Tuningmotor mit Holley einstellen

  • Hallo,kennt jemand von euch nen Experten der in der Lage ist nen aufgebohrten 2,8er mit ner OFFI Brücke und nem 390er Holley gescheit einzustellen ? Bitte im Umkreis von Münster ,da die Fuhre läuft wie n Sack Muscheln und mir fürn Transport das passende Zugfahrzeug fehlt ( 1 er Granada mit Hänger is halt zu schwer für ein "normales "Zugfahrzeug)


    Tschüß Benedict

  • Frag mal den Frickelhansen, der hat mit sowas Erfahrung... ;) Ist zwar nicht direkt Umkreis Münster, aber vielleicht kann er dir ja schon mal schriftlich oder telefonisch helfen.

    Einmal editiert, zuletzt von Bonnie ()

  • Wenn du gar nix findest ist in Münster son Altmeister von Solex, ich nehm mal an das qualifiziert ihn auch für andere Vergaser. Der Laden hieß irgendwas mit Fahrzeugelektrik sowieso, bei Interesse such ich dir das nochmal genau raus.

  • Da sach ich mal nix zu!


    Meiner lief zwar ganz gut aber wenn man es genau nimmt, habe ich wegen dem Motor den Granni an den Nagel gehängt.
    Hab einfach die Lust daran verloren, die Kosten gingen immer höher ohne das dass Ergebnis besser wurde.
    Ein Zweiter der sich an dem Motor von mir versucht hat, hat auch die Flinte ins Korn geworfen und den Motor wieder abgegeben. Hinter all dem stand ja auch irgendwo/irgendwie mein Name.


    Würde nur nie wieder einen Holley nehmen, der war für meinen Motor zu klein, hätte lieber ein 500/600er Edelbrock kaufen sollen!


    Wenn man wie ich und auch Benedict, richtig Geld im Auto versenkt, so hat man sehr hohe Ansprüche.
    Aus diesem Grund kann ich auch nicht weiterhelfen.


    Tut mir leid Benedict

  • naja, manche halten die Holleys für die Macht, andere wieder sagen Edelbrock funktioniert out of the box. Der Benedict muss einfach einen mit Prüfstand finden der dann auch noch die Düsen für den Holley liegen hat. Dann wird das schon.
    Schmigos
    hat dein Holley noch die Originalbedüsung drin oder wurde schon was geändert?

  • Der 390iger Holley hat keine Düsen, sind "Düsenplatten" der totale Schrott. Aufbohren ist da angesagt, das ist nichts halbes und nichts ganzes. beim Edel. sieht dass wieder ganz anders aus. Wenn man den sauber und perfekt einstellen will, kommt man um einen anderen Vergaser nicht herum.


    -Ist meine Meinung-

  • Hallo,den Herrn Hansen kenne ich wohl !!!
    Vergaser hat die orig. Bedüsung .Die Düsen wären auch nicht das Problem,habe ich in allen Größen im Neuzustand zuhause liegen.
    @T.Hansen: Hatte ganz vergessen wie Geil sich son Motor anhört !!Habe auch Bilder auf`m Handy weiß aber nicht wie ich die vom Handy "in"Computer kriege und dann wie ins Forum ??

  • Ach ja Frickel !! Der hat sehr wohl Düsen,da biste falsch informiert.Die Düsenplatten gibt es übrigens auch in verschiedenen Versionen ,habe mich da mal telefonisch in den Staaten schlau gemacht(Capri Club Chicago war da sehr hilfreich)

  • Das bringt mich ja schon wieder auf die Palme......!


    Habe mal meine alten Unterlagen rausgeholt und überschlagen. Dazu muss ich sagen das dass mein Erster Motor war, an dem ich alles hab machen lassen.
    Der Motor incl Vergaseranlage hat mich 5500.-Euro gekostet, alle sonstigen Arbeiten wie einstellen eintragen usw. noch mal rund 1000.-.
    Verkauft habe ich den guten Gewissens für 2500.-


    Der Käufer hat alles überprüft und musste nochmal ca.1500.- reinstecken. Der hat ihn dann für 1500.- über ebay verkauft. Weil er immernoch nicht den Vorstellungen entsprach.


