Elektronikfrage

  • Hallo,


    ich habe gerade den Taschenrechner zerlegt und zwei kabel auf die "=" Taste gelötet. Jetzt kann ich "1+1=" eingeben und bei berührung der Kabel habe ich dann einen Zähler. Das ganze soll an eine Lichtschranke, die ich mit einer alten IR Diode und einem IR Transistor aufgebaut habe. Aber ich komme nicht drauf, wie ich das anschließen kann. Ich bräuchte quasi ein sehr schnelles Relais.


    Wer weiss was?

  • Ich baue eine Lichtschranke zur Ermittlung der Umdrehungen eines Motors. Wird eine sog. "Biegeumlaufmaschine", die Metallproben in einem Futter hält, dreht und mit einer Kraft belastet. Damit werden dann neue Werkstoffe für Fahrzeughersteller geprüft, zb Ventilschäfte. Ist also was ganz ernstes und wissenschaftliches. Ich möchte aber die Lichtschranke vorab testen. Das Zählwerk muss schließlich selbst bei hoher Drehlzahl noch zuverlässig zählen. Die richtigen Zähler habe ich noch nicht.

  • Hi, Du schliesst die Kabel einfach an Kollektor und Emitter des IR-Transistors an.


    Gibt ja bei zwei Kabeln nur zwei Möglichkeiten. Falschanschluss müssten alle drei Beteiligten überleben.


    Das wird nur in einer Kombination funktionieren, vielleicht auch gar nicht.


    Es gibt bei den einschlägigen Elektronik-Versendern sicher auch fertige Zähler-Module. Die Idee mit dem Taschenrechner ist schon echt Hardcore :thumbsup:


    Ach so, falls das Ganze bei hoher Drehzahl nicht funktioniert, wird das eher am Taschenrechner liegen...

  • Das wird so nichts. Erstens hat der Taschenrechner eine endliche Verarbeitungsgeschwindigkeit, ab irgendeiner bestimmten Frequenz wird er Impulse verlieren. Das siehst Du aber nur daran, dass Deine Messung nicht mit dem erwarteten Ergebnis überein stimmt.


    Zweitens kannst Du den Fototransistor nicht für sich allein verwenden, da muss eine Auswerteschaltung drum herum, mit Betriebsspannung und all diesem lästigen Firlefanz ^^


    Klar kann man das basteln, lohnt sich aber nicht. Und in einer ernsthaften Anwendung hat so was eh nichts verloren. Ich würd mich nach einem fertigen Produkt umsehen, es gibt z.B. im Modellbaubereich preiswerte optische Drehzahlmesser.

  • es funktioniert. Ohne Auswerterschaltung.
    Die Auswerteschaltung liefert der Taschenrechner samt seiner eigenen Betriebsspannung.
    Direkt am IR Transistor. Wie erwartet ist der Taschenrechner zu langsam. Zu viel Kritik um nichts-natürlich wird das professionel aufgebaut-das sollte jedoch nur ein Versuch werden und es geht. Da gibt es auch kein "lohnen" Diese Teile habe ich da liegen gehabt.
    Die "richtigen Zähler" habe ich heute bestellt bei Conrad. Und: einen Drehzahlmesser brauche ich auch nicht, sondern einen Umdrehungszähler (=Schwingspielzähler)

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  • Hm. Wenn ich das bis hierher richtig verstanden habe, hast Du jetzt also bewiesen, dass es prinzipiell möglich ist, eine Lichtschranke zu bauen :gruebel:

  • Ja! Es ist tatsächlich möglich, eine Lichtschranke zu bauen!
    Im ernst: es geht um die Erfassung der Umdrehungen mit dem Taschenrechner.


    Aber ich finde ich sollte dich rügen:


    "Zweitens kannst Du den Fototransistor nicht für sich allein verwenden, da muss eine Auswerteschaltung drum herum, mit Betriebsspannung und all diesem lästigen Firlefanz"


    es geht ja doch. Dachte Du bist Elektroniker?
    Ich finde, dass habe ich gut hinbekommen, mit Teilen, die im Keller lagen:
    -altes Poti 10k
    -LM 317T
    -Modeleisenbahnmotor
    -Scheibe mit Schlitz aus Karosserieblech
    -ein uralter Fototransistor BPW 14C
    -eine alte Fotodiode COY 35
    -einen alten Taschenrechner
    -Lochrasterplatinen

  • Wenn das so, wie Du es jetzt gemacht hast, funktioniert, ist das zu einem nicht unerheblichen Teil Glückssache, und nicht unbedingt reproduzierbar.
    Die Lichtschranke wird so nur unter Laborbedingungen funktionieren, denn es gibt keine Einstellung der Ansprechempfindlichkeit, keine Kompensation des Umgebungslichts, kein vernünftig (steilflankig!) geformtes Ausganssignal, und so weiter. Es gibt keine Gewissheit, dass der Taschenrechner wirklich auf jeden Impuls anspricht... das gilt auch, wenn statt des Taschenrechners ein Zähler angeschlossen wird.


    Das ist so ungefähr, wie einen Motor ohne Vergaser laufen zu lassen, indem man Sprit in die Ansaugbrücke tröpfelt. Es geht, aber anwendbar ist es so nicht.


    Und das ist der Teil, den ich noch nicht verstehe: Du sagst, das wird sowieso professionell aufgebaut. Gut - aber wozu dann Dein Versuch? Dass eine Lichtschranke grundsätzlich funktioniert, darf als gegeben angenommen werden, und etwas Anderes ist damit ja nicht bewiesen.

  • Nochmal: wichtig ist, bis zu welcher Drehzahl die Lichtschranke einsetzbar ist. Mit dem Taschenrechner geht das nicht, das weiss ich jetzt auch. Bringt also so erstmal nichts.
    Einen Transistor BC 547 habe ich auch angeschlossen um die von dir besagten Kalibrirungen machen zu können. Und einen Lichtschutz habe ich auch gebastelt.
    Die größe des Lochs in der Lochscheibe muss auch ermittelt werden.


    Eine Hilfe wäre gewesen, wenn einer einen ordentlichen Schaltplan (vorgesehen habe ich die Gabellichtschranke CNY 36) hätte einbringen können, oder andere Tips. Aber wie so oft, wird nur gestichelt und etwas schlecht gemacht. Ich glaube bei der wenigen geistigen Beweglichkeit, wie dieser Thraed gezeigt hat, erreicht man nichts.

  • Hättest Du nach so etwas gefragt, dann hättest Du es auch bekommen, ist keine große Sache.
    Aber nein, erst mal um sich schlagen, weil ich vesucht habe auf die Schwachstellen des Konzepts aufmerksam zu machen.


    Viel Spaß mit Deiner geistigen Beweglichkeit.

  • Hm, du hast nach einem schnellen Relais gefragt. Mehr nicht. Die Antwort habe ich dir gegeben. Geistig nicht sehr beweglich, das stimmt, deswegen hab ich ja gefragt was du eigentlich vorhast, woraufhin hier andere sinnvolle Tipps kamen. Schade, dass keine fertige Bachelor-Arbeit rauskam, was? :-P