Originallagern mit so ner Art Gürtelschnalle geschlossen und haben eine viel weichere Lauffläche, aber verhalten sich genau wie die Durabond Lager beim Einziehen, qualitativ stehen sich die beiden Lager in nichts nach, Liebl verkauft diese Lager auch. Mein Motor ist ein nach 82, also mit grossen Lagern.
    Es beruhigt mich dass Dir das so ähnlich passiert ist, man zweifelt doch immer erst am Material, als ich dann aber 2 Sätze verschiedener Hersteller vermurkst hatte, hab ich nicht mehr an Fabrikationsfehler geglaubt.


    Hab MM geschrieben, alles geschildert, die riefen mich einen Tag später an, sagten mir dass sie keine Beschwerden dieser Art bekommen hätten, machten mir aber kulanterweise einen Spezialpreis für die Lager, fand ich sehr nett.


    Ich hatte nur 1200 Schmirgel, nen Besenstiel und habe abwechselnd die Lagerstellen der NW und das Lager ganz vorsichtig beschliffen bis es passte. Muss sagen da sind die Durabond Lager besser weil nicht so weich.


    Pit sagte mir , und das klang schlüssig, wenn die Bohrung in der Gasse im unteren Bereich der Toleranz befindet so werden die Lager mehr zusammengepresst, ein paar Hundertstel reichen aus. Bei mir äusserte sich das durch einen höheren Kraftaufwand beim zurückziehen der Druckstücke wegen Kontrolle der Position der Ölbohrung.

    Einmal editiert, zuletzt von ford17m ()