    Der zur Zeit letzte Besitzer hat ihn wieder aufgemacht und meint einen Fehler gefunden zu haben........ mehr weiß ich im Moment auch nicht. werde ihn aber mal besuchen und aushorchen, interessiert mich ja auch.

  • Zitat

    Original von Schmigos
    Ach ja Frickel !! Der hat sehr wohl Düsen,da biste falsch informiert.Die Düsenplatten gibt es übrigens auch in verschiedenen Versionen ,habe mich da mal telefonisch in den Staaten schlau gemacht(Capri Club Chicago war da sehr hilfreich)



    Wie gesagt, ich hab alles machen lassen, wollte es halt perfekt haben, das war die Aussage der Anette Hue (IOZ) , die den Vergaser auf den Motor anpassen sollte und auch hat.

  • Hi Schmigos,


    darf ich dich fragen wieviel Hubraum dein Motor hat?


    Holley Vergaser sind grundsätzlich nicht verkehrt. Das bei einem gescheiten Abstimmen event. die Düsenplatten modifiziert werden müssen ist nicht immer auszuschließen. Aber davon mal abgesehen. Der Vergaser scheint meiner Meinung nach ein wenig zu groß zu sein. Es gibt eine Formel nach der sich die Größe des Vergaser ungefähr bestimmen läßt.


    CID x RPM x V.E. / 3456 = CFM


    Wenn ich mal davon ausgehe das dein Motor 3000ccm hat und sauber bis 6200 U/min dreht , ohne Leistungseinbruch versteht sich, wäre das folgende Göße: 297 CFM Und ich denke das ist schon ein sehr optimistische Wert. Ich bezweifele jetzt mal das dein Motor ohne Leistungseinbruch bis 6200 dreht. Was für eine Nockenw. fährst du welche Verdichtung hat dein Motor, wie schwer ist dein Wagen und welche Übersetzung fährst du? Sind deine Köpfe bearbeitet?


    184 x 6200 x 0.9 / 3456=297.1CFM


    Dies als Vorgabe für einen modifizierten 3000ccm Motor der 6200U/min dreht hieß das dein Vergaser um immernoch ca 25% zu groß wäre! Das ist viel.


    An dieser Stelle möchte ich was zum Frickelhansel sagen. Sei mir nicht böse aber sei froh das du keinen Vergaser mit der Größe von 500/600CFM auf deinem Motor montiert hast. das wäre ordentl. nach Hinten losgegangen Ein orig 230 PS, 5.7 Liter Motor ist mit einem 500 CFM Vergaser bestückt.


    Vor zwei Jahren war ich auf dem Treffen des Schwesterforums. Anwesend war dort ebenfalls ein Mitglied mit einem roten P7. Bestückt ist der Wagen mit einem orig. 2.6er mit B&M Luftfilter und einem Holley Vergaser. Der Mann beklagte sich über zu wenig Leistung also weniger wie beim Orig. 2.6er und einem zu hohen Spritverbrauch. Nun kommts: Der Motor hatte noch die orig. Verdichtung, Nockenwelle, keine Kopfbearbeitung und eine orig. Kontaktzündanlage. Unter diesen Vorausetzungen kann ich nicht so viel Sprit in den Motor kippen. Ich nahm den Mann an der Hand und führte ihn an das Heck seines P7. Dieses war um den Auspuff kohlrabenschwarz. Nun braucht man kein Experte zu sein um zu sehen das der Apparat sein Kraftfutter nicht ordentl. verdaut. Finger weg von zu gr. Vergaser. Ein ordentl. modifizierter 2.8er Vergaser tut es für die meisten Motoren die keine umfangreiche Bearbeitung erfahren haben und oft auf der Strasse betrieben werden. Die Frage ist warum sich einen minimalen Leistungszuwachs mit einem nicht im Verhältnis stehendem Mehrverbrauch an Sprit erkaufen?


