2,9er im Granada ruckelt

  • siehe unter Treffpunkt den Umbau.
    Dieser 2,9er in meinem Granada hat einen geringfügig unruhigen leerlauf. Ab und zu geht er beim Gaswegnehmen im Fahrbetrieb aus.
    Der Verbrauch ist Enorm. Mit Hänger auf jeden Fall 20 Liter ohne 14 und bei Konstant 100 auf der Autobahn 10 Liter.
    Als ich die rechte Lambdasonde abgezogen habe, lief er besser. Habe diese nun ersetzt.
    Ruckelt wieder. Fühlt sich an wie Zündaussetzer. Kerzen sind neu, Rest nicht.
    Auf der Verteilerkappe sind vor den Zündkabeln die Zwischenwiderstände, ich weiss nicht ob die nötig sind oder empfehlenswert.
    Weiss wer weiter?


    Grüße von der Überholspur!

  • Du hast ein anderes Getriebe verwendet, der 2,9er braucht aber noch Signale über das Getriebe , wenn nicht läuft er im Notprogramm, hatte diese Nummer ja auch vor in meinem P7, da wurde dann über die Tachowelle von nem Sierra ein Signal umgewandelt, hat mir unser Motorengott Willi ( hier aus dem Forum ) zu gearten und erklärt. Ist auch der Grund warum die meisten T3 Busse mit dem 2,9er 20 Liter saufen......weil sie das Signal nicht haben.


    Gruss Mike

  • Hi,


    mike
    tschuldige, aber das mit dem "Notprogramm" ohne Verwendung des Tachosignals ist Blödsinn.
    Irgendwann hat das der Willi mal ganz gut erklärt.
    Habs sogar grad noch gefunden! Hierlang



    Mein 2.9er läuft im Taunus jetzt schon seit ein paar Jahren auch ohne Tachosignal recht ordentlich. Braucht auch relativ wenig, auf jeden Fall weniger als der Vorgänger-2.3er bei einem mehr an Leistung.
    Im Durchschnitt bei schwerem Gasfuß maximal 10 oder 11 Liter. Auf der Deutschen Bahn im Durchschnitt 9.
    Den Signalgeber vom Sierra hab ich mir mal vom Schrottplatz besorgt und wollte den auch einbauen, aber es hat sich mal eine Diskussion um die Signalart ergeben, die der Geber liefert. Anscheinend unterschiedlich vom Scorpio. Das Ganze hat sich dann aber irgendwie im Sand verlaufen weil mein Motor auch ohne super läuft und ich das Signal nie gemessen hab. Wär aber mal interessant ein Oszi dranzuhängen. :gruebel:



    Welches Steuergerät hast Du verwendet? Eventuell eins das original mit 2 Lambdas gearbeitet hat?
    Die Zwischenwiderstände auf der Verteilerkappe sind meines Wissens nur Entstörfilter dass es im Radio nicht pfeift.



    LG Stefan


    Die Edit hat grad noch gelesen dass das mit dem Tahcosignal eh auch der Willi in dem Link geklärt hat! :spitze:

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan (A) ()

  • sorry , konnte mich nur dunkel erinnern, dann mußt Du leider weitersuchen, da Dir diese
    beiden Einträge wohl nicht bei Deinem Problem helfen ;(


    Gruss Mike

  • Hallo!


    Die Widerstands-Stecker kannst Du getrost mal rausnehmen...sind wirklich nur für´s Radio! Allerdings hatte ich an einem 2,9er mal einen dabei, der gebrochen war....funkte wie und wann er wollte...! ;)


    Gruß vom Verrückten! :irre:

  • Zitat

    Original von GP
    hat zwei Lambdasonden, eine ist neu.


    Klemm beide Sonden mal ab.


    Tachosignal brauchst du beim Automatik ab etwa 05.89.

  • Capri funzt auch ohne Tachosignal. Lediglich beim Fehlerspeicher auslesen wird auf den fehlenden Stromkreis hingewiesen.

  • hab das Projekt 2,9 i eingestellt, da kommt jetzt was anderes :paranoid::paranoid: rein haben jetzt schon zuviele, zwar nicht im p7 aber ich hoffe bis Bielefeld ist er fahrbar


    Gruss Mike

  • Mike, da hast du mich damals falsch verstanden. Wenn das Geschwindigkeitssignal fehlt, gibt's kein Notprogramm, nur einen Ersatzwert, den das Steuergerät annimmt. Und das sind eben 0 km/h. Dann funktioniert die Schubabschaltung (und eben einige Automatikgeschichten, interessiert bei Schaltgetriebe aber nicht) nicht mehr, das macht aber nun auch nicht soo viel Mehrverbrauch.