    Schmigos, um deine Frage zu beantworten ich kenne leider keinen in deiner Nähe der dir da helfen könnte.


    Gruß


    Kay

  • da Kay an, der Vergaser wird im jedem Fall zu groß sein, Stömungsgeschwindigkeit zu niedrig und eingespritze Kraftstoffmenge zu hoch !


    Edelbrockvergaser werden von den meisten Amischraubern bevorzugt weil alles rein mechanisch betätig wird, bei Holley über Unterdruck teilweise durch Gummischläuche im Vergaser, das geht meist nicht lange gut und der Verbrauch geht ins uferlose.



    Kleiner Anhaltspunkt wenn man mit der Rechnung von Kay nix anfangen kann,
    ein 5,7 Liter Chevy Smallblock ist mehr als gut bedient mit einem 600er Edelbrock
    meist muß man um ein bis zwei Düsengrößen vom Standard runtergehen,


    nur mal so zu Thema hätt ich doch nen 600er genommen,


    Die Brücke ist auf jeden Fall gut, um das Ding jetzt richtig gut ans Gas zu bringen würde ich mir ne Aluplatte draufschrauben auf der sich dann ein Webervergaser befestigen lässt und den dann , ok kostet nochmal ca. 150 Euro auf einem Prüfstand bedüsen lassen.


    Da erhälst Du den richtigen Kompromiss zwischen Leistung und Verbrauch und hast wieder Spass an Deinem Auto, also 50 Euro für nen brauchbaren Weber 44er , Aluplatte
    um den auf Deine Brücke zu bringen, und bedüsen lassen auf dem Prüfstand.


    Alles in allem wohl nochmal 200-250 Euro, aber dann ist Ruhe.




    Gruss Mike

    Einmal editiert, zuletzt von hardtop51 ()

  • Hey,vierfach vergaser die für deinen Motor gut sind,gibt es für kleines geld auch in Deutschland zb von Solex der 4A1 der gern von BMW verbaut wurde.Der Vergaser ist für leistungen über 200 Ps gut und wurde auf Motore von 2 bis 3,5l. verbaut.Ich glaube das ist ein Vergaser der deinen Motor nicht ersaufen läst,und ein guter und biliger Kompromis zum Holly u.co,ersatzteile und luftfilter werden auch besser zu beschaffen sein. MFG.

  • Hallo,danke für die Tips.
    Es handelt sich seit heute (habe den Block getauscht)um folgenden Motor:
    - 390 er Holley (das ist aber nur der Maximalwert(390cfm)bei Volllgas,der läuft doch soweit ich weiß bei niedriger bis mittler Drehzahl nur auf 2 Drosselklappen.Da dürfte das Gemisch doch eigentlich nicht zu fett sein,oder?)
    - WST (Peter Wade) Stufe 3 Köpfe ,Baugleich mit Burton Stage 3 Köpfen.Sind 3 Zehntel geplant
    - Offenhauser Brücke für 2,6er Motor.Gänge optimiert und erweitert für 2,8er Köpfe
    -3,1 Liter HSI Block (2,9er Kurbelwelle)
    -285 Grad Eichberg Nockenwelle (Einzelanfertigung)Spreizung wie 2,8 i Welle
    - RS Öl und Wasserpumpe
    - Alustirnräder
    - E -Lüfter
    usw.
    Natürlich alles feingewuchte,poliert,ausgelitert,usw.


    Das müßte doch normalerweise mit dem Vergaser laufen !!!!!!!!!!

  • Also,er läuft jetzt schon besser,allerdings ist die Leerlaufdrehzahl sehr hoch(ca. 2500).Choke defekt? Wie kann ich den testen ?Laut meinem Autoelektiker war aber alles korrekt angeschlossen.


    Tschüß Benedict

  • Hallo,
    ich kann mich noch gut erinnern dass mich Kay an die Hand genommen hat und mich hinter meinen roten P7 mit der Offenhauseranlage geführt hat.........naja ganz so war das nicht :-))
    Es stimmt, ich hatte den original 2,6er Motor drin und die Offenhauser und auch eine Kontaktzündung(keine Ahnung was daran verkehrt sein soll). Der Umbau war erst kurze Zeit vor dem Treffen beendet, deshalb war der Holley noch nicht richtig eingestellt, ich Idiot habe das nur 0815 gemacht, links und rechts 3 Umdrehungen rausdrehen und gut ist, dachte ich(ausserdem hat mich v6quäler darauf aufmerksam gemacht das man keine Edelstahlschrauben als Zylinderkopfschrauben verwendet, aber das ist eine andere Geschichte). Später wurde der Vergaser dann richtig eingestellt und ich kann nur sagen dass der Motor bombastisch gut lief(Kerzen waren braun). Spritverbrauch war natürlich höher als vorher,aber es hielt sich in Grenzen. Ich bin eigentlich immer sehr zügig gefahren und habe so um die 13-15 Liter Verbrauch gemessen.
    Ich kann mich im Großen und Ganzen Hernn Hansen anschliessen, ich würde die Offenhauser nicht mehr anbauen. Der Grund bei mir ist recht einfach: Das Preis/Leistungsverhältnis stimmt nicht besonders. Ich habe damals für eine neue Brücke 400 Taler bezahlt, dazu kam dann noch en neuer 390er für knapp 380, dann diverse Dichtungen usw. Alles in allem waren das ca 850 Euro, ohne den Luftfilter der nochmal 100 kostete, aber das ist ja nicht unbedingt nötig gewesen. Für das ganze Geld könnte man sicher effektivere Sachen als die Offenhauser montieren.
    Es gibt den 390er Vergaser nur mit Düsen, die Platten macht man hin damit man sich das Düsenauswechseln spart,die Platten beherbergen sozusagen variable Düsen.
    Die 2. unterdruckgesteuerte Stufe des Vergasers öffnet ca bei 3/4 Gas, vorher läuft der Vergaser nur auf der vorderen Stufe. Der Choke ist bei mir ein Elektro-Choke gewesen, den man wie beim Solex Vergaser durch drehen des Plastikbehälters der Bimetallfeder kurz oder lange zum Einsatz kommen lässt. Der Choke hat ganz unten an dem Gestänge eine kleine Schraube, die, wenn der Choke in Betrieb ist, das Standgas erhöht. Diese Schraube ist zumindest im Kaltbetrieb für die Drehzahl verantwortlich. Der Choke lässt sich am bestemn testen,vorausgesetzt es ist ein E-Choke, indem man nur sie Zündung anschaltet und die Klappen beobachtet. Sie müssten sich eigentlich so nach ca 2-5 Minuten schliessen, je nach Einstellung.
    Falls der Choke nicht die Ursache ist: Bei mir war am Anfang fast das selbe Problem. Es lag daran dass die die Drosselklappen der 2.Stufe ein wenig offen standen. Gemerkt habe ich das erst als ich den Vergaser wieder abgebaut habe und in verkehrtherum hingestellt habe. Die 2. Stufe besitzt eine winzige Schraube an der Unterseite des Vergasers an der man die Drosselklappen leicht öffnen und schliessen kann.....vielleicht liegt es ja daran.
    Zu den Tuning Komponeneten Deines Motors kann ich Dir gar nichts sagen, da habe ich schlicht keine Ahnung...ich kann nur noch erwähnen dass ich mich genauso wie Herr Hansen im Nachhinein eher für einen Edelbrock entscheiden würde,da die ganze Justierung einfacher ist, die 2.Klappe mechanisch und frei einstellbar ist und die Düsen alle von aussen zugänglich sind ohne wie beim Holley den Vergaser zerlegen zu müssen, wenn man keine Düsenplatten hat.