    Wenn der Motor beim Gaswegnehmen allerdings ausgeht, kann das an dem fehlenden Tachosignal liegen. Das lässt sich bei den meisten Steuergeräten aber auch überlisten, iindem man an den Pin (Nr.3, gelb/braunes Kabel) für das Geschwindigkeitssignal am Steuergerät einfach 12V Zündungsplus anlegt. Wenn dieser Eingang "high" :sad: ist, funktioniert immerhin schon wieder die Leerlaufregelung bei rollendem Fahrzeug einigermassen wie sie soll und der Motor sollte nicht ausgehen.


    Die Enstörstecker sollten wirklich entsorgt werden, ist tatsächlich nur für Radioentstörung. Und da bringen sie normal auch nix. Sieh mal nach, ob die Anschlüsse in der Verteilerkappe da drunter noch nicht vergammelt sind, das tun sie nämlich auch gerne mal.


    Ansonsten wird die Benzinmenge beim G-Kat 2,9 hauptsächlich über die Volumeneffizienz des Motors geregelt, also darüber, wie gut die Zylinder mit Benzin-Luft-Gemisch bei bestimmter Drehzahl gefüllt werden. Errechnet wird das über Ansaugkrümmerdruck und Ansauglufttemperatur sowie Drehzahl. Alles andere, auch Drosselklappenpoti und Lambdasonden sind nur Anpassungsgrössen, wie das Poti für "Beschleunigerpumpe", oder eben die Lambdasonden, die immer fleissig das Kennfeld korrigieren.


    Also:
    Wichtig ist, das die Lambdasonden eine gute Masseverbindung über das Auspuffrohr haben, einfach mal mit einem Ohmmeter zu Batterieminus hin messen. Mehr als ungefähr 5 Ohm solltens nie sein. Als Abhilfe kann man notfalls einfach ein Kabel direkt von Batterie minus an die Lambdasonden befestigen, zum Beispiel mit einer Schlauchschelle.


    Ausserdem muss der Auspuff vor den Lambdasdonden hundertprozentig dicht sein, sonst messen die Sonden zu mageres Gemisch und lassen damit den Motor zu fett laufen. Die Spannung am schwarzen Kabel der Sonden muss bei laufendem Motor zwischen ca. 0,2 und 0,8 Volt Peneln. Ist es dauernd 0.1 bis 0,2 Volt messen die Sonden mageres gemisch, ist die Spannung dauernd bei ca. 0,8 Volt messen die Sonden fettes Gemisch. Ist die Spannung bei absolut 0 Volt ist die Sonde kaputto.


    Und der Unterdruckschlauch zum Map- (Ansaugkrümmerunterdruck-) Sensor muss absolut dicht sein. Und auch alles andere. Ist die leitung, an die die Entlüftungsleitung vom Aktivkohlebehälter ging, verschlossen? Bei Undichtigkeiten im Ansaugsystem kann der Motor auch zu fett laufen, hört sich zwar unsinnig an, ist aber so, weil der Unterdruck über den Map Sensor die Motorlast bestimmt. Und niederiger Unterdruck=hohe Last=fettes Gemisch.


    Wenn das alles, und eben alle Sensoren ok sind, sollte er eigentlich laufen.

  • Masse an Lambdasonden vermutlich schlecht, weil ich das Masse Kabel nicht montiert habe. Auspuffkrümmerdichtungen habe ich neue montiert.
    Wo war der Kohlefilter angeschlossen? Hab ich vergessen. Am Ventildeckel links? da ist ne Schraube drin.
    Hey übrigens geht der olle Granada übel gut! Nur so.

  • Als einfache Prüfung reicht es, wenn du die Widerstandswerte für den Ansauglufttemperaturgeber mit dem Kühlmitteltemperaturgeber vergleichst. Wenn der Motor komplett kalt ist, also am besten über Nacht gestanden hat, sollten beide Geber den gleichen Widerstand haben. Ich habe ansonsten auch noch irgendwo ein Widerstandstabelle für die Geber, könnte ich dir mailen, wenns Probleme gibt.


    Ich weiss jetzt nicht genau, wo der Kohlefilter angeschlossen war, müsste ich nachgucken, aber ich glaube du hast recht damit, dass er am PCV Ventil im linken Ventildeckel angeschlossen war.


    Oft sind die Auspuffflansche etwas verzogen. Meistens muss man dann mit etwas "Firegum" nachhelfen, oder den Flansche Planschleifen.


    Glaub ich wohl, das der gut geht. Sogar schon ein 2,9 mit 2,8 Vergaser läuft super.


    Viel Spass und viel Erfolg!