    Viele Grüße


    Volker

  • Hi Volker,


    okay da hast du Recht so direkt an die Hand habe ich dich nicht genommen :-))



    Zum Thema:
    Das man einen zu gr. Vergaser auf einem kl. Motor zum laufen bekommt war auch nicht das Statement von mir.


    Ein Vergaser funktioniert nach dem Prinzip des Druckgefälle. Ist dein Vergaser zu gr. wirst du nie die erforderliche Strömungsgeschwindigkeit im Vergaser erreichen die eine saubere Leistungsausbeute im Verhältnis zum Spritverbrauch sicherstellt. Du sagst dein Motor braucht 13-15 Liter. Findest du das ist der Mehrleistung angemessen? Ich denke dies sind bald 4 Liter zu viel die dein 2.6er im Verhältnis zu deiner Leistungssteigerung durch den Vergaser bringt. Wenn wir davon ausgehen das er also im Schnitt 14 Liter braucht und nur 10 -11 Liter benötigen würde, wären wir bei einem Mehrverbrauch von ca 25% .


    Ich bin Jahre lang 2.8er gefahren auch leicht modifizierte und die bin ich im Schnitt mit 10 Liter gefahren.
    Ich fahre meinen 5.0 HO im Schnitt mit 12 Liter. Und jetzt kommst du!!!!


    Und ich gehe mal davon aus das der 5.0 Liter nicht nur annähernd das doppelte an Hubraum zur Verfügung stellt sondern auch bald 100PS mehr hat als dein 2.6er. Das ist auf was ich hinaus wollte.


    Zum Thema Kontaktzündung: Wenn du deinem Motor mehr Gemisch zur Verfügung stellst sollte deine Zündanlage auch in der Lage sein dieses zu verbrennen. An deiner Stelle würde ich zumindestens auf eine Transistor Anlage umbauen. Du würdest dich wahrscheinlich wundern das du deinen Spritverbrauch senkst und deine Leistung wahrscheinl. spürbar besser wird. Merke ein höheres Gemischvolumen, oder z.B. eine Anhebung der Verdichtung also eine Anhebung des Druckes führen u.a. zu einem erhöhten elektrischen Widerstand. D.H. Du brauchst mehr elektrische Energie um den Funken zu generieren und vor allem kontrolliert brennen zu lassen. Und das ist mal ein wesentl. Faktor.


    Hinzu kommt das du einen exakteren Funken generierst der nicht der Abhängikeit des mechanischen Verschleißes des Kontaktes unterliegt.


    Als Schlußwort möchte ich sagen das es natürl. jedem seine eigene Entscheidung ist was und wie er es macht. Wenn du natürl. mit deiner Leistung u. deinem Spritverbrauch zufrieden bist ist das okay.


    P.S dein Kerzenbild gibt dir keine Auskunft darüber ob die selbe Leistung mit 3 Liter weniger Sprit zu bewerkstelligen ist.




    Grüßlis


    Kay

  • Zitat

    Original von Kay
    P.S dein Kerzenbild gibt dir keine Auskunft darüber ob die selbe Leistung mit 3 Liter weniger Sprit zu bewerkstelligen ist.


    ich denke damit wollte er nur verdeutlichen das die karre nicht zu mager und vor allem nicht zu fett läuft, die einstellung also nicht direkt "falsch" ist.

  • Hi Kay,
    ich glaube ich habe vergessen zu erwähnen dass ich den 26m letztes Jahr verkauft habe. Ich konnte ihn mir nicht mehr leisten,was nicht unbedingt nur an dem Spritverbrauch lag. Fahre momentan Motorrad (Chopper), naja sofern es das Wetter zulässt.


    O.k der Spritverbrauch war nicht gerade niedrig, aber dafür dass sich das Gaspedal meistens ganz unten befand eigentlich nicht besonders hoch.


    Ich bin kein Fachmann in punkto Motortuning und die Offenhauser ist mir damals irgendwie zugeflogen, gell Thomas?? :-)
    Wenn mann natürlich die Leistungsausbeute und Mehrverbrauch betrachtet sieht es natürlich sehr düster für die Offenhauser
    aus. Damals dachte ich mir einfach nur: Die Montage geht recht fix und Probleme werden so gut wie keine auftauchen, dem war auch so, allerdings musste ich 1x pro Jahr bei der ASU zittern, da der Motor nicht mehr den CO Wert hatte den er eigentlich haben sollte, mit Sicherheit auch ein Hinweis eine schlechte Verbrennung, da muss ich Dir völlig recht geben. Nicht zu vergessen das Zittern alle 2 Jahre beim TÜV, da keine Eintragung in Verbindung mit dem H_Kennzeichen möglich.


    Wenn man genug Geld zur Verfügung hat ist Dein Motor sicherlich erste Wahl, kein Thema,ist aber auch eine völlig andere Motorengeneration.


    Was die (Ford V6)Transistorzündung betrifft, die hatte ich kurzzeitig montiert, konnte aber keinen Unterschied zur kontaktgesteuerten feststellen.




    Viele Grüße


    Volker

  • Hallo,ruhig Blut !!!


    Kein Grund zum Aufregen.
    Ich habe natürlich ne kontaktlose Zündung und ne elektr. Benzinpumpe verbaut.


    Ich glaube das halt viele den Offiklimbim nicht richtig eingestellt hatten,bzw. einfach nur die Brücke draufgebaut haben ohne sich über den Rest des Motors Gedanken gemacht zu haben.
    Die Brücken liefen doch auch zu hunderten in den Staaten,zumal ich glaube das die Firma Offenhauser sich auch was bei der Entwickelung und Herstellung der Brücke gedacht hat.Sind ja auch Profis gewesen.

  • Ich glaube auch das Offenhauser sich bei der Konstruktion etwas gedacht hat, nur geht dass nicht mit unserer Leistungvorstellung des Modernen Motors konform.
    Allein dieser (für unsere Verhältnisse) grosse Vergaser weckt in uns eine übermäßige Leistungerwartung :D
    Die Erwartung einer "Deutschen" Präzision kann diese Brücke nicht erfüllen, was uns schon mal die Einstellung zu der Qualität der Amisachen erheblich anzweifeln lässt.
    Wer sich jedoch dabei macht und das ganze etwas verfeinert kann sicher auch den Erfolg für sich einstreichen, ist ja überall so, doch würde ich nicht noch einmal auf die Gedanken kommen Du machst dass schon, andere haben das ja auch geschafft.


    Zugegeben ich war mit der Vergaseranlage und der erzielten Leistung recht zufrieden, 186PS für einen Vergasermotor und den dennoch recht günstigen Verbrauch von 11-14l auf 100km, damit konnte ich gut leben. Auch die Leistungentfaltung hat mir gut gefallen.
    Einzig ein Mechanischer Fehler, der mir bis heute nicht bekannt ist, hat mir das ganze vermiest.
    ...........trotzdem würde ich nie wieder ein Holley nehmen ;)


    Schmigos
    Ich hoffe Du machst uns allen noch was vor und zeigst es uns, wünsche Dir jedenfalls viel Erfolg (oder braucht man mehr Glück??)

  • Hm.
    Die Holleyformel zur Vergaserberechnung mal in allen Ehren, aber was hat man denn schon für eine Wahl? Kleinere 4-Fach Holleys als 390er gibt's doch gar nicht (mehr ?), oder? Und genau betrachtet sind die Vergaser doch gar nicht sooo gross.


    Die Drosselklappen messen jeweils ca. 36,5 mm, die Venturis jeweils ca. 27 mm.


    Zum Vergleich haben die 2,8er Solexvergaser 38mm Drosselklappen und 28 mm Venturis. Die 3,0 Essex Weber haben 38 mm Drosselklappen und 27 mm Venturis.


    Also hat man mit dem 390 Holley einfach (sehr einfach :stupid: ) gesagt auch nur etwas weniger als 2 2,8er Vergaser. Klar ist das ne Milchmädchenrechnung, aber es kommt ja noch besser.

    Der grösste Vorteil des Holley mit über Unterdruck betätigten Sekundärklappen ist doch, dass die Sekundärklappen eben wirklich erst öffnen, wenn der Unterdruck in den Primärventuris bei Volllast ansteigt, der (Primär...)-Vergaser also an die Grenze seiner möglichen Luftmenge kommt. Und auch dann öffnen die Sekundärklappen natürlich nicht sofort voll. Eventuell werden sie auch nie wirklich voll öffnen, je nach Motor, weil der Vergaser eben eventuell zu gross ist, bei dem serienmässigen 2,6 von Volker war's ja vielleicht auch so.


    Bis etwa 3/4 Enddrehzahl fährt man also eh nur mit dem Primärvergaser (also der ersten Stufe), meist auch bei stärker bearbeiteten Motoren. Ist doch Ideal für Strassenmotoren, der Drosselverlust, der durch dieses System entsteht, ist doch ziemlich gering. Bestimmt kein Grund zum "double Pumper" zu greifen, wo auch die Sekundärklappen mechanisch öffnen.


    Ich sehe da eigentlich kein Problem, das vernünftig und sparsam zum Laufen zu bekommen, die Möglichkeiten sind doch alle da, nicht zuletzt deshalb, weil es eben auch ein Powervalve (Volllastanreicherung) gibt, was sich sogar kalibrieren lässt, damit lässt sich doch prima ein mageres Teillastgemisch hinkriegen.


    Klar darf man natürlich nicht unter den Tisch kehren, dass das Wechseln der Düsen schon etwas aufwändiger als bei anderen Vergasern ist. Vielleicht ist genau das auch das Hauptproblem, irgendwann hat der Vergaserabstimmer einfach keinen Bock mehr und sagt "is gut jetzt", wer will und kann das schon kontrollieren. "Wenn er man fett genug ist wird er schon laufen..."
    Wenn einer den Vergaser mal eben in ein, zwei Stunden fertig abstimmen will wäre ich doch etwas skeptisch.


    Ich habe einen 2,8er mit 2935 cm³ laufen, mit ähnlichen Teilen wie auch bei Benedicts Motor verbaut sind, aber mit nur einem Weber 40 DFI5 auf der angepassten 2,8er Ansaugbrücke. Und der Motor hat genau das Problem, dass er bei ca. 6700 U/min gegen eine Wand läuft und einfach ncht mehr höher dreht. Und bei Volllast eben auch ab ca. 5000 U/min Unterdruck im Ansaugsystem aufbaut. Der Vergaser ist also zu klein. Ich glaube, wir müssten da auch mal den Holley ausprobieren.


    Zitat

    Original von guest
    Ich habe damals für eine neue Brücke 400 Taler bezahlt, dazu kam dann noch en neuer 390er für knapp 380, dann diverse Dichtungen usw. Alles in allem waren das ca 850 Euro, ohne den Luftfilter der nochmal 100 kostete, aber das ist ja nicht unbedingt nötig gewesen. Für das ganze Geld könnte man sicher effektivere Sachen als die Offenhauser montieren.


    Effektivere Sachen? Meinst Du wirklich? Für das Geld bekommt man doch noch nicht mal 2 neue Weber 40 DCNF. Und dann fehlt noch der dritte Vergaser und auch noch die spottbillige Ansaugbrücke. Und für den Strassengebrauch ist das ja nun auch nicht gerade die ideale Vergaseranlage. Die Weber DCNF haben ja nunmal kein Powervalve, müssen also für den Teillastbereich schon etwas fett bedüst werden, damit das Gemisch bei Vollast passt.

    Bei der Konstruktion der Offenhauser Brücke haben die sich schon was gedacht. Durch die Unterschiedlichen Saugwege der Primär- und Sekundärsysteme sollten sich Kraftstoff und Luft gut mischen und sollte das Gemisch gut verteilt werden. Eben deshalb sollte auch ein etwas zu grosser Vergaser kein Problem sein. Die Brücke macht ja sowieso nur mit einem 4-fach Vergaser Sinn.


    Deshalb finde ich das schon günstig, obwohl man die Brücken in Amiland wohl teilweise auch noch viel billiger bekommt. Teile für Holleys sind doch auch leicht zu bekommen und nicht teuer. Ganz im Gegensatz zum Solex 4A1...


    Zitat

    Original von hardtop51
    ...also 50 Euro für nen brauchbaren Weber 44er...


    Mike, besorgst Du mir brauchbare 44er weber für 50 Euro? Ich nehme dann 10 Stück. ;)


    Gruss Willi

  • Hallo Willi,wie immer fundiertes Fachwissen !! Hätte mich gleich an dich wenden sollen,denke dein Telefon wird die Tage mal klingeln.Tschüß Benedict


    (Danke für den Tip mit dem Capri Club Chicago,haste mal unter Rokstock gegooglelt ?)

  • Hallo Benedict,


    ja, interessante Sachen gibts da zu sehen. Beeindruckend für die Zeit finde diesen Rokstock RSR Capri Turbo. Gab also noch mehr als nur May-Turbo oder die Turbo Technics Geschichten im Tickford Capri.


    Klar, ruf mal an, bin eh krankgeschrieben diese Woche.
    Deshalb habe ich auch Zeit, so viel zu schreiben... ;)


    Gruss Willi

  • Gibt's was neues, läuft der Holley nun? Übrigens ein guter Vergaser wenn man sich damit auskennt. Da es sich in der Regel bei Edelbrock sowie Holley um Universal-Vergaser handelt, liegt die Kalibrierung immer beim Fahrer. Also, nicht auf das Teil schimpfen sondern den Fehler suchen - meistens das Powervalve beim Holley (Lastanreicherungsventil).


    Solange diese Möglichkeit nicht ausgeschlossen ist, braucht man mit den Düsen erst gar nicht beginnen. Auch bei Neuteilen ist es unerläßlich das Powervalve auf korrekten Verschluß zu prüfen.


    Die Primärstufe beim Holley kann mit Düsen kalibriert werden, die Sekundärstufe hat bei der Baureihe 4160 Platten die ausgetauscht werden können/müssen. Handelt es sich um einen 4150 können auch in der 2. Stufe Düsen gewechselt werden. Der 390er wird als 4160 ausgeliefert.

  • Hallo,ne gibt nix neues.Habe mir nen Schwung neue Hauptdüsen gekauft und werde nach meinem Urlaub das "Projekt" mit Willi in Angriff nehmen.Werde dann ausführlich mit Bilder .
    das Ergebnis präsentieren.Tschüß Benedict

  • Was, nur Düsen allein? Hol Dir auf alle Fälle den Dichtsatz 37-119, weiter sollten die Papierdichtungen unter den Schrauben der Schwimmerkammer durch Nylon ersetzt werden. Die aus Papier gehen durch wiederholtes öffnen schnell kaputt.


    Speziell beim 390er Holley muß auch auf die O-Ringe zwischen Platineblock und dem Grundgehäuse geachtet werden. Sind diese beschädigt dringt zusätzlich Kraftstoff in die Ansaugbrücke.
    Das gleiche gilt für das Lastanreichungs-Ventil, Dichtung kaputt - Kraftstoff läuft durch die Vakuumbohrung.


    Mein erster Tipp für 'ne Grundeinstellung:


    48er Hauptdüse
    Lastanreichungs-Ventil 6.5Hg (solte Serie sein)
    Beschleunigernocke pink (trägt die Nr. 330)
    Feder Unterdruckverstellung: gelb lange Windung